Querfront: Vermeintliche Linke auf Abwegen
Luisa Morgantini ist Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Europaabgeordnete wurde die ehemalige Gewerkschaftsführerin auf der Liste der Partei der Kommunistischen Wiedergründung, einer italienischen Sechsprozentpartei. Es möge unter diesen Umständen erstaunen, dass die stramme Linke ausgerechnet der rechtsradikalen deutschen `National-Zeitung` ein Interview gab, schreibt die Welt am 10. November 2007. Kenne man allerdings das Thema des Interviews, wundere man sich nicht mehr: `Es ist Israel, und dazu hat die Vizeparlamentspräsidentin eine dezidierte Meinung, die den Rechtsradikalen schon lange gut gefällt.`
Elsässer fordert bei Preußengesellschaft die `re-nationalisierung` der Wirtschaft
Auf viel Gefallen bei den Rechten stoßen auch die völkischen Analysen des Autoren Jürgen Elsässer. Die rechte Wochenzeitung `Junge Freiheit` berichtete am 19. Oktober 2007: Am 10. Oktober habe Elsässer im Berliner Hilton vor der Preußengesellschaft, in deren Beirat Fürst Ferdinand von Bismarck sitzt, über den `Angriff der Heuschrecken, Finanzkollaps, Zerstörung der Nation und globaler Krieg` gesprochen. Weiter heißt es: `Angesichts der auch in seinem Buch (JF 15/07) genannten Gefahren warb der linksnationale Elsässer bei den Altkonservativen für ein Bündnis von “Lafontaine bis Gauweiler” – das sei wichtiger als Gender Mainstreaming und der Einsatz für die “Transsexuellen in der Mongolei”. [...] Nur die Linke und Teile der CSU (“Habe gewisse Sympathien für Stoiber”) verteidigten den “rheinischen Kapitalismus” noch. Ähnliches gelte für die immer stärker US-hörige deutsche Außenpolitik.`
Die folgenden Sätze werden beispielsweise den NPD-Leuten um Jürgen Gansel viel Freude bereiten, die JF schreibt über Elsässers Ideen: `Als “Linker von altem Schrot und Korn” forderte er angesichts der aggressiven US-Finanzindustrie eine “Re-Nationalisierung”: um die “heimischen Arbeitskräfte” zu schützen und die demokratische “Staatskontrolle über Schlüsselindustrien” wiederzuerlangen – aber nicht im “alten bolschewistischen Sinne”, fügte er hinzu.`
`Querfront - na und?`
Bei einer Veranstaltung im Oktober soll Elsässer auf eine Publikumsfrage, ob seine Ansichten nicht eine Querfront mit Nationalisten bedeute, geantwortet haben: Querfront – na und? Nach Elsässers Ansicht werde die NPD heute nur aus Verzweiflung gewählt, weil die Linke keine nationale Politik habe. Und weiter: `Das deutsche Großkapital sei heute eine relativ friedliche Einrichtung, weil es mit Irak und Iran lieber Handel treiben möchte, anstatt Krieg zu führen. Es bremst die Kriegspläne der USA und sollte unterstützt werden`, so Elsässer einem Augenzeugenbericht zufolge.
Wie zu hören ist, geht Elsässers Kurs sogar der `Jungen Welt` mittlerweile zu weit. Elsässer gehe wohl Horst Mahlers Weg, so ein Kommentar aus dem JW-Umfeld. Mehrere Artikel Elsässers seien bereits angeblich von der Chefredaktion abgelehnt worden, heißt es. In der Bundestagsfraktion der Linken scheint man aber auf die Dienste des Querfront-Vertreters nicht verzichten zu wollen.

[...] Linksextremen und deutschen Rechtsextremen thematisiert, man erfährt in deren Artikel Querfront: Vermeintliche Linke auf Abwegen aber noch weitere rot-braune Schweinereien rund um den junge Welt Autoren und Mitarbeiter der [...]
[...] references: Querfront: Vermeintliche Linke auf Abwegen [...]
[...] Quelle via Antiimperialismus Junge Welt [...]
[...] gilt für ihn hier: yeeehaa! und ihn hier: machen kopp zu! geklaut bei: difficultiseasy und [...]
[...] des “linksruck” oder der ähnlich entristischen “sav“, sowie der querfront-bestrebungen des jürgen elsässer kennt. und auch über wolfgang gehrke, der in frankfurt sein wahlkreisbüro hat, der partei als [...]
[...] greift er sein altes, zentrales Motiv der Volksfront wieder auf, das von Lafontaine bis Gauweiler, jenseits von Gender Mainstreaming antiamerikanische Tendenzen integriert und für eine [...]
[...] Querfront – vermeintliche Linke auf Abwegen. [...]
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