Home » Allgemein, Sachsen

Holiday Out: NPD-Funktionär Apfel nimmt (nicht) Stellung

03. November 2007 00:18 120 mal gelesen Kein Kommentar

Nach der öffentlichen Ausladung von Holger Apfel aus einem Dresdner Hotel hat sich der NPD-Funktionär nun schließlich doch noch dazu geäußert. Apfel geht in seiner Pressemitteilung allerdings mit keiner Silbe darauf ein, warum er sich in dem Hotel einmieten wollte. Dies hatte für Irritationen geführt, behauptet die NPD doch ständig, einheimische Unternehmen gegen die böse Globalisierung schützen zu wollen. Aber Apfel wollte sich ausgerechnet in einem Hotel der US-amerikanischen Kette Holiday Inn einmieten.

All das beantwortet Apfel auch nicht. Statt dessen beleidigt er den Hotelbesitzer, dessen Brief – wenn man sich anschaut, wie hilflos der NPD-Funktionär jetzt darauf reagiert - offenbar ein Volltreffer war. Apfel schreibt unter anderem:

‘Ein kleiner Hinweis jedoch in Sachen Demokratie: Sie werden von Ihrer angeblich freiheitlich-liberalen Partei und Ihren Gesinnungsgenossen der gleichgeschalteten Medienmafia jetzt als Held gefeiert; sicher wird Ihnen das auch ein paar Gäste aus Israel mehr bescheren. Aber glauben Sie und Ihresgleichen wirklich, daß Sie die Menschen, die sich von der Politik der herrschenden Parteien immer mehr verlassen fühlen, beeindrucken können, indem Sie von den wirklichen Problemen im Land ablenken.’ Hier stellt sich die Frage, warum ein Hotelchef von ‘ den wirklichen Problemen’ ablenken sollte, vor allem: Welche Probleme sollen das sein?

Opfer, Opfer, wir sind die Opfer…

Weiter Holger Apfel: ‘Ich bezweifele ferner, ob der Versuch, sich auf Kosten einer derzeit noch (!) in der Minderheit befindlichen Personengruppe profilieren zu wollen, wirklich Ausdruck von “Zivilcourage” ist. Im Gegenteil: Es ist billig.” Wenn diese angeblich verfolgte Minderheit bald angeblich in der Mehrheit ist, kann es a) so schlimm nicht stehen um diese Minderheit und b) war der Schritt des Hotelchefs somit allemal mutig. Allerdings bleibt es Apfels Geheimnis, wie er und die NPD die Mehrheit erreichen wollen. Apfels Buchungsverhalten sorgte nämlich bei den eigenen Anhängern für erheblichen Unmut, glaubt man den entsprechenden Internet-Foren.

Noch einmal Herr Apfel: ‘Ich bin davon überzeugt, daß sich “mutige” Menschen Ihres Schlages in früheren Zeiten wohl einer der ersten staatlichen Boykottmaßnahmen gegen Minderheiten angeschlossen hätten.’  Aha, jetzt wird der Hotelbesitzer, der keine Neonazis in seinem Haus haben will, selbst zum Nazi, die NPD wird zu den Juden von heute. Alle Achtung.

NPD-BLOG.INFO über die ‘Progromstimmung gegen die NPD’.

Kein Kommentar »

  • Axel Mylius said:

    Herr Apfel, der ständig darüber schwadroniert, Zitat: “…die Umerziehungsstätten, wie das Holocaust-Mahnmal in Berlin, dem Erdboden gleich zu machen”, läßt inzwischen seine Nazi-Bagage für sich sprechen. – Sie tut dies, wie immer, auf der Page der NPD.

    Als ich jene “Adepten” zur Kenntnis genommen habe, konnte ich mir folgendes Schreiben an die Presse und das Management des “Holiday Inn Dresden” nicht verkneifen:

    “Die NPD, der “Freundeskreis Halbe” und Herr Martin Kuolt aus Frankreich – Die antisemitischen und neonazistischen Allianzen zwischen NPD, “Front National” und dem “Kampfbund deutscher Sozialisten” (“Freundeskreis Halbe”/Thomas Gerlach)

    Einige Anmerkungen zum “Hotelstreit”

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Nachdem endlich einmal auch die Tourismusbranche tacheles mit dem braunen Mob gesprochen hat, karrt dieser nun seine pseudo-demokratische “Entrüstung” hervor – durch einen Herrn Dr. Martin Kuolt aus Frankreich, der für die NPD den entsetzten Touristen mimt, Zitat:

    (…) Dr. Martin KUOLT
    XX XXXXXXX XXXXXXXXXX
    F-69110 SAINTE-FOY-LES-LYON
    Frankreich

    An das
    Hotel “Holiday Inn Dresden”
    z. H. Herrn Johannes H. Lohmeyer
    Stauffenbergallee 25a
    D-01099 Dresden
    Allemagne

    Ihr Schreiben an die NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag vom 18.10.2007

    Sehr geehrter Herr Lohmeyer,
    wie ich zufällig aus dem Internet erfahren habe, bitten Sie die beiden NPD-Landtagsabgeordneten Delle und Apfel, ihre für den 7. November in Ihrem Hotel getätigte Reservierung zu stornieren. Sofern dies vertraglich nicht möglich sein sollte, wollen Sie die diesbezüglich in ihrem Hause getätigten Umsätze an die Dresdner Synagoge weiterleiten. Ihre Begründung: die beiden Herren der NPD seien in Ihrem Hause nicht willkommen und Sie könnten deshalb auch Ihrem Personal nicht zumuten, sie zu bedienen, zumal deren Gesinnungsgenossen der NSDAP für den damaligen Schaden an der Dresdner Synagoge und an deren Besuchern verantwortlich sein sollen.

    Ich selber hatte mit mehreren Personen aus Frankreich beabsichtigt, im Frühjahr kommenden Jahres in Ihrem Hotel für mehrere Nächte abzusteigen. Davon werden wir aber nach Ihrem Schreiben ablassen und uns lieber ein anderes Hotel suchen, das mit der MACRANDER GmbH & Co. KG nicht in Verbindung steht. Des Weiteren werden wir auch Ihr Hotel nicht mehr weiterempfehlen. Unsere Begründung: Ihr Schreiben an die gewählten Vertreter einer zugelassenen und vom deutschen Staat mitfinanzierten Partei spricht jedweder demokratischen Kultur Hohn.

    Ein Geschäftsführer, der seine Gäste nach deren politischer Gesinnung sortiert, oder was er als solche zu erkennen glaubt, handelt nicht nur entgegen Artikel 3, Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes, sondern führt eine Geschäftspolitik der Intoleranz, die genau das umsetzt, was er zu bekämpfen vorgibt. Ein solches Geschäftsverhalten wäre anderswo, wie hier in Frankreich, unmöglich!

    Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse und an den Sitz der MACRANDER GmbH & Co. KG in Bocholt weiter.

    Mit freundlichem Gruß
    Dr. Martin KUOLT (…), Zitat Ende, s.:

    http://www.npd.de/index.php?sek=0&pfad_id=7&cmsint_id=1&detail=1000

    Jener so “pikierte” Herr gedenkt also “mit einigen Freunden” seiner “Front National” nach Deutschland zu kommen, wo er dann auch den “Freundeskreis Halbe” (bzw. dessen neonazistische Aktivisten) unterstützen wird. – Dies war bereits früher eines seiner Anliegen, Zitat:

    “(…)

    martin.kuolt@laposte.net

    Liebe Freunde,

    Durch Zufall stiess ich auf eure Internetseite und war positiv überrascht von der Professionalität der Gestaltung, aber auch von der Existenz eures Freundeskreises.

    Einer meiner Grossväter ist seit der Halbe-Schlacht vermisst, und es ist mir deshalb auch ein persönliches Anliegen, euch für eure Mühe und euren Kampf zu danken. Würde ich nicht so weit weg in Frankreich leben, würde ich euch auch persönlich vor Ort unterstützen. Macht weiter so!

    Mit kameradschaftlichem Gruss

    Martin KUOLT
    (Mitarbeiter der Front National im Département Rhône und im Rhône-Alper Landtag)

    Frankreich – 27.11.2005, 15:04:18 (…)”, Zitat Ende, s.:

    http://www.fkhalbe.net/gbuch/guestbook.php?page=42

    …Dort hausierte also dieser neonazistische Doktor im Nadelstreifenanzug zwischen @odinssohn, der “Kameradschaft Rheingau” und -zig weiteren vertrauenserweckenden “Demokraten”.

    Gegen die Betreiber der Page läuft übrigens ein Strafverfahren. – Aus welchen Gründen dies geschieht, kann sich auch das Management vom “Holiday Inn Dresden” gerne einmal anschauen um versichert zu seien, daß es eine richtige Entscheidung getroffen hat. – Jener “Freundeskreis Halbe”, der für die komplette neonazistische Szene in Deutschland, inkl. für Herrn Apfel und seine neue NSDAP, die jährlichen Aufmärsche in Halbe initiiert, ist nichts weiter als ein ordinärer Personenzusammenschluss aus Deutschlands braunen Bodensatz: SS-Veteranen, Antisemiten, “Freie Kameradschaften” – und ganz vorneweg die NPD/NSDAP, denen ein “Front National”-Kuolt das verlogene “Entrüstungs”-Worte spricht…

    Was meine Person anlangt, wollte ich nicht mehr nach Dresden reisen, weil dort augenscheinlich die NPD nebst “Kameradschafts”-Mob das “Sagen” hat – jetzt kann ich wieder nach Dresden reisen weil ich weiß, daß es dort augenscheinlich endlich auch einmal ein wohltuendes Engagement seitens der Wirtschaft gibt.

    Mit freundlichen Grüßen und meiner Hochachtung für Herrn Lohmeyer und das “Holiday Inn Dresden”

    A. Mylius