Thüringen: Punk nach Nazi-Überfall wochenlang im Koma
22. März 2008 09:01
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Die rechtsextreme NPD versucht sich in Thüringen als eine bürgernahe Partei zu etablieren. Gleichzeitig prügeln sich Neonazis durch Thüringens Straßen, wie die “Antifaschistische Gruppe Südthüringen” berichtet. Die AGST listet gleiche eine ganze Serie von Überfällen auf:
- In der Nacht vom 9. zum 10. Februar ist im ostthüringischen Berga ein 19-jähriger Punk von einer Gruppe Neonazis attackiert und so schwer verletzt worden, dass er in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Er verdankt sein Leben nach Koma und zweimaliger Reanimation einem Zufall und viel Glück. Die Polizei verschweigt den politischen Hintergrund des Angriffes, was laut Anna Schneider, Pressesprecherin, der Antifaschistischen Aktion Gera (AAG) kein Einzelfall ist. „Mit Verweis auf laufende Ermittlungen oder scheinbar unklare Tatmotive entpolitisiert die Polizeidirektion Gera seit Jahren Angriffe von Neonazis und betreibt Imagepflege für die Region.“, so die Antifaschistin. Weitere Informationen zum Angriff in der Presseerklärung der Antifaschistischen Aktion Gera (AAG): KLICK
- Immer wieder kam es in der vergangenen Monaten zu organisierten Angriffen auf Linke in Weimar. In der Nacht zum 9. März erreichte die Gewaltwelle ihren vorläufigen Höhepunkt. 20 mit Knüppeln, Teleskopschlagstöcken und Zaunslatten bewaffnete Neonazis attackierten das autonome, soziokulturelle Zentrum, die Gerberstraße und verübten somit einen der schwersten Angriffe auf das Haus seit den 90er Jahren. Die Neonazis bewarfen das Haus, Bewohner und Besucher mit Flaschen und Steinen und versuchten ins Haus einzudringen. Dabei wurden mehrere Menschen leicht und zwei Menschen so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Mehr Infos zum Angriff auf das autonome Zentrum in Weimar gibt’s bei der Autonomen Antifa Weimar (AAW): KLICK
- Mit Schlagstöcken, Messer, Steinen und einer Schreckschusspistole bewaffnet, jagten mehrere Neonazis einige Linke am 15. Februar durch die Südthüringer Kleinstadt Zella-Mehlis. Die Opfer trafen in einem Linienbus, der von Suhl nach Zella-Mehlis fuhr, auf die Neonazis. Um einem Angriff zu entgehen, stiegen die Punks eine Station eher aus, als geplant und beschlossen den Restweg zu laufen. In der Zwischenzeit riefen die Neonazis im Bus offenbar Verstärkung und attackierten ihre Opfer, wenige Minuten später auf Höhe des Rathauses. Die Punks ergriffen sofort die Flucht und glücklicherweise wurde niemand verletzt. Mehr Infos zum Angriff gibt’s bei der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen (AGST): KLICK
- In der Nacht vom 14. auf den 15. März attackierten etwa zehn Neonazis eine Gruppe von fünf Personen. Laut einer Presseerklärung der Antifaschistischen Koordination Erfurt (AKE) erlitt ein Mensch einen schweren Kieferbruch und war mehrere Minuten bewusstlos. Eine weitere Person wurde verletzt. Die Polizei wisse “mal wieder nichts von einem politischen Hintergrund”. Einen Abend später wurde eine 16-jährige mit den Worten „Sieg heil, du Zeckenschlampe“ von mehreren Neonazis zusammengeschlagen. Erst als ein Pkw hupend vorbei fuhr, ließen die Rechten ab. Schon eine Woche zuvor wurde eine Gruppe Punks von Neonazis bewaffnet mit Schlagringen attackiert. Mehr Infos zur Zunahme rechter Gewalt in Erfurt gibt’s bei der Antifa-Gruppe AG17 aus Erfurt: KLICK
- Am Abend des 14. März fand in Apolda eine Versammlung der Grünen Jugend statt. Eine Gruppe von Teilnehmenden wurde anschließend von Neonazis, die „Scheiß Antifa“ riefen, attackiert. Eine am Boden liegende und verletzte Person konnte sich erst losreißen, als neben dem Tatort ein Auto hielt, dessen Insassen, einen der Täter kannten. Der Mensch floh und ein couragierter Anwohner gewährte ihm Zuflucht, so, dass die Angreifer ihr Opfer vergeblich suchten. Weitere Infos zum Angriff gibt’s bei der Antifa Gruppe Apolda (AGAP): KLICK

“NPD-BLOG.INFO – Eine kritische Dokumentation über die rechtsextreme NPD und deren Umfeld”
Ich finde diesen Blog hier einiges, aber ganz sicher nicht kritisch und ganz sicher weit entfernt von einer Dokumentation. Grüße
Ja Jockel so ist das eben – wenn man bis zum Hals im braunen Sumpf steckt, erträgt man es nicht wenn da noch Wellen geschlagen werden.
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