JF und Focus: Gemeinsam gegen Aufklärung über Rechts
Das Magazin “Focus” und die Wochenzeitung “Junge Freiheit” führen parallel eine Kampagne gegen die Vorsitzende der Jungsozialisten, Franziska Drohsel, gegen die Autoren eines Buchs über die ultrarechte JF und gegen den Informationsdienst “blick nach rechts”. Dabei spielen sie sich Bälle zu, mit unlauteren Mitteln und fragwürdigen Methoden, berichtet der Vorwärts.
“Die offene Flanke der SPD – Der Fall Stephan Braun und die Zusammenarbeit von Sozialdemokraten mit Linksextremisten” heißt der Titel einer Schrift von Felix Krautkrämer, die in der “Edition JF” erschienen ist und ein Verbindungsgeflecht von Sozialdemokraten und Linksextremisten künstlich konstruiert. Pech für die JF, dass sie für
ihr Pamphlet den Titel “Studien Extremismus und Demokratie” missbraucht. Der ist nämlich vom renommierten Nomos Verlag geklaut. Hätte Krautkrämer auf der Nomos-Internetseite www.extremismus.com gekramt, wäre er auf
diesen Hinweis gestoßen: “Junge Freiheit – ein Fall für den Verfassungsschutz”.
Stattdessen hat Krautkrämer “Netzwerke” ausgemacht, die angeblich aus der SPD heraus “teilweise unverhohlen, teilweise verdeckt, mit linksextremen Organisationen und Publikationen zusammenarbeiten”, die in verschiedenen Verfassungsschutzberichten auftauchen. Und er vertritt die These, diesen Bündnis-Linken gehe es “allgemein pauschalisierend gegen alles, was rechts der Mitte ist”. Weiter behauptet Krautkrämer in seiner scheinwissenschaftlichen
Ausarbeitung, “mindestens acht der 18 Autoren“ des von der „Süddeutschen Zeitung“ zur Lektüre empfohlenen Buchs “Die Wochenzeitung Junge Freiheit” (VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007) schrieben für linksextreme Verlage oder unterstützten linksextreme Aktionen. Darunter sei der bnr -Autor Anton Maegerle. Er ist ein bekannter
Spezialist für rechtsextreme Umtriebe, auf dessen Fachwissen und Archiv sich viele Medien stützen und verlassen können. Für drei Falschbehauptungen über Maegerle hat die JF auf Antrag des bnr bereits Unterlassungserklärungen abgeben müssen.
Unter der Überschrift “Ich sehe was, was du nicht siehst” verbreitete der Focus die Krautkrämer-Gespinste. Michael Klonovsky, Chef vom Dienst des Magazins und eigenwilliger Autor verschiedener Bücher, machte sich die JF-Version zu eigen und rückte SPD-Präsidiumsmitglied Ute Vogt, Mitherausgeberin des Buchs über die “Junge Freiheit” und Schirmherrin des “blick nach rechts” sowie den baden-württembergischen SPD-Landtagsabgeordneten Stephan Braun in linksextreme Zusammenhänge. “Focus” und JF hatten auch zusammengewirkt, als es ihnen darum ging, die frisch gewählte Vorsitzende der Jungsozialisten, Franziska Drohsel, zu demontieren. Sie sei eine linksextreme Aktivistin,
verbreiteten die beiden Medien, begleitet von einer Website „stoppt-drohsel.de – dem Extremismus keine Chance“. NPD-BLOG.INFO über die Junge Freiheit.

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Da sieht man eine bestimmte Seilschaft am Werk: Felix Krautkrämer, Junge Freiheit Redakteur (der offenbar nicht richtig recherchieren kann), Helmut Matthies, Chef der Agentur IDEA und JF-Anhänger und Michael Klonovsky, Chef vom Dienst bei FOCUS, ebenfalls JF-Unterstützer (der offenbar eine offene Rechnung hat mit dem DISS und Anton Maegerle – die mal über ihn geschrieben haben). Dumm nur, dass die falschen Tatsachenbehauptungen, welche mittlerweile verschiedene Gegendarstellungen und Unterlassungsklagen nach sich gezogen haben, nun von IDEA und FOCUS übernommen wurden.
Die Besser und Gutmenschen heulen , wenn man Linksextreme
kritisiert. Wie entlarvend!
Selbsternannte Besser und Gutmenschen, regen sich auf wenn man Links extreme kritisiert. Wirklich entlarvend.
Schaut man auf die Wikipedia (hier insbesondere die Diskussionsseite: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Stephan_Braun), so scheint die JF-Kampagne gegen Stephan Braun auch hierhin hineingetragen zu werden. Es sieht so aus, dass Wikipedia missbraucht wird, um gezielte Desinformationen zu platzieren und – sozusagen als Nebeneffekt – eigene Artikel in der Jungen Freiheit zu kreieren. Liest man zumindest diesen Artikel http://jungefreiheit.de/Single-News-Display.268+M5ef450bc7da.0.html und vergleicht die Diskussion auf Wikipedia mit den in der JF gemachten Unterstellungen, so kommt man schnell zum Schluss, dass die JF-Redakteure offenbar höchstpersönlich in Wikipedia aktiv sind, um eine Selbstzitationskette zu inszenieren, die bis zum FOCUS reicht. Offenbar schätzten die neurechten Macher der Jungen Freiheit den Einfluss von Wikipedia als sehr hoch ein. Dementsprechend ist Ihr Engagement in Wikipedia als sehr hoch einzuschätzen. Zu vermuten ist, dass die Neurechten Macher ihre bisherige Einfluss- und Bedeutungslosigkeit nunmehr im Internet kompensieren wollen. Dieser Internet-Kulturkampf findet beispielsweise auch bei Amazon statt, wo die neurechten JF-Anhänger sich auch Buchrezensionen spezialisiert haben. So ist Benutzer „Aufklärer 1944“ sowohl in Wikipedia anzutreffen, als auch als Autor und Bildgeber in Amazon (http://www.amazon.de/Die-offene-Flanke-Felix-Krautkr%C3%A4mer/dp/3929886294). Bettinas Darstellung ist also zutreffend. Freimaurer ein getroffener Hund.
Hallo,
Sie bezeichnen die Artikel der JF und des Focus als “Kampagne”, sie bezeichnen die Verbindungen von Sozialdemokraten und Linksextremen als “künstlich konstruiert”.
Nun, ich frage mich allerdings wo sind eigentlich ihre Belege? Falls ich nicht blind bin, dann ist in ihrem Artikel kein einziger Satz der die Behauptungen von JF und Focus substanziell widerlegt, oder?
Frau Drohsel war Mitglied der Roten Hilfe. Wenn Sie nun die Position vertreten Frau Drohsel hätte keine Verbindung zur extremen Linken, dann heißt das Sie betrachten die Rote Hilfe nicht als linksextrem?
Bitte um Aufklärung!
Widerlegt ist das ganze dadurch, dass sowohl FOCUS als auch Junge Freiheit verschiedene Unterlassungserkärungen abgeben mussten. Die Gegendarstellung einer Autorin in der Jungen Freiheit nicht mitgezählt.
Ich muß mal in meinem privaten, verlotterten VHS-Archiv wühlen. – Da gibt`es noch das Interview mit dem Fokus-”Chef”, der sich persönlich dafür stark machte, auf der “Leipziger Buchmesse” (2004/2005?) der “Jungen Freiheit” einen Stand einzuräumen, damit dort Herr Günzel eine Autogramm-Stunde geben kann. – Natürlich ganz im Rahmen eines “demokratischen Meinungsstreites”…
Der Joke mit dem “Ficken, ficken, ficken” (“Fakten, Fakten, Fakten”) ist schon nicht so weit hergeholt, wenn man mal schaut, WER sich von WEM wohlwollend “ficken” läßt… sorry, für mein “Prekariats-Vokabular”…
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