Sachsen-Anhalt: Prozess wegen Bücherverbrennung beim Volksfest
Die taz berichtet am 26. Februar 2007 hintergründig und fundiert über den Prozessbeginn gegen Neonazis vor dem Amtsgericht Schönebeck. In der Sache geht es um die Vorkommnisse im sachsen-anhaltischen Pretzien – dort hatten Neonazis “Das Tagebuch der Anne Frank” sowie eine amerikanische Flagge verbrannt, vor den Augen Dutzender Festbesucher. Noch immer ringt der Ort um den Umgang mit der Tat, schreibt die taz.
“Attacken erinnern an 1933″
Nach der öffentlichen Bücherverbrennung mit Volksfestcharakter sagte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deuschland, Charlotte Knobloch: “Antisemitische und rechtsradikale Attacken haben eine Offensichtlichkeit und Aggressivität erreicht, die an die Zeit nach 1933 innern”.
Neonazis hetzen gegen Anne-Frank-Tagebücher
Im Dezember 2006 zog ein NPD-Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern die Echtheit der Anne-Frank-Tagebücher in einer Parlamentsrede in Zweifel. Bereits seit Jahrzehnten versuchen Rechtsextremisten und Holocaust-Leugner immer wieder, die Echtheit der Bücher in Frage zu stellen.

