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NRW: Ehrenbürger Hitler in Siegen unerwünscht?

15. August 2007 20:16 105 mal gelesen Kein Kommentar

62 Jahre nach Ende 2. Weltkriegs will sich die Stadt Siegen nun offiziell von dem Ehrenbürger Adolf Hitler distanzieren. In anderen Städten geschah dies deutlich früher – doch der Siegener Rat sah jahrelang keinen Grund dazu. Wie der wdr berichtet, zogen sich Rat und Verwaltung der Stadt nach dem Krieg bei allen Aberkennungs-Anträgen auf einen rein juristischen Standpunkt zurück: Durch das Ableben Adolf Hitlers sei die Ehrenbürgerschaft `nicht mehr existent`, außerdem habe der Alliierte Kontrollrat nach dem Krieg ja für alle Kriegsverbrecher die pauschale Aberkennung der Ehrenbürgerschaften verfügt. Eine darüberhinausgehende Aberkennung durch den Rat der Stadt Siegen sei also überflüssig, lauteten die Stellungnahmen der Verwaltung regelmäßig.

Im Jahr 1933 hatten sich die Stadtoberen noch deutlich emotionaler gezeigt: In Leder und Metall eingebunden ist die Urkunde den Angaben zufolge noch heute im Stadtarchiv Siegen einsehbar, in der es wörtlich heißt: `Die von dem Kanzler des neuen Reiches geführte Bewegung hat in der tiefen und nationalen Sinnesart der Siegerländer Bevölkerung früh Wurzeln geschlagen.`

Hitler nicht gut für das Image von Bad Doberan…

Im Frühjahr hatte sich Bad Doberan in MVP entschlossen, sich seiner `Altlast` Adolf Hitler zu entledigen. Der Name sollte so rasch wie möglich von der Liste der Ehrenbürger gestrichen werden, unabhängig davon, ob Hitler den Ehrenbürger-Status überhaupt noch hat, hieß es. Anlass für die Hektik: Knapp drei Monate vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hatte die vor rund 75 Jahren ausgesprochene Ehrung für Wirbel gesorgt – die Angst vor internationalen Schlagzeilen machte den Stadtoberen Beine.

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