Home » Allgemein, Sachsen, Thüringen

Nach Aufmarsch in Dresden: Neonazis greifen DGB-Reisegruppe an

15. Februar 2009 12:59 79 mal gelesen Kein Kommentar

Rechtsextremisten haben nach dem Neonazi-Aufmarsch in Dresden auf einem Autobahn-Rastplatz in Ostthüringen eine Reisegruppe des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) überfallen. Fünf Mitglieder seien nach Polizeiangaben verletzt worden, berichtete Focus-Online, zwei Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die 40 Mitglieder des DGB Hessen und der Linkspartei waren auf der Rückfahrt von einer Demonstration gegen den Neonazi-Aufmarsch in Dresden.

Die Rechtsextremisten beschimpften die Gewerkschafter und griffen sie an. Als die Polizei eintraf, verließ der Reisebus mit den Angreifern gerade den Parkplatz. Die Beamten stoppten dem Bericht zufolge die Gruppe wenig später und nahmen die Personalien von 40 Rechtsextremen auf. Der Staatsschutz übernahm Ermittlungen und Strafverfolgung. Auch in Dresden kam es zu Attacken von Neonazis. Nach einem Bericht von Recherche Ost griffen Rechtsextremisten mehrere Journalisten an.

Siehe auch: Neonazi-Aufmarsch in Dresden: Angriff auf Journalisten, Trauern als Strategie, “Trauermarsch in Dresden” – Relativierung der Verbrechen des “Dritten Reiches”, Dresden: Wenn der Bürger mit dem Nazi…,  Nach Angriff auf Journalisten: NPD hetzt weiter, UN-Menschenrechtsrat: Berlin muss Fragen zum Rechtsextremismus beantworten, Angriff auf Journalisten bei Busse-Beerdigung: Bewährungsstrafe für Neonazi, Angriff auf Journalistin: HDJ-Führer Räbiger zu Geldstrafe verurteilt, Dokumentation: Gewalt gegen die “Judenpresse”,

Kein Kommentar »

  • WW said:

    Laut der Naziseite Altermedia sind die Opfer übrigens selbst schuld:

    “Man sollte da eigentlich schon fast von Fahrlässigkeit sprechen, dass die DGB-Anhänger – in diesem Fall, ausschließlich aus den alten Bundesländern – gedacht hätten, sie könnten in dieser „Zone“ einfach mal so an einen Rastplatz anhalten ohne entsprechende Konsequenzen fürchten zu müssen.”

    Immerhin kam es hier nicht dazu, dass die Opfer statt der Täter von der Polizei festgenommen wurden. Das tut man nur in Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern.

    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_36376134

  • yvonnebarbara said:

    Mir kommen die Tränen, wenn ein Polizist beim Aufmarsch der rechten Verbrecher und Schläger zu einem Bürger sagt: die (Nazi) Demo muss geschützt werden, dass ist die Demokratie!
    Seit wann werden Verbrecher von der Polizei geschützt? Geh Denken auch für die Polizei!

  • WW said:

    Mit dieser “Demokratie” wird immer argumentiert, wenn Nazis mitten durch die Stadt marschieren. Dann heißt es immer, sie hätten Vorrecht, weil sie sich vor den Gegendemonstranten angemeldet hätten: Wer zeurst kommt, malt zuerst. In Dresden aber war die Gegendemonstration zuerst angemeldet, wurde dann aber zugunsten der Nazis trotzdem aus der Stadt vertrieben, damit diese zentral ihren hass verbereiten konnten. Laut zahlreicher Zeugen kam es übrigens zu großer Brutalität der Polizei gegen Nazi-Gegner.

  • Die Erkenntnis said:

    @yvonnebarbara

    Nun wische Dir mal den Schaum aus dem Mundwinkel und denke selbst über den Inhalt Deiner Zeilen nach!

  • trueten.de - Willkommen in unserem Blog! said:

    Was mir heute wichtig erscheint #90…

    Dresden: Berichte und Bilder von Daniel Weigelt zu den Demonstrationen gegen die Nazi Aufmärsche am 13. und 14. Februar in Dresden. Das NPD Blog verweist in seiner Berichterstattung auf einen Angriff von Neonazis auf eine DGB-Reisegruppe und verweist …