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Völkischer Antiimperialismus: Bei der NPD gut aufgehoben

22. Juni 2007 11:21 64 mal gelesen 3 Kommentare

Der Zentralrat der Juden hat die Linke wegen ihrer Positionen im Nahost-Konflikt scharf angegriffen. Ihr Vorsitzender Oskar Lafontaine betreibe eine ‚Politik, die gekennzeichnet ist von krankhafter Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat’, sagte der Vizevorsitzende des Zentralrats, Dieter Graumann, am 21. Juni 2007 der Nachrichtenagentur ddp. In der aus Linkspartei.PDS und WASG fusionierten Linken scheine ‚wieder die alte SED-Linie’ durch, die vom aktiven Kampf gegen Israel gekennzeichnet gewesen sei. Der Zentralratsvize wertete Lafontaines Nahost-Positionen als ‚Populismus pur ohne jedes Gefühl von Verantwortung’. Als Beispiele nannte er Lafontaines Vorhaben, in Iran zu reisen. Der Linke-Chef werte damit ein Regime auf, das Israel einen neuen Holocaust androhe. Auch habe die Links-Fraktion im Herbst offiziell einen Minister der islamistischen und antisemitischen Hamas nach Deutschland eingeladen. Den Vorwurf des Antisemitismus wollte er allerdings nicht erheben: ‚Weder Lafontaine noch die Linke sind antisemitisch.’ Daher könne man die Linke auch nicht in einen Topf mit der rechtsextremen NPD werfen.

Der NPD-Generalsekretär Peter Marx hatte zuvor erklärt: ‚Lafontaine vertritt außenpolitisch lupenreine und völlig authentische NPD-Positionen.’ Nach Graumanns Worten sollte diese Reaktion der NPD der Linken zu denken geben: ‚Wer solche Freunde hat, sollte sich überlegen, ob er nicht etwas falsch macht.’ Jedoch sei diese Linie in Deutschland sehr populär. Wer Israel scharf kritisiere, fühle sich ‚auf einer Woge von Sympathie’.

Positionen bei der NPD besser aufgehoben

Und wer die anti-israelischen Ressentiments in Kombination mit unkritischer Unterstützung für reaktionäre Bewegungen anprangert, der wird schnell als Rechter und/ oder Antideutscher bezeichnet. Wie können Politiker und Aktivisten, die sich als links bezeichnen, reaktionäre Organisationen wie die Hamas verteidigen? Und dass es keinen Antisemitismus von links gebe, wie Graumann behauptet, möchte ich so nicht unterschreiben. Hier sei ein Verweis auf die Antiimperialistische Koordination erlaubt, auch das populäre Heuschrecken-Motiv sowie die verkürzte Globalisierungskritik in einigen linken Kreisen sei hiermit erwähnt.

Die Linke sollte sich endlich vom völkisch aufgeladenen Antiimperialismus verabschieden. Er ist bei der NPD besser aufgehoben.

3 Kommentare »

  • Lutz Werner said:

    Was macht diese Meldung auf einer Seite über “die NPD und ihr Umfeld”?

    Lafontaine zum NPD-Umfeld rechnen, das macht nicht mal der ZdJ, der ihn hier so ausschimpft.

  • Patrick Gensing said:

    Es wäre Unsinn, nur die NPD isoliert zu betrachten – und nicht auch die Phänomene sowie die Verbreitung von Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus in anderen gesellschaftlichen und politischen Gruppen zu benennen. Daher steht “das” hier. Denn allein ist die NPD nicht relevant – aber wenn ihre Positionen auch in anderen politischen und gesellschaftlichen Bereichen vertreten werden, in diesem Fall sogar bei der Linken – dann sieht das schon anders aus. Es geht ja im Grunde darum, Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus zu bekämpfen, unter welchem Label das läuft, ist egal. Bei der NPD ist diese organisierte Menschenfeindlichkeit am offensichtlichsten, daher sind fast alle gegen sie. Aber die NPD hat den Rassismus und anderen Schwachsinn leider nicht für sich gepachtet. Würde die Sache natürlich sehr vereinfachen. Ich empfehle in diesem Zusammenhang die Studien von Professor Heitmeyer:
    http://www.uni-bielefeld.de/ikg/persoenlich_heitmeyer.htm

  • NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Die Nazis und der 1. Mai: Von Niedriglöhnen und dem Ende der Gewerkschaften said:

    [...] verboten – Polizei befürchtet rechte Randale, Neonazis und soziale Themen: Ist das neu?, Völkischer Antiimperialismus: Bei der NPD gut aufgehoben, Hintergrund: Die “Autonomen [...]