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MVP: SPD-Fraktion zieht Zwischenbilanz zum NPD-Auftreten

19. April 2008 01:06 12 mal gelesen Kein Kommentar

Anderthalb Jahre nach dem Einzug der NPD in den Schweriner Landtag hat die SPD-Fraktion eine Zwischenbilanz zum Auftreten der Rechtsextremisten im Parlament vorgelegt. Das Buch mit Beiträgen von SPD-Politikern und Experten solle über das Agieren der NPD aufklären, „die letztendlich Provokation als Prinzip betreibt“, sagte SPD-Fraktionschef Volker Schlotmann einem Bericht der Ostsee-Zeitung zufolge. Der Buchtitel lautet dementsprechend „Provokation als Prinzip – Die NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern“. Einige Beiträge befassten sich aber auch mit den Verbindungen der NPD zur gewaltbereiten Neonazi-Szene, sagte der SPD-Abgeordnete Mathias Brodkorb.Das Buch soll am 21. April 2008 in einer Erstauflage von 7000 Exemplaren erscheinen und kostenlos im ganzen Land – unter anderem an alle Schulen – verschickt werden. Schlotmann und Brodkorb betonten als Herausgeber und Mitautoren, es ginge ihnen nicht um Parteipolitik, sondern um eine „möglichst plurale und offene“ Darstellung. In einem Anhang würden auch Reden von NPD-Abgeordneten und die Erwiderungen von allen demokratischen Fraktionen dokumentiert. Zudem seien viele Fotos und einige journalistische Beiträge aufgenommen worden, um auch den „normal interessierten Menschen“ zu erreichen.

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  • Charly said:

    An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!
    Jawohl, nicht nur an den Schulen im Land Mecklenburg-Vorpommern sollte das Buch verteilt werden; sondern auch in den anderen Bundesländern – überall da wo Rechtsradikale ihre Giftbroschüren und Hass-CDs verteilen.
    Im Schweriner Landtag bemühen sich die Fraktionen zwar schon seit dem Einzug der NPD, ihnen möglichst keine Gelegenheit zur Profilierung zu bieten.Doch anlässlich des 75. Jahrestages der Machtergreifung der Nationalsozialisten zeigten sie wieder einmal wessen Geistes Kind sie sind. Der Bitte von Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider sich zum Gedenken von ihren Plätzen zu erheben folgten sie nicht. Vielmehr – so wird berichtet – blieben sie höhnisch grinsend sitzen.
    “Schlimm sind die Bemerkungen der Neonazis, wenn sie sich laut untereinander über etwas lustig machen”, erzählt eine Abgeordnete. Ein anderer berichtet, er fühle sich oft hilflos und wütend, “wenn ich diese menschenverachtenden Zwischenrufe höre”.
    Und der NPD Fraktionsvorsitzende Udo Pastörs erklärt doch oft und gerne öffentlich: Diese “Demokratenfratzen” müssten mit “Besen und Stahlborsten” aus den Ämtern gejagt werden.

  • Melanie said:

    Richtig Charly ich liebe dich für diesen Vorschlag.
    Dieses Werk muss nicht nur in Meck-Pomm bis in die Kindergärten verteilt werden.
    In der ganzen Bundesrepublik von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt, was sage ich in Europa muss es verteilt werden.
    Man sollte die UN bitten das Buch zu unterstützen, damit überall bis zu den Eskimos diese Nazis entlarvt werden.
    Du hats es erfasst.

  • Charly said:

    “Richtig Charly ich liebe dich für diesen Vorschlag.”
    Sie, nazistische Melanie, können von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt, Männer lieben so viel Sie wollen, nur mich verschonen Sie bitte damit – es schadet nur meiner Potenz!
    Jetzt aber kann ich sehr gut die Aussage im “Störtebeker-Netz” (ein Informationsportal der rechtsextremen Szene aus Mecklenburg-Vorpommern) nachvollziehen, dass “Nationalistinnen bisher nie wirklich ernstzunehmende Bedeutung erlangt hätten”.
    Sie werden aber auch hier – in einem wirklich ernstzunehmenden Blog – mit Ihrem Gedankengut keine Bedeutung erlangen.

  • Dennis said:

    Charly warum pöbelst du Melanie denn an. Das ist doch bestimmt Ironie:

  • Charly said:

    Dennis – “Ironie”? ich glaube sie hat meine Antwort sehr gut verstanden – Rückmeldung blieb bisher aus! Auch hier wieder Ihre Wortwahl “pöbelst” – völlig unangebracht.

  • Birgit said:

    @Dennis

    „Charly warum pöbelst du Melanie denn an. Das ist doch bestimmt Ironie:“

    Ja, es ist richtig, dass Melanie mit „Ironie“ auf Charlys Vorschlag reagiert hat. Und zwar mit der Absicht zu provozieren.

    Zu Melanies Kommentar ist vielleicht folgendes ganz interessant:
    „Ähnlich wie in mit dem Passus “..Von der Maas bis an die Memel,
    Von der Etsch bis an den Belt…” der (nach 1945) verbotenen 1. Strophe des Deutschlandliedes wurden Flüsse als Ikonen stilisiert. Dabei gelang es, die starke Identifikationskraft mit der Natur und mit dem Wasser- grundsätzlich ja nichts Negatives – in politisch revanchistische Töne umzustimmen, die letztlich Menschen verfügbar für Gewalt und Krieg machten. “
    Quelle: http://hochwasser-spezial.de/menschen_und_fluesse/fluesse_und_nationalismus.htm

    Also, auch wenn wir vielleicht nicht jedes Mal aus dem Stehgreif auf euren Schwachsinn reagieren können, so dürft ihr dennoch sicher sein, das wir lesen und schreiben können.
    WIR brauchen kein Hörbuch als mp3-file um zu wissen was in „Mein Kampf“ steht…

  • Dennis said:

    Liebe Birgit,
    da muss ich dich aber korrigieren. Die 1. Strophe des Deutschlandliedes, das der SPD Reichspräsident Ebert in der Weimarer Republik zur Nationalhymne proklamiert hat, ist mitnichten verboten. Im Gegenteil war das gesamte Lied sogar nach einem Schriftwechsel zwischen dem Kanzler Adenauer und dem Präsidenten Heuss bis in die 90 er Jahre die Nationalhymne der BRD. Einzige Einschränkung: Bei staatlichen Anlässen sollte nur die 3. Strophe gesungen werden. Meines Wissens hat sich das nach der Vereinigung dahin geändert, das jetzt nur noch die 3.Strophe Nationalhymne ist, aber die 1 und 2. sind natürlich nicht verboten. Wieso denn auch ?

  • Charly said:

    Aus dem Briefwechsel zwischen Konrad Adenauer und Theodor Heuss wegen der Nationalhymne geht deutlich hervor, dass es in erster Linie um den Erhalt der “grossen Melodie von Joseph Haydn” gehe – die ja bei allen Strophen die gleiche ist. Wohl um den Missbrauch während des Nationalsozialismus wissend – da wurde immer nur die 1.Strophe gesungen und dann folgte das “Horst Wessel” Lied- hat man sich beim singen der Nationalhymne auf die 3. Strophe geeinigt. Die Neozazis pflegen – wie Birgit schon erwähnte – die erste Strophe als “Ikone ” – schon alleine um ihren Machtanspruch auf das “ganze ehemalige Reich” geltend zu machen. Von daher ist 1. Strophe zwar nicht verboten -aber es verbietet sich von selbst diese Strophe im Nazichor mitzusingen.

  • Birgit said:

    Wenn ich die Begriffe „1.Strophe Nationalhymne“ mal bei Google eingebe, dann fällt auf – das die 1. Strophe wohl tatsächlich nicht explizit verboten ist – sondern dass unsere gesamte Nationalhymne inzwischen nur noch aus der 3. Strophe besteht. Somit gibt es aktuell weder eine 1. noch eine 2. Strophe unserer Nationalhymne. Der Fairness halber muss ich sagen, dass ich mich in Bezug auf ein Verbot der 1.Strophe in der Tat geirrt habe.

    Aber eine ganz andere Frage stellt sich mir. Warum wird in unzähligen Foren und Beiträge immer wieder so vehement darauf hingewiesen, dass diese 2 Strophen ja gar nicht verboten sind?

    Und warum wird die 1.Strophe (die ich übrigens nicht kannte und aus o.g. Gründen auch gar nicht kennen möchte!) ausgerechnet bei diesem Beitrag ins Spiel gebracht?

    Wir reden hier über das Buch: „Provokation als Prinzip – Die NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern“ und dessen Verbreitung zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen vor der NPD und ihrem gesamten Umfeld.

    Habt ihr dazu nichts Sachliches beizutragen?

  • Dennis said:

    Warum ich die 1. und 2. Strophe verteidigt habe, kann ich dir sagen. Du hattest dich einfach geirrt, so dass ich dir die richtige Sichtweise vermitteln wollte, liebe Birgit.
    Wir sollten jetzt aber wirklich zum Thema zurück kommen und uns wirklich bemühen die Ausarbeitung zu verbreiten.

  • Birgit said:

    Das erklärt vielleicht warum du Dennis den Hinweis gegeben hast, aber es erklärt mir nicht warum Melanie diese Strophen in diesem Zusammenhang ins Spiel gebracht hat. Außer es handelt sich auch hier ausschließlich um Provokation als Prinzip.

    Und Dennis, hast du schon ein Buch bestellt?