“Inländerfeindlichkeit”? Immer mehr Deutsche Opfer von Neonazis
Politisch motivierte Gewalttaten von Rechtsextremisten wenden sich zunehmend gegen Deutsche, stellt die DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt des Deutschen Anwaltvereins (DAV) fest. Dies geht aus den Fällen hervor, die an die Stiftung herangetragen werden. Waren im Jahre 2006 noch 21,62 % der Opfer Deutsche, die ihrem Äußeren nach dem alternativen bzw. linken Spektrum zuzuordnen sind, sind es im laufenden Kalenderjahr bereits fast 57 %. Der Anteil der weiblichen Opfer der an die Stiftung herangetragenen Fälle steigerte sich von 8,11 % im Jahre 2006 auf 23,33 % bisher in diesem Jahr.
“An der zunehmenden Gewalt gegen Deutsche zeigt sich, dass Rechtsextremisten sich gegen alles richten, was ihrer Ansicht nach “anders” ist”, so Rechtsanwalt Micha Guttmann, Vorsitzender des Kuratoriums der DAV Stiftung. Sei es eine andere Hautfarbe, andere Religion oder andere Denkweise. Jugendliche, die äußerlich einem eher linken Spektrum zugeordnet werden, werden gezielt ebenso überfallen wie beispielsweise auch alternative Konzerte und Stadtfeste. In manchen Regionen gebe es “no-go-areas” für Ausländer, für Menschen mit Migrationshintergrund und für Andersdenkende. “Dass zunehmend auch Frauen Opfer rechter Gewalt werden, zeugt von einer zunehmenden Hemmungslosigkeit der Rechtsextremisten”, so Guttmann weiter.
Politischen Hintergrund nicht unter den Teppich kehren
Die “DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt” unterstützt bedürftige Opfer politisch motivierter Gewalttaten durch die Übernahme der Anwaltskosten. Diese entstehen beispielsweise in der Nebenklagevertretung. “Wir müssen auch feststellen, dass immer wieder in Fällen rechter Gewalt allein durch das Engagement von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten die Verfahren nicht eingestellt, sondern zu einem Abschluss gebracht werden”, erläutert Guttmann. Oftmals sei es Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten zu verdanken, dass Ermittlungen weitergeführt werden würden und dass auch der politisch motivierte Hintergrund der Tat nicht unter den Teppich gekehrt werde.
Die DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt wurde im Jahre 2001 durch den Deutschen Anwaltverein errichtet. Mit einem Grundstiftungsvermögen seitens des DAV ausgestattet ist sie auf Spenden und die Unterstützung durch die Zahlung von Geldmitteln als Auflage bei Verfahrenseinstellungen nach § 153a StPO und bei Bewährungsauflagen angewiesen. DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt, Kontoverbindung: Dresdner Bank Bonn, Konto-Nr. 207829601, BLZ: 370 800 40
Nachtrag 01. September 2008, 20:15 Uhr: Und die taz zum Thema.
Siehe auch: Offizielle Zahlen: Mehr als 17.500 rechtsextreme Straftaten im Jahr 2007, Brutalisierung als bundesweiter Trend und “NPD als parlamentarischer Arm dieser Verbrecher”

[...] Politisch motivierte Gewalttaten von Rechtsextremisten wenden sich zunehmend gegen Deutsche, stellt die DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt des Deutschen Anwaltvereins (DAV) fest. Dies geht aus den Fällen hervor, die an die Stiftung herangetragen werden. Waren im Jahre 2006 noch 21,62 % der Opfer Deutsche, die ihrem Äußeren nach dem alternativen bzw. linken Spektrum zuzuordnen sind, sind es im laufenden Kalenderjahr bereits fast 57 %. Der Anteil der weiblichen Opfer der an die Stiftung herangetragenen Fälle steigerte sich von 8,11 % im Jahre 2006 auf 23,33 % bisher in diesem Jahr. weiter lesen [...]
Der höhere weibliche Opferanteil zeugt von einer ausgeprägten Emanzipation. Frauen werden wie Männer behandelt.
Komisch doch eigentlich, dass man stärker auf Alternative losgeht, behauptet der N”W” doch mehr und mehr, ihnen sei das Auftreten der ‘Kameraden’ egal. Die “NAs” dürften eigentlich für Auflockerung und weniger Durchsichtigkeit bei der Erkennung aufgrund des Äußeren sorgen.
Bedeutet dies jetzt, dass Übergriffe besser organisiert werden?
Islamophbie bei den Anarchos! [...]
Thema knapp verfehlt.
PG
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