Apartheidspolitik à la NPD
Die NPD setzt zunehmend auf die Forderung, in den Schulen deutsche und ausländische (bzw. was die NPD darunter versteht, nämlich nicht `arische`) Schüler zu trennen. Auf wessen Mist diese Forderung gewachsen ist, scheint nicht ganz klar. Auf jeden Fall hatte Andreas Molau, Spitzenkandidat der NPD für die Landtagswahl im Januar 2008, dies in seinem Wahlprogramm aufgeschrieben. Parteichef Udo Voigt wiederholte diese Forderung bei einer Veranstaltung in Hannover am 15. September 2007. Aber auch die NPD in Berlin sprach sich bereits für die Apartheids-Schule aus, ebenso jetzt die NPD in Bayern.
Kürzerer `Transport` zur Schule
In einer Mitteilung vom 18. September 2007 heißt es: `Die NPD-Bayern fordert daher getrennte Schulklassen für deutsche Kinder und Ausländerkinder. Dies hätte den Vorteil, daß die ausländischen Kinder im muttersprachlichen Unterricht bessere Entwicklungsmöglichkeiten haben und auch die deutschen Kinder in ihrer Lernentwicklung nicht behindert werden. Gleichzeitig könnten die Ausländerkinder so die spätere Rückführung in ihre Heimatländer besser
verarbeiten und dort zu Leistungsträgern werden. Eine Zwangsintegration auf Kosten der schulischen Entwicklung darf es nicht geben. Gleichzeitig fordern die bayerischen Nationaldemokraten den Erhalt der Grundschulen auf dem Lande und schlagen zu diesem Zweck den jahrgangsübergreifenden Unterricht an diesen Schulen vor. Dieses Modell hat sich in der Vergangenheit bewährt und kann mit weniger Lehrerstellen auskommen. Lange Schulwege und Transporte [sic! von Menschenmaterial?,PG] wären dadurch unnötig.`
Besonders die perfide Argumentation der NPD, wonach sie um das Wohl der Kinder besorgt sei, erzeugt einen spürbaren Brechreiz. Außerdem erhoffen sich die NPDler durch diese fixe Idee sicherlich, bei den leider zahlreich vorhandenen Stammtisch-Rassisten zu punkten. Nicht umsonst hat die NPD-Bayern diese Forderung aufgegriffen, bereitet sie sich doch ebenfalls auf eine Landtagswahl vor.
Die Angst der NPD vor dem `Volkstod`
Hinter dieser Forderung sind zwei theoretische Konstrukte der NPD-Ideologie zu erkennen. Erstens das völkische Denken, das ein Blutsrecht beinhaltet, kein Staatsbürgschaftsrecht. Zum Anderen haben die Nazis wahnsinnige Angst vor dem `Volkstod`. Dies spiegelt sich auch in der Panik der NPD vor der Globalisierung, besonders vor der kulturellen, wider. Deutsche haben weiß zu sein, so die Meinung bei den Völkischen. Man denke in diesem Zusammenhang auch an die NPD-Kampagne zur WM 2006. Der Rassismus ist allgegenwärtig und bleibt ein grundlegendes Element des rechtsextremen Weltbildes. Und ist auch darüberhinaus weit verbreitet. Auch bei Polizei und Medien, wenn beispielsweise schwarze Deutsche Opfer eines `fremdenfeindlichen` Überfalls werden.
PS: Eine Person schreibt auf einer Nazi-Seite zu der NPD-Forderung: `Die Apartheid wird schon längst praktiziert, und zwar vor allem von dem grünbürgerlichen Milieu, welches seine Kinder etwa in Waldorfschulen steckt, weil dort die Lernergebnisse besser sind.` Das stimmt allerdings teilweise.

Schülertrennung…
Früher – bzw. ganz ganz früher – waren die Schulklassen getrennt. Meistens gab es reine Jungen- und Mädchenklassen. In unserer heutigen Zeit wurde das Konzept der getrennten Schulklassen wieder aufgenommen. Allerdings in einem völli…
[...] à la NPD Posted September 19, 2007 NPD-BLOG.INFO » Apartheidspolitik à la NPD Die NPD setzt zunehmend auf die Forderung, in den Schulen deutsche und ausländische (bzw. was die [...]
[...] Die Forderung der NPD nach getrenntem Schulunterricht für deutsche und ausländische Kinder offenbart ihren Rassismus und ihre Angst vor kultureller Vielfalt. NPD-Blog: Apartheidspolitik à la NPD [...]
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