NRW: Gemeinnützige Holocaust-Leugnung?
Das Magazin Ossietzky hat in seiner Ausgabe 06/2007 die Rolle des völkischen “Collegium Humanum” in Vlotho kritisch beleuchtet. Unbehelligt von den Polizei- und Verfassungsschutz-Behörden, für die der Innenminister politisch verantwortlich ist, agieren von hier aus führende revisionistische Forscher und Publizisten aus aller Welt, heißt es unter anderem in dem Bericht. Die Grundhaltung des CH beschrieb der Vereinsvorsitzende Bernhard Schaub dem Bericht zufolge auf der sogenannten Holocaust-Konferenz in Teheran: “Wir europäischen Kämpfer für Recht und Wahrheit haben denselben Feind. Es ist der Menschenverderber, der mit Hilfe amerikanischer Kampfelefanten die ganze Welt dem jüdischen Kapital unterwerfen will.”
Horst Mahler, der zur Zeit eine Strafe wegen Volksverhetzung verbüßt, ist “führender Jurist” dieser Einrichtung. Im CH werden “Unterführer” ausgebildet, die unter Anleitung des NPD-Kreisvorsitzenden Markus Spilker auch den Saalschutz bei Veranstaltungen des “Collegiums” übernehmen, so das Ossietzky.
Leugnung des Holocausts steuerlich absetzen…
Und: Die Vlothoer Kaderschmiede wird von den Behörden des Landes nicht nur geduldet, sondern immer noch als “gemeinnützig” anerkannt. Die Freunde und Förderer dürfen ihre Spenden zum Unterhalt des Zentrums der Leugner des Judenmords von der Steuer absetzen.
Anfrage im Bundestag
Dies hat inzwischen die Linksfraktion auf den Plan gerufen. Im Bundestag will sie in einer Anfrage an die Bundesregierung Auskünfte über das CH einholen – und so die Gemeinnützigkeit des Vereins der Revisionisten thematisieren. Der Vlothoer Anzeiger hat die Anfrage der Linkspartei dokumentiert.

