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	<title>Kommentare zu: MVP: Untersuchungen nach Überfall in Pölchow</title>
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		<title>Von: toben</title>
		<link>http://www.publikative.org/2007/07/03/mvp-untersuchungen-nach-uberfall-in-polchow/comment-page-1/#comment-1609</link>
		<dc:creator>toben</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 11:37:37 +0000</pubDate>
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		<description>Die Scheiben wurden nicht eingedrückt, sondern mit Pflastersteinen aus dem Gleisbett eingeworfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Scheiben wurden nicht eingedrückt, sondern mit Pflastersteinen aus dem Gleisbett eingeworfen.</p>
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	<item>
		<title>Von: tim</title>
		<link>http://www.publikative.org/2007/07/03/mvp-untersuchungen-nach-uberfall-in-polchow/comment-page-1/#comment-1608</link>
		<dc:creator>tim</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 13:49:05 +0000</pubDate>
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		<description>teilweise sind die berichte wirklich sehr kreativ und beruhen nicht auf tatsachen. zu den abgebrochenen zaunlatten kann ich nur sagen, dass anscheinend auch hier google-journalismus betrieben wurde. Denn wenn der Autor dieses überprüft hätte und den Pölchower Bahnhof sich angeschaut hätte, hätte er festgestellt, dass man selbst bei flüchtigen hingucken schon 10 Lücken im Zaun findet.
Außerdem sollte man wohl nicht die Junge Union zitieren, wenn man eine Meinung zu Lobby haben will. denn das diese Jugendvereinigung mittlerweile relativ weit nach rechts gerückt ist, müsste jedem halbwegs politisch interessierten Menschen klar sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>teilweise sind die berichte wirklich sehr kreativ und beruhen nicht auf tatsachen. zu den abgebrochenen zaunlatten kann ich nur sagen, dass anscheinend auch hier google-journalismus betrieben wurde. Denn wenn der Autor dieses überprüft hätte und den Pölchower Bahnhof sich angeschaut hätte, hätte er festgestellt, dass man selbst bei flüchtigen hingucken schon 10 Lücken im Zaun findet.<br />
Außerdem sollte man wohl nicht die Junge Union zitieren, wenn man eine Meinung zu Lobby haben will. denn das diese Jugendvereinigung mittlerweile relativ weit nach rechts gerückt ist, müsste jedem halbwegs politisch interessierten Menschen klar sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Dieter Sprenger</title>
		<link>http://www.publikative.org/2007/07/03/mvp-untersuchungen-nach-uberfall-in-polchow/comment-page-1/#comment-1606</link>
		<dc:creator>Dieter Sprenger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 18:42:05 +0000</pubDate>
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		<description>Streit um Berichterstattung - Kritik an Opferverein Lobbi e.v.

05.07.2007: Rostock/MVregio Im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung von
Linken und Rechten in einer S-Bahn von Güstrow nach Rostock aus Anlass einer
NPD Demo

wächst die Kritik an dem Verein für Opferbetreuung rechter Gewalt Lobbi e.V.
aus Rostock. Dieser hatte unmittelbar nach den Ausschreitungen in der S-Bahn
und auf dem Bahnhof Pölchow bei Rostock auf seiner Internetseite unter dem
Titel: &quot;Rechter Gewaltexzess vor NPD-Demo&quot; unter Berufung auf mehrere
Zeugenaussagen zu den Vorfällen berichtet. Darin wird unter anderem von
mehreren Schwerverletzen sowie einem verletzten Kind und brutalen
Übergriffen diverser NPD-Anhänger berichtet. Kern dieser Berichterstattung
sind angebliche Gedächtnisprotokolle von Opfern sowie Aussagen von Personen,
die vor Ort gewesen sein sollen.

Bei der zuständigen Polizeifachabteilung stieß vor allem die Menge und
Detailtreue der auf der Webseite des Vereins geschilderten Abläufe auf
Erstaunen. So konnten bisher weder das angeblich verletzte Kind noch die
Schwerverletzten ausfindig gemacht werden. Auch die verwendeten Zaunlatten,
mit denen angeblich auf Leute eingeschlagen wurde, sind nicht nachzuweisen.

Der Sprecher des Juso-Landesverbandes MV Matthias Marx distanziert sich
inzwischen von der Version und äußerte gegenüber MVregio News am Mittwoch,
man habe noch erheblichen Aufklärungsbedarf. So lange man da nicht klar
sehe, sei eine derartige Berichterstattung einfach unseriös und diene nicht
der Sache.

Auch andere gemäßigte Linke Medien und Organisationen zweifeln inzwischen
erheblich an der Darstellung der Vorgänge durch den Verein und äußerten sich
besorgt über den möglichen Schaden durch unwahre Berichterstattung. So sagte
ein Sprecher, es werde wohl besser sein, die Ermittlungen der
Polizeibehörden abzuwarten. Vorschnelle Schlüsse seien in der
Auseinandersetzung mit der NPD kein adäquates Mittel.

Der Sprecher der Junge Union Rostock Kay Mieske kritisiert: &quot;Die
Berichterstattungen der staatlich geförderten Einrichtung zur Opferbetreuung
rechter Gewalt &quot;Lobbi e.V.&quot; scheinen ungeprüft und deshalb vorschnell
veröffentlicht worden zu sein. Bei aller Solidarität für das gemeinsame
Anliegen, extremistischen Gruppierungen das Handwerk zu legen, wird doch der
bislang seriöse Ruf der Verfasser durch diesen Artikel beschädigt. Zu allem
Überfluss erhält die NPD erneut Munition für ihre politische Agitation.
Gerade &quot;Lobbi e.V.&quot; sollte im eigenen Interesse bedacht sein, sich nicht dem
Vorwurf auszusetzen, politisch instrumentalisierbar zu sein.&quot;

Kritisch sehen auch Kenner der rechten Szene die Vorgänge. Mit solchen
falschen oder nicht überprüften Berichten werde die Stimmung nur noch mehr
angeheizt, warnen sie. Hinzu kommt, dass man damit den Rechten nur Trümpfe
in die Hand spielt. Es wäre fatal, wenn die NPD im Innenausschuss des
Schweriner Landtages bescheinigt bekommt, dass die Berichte eines mit
Steuergeldern finanzierten Opfervereins falsch waren.

Der Verein selber wollte sich dazu nicht mehr äußern, betonte aber, es
bleibe bei der veröffentlichten Version der Vorfälle. Gegenüber MVregio News
bestätigte ein Sprecher von Lobbi e.V. Rostock, dass man über keine Fakten
verfüge. Vielmehr lägen nur ungeprüfte Gedächtnisprotokolle von Opfern vor.
Es sei nicht Aufgabe des Vereins, diese zu überprüfen. Wer diesen Bericht
anzweifle, mache sich quasi zum Handlanger von Neonazis, so die Meinung des
Sprechers gegenüber MVregio News.

Beim Sozialministerium in Schwerin wird derzeit geprüft, in welcher Form
sich der Verein in Zukunft einbringen kann und welche Förderungen ihm in
Zukunft zu Teil werden. &quot;Dabei ist die Vorgabe eines Gutachtens der
Universitäten Rostock und Greifswald zu beachten. Darin wird gefordert, die
Opferberatung und die Arbeit &quot;Demokratie und Toleranz&quot; räumlich zu trennen.
Das bedeutet für Lobbi e.V., sie müssen sich entscheiden, in welchem Bereich
sie in Zukunft arbeiten wollen&quot;, so die Sprecherin des Sozialministeriums
Nicolette Otto gegenüber MVregio. Die derzeitige Kritik an dem Verein wolle
man nicht bewerten, so die Sprecherin abschließend.

http://www.mvregio.de/show/42540.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Streit um Berichterstattung &#8211; Kritik an Opferverein Lobbi e.v.</p>
<p>05.07.2007: Rostock/MVregio Im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung von<br />
Linken und Rechten in einer S-Bahn von Güstrow nach Rostock aus Anlass einer<br />
NPD Demo</p>
<p>wächst die Kritik an dem Verein für Opferbetreuung rechter Gewalt Lobbi e.V.<br />
aus Rostock. Dieser hatte unmittelbar nach den Ausschreitungen in der S-Bahn<br />
und auf dem Bahnhof Pölchow bei Rostock auf seiner Internetseite unter dem<br />
Titel: &#8220;Rechter Gewaltexzess vor NPD-Demo&#8221; unter Berufung auf mehrere<br />
Zeugenaussagen zu den Vorfällen berichtet. Darin wird unter anderem von<br />
mehreren Schwerverletzen sowie einem verletzten Kind und brutalen<br />
Übergriffen diverser NPD-Anhänger berichtet. Kern dieser Berichterstattung<br />
sind angebliche Gedächtnisprotokolle von Opfern sowie Aussagen von Personen,<br />
die vor Ort gewesen sein sollen.</p>
<p>Bei der zuständigen Polizeifachabteilung stieß vor allem die Menge und<br />
Detailtreue der auf der Webseite des Vereins geschilderten Abläufe auf<br />
Erstaunen. So konnten bisher weder das angeblich verletzte Kind noch die<br />
Schwerverletzten ausfindig gemacht werden. Auch die verwendeten Zaunlatten,<br />
mit denen angeblich auf Leute eingeschlagen wurde, sind nicht nachzuweisen.</p>
<p>Der Sprecher des Juso-Landesverbandes MV Matthias Marx distanziert sich<br />
inzwischen von der Version und äußerte gegenüber MVregio News am Mittwoch,<br />
man habe noch erheblichen Aufklärungsbedarf. So lange man da nicht klar<br />
sehe, sei eine derartige Berichterstattung einfach unseriös und diene nicht<br />
der Sache.</p>
<p>Auch andere gemäßigte Linke Medien und Organisationen zweifeln inzwischen<br />
erheblich an der Darstellung der Vorgänge durch den Verein und äußerten sich<br />
besorgt über den möglichen Schaden durch unwahre Berichterstattung. So sagte<br />
ein Sprecher, es werde wohl besser sein, die Ermittlungen der<br />
Polizeibehörden abzuwarten. Vorschnelle Schlüsse seien in der<br />
Auseinandersetzung mit der NPD kein adäquates Mittel.</p>
<p>Der Sprecher der Junge Union Rostock Kay Mieske kritisiert: &#8220;Die<br />
Berichterstattungen der staatlich geförderten Einrichtung zur Opferbetreuung<br />
rechter Gewalt &#8220;Lobbi e.V.&#8221; scheinen ungeprüft und deshalb vorschnell<br />
veröffentlicht worden zu sein. Bei aller Solidarität für das gemeinsame<br />
Anliegen, extremistischen Gruppierungen das Handwerk zu legen, wird doch der<br />
bislang seriöse Ruf der Verfasser durch diesen Artikel beschädigt. Zu allem<br />
Überfluss erhält die NPD erneut Munition für ihre politische Agitation.<br />
Gerade &#8220;Lobbi e.V.&#8221; sollte im eigenen Interesse bedacht sein, sich nicht dem<br />
Vorwurf auszusetzen, politisch instrumentalisierbar zu sein.&#8221;</p>
<p>Kritisch sehen auch Kenner der rechten Szene die Vorgänge. Mit solchen<br />
falschen oder nicht überprüften Berichten werde die Stimmung nur noch mehr<br />
angeheizt, warnen sie. Hinzu kommt, dass man damit den Rechten nur Trümpfe<br />
in die Hand spielt. Es wäre fatal, wenn die NPD im Innenausschuss des<br />
Schweriner Landtages bescheinigt bekommt, dass die Berichte eines mit<br />
Steuergeldern finanzierten Opfervereins falsch waren.</p>
<p>Der Verein selber wollte sich dazu nicht mehr äußern, betonte aber, es<br />
bleibe bei der veröffentlichten Version der Vorfälle. Gegenüber MVregio News<br />
bestätigte ein Sprecher von Lobbi e.V. Rostock, dass man über keine Fakten<br />
verfüge. Vielmehr lägen nur ungeprüfte Gedächtnisprotokolle von Opfern vor.<br />
Es sei nicht Aufgabe des Vereins, diese zu überprüfen. Wer diesen Bericht<br />
anzweifle, mache sich quasi zum Handlanger von Neonazis, so die Meinung des<br />
Sprechers gegenüber MVregio News.</p>
<p>Beim Sozialministerium in Schwerin wird derzeit geprüft, in welcher Form<br />
sich der Verein in Zukunft einbringen kann und welche Förderungen ihm in<br />
Zukunft zu Teil werden. &#8220;Dabei ist die Vorgabe eines Gutachtens der<br />
Universitäten Rostock und Greifswald zu beachten. Darin wird gefordert, die<br />
Opferberatung und die Arbeit &#8220;Demokratie und Toleranz&#8221; räumlich zu trennen.<br />
Das bedeutet für Lobbi e.V., sie müssen sich entscheiden, in welchem Bereich<br />
sie in Zukunft arbeiten wollen&#8221;, so die Sprecherin des Sozialministeriums<br />
Nicolette Otto gegenüber MVregio. Die derzeitige Kritik an dem Verein wolle<br />
man nicht bewerten, so die Sprecherin abschließend.</p>
<p><a href="http://www.mvregio.de/show/42540.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.mvregio.de/show/42540.html'>http://www.mvregio.de/show/42540.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: kf.lith</title>
		<link>http://www.publikative.org/2007/07/03/mvp-untersuchungen-nach-uberfall-in-polchow/comment-page-1/#comment-1607</link>
		<dc:creator>kf.lith</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2007 02:47:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://npd-blog.info/?p=934#comment-1607</guid>
		<description>Betrachtet man die Art und Weise der von der NPD geschickt eingefädelten und zunächst über ad-hoc-news verbreiteten ersten Darstellungen und Bewertungen der Ereignisse in Pölchow, so kann man sich - so paranoid das auch auf den ersten Blick wirken mag - einer Erinnerung an historische Vorbilder des Udo Pastörs nicht entziehen. Auch wenn der Vergleich zweier so unterschiedlicher Dimensionen schwierig scheint, darf an die Inszenierung des Überfalls auf den Sender Gleiwitz und das Zollhaus in Hochlinden am 31.08.1939 erinnert werden.
Rein zufällig wird der biedere Landtagsabgeordnete Pastörs nebst mitreisender Ehefrau und Kollege Köster Opfer einer hinterhältigen Attacke linker Krawallmacher, gegen die zu protestieren er gerade entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten mit einem Regionalzug nach Rostock unterwegs ist. Rein zufällig findet die seitens der NPD als Notwehr dargestellte brutale Aktion gegen die in dem gleichen Zug vom Fusion-Festival nach Rostock reisenden &quot;linken Chaoten&quot;, die mit großer Wahrscheinlichkeit eher nicht der militanten Antifa zuzurechnen sind, auf dem für Einsatzkräfte sehr schwer zugänglichen Bahnhaltepunkt in Pölchow statt. Rein zufällig verbreitet ad-hoc-news sehr frühzeitig eine sehr freie Interpretation der Ereignisse, die zwar eine Pressemitteilung der Bundespolizei sowie Meldungen von ddp und NDR als Quelle angibt, aber bei näherer Betrachtung im Wesentlichen die NPD-Sicht der Dinge wiedergibt und die über die Financial Times Deutschland sowie später auch über alle größeren Nachrichtenmagazine wie Spiegel Online und Focus in bester Google-Journalismus-Manier weiterverbreitet wird.
In einer nüchternen Analyse der Geschehnisse stellen sich mehrere Fragen, die in nächster Zeit zu klären und nicht zuletzt auch journalistisch aufzuarbeiten sein dürften.
Warum ist Pastörs nebst Gefolge ausgerechnet in Güstrow in eine S-Bahn umgestiegen, obwohl es für ihn eine direkte Zugverbindung nach Rostock gegeben hätte?
Warum kam es ausgerechnet im zwischen Warnow und Wald für die Polizei schwer zugänglichen Pölchow und nicht bereits beim vorherigen Halt in Huckstorf, d.h. beim ersten Stop nach Zusteigen der Fusion-Teilnehmer mit bereits 5 Minuten Fahrzeit und laut Zeugenaussagen bereits begonnenen Rangeleien, oder beim späteren Halt in Papendorf zu den schweren Auseinandersetzungen?
Waren wirklich alle beteiligten Rechtsextremisten schon in Schwaan in der gewöhnlich aus drei Doppelstockwaggons bestehenden S-Bahn, in der mindestens 100 militante Rechte von den ca. 60-70 Fusion-Teilnehmern kaum zu übersehen gewesen wären und in den einzusteigen als durchaus verwegen bezeichnet werden darf?
Wie kommt es, dass die meisten rechten Angreifer laut Zeugenaussagen mit Holzlatten auf ihre Opfer eingeschlagen haben, die sie nicht am Haltepunkt Pölchöw von der Umzäunung gebrochen haben können, weil diese noch immer bis auf vier zum Teil abgebrochene Latten zwar morsch aber intakt ist?
Unter Berücksichtigung aller genannten Punkte ergibt sich folgendes mögliches Szenario:
Im Vorfeld der Mobilisierung der Antifa für die Gegendemonstration in Rostock war vor allem auf Indymedia immer wieder von den zahlreich hierzu erwartenden &quot;Fusion-Leuten&quot; die Rede, die Anreisevarianten wurden hier diskutiert. Dass Indymedia eine beliebte Informationsquelle für die Rechten ist, läßt sich ohne Mühe u.a. auf altermedia nachvollziehen. Nach Zeugenaussagen wurden ungewöhnlicherweise auch Neonazis auf dem Fusiongelände gesichtet. Es ist also davon auszugehen, dass die etwas umständliche Anreise von der Fusion per Bus bis Schwaan und weiter per S-Bahn nach Rostock im Detail bekannt war.
Der Haltepunkt Pölchow liegt neben einigen einzelnen Häusern ca. 1 km abseits der eigentlichen Ortschaft zwischen dem Fluß Warnow und einem ausgedehnten angrenzenden Waldstück und ist nur über einen einzigen Plattenweg durch diesen Wald zu erreichen. Die Anfahrt per Auto aus der Rostocker Innenstadt dauert ca. 15-20 Minuten, rechnet man die Verzögerungen durch die Alarmierungskette der Polizei hinzu, erscheint das in den Zeugenaussagen mit erst nach 30 Minuten als zu spät beklagte Eintreffen der Polizei als plausibel. Außerdem bieten der umliegende Wald und ein ca. 1 km südlich nahe Wahrstorf an der Bahnstrecke gelegenes ehemaliges Komplexlager der NVA, dessen Hallen in den letzten Jahren auch schon mal für Schießübungen genutzt worden sein sollen, ideale Verstecke für plötzlich zufällig auftauchende Unterstützer und ihre Fahrzeuge, was auch erklären könnte, warum die Bahnhofsumzäunung trotz der von Zeugen beobachteten Benutzung von Holzlatten während der Nazi-Attacke weitgehend intakt ist und warum mindestens 20 Rechtsextremisten sich beim Eintreffen der Polizei in die Büsche schlugen um dann trotzdem eventuell wunderbarerweise den Aufmarsch in Rostock zu verstärken.
Zusammengefasst ist Pölchow ein idealer Ort, um abseits der Öffentlichkeit eine angebliche Attacke der Linken auf die friedlich anreisenden Rechten vorzutäuschen, daraus in wunderbarer Notwehr mit aus dem Nichts hervorgezauberten Latten u.ä. mit diesen abzurechnen und dies auch noch über den biederen, zufällig anwesenden Udo Pastörs Kraft seiner Autorität als Landtagsabgeordneter als ebensolche Notwehr gegen die linken Extremisten, gegen die man ja gerade friedlich demonstrieren wolle, an Polizei und Medien zu verkaufen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Betrachtet man die Art und Weise der von der NPD geschickt eingefädelten und zunächst über ad-hoc-news verbreiteten ersten Darstellungen und Bewertungen der Ereignisse in Pölchow, so kann man sich &#8211; so paranoid das auch auf den ersten Blick wirken mag &#8211; einer Erinnerung an historische Vorbilder des Udo Pastörs nicht entziehen. Auch wenn der Vergleich zweier so unterschiedlicher Dimensionen schwierig scheint, darf an die Inszenierung des Überfalls auf den Sender Gleiwitz und das Zollhaus in Hochlinden am 31.08.1939 erinnert werden.<br />
Rein zufällig wird der biedere Landtagsabgeordnete Pastörs nebst mitreisender Ehefrau und Kollege Köster Opfer einer hinterhältigen Attacke linker Krawallmacher, gegen die zu protestieren er gerade entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten mit einem Regionalzug nach Rostock unterwegs ist. Rein zufällig findet die seitens der NPD als Notwehr dargestellte brutale Aktion gegen die in dem gleichen Zug vom Fusion-Festival nach Rostock reisenden &#8220;linken Chaoten&#8221;, die mit großer Wahrscheinlichkeit eher nicht der militanten Antifa zuzurechnen sind, auf dem für Einsatzkräfte sehr schwer zugänglichen Bahnhaltepunkt in Pölchow statt. Rein zufällig verbreitet ad-hoc-news sehr frühzeitig eine sehr freie Interpretation der Ereignisse, die zwar eine Pressemitteilung der Bundespolizei sowie Meldungen von ddp und NDR als Quelle angibt, aber bei näherer Betrachtung im Wesentlichen die NPD-Sicht der Dinge wiedergibt und die über die Financial Times Deutschland sowie später auch über alle größeren Nachrichtenmagazine wie Spiegel Online und Focus in bester Google-Journalismus-Manier weiterverbreitet wird.<br />
In einer nüchternen Analyse der Geschehnisse stellen sich mehrere Fragen, die in nächster Zeit zu klären und nicht zuletzt auch journalistisch aufzuarbeiten sein dürften.<br />
Warum ist Pastörs nebst Gefolge ausgerechnet in Güstrow in eine S-Bahn umgestiegen, obwohl es für ihn eine direkte Zugverbindung nach Rostock gegeben hätte?<br />
Warum kam es ausgerechnet im zwischen Warnow und Wald für die Polizei schwer zugänglichen Pölchow und nicht bereits beim vorherigen Halt in Huckstorf, d.h. beim ersten Stop nach Zusteigen der Fusion-Teilnehmer mit bereits 5 Minuten Fahrzeit und laut Zeugenaussagen bereits begonnenen Rangeleien, oder beim späteren Halt in Papendorf zu den schweren Auseinandersetzungen?<br />
Waren wirklich alle beteiligten Rechtsextremisten schon in Schwaan in der gewöhnlich aus drei Doppelstockwaggons bestehenden S-Bahn, in der mindestens 100 militante Rechte von den ca. 60-70 Fusion-Teilnehmern kaum zu übersehen gewesen wären und in den einzusteigen als durchaus verwegen bezeichnet werden darf?<br />
Wie kommt es, dass die meisten rechten Angreifer laut Zeugenaussagen mit Holzlatten auf ihre Opfer eingeschlagen haben, die sie nicht am Haltepunkt Pölchöw von der Umzäunung gebrochen haben können, weil diese noch immer bis auf vier zum Teil abgebrochene Latten zwar morsch aber intakt ist?<br />
Unter Berücksichtigung aller genannten Punkte ergibt sich folgendes mögliches Szenario:<br />
Im Vorfeld der Mobilisierung der Antifa für die Gegendemonstration in Rostock war vor allem auf Indymedia immer wieder von den zahlreich hierzu erwartenden &#8220;Fusion-Leuten&#8221; die Rede, die Anreisevarianten wurden hier diskutiert. Dass Indymedia eine beliebte Informationsquelle für die Rechten ist, läßt sich ohne Mühe u.a. auf altermedia nachvollziehen. Nach Zeugenaussagen wurden ungewöhnlicherweise auch Neonazis auf dem Fusiongelände gesichtet. Es ist also davon auszugehen, dass die etwas umständliche Anreise von der Fusion per Bus bis Schwaan und weiter per S-Bahn nach Rostock im Detail bekannt war.<br />
Der Haltepunkt Pölchow liegt neben einigen einzelnen Häusern ca. 1 km abseits der eigentlichen Ortschaft zwischen dem Fluß Warnow und einem ausgedehnten angrenzenden Waldstück und ist nur über einen einzigen Plattenweg durch diesen Wald zu erreichen. Die Anfahrt per Auto aus der Rostocker Innenstadt dauert ca. 15-20 Minuten, rechnet man die Verzögerungen durch die Alarmierungskette der Polizei hinzu, erscheint das in den Zeugenaussagen mit erst nach 30 Minuten als zu spät beklagte Eintreffen der Polizei als plausibel. Außerdem bieten der umliegende Wald und ein ca. 1 km südlich nahe Wahrstorf an der Bahnstrecke gelegenes ehemaliges Komplexlager der NVA, dessen Hallen in den letzten Jahren auch schon mal für Schießübungen genutzt worden sein sollen, ideale Verstecke für plötzlich zufällig auftauchende Unterstützer und ihre Fahrzeuge, was auch erklären könnte, warum die Bahnhofsumzäunung trotz der von Zeugen beobachteten Benutzung von Holzlatten während der Nazi-Attacke weitgehend intakt ist und warum mindestens 20 Rechtsextremisten sich beim Eintreffen der Polizei in die Büsche schlugen um dann trotzdem eventuell wunderbarerweise den Aufmarsch in Rostock zu verstärken.<br />
Zusammengefasst ist Pölchow ein idealer Ort, um abseits der Öffentlichkeit eine angebliche Attacke der Linken auf die friedlich anreisenden Rechten vorzutäuschen, daraus in wunderbarer Notwehr mit aus dem Nichts hervorgezauberten Latten u.ä. mit diesen abzurechnen und dies auch noch über den biederen, zufällig anwesenden Udo Pastörs Kraft seiner Autorität als Landtagsabgeordneter als ebensolche Notwehr gegen die linken Extremisten, gegen die man ja gerade friedlich demonstrieren wolle, an Polizei und Medien zu verkaufen.</p>
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