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MVP: NPD unterstützt Verbreitung von Horst-Wessel-Plakaten

27. Mai 2008 19:18 104 mal gelesen Kein Kommentar

Die NPD in Mecklenburg-Vorpommern berichtet auf ihrer Internet-Seite über “Plakatierungen anläßlich des Todestages von Horst Wessel”. Inzwischen soll ein Ermittlungsverfahren gegen einen 21-Jährigen wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen eingeleitet worden sein, heißt es. Und dann: “Der vorliegende Fall zeigt deutlich, wie bundesdeutsche Strafgesetzte herangezogen werden um mißliebige politische Aussagen zu kriminalisieren. Selbst wenn eine Strafbarkeit ausgeschlossen scheint, so wird sie doch geradezu herbeigebetet. Betroffene sollten von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch machen und sich unter Umständen mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen. Sollte es zu einer Anklage kommen, so bitten wir darum, Rechtsmittel bis zur letzten Instanz einzulegen.”

Wer war Horst Wessel? Shoa.de schreibt: “Horst Wessel war SA-Führer im Berlin der Weimarer Republik. Als er im Frühjahr 1930 von einem kommunistischen Rollkommando getötet wurde, machte ihn die NS-Propaganda zu einer politischen Symbolfigur: Für die Hitler-Bewegung wurde er zum Vorbild eines mutigen und opferbereiten Nationalsozialisten.

Im Dritten Reich wurde ein regelrechter Totenkult um die Person Horst Wessels veranstaltet. Jährliche Gedenkfeiern erinnerten an seinen Tod, die Benennung öffentlicher Plätze und Schulen sollte sein Vorbild gegenwärtig halten. Besondere Bedeutung hatte dabei ein von Wessel getextetes SA-Lied, das später so genannte „Horst-Wessel-Lied“, das im Dritten Reich zu einer Art zweiter Nationalhymne wurde.

In einem Brief an die Hitler-Jugend schrieb er: „Wir sind Hitlers braune Haufen, und mit an erster Stelle wollen wir unser Hakenkreuzbanner zum Sturme tragen. Kämpfer wollen wir sein, Soldaten unserer Idee, Soldaten in stiller und eiserner Pflichterfüllung kämpfen.“

Seit dem 1. Mai 1929 war Horst Wessel „Truppführer“ und organisierte die SA-Arbeit im Stadtteil Friedrichshain, einem Bezirk, in dem besonders hohe soziale Not herrschte. Die politisch dominierende Kraft waren hier die Kommunisten. Mit Aufmärschen in den Arbeitergebieten und dem Stören von Versammlungen der Linken provozierte Wessel mit seinem SA-Trupp die Kommunisten ganz gezielt.

Obwohl Wessel bei den Kommunisten in Berlin bekannt und verhasst war, ist sein Tod dennoch nicht von langer Hand geplant worden. Anlass war vielmehr ein Mietstreit zwischen Wessel und seiner Vermieterin, die sich in einem Sturmlokal der KPD in der Nachbarschaft über Wessel beschwerte. Außerdem verbreitete sie das Gerücht, Wessel habe Namenslisten von Rotfrontkämpfern und bewahre Waffen in der Wohnung auf. In einer spontanen Aktion zogen daraufhin einige der Versammelten zu Horst Wessels Wohnung. An ihrer Spitze auch der mehrfach vorbestrafte und mit einer Pistole bewaffnete Albrecht Höhler. Von ihm wurde Wessel unmittelbar nach dem Öffnen der Wohnungstür in den Kopf geschossen. Der Überfall fand am 14. Januar 1930 statt, Wessel wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert und starb dort am 23. Februar 1930.

Die Täter konnten zunächst flüchten, wurden aber schon bald gefasst. Das Gericht wertete die Tat allerdings nicht als Mord, sondern als „gemeinschaftlichen Totschlag“ und verhängte gegen die Beteiligten deswegen und wegen unbefugten Waffenbesitzes Zuchthausstrafen, die teilweise auf Bewährung ausgesetzt wurden. Albrecht Höhler erhielt mit sechs Jahren und einem Monat Zuchthaus die höchste Strafe.”

Der NPD-Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern wird stark von Kadern aus ehemaligen Neonazi-Banden geprägt, die in die Partei eingetreten waren. Der Verfassungsschutz kann auch nicht klar beantworten, wer da wen geschluckt habe.

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  • Charly said:

    “Albrecht Höhler erhielt mit sechs Jahren und einem Monat Zuchthaus die höchste Strafe.”
    Doch seine Tötung folgte 1933:
    Nach der Machtübernahme der Nazis wurde Höhler in ein Gefängnis der Gestapo in Berlin verlegt, angeblich um ihn wegen eines Wiederaufnahmeverfahrens zu vernehmen. Auf dem Transport am 20.Sept. 1933 wurde er von sieben bis acht SA-Männern entführt. Seine vielen Einschüsse aufweisender Leichnahm wurde kurz darauf in der Nähe von Berlin gefunden.