Home » Allgemein

Kandidiert auch Jörg Hähnel für den NPD-Bundesvorsitz?

28. Januar 2009 22:01 171 mal gelesen Kein Kommentar

Möglicherweise kommt weitere Bewegung in den Machtkampf um den NPD-Bundesvorsitz. NPD-BLOG.INFO  liegt  ein Schreiben vom 17. Januar 2009 vor, das angeblich vom Berliner NPD-Chef Jörg Hähnel stammt. Darin schreibt Hähnel an den sächsischen NPD-Fraktionschef Holger Apfel, er sei prinzipiell bereit, beim Sonderparteitag zur Wahl anzutreten. Weiterhin schreibt er, man sollte “Udo Pasteurs über kurz oder lang isolieren. Die ganzen Hardliner müssen wir den Weg aus der Partei zeigen”, heißt es weiter.  Hähnel und Verbündete wollen “mit sachlicher Politik unsere Weltanschauung noch tiefer in die Mitte des Volkes tragen”. Die Freien Kameradschaften sollte man nutzen, ohne sie in die sonstige Arbeit einzubeziehen., heißt es. Die “Autonomen  Nationalisten” dürften auch kein Thema mehr sein. Nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden sei es Hähnels “fester Wille, auch als Spitzenkandidat der Partei in den Bundestag einzuziehen”.

briefhaehnel1.jpg

Ausschnitt des Briefes, der mit “Jörg Hähnel” unterzeichnet wurde.

Ob das Dokument echt ist, ist unklar. Ein Kenner der Berliner NPD meint, es sei Hähnel durchaus zuzutrauen, dass der ambitionierte Funktionär für den Bundesvorsitz kandidiert. Ob es eine Kampfkandidatur gegen Molau  gibt oder ob das Vorgehen abgesprochen wurde, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Möglicherweise befürchtet Apfel, Molau lasse sich als Kandidat nicht durchsetzen, da er sich bereits offen für einen Strategiewechsel ausgesprochen hat – und die Kritiker dagegen in der Partei lauter werden. Sollte das Dokument allerdings von einem Apfel-Gegner gefälscht sein, sagt dies auch einiges über die unfairen Methoden im NPD-Machtkampf aus.

Apfel: plumpe Fälschung

Holger Apfel betonte auf NPD-BLOG.INFO, das Schreiben sei gefälscht. “Das inhaltlich absurde, stilistisch grauenhafte und orthographisch von Fehlern wimmelnde Schreiben, das angeblich Jörg Hähnel geschrieben haben soll, entlarvt sich bereits im Einleitungssatz als plumpe Fälschung, da Herr Hähnel beim Neujahrsempfang der NPD-Fraktion überhaupt nicht anwesend war und somit dort auch keine Gespräche mit mir geführt haben kann”, schreibt Apfel. Fragt sich also, wer Interesse hat, ein solches Schreiben zu verbreiten und so in den Machtkampf einzugreifen.

Siehe auch: Konkurrenz zwischen NPD und DVU, Neonazi-Führer lobt DVU-Chef Faust, Molau begrüßt Wahl von Faust zum DVU-Chef, Machtwechsel bei DVU und NPD: Frey zieht sich zurück, Voigt droht die Abwahl, NPD-Machtkampf: Molau betont erneut Distanz zu militanten Neonazis, Ist die NPD erledigt?, Frey zieht sich zurück: DVU bald unter neuer Führung, Die rechtsextreme Bewegung ist nicht auf die NPD zu reduzieren, Wer übernimmt die Vogtei von Berlin-Köpenick?, Die NPD zwischen Pragmatismus und Propaganda, Erledigt sich die NPD selbst?, “Autonome Nationalisten”: Neues Outfit, alter Hass

Kein Kommentar »

  • Meister Eder said:

    Die Schreibweise “Pasteurs” ist falsch, der NPDler schreibt sich “Pastörs”. Hähnel wird das wohl wissen nehme ich an. Insofern glaube ich nicht an die Authentizität der Mail.

  • Holger Apfel said:

    Sehr geehrter Herr Gensing,

    mit Ihrer aktuellen Meldung über die angebliche Kandidaturabsicht von Jörg Hähnel schießen Sie wirklich einen Vogel ab. Das inhaltlich absurde, stilistisch grauenhafte und orthographisch von Fehlern wimmelnde Schreiben, das angeblich Jörg Hähnel geschrieben haben soll, entlarvt sich bereits im Einleitungssatz als plumpe Fälschung, da Herr Hähnel beim Neujahrsempfang der NPD-Fraktion überhaupt nicht anwesend war und somit dort auch keine Gespräche mit mir geführt haben kann. Als weiteres Indiz für eine Fälschung können Sie die falsche Schreibweise des NPD-Fraktionsvorsitzenden von MV nehmen – sie können wohl davon ausgehen, daß auch ein Jörg Hähnel weiß, daß dieser sich “Pastörs” und nicht “Pasteurs” schreibt. Auch die Hähnel untergeschobene Behauptung, er wolle die NPD als Spitzenkandidat in den Bundestag zu führen, ist nicht sonderlich schlüssig, da allseits bekannt ist, daß es zur BTW nicht etwa einen bundesweiten Spitzenkandidaten, sondern 16 Landeslisten mit ihren jeweiligen regionalen Spitzenkandidaten gibt.

    Während selbst einem Spiegel-Kollegen dieses leicht als Fälschung durchschaubare Pamphlet so ungeheuer war, daß er sich bei mir nach der Echtheit erkundigte, haben Sie offensichtlich – wie es sich für einen BRD-Medienvertreter gehört – sofort zur Feder gegriffen, um der Welt ihre unmaßgebliche Meinung mitzuteilen… Wenngleich meine Erwartungshaltung an BRD-Medienvertreter äußerst bescheiden ist, verwundert mich Ihre Vorgehensweise doch ein wenig, da Sie noch am 26. Januar in einer e-Post an Herrn Gansel selber schrieben, daß im Zusammenhang mit der angeblichen Kandidaturabsicht von Herrn Hähnel offensichtlich ein Kollege Unsinn erzählt habe. Indem Sie nun jedenfalls ohne vorherige Rücksprache mit angeblichem Absender und Empfänger diese Nachricht verbreiten, zeigen Sie eindrucksvoll, daß es sich bei Ihnen wirklich nur um einen primitiven Schmieren-Journalisten handelt, dem es nicht auf den Wahrheitsgehalt ankommt, sondern nur auf eine “neue Nachricht” ((selbst für den Preis der eigenen “Glaubwürdigkeit”, wenn man denn bei BRD-Medienvertretern von so etwas über reden möchte) – bzw. darauf, Einfluß auf innerparteiliche Diskussionsprozesse zu nehmen. Ich darf Ihnen aber versichern, daß derart plumpe – im Auftrag des Amts für Desinformation gesteuerte – Versuche, innerparteiliche Stimmungsmache zu betreiben und Streit zwischen eng zusammenarbeitenden Parteifreunden zu säen, zum Scheitern verurteilt ist.

    MfG Holger Apfel

  • P.G. said:

    Sehr geehrter Herr Apfel.
    Ich schreibe, dass es sich bei dem Brief um eine Fälschung handeln könnte. Es ist interessant und berichtenswert, dass offenbar versucht wird, durch solche gefälschten Dokumente in den Machtkampf bei der NPD einzugreifen. Daher habe ich mich dafür entschieden, dieses Schreiben zu thematisieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Patrick Gensing

  • WW said:

    Die Anrede “Sehr geehrte/r…” zeigt hier besonders deutlich, dass diese Höflichkeitsform bzw. Etikette jede inhaltliche Bedeutung verloren hat und die Grenze zur Ironie bereits überschreitet. Vielleicht sollte man sich in der deutschen Sprache um mehr Aufrichtigkeit bemühen, kann aber im Moment keinen besseren Vorschlag machen.

  • Parteiloser said:

    Herr Apfel,

    ich kann Ihre Aufregung nicht nachvollziehen. Auch besitze sicherlich nicht nur ich für Ihr Verhalten nicht das geringste Verständnis.
    Mehrmals wird die Echtheit des Schreibens in Frage gestellt. Am Ende des Artikels wird explizit auf Ihre Stellungnahme eingegangen und die berechtigte Frage gestellt, wer ein Interesse besitzen könnte, durch diese Fälschung Unruhe zu stiften.
    Dass für Sie offiziell ein parteiexterner Gegner der Schuldige sein muss, liegt in der Natur Ihrer Position. Ihre Antwort auf dieses Schreiben ist ein Standardschuss aus der Hüfte. Aus meiner Sicht wäre beispielsweise das “Amt für Desinformation” intelligent genug etwas glaubwürdiger zu wirken. Selbst Sie sollten auch auf diese Idee kommen können.

    Aus meiner Sicht offenbaren Sie mit Ihrer kurzsichtigen Überreaktion ein weiteres mal eine Einstellung, die der unseren Gesellschaft nicht gerecht werden kann. Als Kritik kann man Ihren Kommentar nicht werten, da sie nichts anderes als eine Beleidigung darstellt, und zwar nach dem simplen Schema-F.
    Sie schwadronieren munter darauf los, weil jemand lediglich über diese offensichtliche Fälschung berichtet und es wagt Fragen zu stellen. Gleichzeitig maßen sich an, eine Wertung über die journalistische Qualität jener Person zu treffen, welche, tiefer betrachtet, aus der Luft gegriffen ist und behaupten auf profane Art und Weise, dieser sei vom “Amt für Desinformation” beauftragt. Dabei wäre es wesentlich interessante, würden Sie versuchen konstruktiv den Inhalt dieses Artikels mittels eines Kommentars zu erweitern, statt Ihre Position, welche bereits im Kommentar Erwähnung findet, zu wiederholen.

    Ich kann Ihnen versichern, dass Ihr Verhalten weder dem Anspruch eines Landtagsabgeordneten noch dem eines Fraktionsvorsitzenden geschweige dem eines Bundesvorsitzenden entspricht.

    gez. Parteiloser

  • Parteiloser said:

    Ich muss mich korrigieren. Wiederholt haben Sie nichts. Plump und einfältig kommen Sie dennoch daher. Spekulationen sind im Artikel durchaus als solche markiert.

  • What kind of flannel shirts don’t have the sides that seem partially separated? | T-Shirts kaufen - T-Shirts selbst gestalten said:

    [...] zum Thema Com Blogder VÄTER Blog » Blog Archiv » Ausstellung in Münster zeigt Väter …NPD-BLOG.INFO » Kandidiert auch Jörg Hähnel für den NPD-Bundesvorsitz?2 Jahre tou.ch/blog | tou.ch – alles was berührt? Vom Blog zum Magazin: die richtigen Tools ? [...]

  • What are the measurements for a fashion runway? | T-Shirts kaufen - T-Shirts selbst gestalten said:

    [...] zum Thema Com Blogder VÄTER Blog » Blog Archiv » Ausstellung in Münster zeigt Väter …NPD-BLOG.INFO » Kandidiert auch Jörg Hähnel für den NPD-Bundesvorsitz?2 Jahre tou.ch/blog | tou.ch – alles was berührt? Vom Blog zum Magazin: die richtigen Tools ? [...]