Thüringen: “Queen Classic Night” statt “Fest der Völker”?
Nach Informationen der Thüringischen Landeszeitung steht der Termin für das von der rechtsextremen NPD geplante “Fest der Völker” am 06. September 2008 in Jena auf der Kippe. Denn für den gleichen Tag sei – und das schon länger – die “Queen Classic Night” geplant. Zu diesem würden etwa 8000 Besucher erwartet. Es erscheine daher fraglich, ob die Rasenmühleninsel für ein “Fest” freigegeben wird, das vornehmlich Konzertcharakter habe. Das beliebteste Jenaer Familienausflugszentrum sei nämlich nicht geeignet für Großveranstaltungen. Wegen der eingeschränkten Zufahrtsmöglichkeiten könnten Feuerwehr oder Notarzt den Platz nur schwer erreichen, heißt es.”Wir werden prüfen, ob das ´Fest der Völker´ und die Queen Classic Night an einem Tag stattfinden können”, sagte Martin Pfeiffer, der Leiter des Rechtsamtes, dem Blatt. Er wollte sich nicht dazu äußern, ob die NPD ihre Veranstaltung auf einen anderen Termin verlegen müsse. Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter wollte auch nichts Detailliertes äußern: “Die beiden Veranstaltungen passen überhaupt nicht zusammen”, sagte er lediglich. Er bestätigte, dass die Anmeldung der NPD nun geprüft werden müsse. Die Stadt werde da ganz sachlich herangehen. In den nächsten Tagen werde ein Ergebnis vorliegen, dann müsse es ein Kooperationsgespräch mit der NPD geben.
“Internationale der Nationalisten”
Fraglich ist allerdings, mit welcher anderen Veranstaltung das “Fest der Völker” zusammenpassen könnte. Im vergangenen Jahr waren etwa 1400 Rechtsextremisten aus mehreren Ländern bei der Veranstaltung. Die Rednerliste umfasste Udo Voigt (NPD-Chef), Bojan Rassate (BG), Zsolt “Elek” Illés (HU), Stephen Swinfen (ENG), Nick Giohalas (GR), Constant Kusters (NL), Dan Eriksson (SE), Arseni Bilodub (UA), Giordano Caracino (IT), Martin Janda (CZ), Karsten Thomas (AT), Andreas Meier (CH), Gottfried Küssel (AT), Phillippe Brennenstuhl (CH).
Das “Fest der Völker” ist für NPD und andere völkische Organisationen ein extrem wichtiges Treffen, um die “Internationale der Nationalisten” auszubauen. Der innenpolitische Sprecher der Linken im Thüringer Landtag, Roland Hahnemann, bezeichnete laut Medienberichten die Großveranstaltung als eines der wichtigsten Vernetzungstreffen der europäischen Neonaziszene. Die Landessprecherin der Thüringer Bündnisgrünen, Astrid Rothe-Beinlich, sagte, dass sich das rechtsextremistische Lager in Thüringen in den vergangenen Jahren extrem konsolidiert habe.

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Dann lasst das Fest der Völker doch bitte auch sein und macht der wirklichen Kultur Platz (was im Vergleich zu diesem “Fest” so ziemlich alles sein dürfte). Wir wollen euer perniziöses, faschistisches, misanthropisches Gedanken”gut” nicht haben. Jena ist eine Universitätsstadt mit vielen Austauschstudenten, in welche eine rassistische Denkweise einfach nicht passt. Hört auf mit eurem ewigen Vergangenheitsdenken und kommt in die Realität. Wir sind im 21. Jahrhundert: die Welt ist vernetzt und alle Kulturen der Erde bereits vermischt. Es gibt kein “deutsches Volk” mehr, genauso wie es keine anderen Völker per Definition mehr gibt. Wir leben in einer gesellschaftlichen Mischform. Akzeptiert das doch einfach und legt euren “Rassenstolz” ab. Denn der ist so überflüssig.
BUNTE VIELFALT STATT BRAUNE EINFALT. Danke
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