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NPD-Kader im Elternrat: Schule bestellt bei Nazi-Versand

06. September 2007 15:42 40 mal gelesen Kein Kommentar

Eine Grundschule in Boizenburg hat einem Bericht von Endstation Rechts zufolge 28 T-Shirts mit dem Logo und dem Schriftzug der Schule darauf bei einem rechtsextremen Textilversand aus Brandenburg gekauft. Offenbar engagiert sich der Neonazi Thomas `Steiner` Wullf an der Schule im Elternrat; Wulff gab den Angaben zufolge den Eltern zu verstehen, dass er T-Shirts günstig organisieren könnte und brachte den Textilversand eines Rechtsextremisten aus Brandenburg ins Spiel. Die T-Shirts wurden dem Bericht zufolge beim Textilversand des bekannten Neonazis Gordon Reinholz gedruckt und an die Schule geliefert. Diese habe die Rechnung bereits bezahlt, heißt es weiter. Reinholz war laut Wikipedia Anführer der Neonazi-Bande `Märkischer Heimatschutz`.

Wichtige Figur im Neonazi-Netzwerk

Dass Wulff auf einen Szene-Versandhandel zurückgreifen würde, dürfte eigentlich nicht schwer zu erraten gewesen sein. Offenbar regte sich unter den Elternvertretern aber kein Protest gegen den Vorschlag. Bei der Bekanntheit Wulffs erscheint es schwer vorstellbar, dass niemand wusste, welche Ideologie Wulff verbreitet.

Wullf gilt seit den 1990er Jahren als eine der wichtigsten Figuren in der Neonazi-Szene. Er ist für die Kooperation zwischen NPD und so genannten Freien Kameradschaften zuständig. Außerdem arbeitet er als persönlicher Referent von NPD-Chef Udo Voigt. Gemeinsam mit dem Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger wollte Wulff in Wunsiedel ein Rudolf-Hess-Zentrum aufbauen.

Engagement in Schulen und Vereinen gefordert

Die NPD hatte an Mitglieder und andere Rechtsextremisten bereits mehrfach die Strategie ausgegeben, sich in Elternräten und Vereinen zu engagieren, um so Einfluss zu gewinnen. Es gehe schon darum, so der sächsische NPD-Abgeordnete Jürgen Gansel, `sprachpolitische Duftmarken zu setzen`.

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