Home » Allgemein, Berlin

Berlin: Joffe beklagt Angriffe auf jüdische Schüler

25. November 2006 06:20 12 mal gelesen Kein Kommentar

Verletzende Angriffe auf Schüler jüdischen Glaubens gehören nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe, in der Hauptstadt schon beinahe zum Alltag. “Wir hören regelmäßig von verbalen und physischen Attacken”, sagte Joffe der Nachrichtenagentur ddp. “Es ist zudem Realität, dass jeden Tag das Wort Jude tausendfach als Schimpfwort benutzt wird und die Beteiligten dies als normalste Sache der Welt betrachten.”

Die Übergriffe kommen seinen Angaben nach aus allen Ecken der Gesellschaft, in letzter Zeit aber verstärkt von Jugendlichen aus Migrantenfamilien, oft mit arabischem Hintergrund. “Das Wort Jude wird dabei zum Synonym für Beschimpfungen sexueller und rassistischer Natur”, sagte Joffe. Wegen der Attacken seien nur noch wenige Gemeindemitglieder bereit, offen ihr Judentum zu leben. Er hob hervor, dass Lehrinhalte im Kampf gegen Antisemitismus vor allem an den Gymnasien behandelt würden und nur unzureichend an Real-und Hauptschulen. An diesen Schulzweigen habe es im letzten Jahr jedoch zunehmend antisemitische Äußerungen oder Attacken gegeben. Vor allem muslimische Schüler reagierten auf den Konflikt in Nahost mit antisemitischen Beschimpfungen auf Mitschüler jüdischen Glaubens.

Kein Kommentar »

  • NPD-BLOG » “Der Toleranz verpflichtet” said:

    [...] Der Tagesspiegel hat am 29. November 2006 über den Jahresbericht der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit berichtet. Danach sei das Ergebnis sehr ernüchternd. Besonders Sinti und Roma seien von Diskriminierung betroffen, aber auch der Antisemitismus sei auf dem Vormarsch. Hier der Bericht zum Nachlesen. Am 25. November 2006 berichtete das Neue Deutschland über weitere Angriffe gegen den jüdischen Verein Tus Makkabi aus Berlin. Spieler des Vereins seien erneut beschimpft und bedroht worden, heißt es. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wies am 24. November 2006 darauf hin, dass Beleidigungen und Angriffe gegen Juden mittlerweile zum Alltag in der deutschen Hauptstadt gehören. Von admin Reaktionen auf diesen Beitrag via RSS 2.0 Derzeit ist kein Kommentar möglich, bitte diskutieren Sie hierzu via Trackback! Keine Kommentare möglich. Kategorien [...]

  • NPD-BLOG.INFO » Wie wär es mit dem “Kippa-Test”? said:

    [...] Ende November hatte der Jahresbericht der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit festgestellt, dass der Antisemitismus in Europa auf dem Vormarsch ist. Am 25. November 2006 berichtete das Neue Deutschland über weitere Angriffe gegen den jüdischen Verein Tus Makkabi aus Berlin. Spieler des Vereins seien erneut beschimpft und bedroht worden, heißt es. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe,wies am 24. November 2006 darauf hin, dass Beleidigungen und Angriffe gegen Juden mittlerweile zum Alltag in der deutschen Hauptstadt gehören. Anfang November 2006 ging aus einer Studie hervor, dass fast 18 Prozent der Bundesbürger den Einfluss der Juden “auch heute noch für zu groß”. [...]