Niedersachsen: Mehrere Seiten von Neonazis gesperrt
Seit dem 14. beziehungsweise 15. Februar sind die neonazistischen Internetseiten der Nationalen Offensive Schaumburg (NOS), der Nationalen Offensive Nienburg (NO-NI), der Jungnationaldemokraten (JN) und NPD Schaumburg, der Kameradschaft Weserbergland und des Weser Leine Infos gesperrt.
Laut einem Bericht auf Indymedia heißt es in einem aktuellem Eintrag der NO-NI in einem einschlägigem Neonazi-Forum dazu: ” … nicht genug das die Rechner beschlagnahmt wurden und der Oberstaatsanwalt am Rad dreht … nun ist auch noch unsere Seite gespeert worden … “.
Hintergrund der Sperrung sei eine Durchsuchung am 08. Februar 2007 durch die Staatsanwaltschaft Bückeburg und das Fachkommissariat Staatsschutz der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, heißt es weiter. Ermittler beschlagnahmten demnach in den Wohnungen von Marcus Winter und Arwid Strelow sowie “bei einem der Mitglieder” … der “Nationalen Offensive Nienburg” (so die Selbstmitteilung im Internet) in Eystrup im Landkreis Nienburg/Weser unter anderem mehrere Computer.
Die Durchsuchungen standen und stehen im Zusammenhang mit staatsanwaltlichen Ermittlungen über den Internet-Eintrag, der einen Schmähtext über Holocaust-Überlebende enthält: In dem Text “Holocaust-Überlebende fordern NPD-Verbot – Wann endlich verbietet man Holocaust-Überlebende?” vom 28. Januar werden Holocaust-Überlebende im NS-Sprachjargon als “Volksschädlinge” verunglimpft.

