Rheinland-Pfalz: “Kameradschaft” mit Verbindungen zur NPD
Koblenz
“Kameradschaft” mit Verbindungen zur NPD
Die rechtsextreme “Kameradschaft Westerwald” hatte Verbindungen zur NPD. Das hat ein führendes Mitglied im Prozess vor dem Landgericht Koblenz ausgesagt. Der frühere Vorsitzende der Kameradschaft gab an, es habe gemeinsame Abende mit NPD- Mitgliedern gegeben. Ein weiterer Angeklagter war nach eigenen Angaben früher NPD-Mitglied.
In dem Verfahren müssen sich fünf Mitglieder der Kameradschaft verantworten. Sie gelten als harter Kern der Gruppe. In zwei abgetrennten Verfahren wurden elf geständige Beschuldigte bereits verurteilt. Sie erhielten Bewährungsstrafen von bis zu zwei Jahren. Der Prozess gegen insgesamt 16 Mitglieder der Kameradschaft hatte Mitte November begonnen. Die Anklage lautete unter anderem auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Volksverhetzung, Landfriedensbruch und Körperverletzung. Auf das Konto der Gruppe gehen offenbar auch gewalttätige Aktionen gegen linke Gruppen am Rande eines Rock-Konzerts in Daaden im Januar.
Am Montag bedauerten zwei frühere Vorstandsmitglieder im Alter von 28 und 27 Jahren die Angriffe der Kameradschaft auf die Konzertbesucher. Der ehemalige Vorsitzende räumte ein, er habe dabei die Heckscheibe eines Autos eingeschlagen. Die Tat sollte nach seinen Angaben eine Vergeltung für Angriffe auf Rechtsextreme Anfang 2004 bei einer Demonstration im hessischen Gladenbach sein.


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