NRW: Solingen gedenkt der Opfer des Brandanschlags vor 15 Jahren
Vor 15 Jahren haben Neonazis in Solingen das Haus der türkischen Familie Genc in Brand gesteckt. Fünf Mädchen und Frauen starben damals. In Gedenken an die grausame Tat wird am 26. Mai 2008 erstmals der Genc-Preis für Versöhnung verliehen, berichtet der WDR. Die jungen Täter waren zu Jugendhaftstrafen zwischen zehn und 15 Jahren verurteilt worden und sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Sie leben bis heute in Solingen.
“Wir erinnern an diese Mordtat, weil sie nicht vergessen werden darf. Der Brandanschlag von Solingen war der schlimmste fremdenfeindliche Anschlag in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen”, sagt NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU). Drei Tage vor dem eigentlichen Jahrestag erinnert die Landesregierung in einer Gedenkstunde zusammen mit der Stadt Solingen und der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung an den verheerenden Brandanschlag vom 29. Mai 1993.
Im Theater- und Konzerthaus wird erstmals der neu gestiftete Genc-Preis vergeben. Preisträger der von der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung vergebenen Auszeichnung sind Kamil Kaplan und der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU).


Des weiteren gibt es Veranstaltungen eines breiten Bündnisses von politischen Gruppen aus Solingen und Umgebung.
* Gedenkkundgebung zum 15. Jahrestag des Brandanschlags in Solingen
am Do., 29.5.2008, 19.00 Uhr in Solingen-Mitte, Untere Wernerstraße / Ecke Schweizer Straße.
* Demonstration 15 Jahre danach: Rassismus und Neofaschismus bekämpfen!
am Sa., 31.5.2008, 12.00 Uhr. Treffpunkt in Solingen-Mitte, Mühlenplatz.