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NPD zieht Dementi zurück: Funktionär hat angeblich Freizeitanlage in Dresden gekauft

15. Februar 2007 08:47 37 mal gelesen Kein Kommentar

Ein Funktionär der rechtsextremistischen NPD hat laut „Bild“-Zeitung in Dresden-Pappritz ein 16 Hektar großes Grundstück samt Tennishalle und zwei Blockhäusern gekauft. Dieses liegt rund 400 Meter entfernt vom Einfamilienhaus des Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU). Eigentümer ist bislang der Münchner Unternehmer Wolfgang Jürgens, der Kaufpreis betrage 3,25 Millionen Euro, schreibt die Bild. NPD-Bundessprecher Klaus Beier sagte der Zeitung zufolge: „Wir werden Parteitage, Pressefeste und andere Großveranstaltungen wie Wahlkundgebungen durchführen. Außerdem wird die Halle an Tennisspieler vermietet.“

Beier dementierte zunächst

Allerdings sagte NPD-Pressesprecher Beier auf Anfrage, der Kauf sei noch nicht über die Bühne gegangen. Der Chef des NPD-Bezirksverbandes Unterfranken, Uwe Meenen, wolle die Anlage privat kaufen, diese könne dann auch von der NPD genutzt werden, so der Plan laut Beier. Ein Kauf sei aber bis gestern (14. Januar 2007) noch nicht vollzogen worden, so der Sprecher weiter.

Mittlerweile korrigierte Beier allerdings seine Angaben: Es habe am 30. Januar einen Notartermin gegeben, bei dem der Verkauf beurkundet worden sei. Jetzt fehle nur noch der Grundbucheintrag, dies sei nur noch “eine Formsache”, so Meenen laut Beiers Angaben. 

Meenen ist ein alter Bekannter…

Laut Wikipedia trat Meenen seit dem Jahr 2001 als interssierter Käufer auf für verschiedene Immobilien im gestamen Bundesgebiet auf, die er dann angeblich als Schulungszentren für die NPD nutzen will oder z. T. auch als sonstige Veranstaltungsräume der NPD. Nach einem Bericht von tagesschau.de erwarb Meenen das Schloss Trebnitz im sachsen-anhaltischen Bernburg, dass danach als “Nationales Zentrum Mitteldeutschland” ausgebaut werden sollte. Letztendlich wurde es anschließend bei ebay wie Sauerbier angeboten, berichtete tagesschau.de.

Laut Wikipedia wollte Meenen im Jahr 2005 eine Tennishalle in der Kleinstadt Grafenwöhr in Nordbayern für die NPD und die “freie Kameradschaft” kaufen. 2006 wollte Meenen in Cham (Oberpfalz) eine ehemalige Discothek sowie einen Supermarkt kaufen. Als Reaktion wurden die Immobilien von der Stadt aufgekauft.

Offenbar schon länger Interesse an Immobilie in Dresden

An der Immobilie in Dresden war die NPD seit mindestens anderthalb Jahren interessiert. Im August 2005 beantragte die eine Nutzungsänderung für die Tennishalle. Herhard Bessier vom Hannah-Arendt-Institut sagte damals gegenüber tagesschau.de: “Sollte die NPD mit ihrem Antrag durchkommen und ihr Zentrum eröffnen, hätte dies eine hohe symbolische Bedeutung, und Sachsen würde noch stärker als Hochburg der NPD gelten.”

Kein Kommentar »

  • Das rote Blog » Blog Archiv » Der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt bekommt braune Nachbarn said:

    [...] Den restlichen Artikel lest bitte direkt hier im NPD-Blog. [...]

  • NPD-BLOG.INFO » Immobiliengeschäft: “Die NPD kann da Radieschen ziehen” said:

    [...] Die NPD hat nach eigenen Angaben in Dresden-Pappritz ein 16 Hektar großes Grundstück erworben. Dieses liegt nur wenige hundert Meter vom Wohnsitz des sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt entfernt. Auf dem Gelände stehen mehrere Häuschen sowie eine Tennishalle, die man für Großveranstaltungen nutzen wolle – behauptet der als Käufer auftretende NPD-Funktionär Uwe Meenen aus Bayern gegenüber tagesschau.de. Der Preis für das Anwesen betrage etwa drei Millionen Euro, der Vertrag sei schon unterzeichnet. Dies bestätigt auch der Verkäufer Wolfgang Jürgens. Jetzt müssten die öffentlichen Instanzen den Kauf nur noch abnicken, so Jürgens. Diese prüften, sagte ein Sprecher der Stadt, eine Entscheidung werde bald vorliegen. Rechtliche Einwände sind aber offensichtlich nicht abzusehen. Und Regierungschef Milbradt gab sich bislang gelassen: “Man sollte sich von der NPD nicht erpressen lassen. Und wenn die in Pappritz Tennis spielen wollen, ist das politisch unbedenklich”, sagte er der “Bild”-Zeitung. [...]