Rechtsextreme sollen 55-Jährigen in Templin erschlagen haben
Und möglicherweise gleich der nächste Fall von ultrabrutaler Nazi-Gewalt, dieses mal mit tödlichen Folgen für das Opfer: Die Polizei in Brandenburg hat laut AFP zwei mutmaßliche Rechtsextremisten festgenommen, die einen 55-jährigen Tischler erschlagen haben sollen. Die Tat sei auf äußerst brutale und menschenverachtende Weise begangen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft in Neuruppin. Bei dem Überfall am 22. Juli 2008 im uckermärkischen Templin wurde das Opfer tödlich am Kopf verletzt. Die 18 und 21 Jahre alten mutmaßlichen Täter sitzen nun wegen des Verdachts auf gemeinschaftlichen Totschlag in Untersuchungshaft, einer von ihnen sei geständig. Sie gehörten beide der rechten Szene an und stünden unter Bewährungsauflagen.Zu Details und Hintergründen der Tat wollte die Staatsanwaltschaft noch nicht Stellung nehmen. Die Behörde prüft, ob niedere Beweggründe vorliegen, um dann wegen Mordverdachts zu ermitteln.
Gefährliche Körperverletzung, gefährliche Brandstiftung
Der 18-jährige Beschuldigte wurde im Juni wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer sechsmonatigen Jugendstrafe verurteilt, bei der die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der 21-jährige ist diesen Angaben zufolge bereits unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und schwerer Brandstiftung verurteilt worden und verbüßte eine Jugendstrafe, die seit Juni 2007 auf Bewährung ausgesetzt wurde.

