Nazis und Islamisten: Trotz des gemeinsamen Feindes – zu viel Hass für Kooperation
Trotz Gemeinsamkeiten im Antisemitismus arbeiten deutsche Rechtsextremisten nach Erkenntnissen von Verfassungschützern nicht mit radikalen Islamisten zusammen. Es gebe keine strukturelle und längerfristig angelegte Zusammenarbeit zwischen dem rechtsextremen Lager und Islamisten, sagte die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, laut einem dpa-Bericht im zuständigen Ausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus. Dies liege unter anderem am fremdenfeindlichen Weltbild der Neonazis und auf der anderen Seite auch daran, dass Islamisten von in ihren Augen Ungläubigen nicht viel hielten.
Der Verfassungsschutz beziffert die Anhänger islamistischer Gruppierungen in Berlin auf 3420. Das Potenzial der rechtsextremen Szene in der Hauptstadt veranchlagt die Behörde auf rund 2000 Menschen, von denen 290 in der NPD organisiert sind.

