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Ausschreitungen rund ums Spiel FC St. Pauli vs Hansa Rostock

07. März 2009 17:35 199 mal gelesen Kein Kommentar

Wie bereits befürchtet hat es rund um das Zweitligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock Ausschreitungen gegeben. Vor dem Spiel waren es vor allem Hansa-Fans, die bereits bei der Ankunft in Hamburg äußerst aggressiv auftraten und andere Personen angriffen. Auch in der U-Bahn kam es laut Augenzeugenberichten zu Schlägereien. Unter den Hansa-Fans befanden sich auch Rechtsextremisten (bevor jemand fragt: Ja, ich urteile nach deren Aussehen. Nein, ich habe nicht jeden gefragt, ob er die NPD schnaffte findet. Vor dem Stadion setzte die Polizei Wasserwerfer gegen Rostocker Fans ein, da diese mit Flaschen geworfen hatten und das Dach eines Supermarktes stürmten (warum auch immer). Ein durchgeknallter St. Pauli-Fan bedrohte einen Hansa-Fan zudem mit einer Gaspistole.

Im Stadion fielen die Rostocker vor allem durch einen beeindruckenden Support auf, allerdings garniert mit dümmlichen “Hooligan”-Gegröhle und etwas viel Feuerwerk. Sah aber schick aus und hat möglicherweise das Spiel gedreht. Beim Stand von 2:0 für die eigene Mannschaft so eine Show abzuziehen, ist vielleicht nicht ganz schlau.

Nach dem Spiel waren es vor allem St. Pauli-Fans bzw. linke Street-Fighter, die sich nahe des Millerntors eine Straßenschlacht mit der Polizei lieferten. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben immer wieder Wasserwerfer ein, zwei Stunden nach dem Spiel beruhigte sich die Situation offenbar wieder. Schleierhaft bleibt weiterhin, warum die DFL dieses Spiel auf einen Freitagabend gelegt hat, die Verantwortlichen bei Vereinen und Polizei hätten den Sonntagnachmittag bevorzugt.

Berichte über die Krawalle und über das unfassbare Spiel, welches St. Pauli mit 3:2 (0:2) gewann, gibts bei YouTube.

Fazit: Nicht viel Neues. Bei Hansa gibt es weiterhin Neonazis – wer das Gegenteil behauptet, kann ich leider nicht ernst nehmen, ich habe mir die Jungs angeschaut. Wenn das keine Neonazis sind, weiß ich nicht, wer überhaupt Neonazi sein soll. Aber, bevor jetzt wieder ein Aufschrei aus Rostock ertönt: Nein, nicht alle Hansa-Fans sind Nazis, die meisten sind selbstverständlich keine. Bei St. Pauli gibt es ebenfalls ein gehöriges Gewaltpotenzial, was aber auch keine Neuigkeit ist. Schon in den 1990iger Jahren gab es immer mal wieder Schlägereien nach St. Pauli-Spielen, vor allem gegen Gegner wie Hertha BSC oder eben Hansa Rostock. Möglicherweise kommt es in der kommenden Saison aber nicht mehr zu dieser Partie, da Hansa sich freundlicherweise in die 3. Liga verabschieden könnte. Schade wäre das nicht.

Siehe auch: Heimatschutz in Mecklenburg-Vorpommern, Hansa Rostock vs FC St. Pauli: “Volksgemeinschaftliche Abwehrreaktion” (Update)Wenn Fußball keinen Spaß mehr macht, sondern zur Bedrohung wird – Antisemitismus und Rassismus im Stadion, Antisemiten-Parolen auch in Erfurt: Sang ein ganzer Block das U-Bahn-Lied?, Polizei: 425 rechte gewalttätige Fans in den Fußball-Bundesligen, MVP: “Thor-Steinar”-Verbot bei Hansa Rostock offenbar Mogelpackung

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  • Claus said:

    Sehr geehrter Herr Gensing, wie wäre es denn, wenn sie jetzt auch einmal Position zu den linksextremen Chaoten beziehen würden und sie nicht als “Streetfighter” heroisieren. Würden Sie so auch von Rechtsextremen sprechen, die gegen Polizisten und damit den Staat vorgehen? Antifa-Fahnen im Fan-Block und “Bullenkloppe” als Aftershow. Da ging es beim Hinspiel in Rostock ja geradezu gesittet zu. Und bei den Fernsehbildern konnte ich nicht einen Neonazi erkennen. Wie erkennt man die überhaupt?

  • P.G. said:

    Soll ich mich zu allem positionieren, weil mir irgendwelche Deppen unterstellen, ich sei Linksextremist, Linksradikaler, Stalinist, Kommunist, Antideutscher, Grüner, Sozie, Linksparteifan, Antiimperialist, Steinewerfer, Gutmensch, “Linksfaschist”, Nietenpunker, Antifa-Hooligan usw.usf? Soll ich nach den nächsten Chaos-Tagen eine Pressemitteilung herausgeben, dass ich das Plündern von Supermärkten nicht unterstütze? I dont think so. Das ist echt nicht mein Bier, was andere Leute in meine Person hineininterpretieren, weil sie meine Arbeit über das Thema Rechtsextremismus stört, sie aber keine sachlichen Argumente dagegen haben.

    Wissen Sie eigentlich, dass Sie wirklich über jedes Stöckchen springen, das man hinhält? Ihr Kommentar war so vorhersehbar wie er langweilig ist.

    Grüße aus der X-berger Siffer-Chaos-Punker-Antideutschen Kommune 2.0

  • ts said:

    Mit Kampf gegen Rechts-Extremismus hat der Text hier jedenfalls nicht viel zu tun, eher mit Sandburgen bauen, Sandburgen zerstören und Herr der Fliegen oder auch mit der Affenszene in 2001.

  • herzt said:

    Guter Bericht. Nächstes Mal sollten aber in einem Artikel-Zusatz vielleicht die “Wo bleibt die Distanzierung gegen Links?”-Kommentare antizipiert werden. Dann haben die Trolls nichts mehr zu tun und fangen vielleicht an zu denken. Vielleicht.

  • Lapunzi said:

    Unsinniger Beitrag, es gab keine “Schlägereien in der U-Bahn”, wer soll sich da mit wem geschlagen haben?

    Und danach gab es… genau, von Rostocker Seite gar nichts, aber auch rein gar nichts.
    Keine Rechten Parolen, keine Gewalt, nix. Nur supi dupi Kiezverein St.Scheiße hat ein bischen vom Leder gezogen, aber die sind ja politisch korrekt.

    *ironie on*
    Und Rechtsradikale erkennst Du am Aussehen? Respekt!!! Es gab in Deutschland mal eine Zeit, da hat man Juden auch am Aussehen erkannt. Da gibts sogar nen Film drüber.
    *ironie off*
    Nur peinlich was Du da geschrieben hast…

  • Fussball Fan said:

    Leider ist dein Artikel nicht anderes als populistisch.
    Tut mir leid, erst wenn dein Artikel fundierte Aussagen und Reflektionen über beide Seiten enthällt nämlich das so wohl die Hansa-Hools (mit einem gewissen Prozentsatz rechts gesinnter Idioten) und genauso die Pauli-Fans (mit ebensolchem Anteil an links verdrehten Anarchos ohne Hirn) dazu beigetragen haben, das jetzt wieder darüber nachgedacht wird wie man Fans von solchen Spielen fern hällt.

    Denn die Maßnahmen über die jetzt beratschlagt wird, treffen nicht nur den Hooligan sondern auch wieder jeden normalen Fan.

    Wann schnallt ihr Hools (Streetfighter) was auch immer endlich, das ihr euch für eure Auseinandersetzung ne andere Bühne als den Fussball suchen sollt.

    Denn wir wollen unseren Sport weiter genießen. Support ja !!! Gewalt NEIN Danke !!!