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SH: Enge Verzahnung zwischen NPD und “aktionistischen” Neonazis

01. Juni 2008 00:35 50 mal gelesen Kein Kommentar

Die Zahl der von Rechtsextremisten verübten Straftaten in Schleswig-Holstein ist laut einem dpa-Bericht im Jahr 2007 um 14 Prozent auf 440 Fälle gesunken. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht 2007 vor, den Innenminister Lothar Hay (SPD) am 30. Mai 2008 im Kieler Landtag vorstellte. Die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremen im Norden sei seit den 1990er Jahren aber stark gestiegen. Von den 440 Fällen waren 59 Gewalttaten. Zudem beobachtet der Geheimdienst laut Hay eine engere Zusammenarbeit zwischen “aktionistischen” Neonazis und der NPD.

Passend dazu ein Screenshot von der NPD-Kiel. “Einige nationale Aktivisten” versammelten sich nach NPD-Angaben noch am Wahlabend “zusammen mit dem zukünftigen Ratsmitglied Hermann Gutsche vor dem Eingang des Rathauses”. Dieses Bild zeigt eindrücklich, was hinter der bürgerlichen Fassade der NPD steckt.

Quelle: Screenshot NPD-Kiel

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  • Charly said:

    Die Gewalt der Rechtsextremisten richtet sich zwar meist gegen Ausländer. Aber “wer so aussieht wie ein Linker, ist genauso fällig”.
    Als Beispiel hier der Vorfall, der sich Heiligabend 2007 im schleswig-holsteinischen Ratzeburg ereignete. Dort trafen sich 15 Jugendliche im “Moonlight”, einer beschaulichen kleinen Kneipe, unter ihnen Studenten, die ein gemeinsames Wiedersehen feiern wollten. Sie waren nicht die einzigen Gäste des Lokals. Aber dies wurde ihnen erst hinterher klar. Ihnen fielen die Neonazis im Raum zunächst gar nicht auf. Erst als aus der Runde eine Frau zur Toilette ging, wurde sie von einem jungen Mann aus der anderen Gruppe als “dreckige Punkerschnepfe” beschimpft. In der Menge erkannte sie einen stadtbekannten Rechtsextremisten. Da die Jugendlichen keinen Ärger wollten, beschlossen sie das Lokal zu wechseln. Sie gingen -begleitet von Gegröle der Rechten in die in der Nähe liegende Cocktailbar “L’ile” in der Langenbrücker Strasse. Später merkten sie, dass sich mindestens zwölf Rechtsextremisten, bewaffnet mit Holzlatten, am Marktplatz sammelten. Die Rechten fingen an die Gäste der Cocktailbar von der gegenüberliegenden Strassenseite wüst zu beschimpfen. Als die Gäste und die Kellner das Lokal verlassen wollten, kam einer der Rechtsradikalen auf die Gruppe zu, schubste und pöbelte sie an. Ein weiterer Nazi schlug gezielt einem jungen Mann mit der Holzlatte auf den Kopf. Der 24-jährige brach zusammen . Im Krankenhaus musste er operiert werden, die Ärzte fürchteten um die Sehkraft seine linken Auges.Die Rechten ergriffen die Flucht. Die Polizei traf nach etwa 20 Minuten am Tatort ein.Zeugen gaben an, dass die Beamten sich weigerten,eine Anzeige aufzunehmen. Sie taten es mit der Begründung ab, die Kneipengäste seien ja alle betrunken. Lt. Recherche der “tageszeitung” fügte einer der Beamten die Bemerkung hinzu: “Von so einer hysterischen Kuh nehme ich keine Anzeige auf.” Die Polizei weist die Vorwürfe zurück. Später stellte sich heraus, dass eine andere Streife den rechtsextremistischen Schläger festgenommen hatte. Als die Mutter des Opfers eine Anzeige bei der Polizei aufgeben wolltze, bekam sie zu hören, sobald ihr Junge “wieder klar” sei, könne er irgendwann selbst eine Anzeige machen.
    Solches Verhalten von Polizeibeamten ist leider kein Einzelfall.
    (Literartur – zitiert aus “Neonazis in Nadelstreifen” -Andrea Röpke,Andreas Speit- Ch.Links Verlag)

  • Alltägliche Wahrheiten» Blogarchiv » Allein unter Demokraten said:

    [...] Gutsche alles andere als ein “normaler” Ratsherr ist, macht dieses Foto, das ich im NPD-Blog gefunden habe, [...]