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Brandenburg: Konstant hohe Zahl rechter Angriffe

08. September 2007 03:03 9 mal gelesen Kein Kommentar

Der Verein Opferperspektive hat Berichte über eine vermeintliche Abnahme bei der Zahl rechter oder rassistischer Gewalttaten zurückgewiesen. Im ersten Halbjahr habe der Verein 54 rechtsmotivierte Angriffe registriert, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 52 Fälle gemeldet, heißt es.

Die erfassten Straftaten richteten sich nach Kenntnis der Beratungsstelle gegen mindestens 76 Personen. Weitere 31 Personen waren indirekt betroffen, da sie die Geschädigten während der Straftaten begleitet hatten. Bei 51 der erfassten Straftaten handelte es sich um Körperverletzungsdelikte. Daneben erfasste die Statistik der Opferperspektive zwei Brandstiftungen und eine Sachbeschädigung. In 27 Fällen war Rassismus das Motiv der Tat. In 13 Fällen richtete sich die Gewalt gegen Personen, die von den Angreifern vermutlich einem alternativen Milieu zugeordnet wurden. Bei 8 Fällen ist anzunehmen, dass die Opfer als politische Gegner eingestuft wurden. In 6 Fällen ist das Motiv noch ungeklärt, allerdings weisen verschiedene Umstände auf eine rechtsmotivierte Gewalttat hin. Es handelt sich um vorläufige Angaben, da erfahrungsgemäß Nachmeldungen zu erwarten sind.

Keine Entspannung erkennbar

Die Angaben für das vergangene Jahr müssen aufgrund von Nachmeldungen nach oben korrigiert werden. Die fortlaufend aktualisierte Statistik der Opferperspektive für das Jahr 2006 enthält statt 126 (Kenntnisstand Februar 2007) inzwischen 139 rechtsmotivierte Gewalttaten (2005: 140). Die Einschätzung, dass sich in Brandenburg auf dem Feld rechter Gewalt eine Entspannung abzeichnen würde, entbehrt daher leider jeder Grundlage.

Chronologie

Die Opferperspektive bietet eine Chronologie an, bei der die erfassten Fälle rechtsmotivierter Gewalt nach verschiedenen Suchkriterien abgerufen werden können.

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