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MV: Ein Anklamer Amtsleiter und der „Jude Konrad Adenauer“

21. Januar 2007 09:17 23 mal gelesen Kein Kommentar

Die taz berichtet am 20. Januar 2007 über die Beurlaubung des Ordnungsamtsleiters der Stadt Anklam in Mecklenburg-Vorpommern. Dieser hatte an einer Veranstaltung teilgenommen, in der Behauptungen über den “Juden Konrad Adenauer” und den angeblichen Fortbestand des Dritten Reichs verbreitet wurden. Diese bezeichnete der Amtsleiter gegenüber dem NDR als „sehr interessant“.

Augenzeuge der Veranstaltung war dem taz-Bericht zufolge auch Günther Hoffmann vom Anklamer Verein “Bunt statt Braun“. Er habe berichtet, das Publikum habe den rechtsextremen Rednern “heftigst applaudiert”. Keiner der Anwesenden habe etwas entgegnet. Zu dem Abend in einer Anklamer Gaststätte hatte die Stralsunder „Industry Consulting Group“ eingeladen. Sie bietet laut Hoffmann nicht nur Unternehmensberatung an, sondern ist auch beim Verfassungsschutz bekannt für krude rechtsextreme Thesen. Laut NDR ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen einen der Redner bereits wegen Volksverhetzung.

Der Chef der Anklamer SPD-Fraktion, Uwe Schultz, zeigte sich dem Bericht zufolge auch nach der vorübergehenden Beurlaubung des Amtsleiters “schockiert”. Im Hauptausschuss der Stadt votierten nur drei von sieben Politikern für die Sanktion, zwei waren dagegen, zwei enthielten sich. “Man fand sein Verhalten nicht so schlimm”, berichtete Schultz gegenüber der taz.

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