Home » Allgemein, Antisemitismus, Brandenburg

Waldorfschulen gehen gegen Vereinnahmnung durch die NPD vor

12. Dezember 2007 01:38 23 mal gelesen Kein Kommentar

Der Bund der Freien Waldorfschulen geht laut einem ddp-Bericht mit einer Unterlassungsklage gegen den NPD-Funktionär Andreas Molau vor. Mit der Klage solle es Molau untersagt werden, die Bezeichnung “Waldorf” für eine von ihm geplante Schule im brandenburgischen Rauen zu verwenden, teilte der Bund in Stuttgart mit. Molau will auf dem Gut Johannesberg in Rauen bei Fürstenwalde angeblich ein “Waldorfschullandheim” gründen.

Sprecher des Bundes der freien Waldorfschulen betonten den Angaben zufolge, zentrales Anliegen der Waldorf-Pädagogik sei die Entwicklung freier, sich selbst bestimmender Individuen. Die Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit sowie autoritäre Gesellschaftsstrukturen seien damit nicht vereinbar. Waldorfschulen setzten sich weltweit für ein solidarisches Zusammenleben aller Menschen ein. Eine Waldorfschule, die auf der Grundlage der von Molau vertretenen Denkrichtung aufbaue, könne und werde es niemals geben.

Debatte über Steiners Schriften

Allerdings gibt es in den Schriften von Rudolf Steiner durchaus antisemitische Passagen, jüngst wurde ein Werk zurückgezogen. Der Deutsche Lehrerverband forderte von den Waldorfschulen mehr Distanz zum Gründer Rudolf Steiner. Präsident Josef Kraus sagte, das Menschenbild in Steiners Lehre sei problematisch, weil es rassistische Züge beinhalte. In den Niederlanden seien die Schulen darum bereits sehr auf Distanz zum Gründer gegangen.

NPD-BLOG.INFO über Andreas Molau.

Comments are closed.