Rechte Gewalt: Mehr als 320 Verletzte im ersten Halbjahr 2007
Nach vorläufigen Angaben der Bundesregierung sind im ersten Halbjahr 2007 die Zahlen der rechtsextremen Straftaten in Deutschland leicht zurückgegangen. Aus den monatlichen Anfragen der Linksfraktion und den entsprechenden Antworten der Bundesregierung geht hervor, dass von Januar bis Juni insgesamt 5321 Fälle im Bereich `Politisch motivierte Kriminalität – rechts` registriert worden seien. Darunter waren 339 Gewalttaten, bei denen 324 Personen verletzt wurden. Die meisten Straftaten waren so genannte Propaganda-Delikte.Diese Werte liegen leicht unter den Zahlen des Vorjahres, als ein neuer Rekordstand seit 2001 – damals war ein neues Meldesystem installiert worden – erreicht wurde. 2006 waren nach vorläufigen Zahlen insgesamt 12.240 rechtsextreme und fremdenfeindliche Straftaten gezählt worden. Diese Zahlen wurden später, wie auch in den Vorjahren üblich, nach oben korrigiert: Auf 18.100 Straftaten, darunter fast 1000 Gewalttaten.
Die meisten Gewalttaten wurden in Niedersachsen (58) verübt, danach folgen Sachsen (39), Nordrhein-Westfalen (36), Berlin (34), Brandenburg (33) und Mecklenburg-Vorpommern (23). In Relation zu den Einwohnerzahlen liegen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin an der Spitze.
2006 hatte die rechtsextreme Kriminalität einen Höchststand seit 2001 erreicht, als allerdings ein neues Zählsystem eingeführt worden war: Im vergangenen Jahr waren offiziell insgesamt 18.100 Delikte registriert worden. Darunter mehr als 1000 Gewalttaten. In den vergangenen 17 Jahren haben Neonazis und rassistische Schläger in Deutschland weit mehr als 100 Menschen getötet.

