Razzien bei rechtsextremen ebay-Händlern
In einer bundesweiten Aktion hat laut einem Bericht von redok das Bundeskriminalamt (BKA) am 28. Februar 2008 die Wohnungen von 23 Beschuldigten durchsucht, die in der Internet-Auktionsbörse eBay rechtsextreme Bücher und Tonträger angeboten haben sollen. Gegen weitere 70 Beschuldigte laufen demnach Ermittlungen. Bei den Durchsuchungen seien Computer, Datenträger und Musik-CDs sichergestellt worden, so redok.Die Ermittlungen gehen den Angaben zufolge auf eine Strafanzeige des Auktionshauses eBay vom August 2006 zurück, die im Zusammenhang mit der Versteigerung von Schriften und Tonträgern mit rechtsextremem Hintergrund auf dem Online-Marktplatz stehen. In 66 Fällen leitete die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Internetkriminalität in Cottbus demnach Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung, der Aufstachelung zum Rassenhass und Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz ein.
Diese Verfahren wurden an 40 örtlich zuständige Staatsanwaltschaften im Bundesgebiet abgegeben, teilte das BKA laut redok mit. Neben den 23 Personen, bei denen durchsucht wurde, konnten im gesamten Bundesgebiet weitere 70 Beschuldigte identifizieren werden. Durchsuchungen fanden demnach in Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen statt. Aus Mecklenburg-Vorpommern wurden Durchsuchungen in Stralsund und Schwerin bekannt.
Ob dieser fotogene “Kamerad” auch betroffen war, ist wohl eher unwahrscheinlich.

