Niedersachsen: Stellvertretender NPD-Kreisvorsitzender als Bundeswehr-Ausbilder?
Bei der Bundeswehr in Niedersachsen soll nach Informationen von NPD-BLOG.INFO angeblich ein stellvertretender NPD-Kreisvorsitzender seit 2005 unbehelligt als Ausbilder tätig sein. Ein angeblicher Informant in dieser Sache klappert nach Hinweisen aus Medienkreise derzeit deutsche Zeitungen und Magazine ab, um ihnen Belege über ein angebliches Disziplinarverfahren gegen den Ausbilder zu verkaufen, das ohne Ergebnis geblieben sei. Seinen Angaben nach wurde der Wehrpflichtige 2004 zum Zeitsoldaten ernannt und ließ sich im Mai 2005 zu einer Ausbildungskompanie in Niedersachsen versetzen. Seit Juli 2005 sei er dort als Ausbilder tätig (unter anderem Gruppenführer, stellvertretender Zugführer).
Im Jahr 2003 war der Mann demnach zum stellvertretenden NPD-Kreisvorsitzenden in einem Bezirk in Niedersachsen gewählt worden. Aktiv sei er in der NPD auch bei Veranstaltungen und Kundgebungen tätig. Sowohl der Kompanie-Chef als auch die zuständige Stelle des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) soll hiervon unterrichtet sein. Diese habe auch die Versetzung des Soldaten gefordert. Der Kompanie-Chef sei dieser Aufforderung jedoch nicht nachgekommen. Auch noch im Jahr 2007 sei der Soldat nachweislich als Gruppenführer in der Grundausbildung tätig. Im Jahr 2006 soll der Soldat sogar von einigen Kameraden angezeigt worden sein, da Feiern mit nationalsozialistischer Musik auf seiner Stube gefeiert wurden.
Für Kopien von Dokumenten, die seine Vorwürfe belegen und aus denen auch Name und Einheit des Mannes hervorgingen, verlangt der angebliche Informant nach Angaben aus Medienkreisen Geld. Erst mit diesen Informationen wäre eine Gegenrecherche bei der Bundeswehr möglich. Der angebliche Informant soll mit zwei großen Verlagshäusern in Verhandlungen stehen, in der kommenden Woche sollen die Dokumente komplett sein. Es wird also spannend – sollten die Angaben tatsächlich stimmen. Denn die Darstellung bezüglich der Laufbahn des angeblichen NPD-Kaders bei der Bundeswehr sowie die Rolle des MAD sei nicht unbedingt plausibel, meinte ein Kenner der Bundeswehr.

