Opferkult bizarr: Nazis als ethnische Minderheit?
Der ausgeprägte Hang von Neonazis sich als Opfer von Juden, Medien, Antifa, Polizei, Ausländern, Weltverschwörung, SPD, Staat, Hartz IV und schlechtem Wetter zu präsentieren, ist bekannt. Aber die NPD-Bayern übertrifft sich in dieser Disziplin selbst. Eine Pressemitteilung legt den Verdacht nah, die NPD sieht Rechtsextremisten als eigene Ethnie, vielleicht als Supermenschen?
In der Mitteilung vergleichen sich die NPDler mit Volksgruppen, die bei den Rechtsextremisten allerdings sonst nicht sehr hoch im Kurs stehen, sondern den sie wohl lieber selbst gerne eine Abreibung verpassen würden, nämlich Sinti und Roma. Bei der NPD werden diese Menschen “Zigeuner” genannt.
In der NPD-Mitteilung heißt es:
“Forderung nach “zigeunerfreier Uni” – Politiker beleuchtet Zigeunerproblem
“Zigeuner präsentieren sich häufig als seriöse Biedermänner”, meinte der Abgeordnete. Den altbekannten, Schmuddelklamotten tragenden Zigeuner gebe es natürlich noch. Heutzutage kämen Sinti und Roma aber mitunter im Anzug daher. “Sie versuchen mit unterschwelligen Methoden, Anhänger zu gewinnen und dazu kulturelle Trends zu adaptieren”, beschrieb der Bundestagsabgeordnete das neue Auftreten der Volksgruppe.Das selbstbewußte Auftreten von Politikern sei wichtig, um einer starken Bürgergesellschaft Gesicht zu verleihen. Dies vermisse er zuweilen von der für Jugendarbeit gegen mißliebige Bevölkerungsteile zuständigen Bundesministerin, sagte der Leiter der Projektgruppe gegen Zigeuner. “Wir müssen Zivilcourage zeigen”, rief ein Jugend-Vorsitzender auf.Eine “zigeunerfrei Uni” forderte der Vorsitzender des Vereins “Rheinhessen gegen Zigeuner”. “Nichts spricht dagegen, daß eine Universitätsleitung sich auferlegt, gegen bekannte Zigeuner an ihrer Hochschule vorzugehen”, sagte der Abgeordnete, “sie hat meiner Ansicht nach sogar die Verantwortung dazu”.Möglicherweise wünscht sich die NPD, wenn sie die Macht dazu hätte, “zigeunerfreie” Hochschulen einzurichten. Doch in der Realität und im Original lautet der Text so:
Forderung nach “nazifreier Uni” SPD-Politiker beleuchtet Rechtsextremismus
hof. Auf Einladung der Juso-Hochschulgruppe sprach der SPD-Bundestagsabgeordnete Nils Annen in der Taberna Academica auf dem Uni-Campus über den neuen Charakter des “Rechtsextremismus auf dem Vormarsch! Was tun?”.
“Rechtsextreme von Republikanern bis zur NPD präsentieren sich häufig als seriöse Biedermänner”, meinte Annen. Den altbekannten, kahl geschorenen Klischee-Nazi in Bomberjacke gebe es natürlich noch. Heutzutage kämen Neonazi-Kader aber mitunter mit Palästinensertuch und Che-Guevara-T-Shirt daher. “Sie versuchen mit unterschwelligen Methoden, Anhänger zu gewinnen und dazu kulturelle Trends zu adaptieren”, beschrieb Annen das neue Auftreten der extremen Rechten.
Die NPD, die jetzt bei den Kommunalwahlen in Sachsen den Einzug in alle Kreistage schaffte, agiere immer mobiler und anpassungsfähiger. “Rechtsextremismus ist aber nicht nur ein Ostproblem”, betonte Annen. Wie weit in der Mitte der Gesellschaft rechtsradikale Einstellungen Nährboden finden könnten, habe das Wahlergebnis der Schill-Partei 2001 in Hamburg gezeigt, die aus dem Stand mit dem Versprechen einer “harten Hand” gegen Kriminelle und Ausländer ein Fünftel der Wählerstimmen bekommen hatte.
Das selbstbewusste Auftreten von Politikern sei wichtig, um einer starken Bürgergesellschaft Gesicht zu verleihen. Dies vermisse er zuweilen von der für Jugendarbeit gegen Rechts zuständigen Bundesministerin, sagte der Leiter der Projektgruppe gegen Rechtsextremismus im SPD-Bundesvorstand. “Wir müssen Zivilcourage zeigen”, rief der Mainzer Juso-Vorsitzende Dominik Merz auf.
Eine “nazifreie Uni” forderte Roland Schäfer, Vorsitzender des Vereins “Rheinhessen gegen Rechts”. “Nichts spricht dagegen, dass eine Universitätsleitung sich auferlegt, gegen bekannte Rechtsextremisten an ihrer Hochschule vorzugehen”, sagte Annen, “sie hat meiner Ansicht nach sogar die Verantwortung dazu”.
Übrigens: Im vergangenen Jahr hatten NPDler aus Bayern mit Anzeigen um sich geworfen, da sie als Nazis bzw. Rechtsextremisten bezeichnet worden waren. Nun ziehen sie sich diesen Schuh freiwillig an. Siehe auch: NPD wirft mit Anzeigen um sich – aber warum?, NPDler wollen keine Neonazis sein – Part II
Aber, man soll ja nicht nur schlechtes schreiben: Immerhin thematisiert die NPD mit ihrem Text die Diskriminierung von Roma und Sinti. Vielleicht ein neues Wahlkampfthema für die Rechtsextremisten? “Gleichberechtigung für Roma und Sinti geht nur national”, könnte man texten. Ist allerdings genauso sinnlos wie das Original “Sozial geht nur national”…
Siehe auch: Zentralrat der Sinti und Roma in Deutschland., NPD-BLOG.INFO Über Antiziganismus.

Ziemlich peinlich wenn man schon Texte von anderen “kopieren” muss…
Hmm.. auch wenn ich lachen muss fehlt leider das wichtigste: die Quelle der NPD-Mittleilung.
Bitte nachreichen, denn soviel Blödsinn auf einmal glaubt man nichtmal der NPD.
Hallo Krischan,
das ist von der NPD-Bayern. Ich verlinke aber keine rechtsextreme Seiten.
Grüße
PG
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