Sachsen: Angebliches NPD-Veranstaltungszentrum vor dem Aus
Die angeblichen Pläne der NPD für ein Veranstaltungszentrum in Dresden-Pappritz stehen offenbar endgültig vor dem Aus. Bereits seit Monaten hatten die Pläne für Verwirrung gesorgt: Der Eigentümer eines Geländes samt Tennishalle und Blockhütten sowie der NPD-Funktionär Uwe Meenen hatten mehrfach behauptet, die NPD habe das Grundstück erworben. Nur stellten sich Beobachter und Lokalpolitiker die Frage: Was will die NPD mit dem Areal? ”Die können da Radieschen ziehen”, so ein Kommentar aus dem Bauausschuss in Dresden. Denn die Bebauungen auf dem Gelände sind Schwarzbauten, die NPD hätte die Tennishalle wegen Mängeln beim Brandschutz mit 16 Personen nutzen können. Für Konzerte und Parteitage etwas knapp bemessen.
Nun meldet die Sächsische Zeitung, dass ein Schwarzbau nun abgerissen wird. Mit 40 Polizeibeamten als “Begleitschutz” räumten Möbelpacker demnach am 27. November 2007 das Holz-Blockhaus von Eigentümer Wolfgang Jürgens leer. Danach werden Strom- und Wasserleitungen abgeklemmt. In den nächsten Tagen solle der Tennishallen-Anbau “komplett platt gemacht” werden, schreibt das Blatt. “Bei dem Blockhaus handelt es sich um einen Schwarzbau ohne Baugenehmigung. Mit dem Abriss wird jetzt die Beseitigungsverfügung umgesetzt”, so Rathaussprecher Kai Schulz den Angaben zufolge. “Endlich wird Recht und Gesetz vollzogen und der Schwarzbau wird abgerissen”, ergänzt Jan Kaboth von der Bürgerinitiative “Pappritz ist bunt”.
NPD-Funktionär tritt als angeblicher Käufer auf
Die NPD sorgte immer wieder mit angeblichen Immobiliengeschäften für Schlagzeilen. Besonders Uwe Meenen tauchte dabei immer wieder auf, so auch in Rheinland-Pfalz und im bayerischen Cham. Nach einem Bericht von tagesschau.de erwarb Meenen auch das Schloss Trebnitz im sachsen-anhaltischen Bernburg, dass danach als “Nationales Zentrum Mitteldeutschland” ausgebaut werden sollte. Letztendlich wurde es anschließend bei ebay wie Sauerbier angeboten. Die mutmaßliche Masche: Die NPD tritt als angeblicher Interessent für schwer zu verkaufene Immobilien auf, daraufhin kauft die öffentliche Hand das Anwesen. Die NPD erhält dafür dann eine Gewinnbeteiligung. Zuletzt hatte es in NRW einen Fall gegeben, wo Jürgen Rieger angeblich eine Immobilie kaufen wollte – die Gemeinde kaufte – und ist jetzt so gut wie bankrott.


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