Hessen: NPD erreicht erneut 0,9 Prozent der Stimmen
Die rechtsextreme NPD hat bei der Neuwahl in Hessen am 18. Januar 2009 wie im Vorjahr 0,9 Prozent der abgegebenen Stimmen erreicht. Insgesamt erhielt sie aber weniger Stimmen als vor einem Jahr, da die Wahlbeteiligung noch niedriger ausfiel (etwa 61 Prozent).
Die “besten” Ergebnisse konnte die NPD in folgenden Wahlkreisen erreichen: Wetterau II (2,7 Prozent), Wetterau III (1,4 Prozent), Fulda II (1,2 Prozent), Groß-Gerau I (1,3 Prozent), Schwalm-Eder II (1,3 Prozent), Ffm I (1,3 Prozent), Lahn-Dill I (1,5 Prozent), Hersfeld (2,0 Prozent).
Der hessische NPD-Chef Jörg Krebs erklärte nach dem wenig überraschenden Ergebnis, er sei “maßlos enttäuscht” und wolle “bei der nächsten Sitzung des hessischen Landesvorstandes die ‚Vertrauensfrage’ stellen.” Allerdings erscheint es unwahrscheinlich, dass die hessische NPD nach den Abgängen der vergangenen Monate (Zutt`s, Wöll, Söder) nun schon wieder einen neuen Landesvorsitzenden bestimmen möchte.
Die Landesliste der NPD setzte sich nach Angaben der rechtsextremen Partei so zusammen:
Platz 1: Jörg Krebs, Landesvorsitzender und Stadtverordneter in Frankfurt
Platz 2: Volker Sachs, NPD-Fraktionsvorsitzender im Wetterauer Kreistag
Platz 3: Ursula Schäfer, DVU-Mitglied im Vogelsbergkreis
Platz 4: Daniel Lachmann,Landesgeschäftsführer und Wetterauer Kreistagsabgeordneter
Platz 5: Daniel Knebel, Mitglied des NPD-Landesvorstandes
Platz 6: Gerald Wissler, Landesvorsitzender der hessischen DVU
Platz 7: Nicole Becker (Schöffengrund), parteilos
Platz 8: David Giesler (Felsberg), Mitglied des NPD-Landesvorstandes
Platz 9: Stefan Jagsch, JN-Landesvorsitzender und Wetterauer Kreistagsabgeordneter
Platz 10: Günter Ulrich (Frankfurt), Major der Reserve
Platz 11: Frank Marschner (Offenbach), Mitglied des NPD-Landesvorstandes
Platz 12: Edna Windecker (Frankfurt), Näherin
Platz 13: Hans-Joachim Bosold (Neuhof), Diplom-Ingenieur
Platz 14: Josephine Fröhlich, NPD-Gemeindevertreterin in Hirzenhain (Wetterau)
Platz 15: Georg Hartmann (Fränkisch Crumbach), Land- und Forstwirt
Platz 16: Steven Haase, NPD-Kreisvorsitzender in Offenbach
Siehe auch: Landtagswahl in Hessen: NPD bleibt offenbar noch unter dem Ergebnis von 2008, NPDler halten es im Westen nicht mehr aus: Auch die Zutts machen rüber, Hessen: Rechtsextreme rüsten sich zur Landtagswahl, Piratenpartei statt SPD: Die NPD auf dem Weg zur Regionalpartei

Mal im Ernst, wer braucht in Hessen noch die NPD?
In Hessen? Noch?
Brauchen?
Wer braucht auf der Welt die NPD?
[...] weiterlesen auf NPD-BLOG.INFO [...]
Das Ergebnis bestätigt wieder einmal: In Westdeutschland spielt die NPD elektoral oberhalb der kommunalen Ebene (bislang) keine Rolle.
[...] ~40% von 4,4 Mio . PS: Die Rechtsextremen und Nazis blieben mit ihrer Volksbeglückung unter 1%,sie üben sich nun in fatalistischer Wählerbeschimpfung. Da gibt’s nur das Eine: Follow your [...]
Ich will euch ja nicht den Spaß verderben, aber tatsächlich hat die NPD knapp 1300 Stimmen mehr gekriegt als 2008. Interessanter wäre da eigentlich die Information, dass die NPD es schon wieder nicht geschafft hat, in die Parteifinanzierung zu kommen, obwohl das Protestwählerpotential bei nur 3 Kleinparteien als Konkurrenz riesig war. Übrigens hat vor allem der kleine Bruder der NPD, die REP, kräftig Verluste gemacht, nämlich über 30.000 Stimmen. Die Daten gibt es hier: http://www.wahlrecht.de/news/2009/he-2009.htm
@ Martin
die NPD wird in den alten Bundesländern nie eine Rolle spielen, vielleicht wachen die Ossis ja auch bald mal auf….
Hallo Mark,
die NPD hat bei den Zweitstimmen knapp 2000 Stimmen verloren: 22.184 nach 24.004 im vergangenen Jahr.
http://www.statistik-hessen.de/S12.htm
Grüße
Patrick
Mich hätte auch gewundert, wie bei niedrigerer Wahlbeteiligung und angeblich mehr Stimmen die NPD relativ genauso stark geblieben wäre.
@ Mark
Da kann wohl einer die eigenen Daten nicht richtig deuten.
Laut deiner Statistik hat die NPD wie schon erwähnt ca.2000 Stimmen verloren und die Repse nur rund 12000.
Wow, für die Reps gings ja mächtig bergab… Erststimmen von 1,4 auf 0,3% und – was wichtiger ist – Zweitstimmen von 1,0 auf 0,6%… das ist mal eine Feier wert *g*
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