NPD und Die Linke: `Konformistische Rebellion in Reinkultur`?
Die Jungle World untersucht in ihrer Ausgabe vom 17. Juli 2007 die Beziehung zwischen der NPD und Die Linke. Danach sehe die NPD die neue Partei als einen ihrer größten Konkurrenten, besonders in Ostdeutschland. Denn ähnlich wie die NPD verbreite Die Linke `einen ressentimentgeladenen Antikapitalismus, der mit der Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx nichts zu tun hat. Sie bedienen ein diffuses Unbehagen und bestätigen Feindbilder; sie inszenieren ihre Auftritte als ` mutigen Tabubruch` gegen den Mainstream und die so genannte Political Correctness und glauben, dass sie damit die Massen erreichen; sie stehen für die konformistische Rebellion in Reinkultur`, schreibt Autor Jan Langehein.
Und beim Thema `Ausländer` komme Die Linke dank Lafontaine der NPD entgegen: Vor zwei Jahren habe Lafontaine bereits gegen `Fremdarbeiter´ polemisiert. Der `kleine Mann` habe danach unter der Einwanderung mehr zu leiden als die Eliten, die sie zu verantworten hätten, sagt Lafontaine. Was diese Meinung von der offen rassistischen unterscheide, sei ihre ideologische Legitimierung, schreibt die Jungle World. Die NPD argumentiere mit `Volk` und `Rasse`, Lafontaine beschränke sich auf den Nationalismus. Die Neonazis fürchteten nicht zu Unrecht, dass Die Linke ihnen die Wähler klaut, schreibt Langehein.
NPD: Viel Bewunderung für Lafontaine
Passend zu dieser Einschätzung veröffentlicht der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel in diesen Tagen in der Deutschen Stimme einen Artikel zum Thema. Darin behauptet er, typisch für den zum Rechtsextremismus gehörenden Größen- und Verfolgungswahn, der Aufstieg der Linken sei vom `System gewollt, um den parteiorganisierten Nationalismus einzudämmen`. Geradezu bewundernd schreibt Gansel über Lafontaine, dieser sei ein begnadeter Populist, der `mit seiner schillernden Rechts-links-Rhetorik heftige Wallungen im Volk freisetzt`. Gansel versucht seinen Anhängern aber Mut zu machen, in dem er behauptet, die `nationale Opposition`werde von der Linken profitieren.
Wie Gansel zu dieser Einschätzung kommt, behält er erst einmal für sich. Am Ende des Beitrags behauptet er schließlich, Die Linke sei im Osten am Limit der Wählergunst angelangt. Im Westen könnte sie hingegen vorerst die Stimmen abschöpfen, auf die die NPD es absieht, so Gansel. Doch der NPD-Mann träumt davon, dass Lafontaine schließlich die Geister, die er rief, nicht mehr loswerde. Lafontaine verbreite `Wallungen, die ein politisch aufgewühltes und protestbereites Wahlvolk hinterlassen, das für die Parteien der Mitte verloren` seien, hofft Gansel.
Ungewollte Umarmung von Rechtsextremisten
Die Jungle World meint, Oskar Lafontaine werde von den Neonazis als Galionsfigur einer kommenden Querfront ausgemacht. Der Generalsekretär der NPD, Peter Marx, sagte kürzlich: `Lafontaine vertritt außenpolitisch lupenreine, völlig authentische NPD-Positionen.` Er lobt vor allem die Polemik gegen US-geführte Antiterrorkriege und die Forderung nach der `Eindämmung des Aggressionsstaates Israel`, wie Marx es nennt. Er freut sich schon auf `gemeinsame Aktionen mit dem antiimperialistischen Flügel der Linken`, die möglich seien, weil `der alte Rechts-Links-Gegensatz zunehmend an Bedeutung verliert`.
Die Linke weist solche Avancen deutlich zurück. Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch bezeichnete das Werben der Neonazis als `plumpen Anbiederungsversuch` und erklärte kategorisch: `Linke und Neonazis passen zusammen wie Feuer und Wasser.` Da sie gegen Lafontaine offenbar nicht ankommen, hoffen die Rechtsextremisten jetzt, wenigstens langfristig von Lafontaine`s Populismus zu profitieren.


hallo liebes team vom npd-blog,
muss ich wirklich solchen mist auf eurem blog lesen. ich weiss schon warum ich nicht in die jungle WELT schaue.