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Was ist ein “fremdenfeindlicher Übergriff”?

29. Dezember 2007 08:23 116 mal gelesen Kein Kommentar

Das Thema “Ausländergewalt” steht in diesen Tagen ganz oben auf der Agenda der Boulevard-Zeitungen und bei Ministerpräsidenten, die um ihre Wiederwahl fürchten müssen. Konkret geht es um einen Überfall auf einen Rentner in München. Da es sich bei den Tätern um Jugendliche handelt, die aus Griechenland bzw. der Türken kamen, wird ein generelles Problem konstruiert. Weiterhin regt die “Bild”-Zeitung in ihrem “Interview” mit Hessens Ministerpräsident Roland Koch an, da es bei den Gewaltdelikten die Kategorie “ausländerfeindlicher Hintergrund” gebe, müsste doch auch eine Kategorie “deutschfeindlicher Hintergrund” eingeführt werden. Ganz schön pfiffig.

Dumm nur, dass es die Kategorie “ausländerfeindlich” in der Statistik gar nicht gibt. Aber mit solchen Kleinigkeiten gibt sich die Zeitung mit den großen Buchstaben nur ungern ab. Was die “Bild” wohl meinte, ist die Kategorie ”mit fremdenfeindlichem Hintergrund”. In diese Statistik kann man die Tat von München gerne aufnehmen, sollten die Täter ihr Opfer ausgesucht haben, weil er Deutscher war (was allerdings nicht bewiesen ist. Sie haben ihn offenbar ausgeguckt, weil er sie in der Bahn gebeten hatte, nicht zu rauchen. Ich empfehle in diesem Zusammenhang, an die Argumentation im Fall Potsdam zurückzudenken, wo ein Schwarzer während ein Schlägerei rassistisch beschimpft wurde, es sich aber nicht um eine rassistische Tat gehandelt haben soll…)

Die Konstruktion des “Fremden”

Einfach mal angenommen, die Motivation der Täter war Hass auf die Gruppe aller Deutschen, dann kann dieser Überfall (oder Übergriff? wie es gerne im Polizeideutsch bei Überfällen von Nazis heißt) in die Statistik über fremdenfeindliche Gewalt aufgenommen werden. Denn die Motivation der Täter war ja – dieser Annahme folgend – Hass auf das ihnen Fremde, in diesem Fall auf die Deutschen also.

Aber halt, werden nun einige Leute rufen: ”Deutsche sind doch gar keine Fremden.” Nun, da wird endlich ganz offensichtlich, was den Begriff “fremdenfeindlich” so unakzeptabel macht: Es wird nämlich dabei immer die Perspektive des Täters eingenommen. Wenn ein schwarzer Mann, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt, von Rassisten verprügelt wird, spricht die Polizei von fremdenfeindlicher Gewalt und der Vorfall taucht, wenn überhaupt, in der Kategorie “mit fremdenfeindlichen Hintergrund” auf. Damit wird das schwarze Opfer zum Fremden gemacht. Und das nur, um den Begriff rassistisch zu vermeiden.

Eine sinnvolle Option ist es auch, von “gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit” zu sprechen. Dieser Begriff passt auch für feindliche Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber Behinderten, Lesben, Schwulen, Frauen, Obdachlose und andere. Auch gegenüber der Gruppe der Deutschen, sollte dies tatsächlich die Motivation der Tat von München gewesen sein.

“Kuschelpädagogik” in der Bild? 

Der “Bild” und Roland Koch ist dies alles herzlich egal, sie wollen den Wahlsieg der CDU in Hessen. Dafür ist jedes Mittel recht, auch das bewährte der Stimmungsmache gegen Ausländer, die in Wirklichkeit nur auf dem Papier Ausländer sind, da sie nicht im Ausland leben, sondern hier. Und dies “schon sein ganzes Leben”, wie die “Bild” über einen der Schläger von München schreibt. Und im letzten Absatz des Artikels heißt es dann: A.`s Vater sei 2001 aus Deutschland abgeschoben worden. Er sei Alkoholiker gewesen und habe Frau und Kinder geschlagen. Will die “Bild” hier etwa Verständnis für den Jugendlichen, der selbst ein Opfer war, wecken und “Kuschelpädagogik” betreiben, gegen die sie sonst stets zu Felde zieht? Nein, natürlich nicht. Die “Bild” fordert ein, auch der Jugendliche sollte – genau wie sein Vater – endlich abgeschoben werden…

NPD-BLOG.INFO zum Thema.

Kein Kommentar »

  • Marko Heimler said:

    Ich verstehe eure gedanken nicht.Ich habe selber viele Ausländische Freunde und die sagen selber, das es ihnen leid tut, aber der großteil von ihren Landsleuten ist leider kriminell. Nur wenn man mal die Warheit sagt ist man nicht gleich rechts. Sorry aber ihr bericht wirkt als ob sie einer von den Grünen währen.

  • Phil said:

    Diese Aussage ist unbelegt und es sollte geprüft werden, ob sie nicht den in § 130, 2. StGB beschriebenen Tatbestand (öffentlich Bevölkerungsteile beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet) erfüllt ist.

    http://bundesrecht.juris.de/stgb/BJNR001270871BJNE028206377.html

    Außerdem möchte ich mich bei Patrick für diesen sehr informativen Blog bedanken.

    MfG Phil

  • PatJe.de » Deutschenfeindliche Übergriffe said:

    [...] Im NPD Blog wurde dazu die interessante Frage aufgeworfen, was überhaupt “fremdenfeindlich” bedeute. Denn selbst wenn es eine Tat mit dem [...]

  • P. G. said:

    Christian Pfeiffer im Spiegel:

    Im Osten haben wir allerdings das Problem der ausländerfeindlichen Gewalt, wobei eines auffällt: Die rechten Schläger profilieren sich bei unseren Befragungen im Hinblick auf Gruppennormen und Einstellungen fast wie geistige Zwillingsbrüder der ausländischen Gewalttäter.

  • Steve said:

    P. G. ´s Argumentation würden verschiedene Zeitgenossen wohl als rabulistisch-neorassistisch-antideutsch klassifizieren. Dem stände ich wesentlich näher, als diesem seinen geschraubt-bemühtem Interpretationsversuch.

  • P.G. said:

    Weil ich Menschen nicht nach ihren Passpapieren beurteile, bin ich ein Neorassist?!? Den Punkt muss man dir lassen, Steve, DAS hat mir bislang noch keiner vorgeworfen. Und mir wird mittlerweile so einiges untergeschoben.

    Wikipedia: Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Begriff Rabulistik im deutschsprachigen Raum eher selten in Gebrauch, weil er in antisemitischen Wendungen und vom nationalsozialistischen deutschen Propagandaminister Joseph Goebbels häufig in den Zusammensetzungen jüdisch-rabulistisch oder jüdisch-marxistisch-rabulistisch benutzt worden war.

    Guten Rutsch,
    Patrick Gensing

  • Privates Blawg von Jens Ferner said:

    Hass, Dummheit oder Hilflosigkeit?…

    In Berlin wurde vor kurzem ein älterer Herr von zwei Jugendlichen mit einer Brutalität zusammengeschlagen, die kaum mehr Fassbar ist. Zu dem Sachverhalt kommen nun zwei Faktoren, die das Thema zum unmenschlichen Polemikum verkommen lassen: Die Täter…

  • Hass, Dummheit oder Hilflosigkeit? | Informationelle Selbstbestimmung said:

    [...] Was ist ein “fremdenfeindlicher Übergriff”? [...]

  • Marcel said:

    eine frechheit was sich manche leute hier leisten.
    sollen wir denn alle zusehen wie deutschland immer mehr zu einem kriminellen land wie den südstaaten ostblöcken oder gaza streifen wird?? müssen sich das deutsche rentner gefallen lassen, dass sie ausländern nach einer bitte, aufhören zu rauchen fast ins koma geschlagen werden? ich denke es ist kein fall bekannt in dem es um deutsche jugendliche geht.
    beispiel mehmet: 360 straftaten in münchen und er darf frei rumlaufen.
    2. beispiel: marco! weil er eine engländerin mit deren einverständnis im urlaub näher kennenlernte musste er 8 monate in türkischer haft sitzen. wird der unterschied langsam klar? versucht mal ne katholische kirche in der türkei zu bauen. die wird vor der eröffnung noch zerstört durch attentäter. und in deutschland? da werden in münchen millionen in ne moschee gesteckt und vom staat finanziert der maßlos überschuldet ist. deutschland ist ein ausländer rein verein geworden, wegen dem, was vor 60 jahren mal war. was ham denn die türken mit den armeniern damals gemacht? millionenweise in der wüste?? aber das ist egal die bösen deutschen..
    wm 2006: überall deutsche fahnen, und bild berichtet über ängste der politiker deutschland könnte wieder auf den rechtsradikalen weg “abkommen”..
    was bei uns wm partystimmung ist, ist in amerika , türkei oder griechenland beispielsweise selbstverständlich und das ganze jahr über.
    anderes beispiel ohne deutsche beteiligung: die englische lehrerin, die den teddy mohammed nannte sollte umgebracht werden.. ham die denn alle nen dachschaden? 1) es ist “offiziell” eine christliche schule und keine muslimische 2) ein schüler hieß genauso, und sagte es sei wegen ihm benannt aber alles half nichs. die frau bemühte sich ihr ganzes leben für die “armen” leute da unten und der dank war die auswanderung und die forderung der todesstrafe. wobei man wieder an die u bahn schläger bzw ausländische kriminellen in deutschland denken kann.
    und sowas soll man sich bieten lassen? wir müssen uns nicht alles gefallen lassen nur wegen dem vor 60 jahren. und ich denke die einstellung von damals verbreitet sich immer mehr wegen genau diesem problem : keiner darf es ansprechen, denn dann wirst du wieder als rechtsradikales arschloch abgestempelt. und das gibt mir zu denken. und darüber müsste die regierung nachdenken, wie “(kriminelle) ausländer” in anderen ländern behandelt werden und mit welchen samtweichen händen sie von der bundesrepublik behandelt werden..
    zu meinem ersten satz nach dieser erklärung noch etwas: es hört sich an, als wäre es eine schande deutscher zu sein, so wie unser vaterland hier teilweise hingestellt wird.
    in diesem sinne

  • M van Gorkom said:

    Eigentlich ganz interessant, sich einmal die Meinungen aus der Bevölkerung anzusehen. Ich kann dies leider nur so kommentieren: Die Gehiwernwäsche hat voll funktioniert.
    Bis dato hat sich wohl keiner Gedanken darüber gemacht, daß wir im Prinzip voll und ganz manipuliert sind und werden.Seit Herbst 2003 konzentriert sich die Kontrolle von Fernsehen, Spielfilmen, Bücher, Nachrichten Radio, Musik und Unterhaltung auf AOL Time Warner, Viscom, NBC Universal, Bertelsmann und Murdoch/News. Dazu gehören die Bloomberg Inc. und Axel Springer AG, (teilweise bei der Fa. Hellmann&Friedmann (USA).
    Wer Macht will, muss in einer demokra-tischen Welt nur die Entscheidungen der Meisten kontrollieren. Nur Informationen, die auch erhältlich sind, gleich ob Lüge oder Wahrheit, können auch Entscheidungen beeinflussen. Nur so ist auch der Bildungsstand in der Bevölkerung zu verstehen.Weshalb wird in Deutschland nur noch Wischi-Waschi-Politik betrieben, anstatt sich auf das
    Wesentliche zu konzentrieren?
    Wenn Ausländer eine kriminelle Tat bergehen, gehörten sie ausgewiesen, anstatt sie monatelang auf Staatskosten im Ausland zu “therapieren” (siehe Mehmed). Was soll das ganze Gerede um ausländerfeindlich, Ausländergewalt, deutschfeindlich, Migration usw.
    Demokratie dient doch letztlich nur noch dazu, um Wenigen immer mehr Macht zur Beeinflussung zu ermöglichen. Und das heißt, Kriminalität von Ausländern wird so lange zerredet, bis man selbst nichts mehr weiß.