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Verfassungsschutz: Zahl der Rechtsextremisten angeblich halbiert

25. März 2009 15:03 47 mal gelesen Kein Kommentar

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) ist laut BILD.de “besorgt” über anhaltenden Zulauf zur rechtsextremistischen NPD. Vor allem die Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten habe neue Mitglieder gewonnen, sagte Rech demnach am 25. März 2009 in Stuttgart bei der Vorlage des Verfassungsschutzberichts 2008. Die Zahl der Jungen Nationaldemokraten sei im Südwesten von 60 im Jahr 2006 auf 110 im vergangenen Jahr gestiegen. Damit stelle der Jugendverband knapp ein Viertel der etwa 450 NPD-Mitglieder im Land.

Zahl halbiert?

Die Zahl aller Rechtsextremisten habe sich allerdings seit 1993 im Bund und im Land halbiert, berichtete der Minister. Allerdings sind in dieser Zeit die Republikaner aus der Beobachtung des Verfassungsschutzes herausgenommen worden. Die rechtsradikale Partei hat ihren Schwerpunkt in Baden-Württemberg und Bayern. Im Jahr 2004 gab der Verfassungsschutz die Zahl der Republikaner in dem Bundesland mit etwa 950 an. 1993 dürfte diese Zahl höher gelegen haben.

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“NPD sehr passiv”

Zudem hatte Rech noch vor einem Jahr verkündet, die NPD sei im Ländle “sehr passiv”. Gleichzeitig zog der JN-Landesvorsitzende Lars Gold folgende Bilanz: 2007 habe man zwar deutlich weniger überregionale Demonstrationen durchgeführt, dafür hätten jedoch umso “mehr dezentrale und kreative Aktionen stattgefunden, die auch in der Systempresse für regelmäßige Präsenz und Resonanz” sorgten. “So oft wie im Jahr 2007 waren wir glaube ich noch nie in den Schlagzeilen”, sagte Gold und betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit regelmäßiger politischer Arbeit vor Ort, die oftmals mehr Wirkung entfalte als eine landesweite Demonstration. Auch die politische Schulungsarbeit innerhalb des Landesverbandes werde im neuen Jahr weiter intensiviert werden, ebenso wie gemeinsame Ausflüge, Zeltlager und sonstige Aktivitäten, die das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der JN im Ländle weiter stärken und vertiefen sollen.”

Rech hatte außerdem am 05. März 2009 für Aufsehen gesorgt, als er laut Medienberichten gesagt hatte: “Wenn ich alle meine verdeckten Ermittler aus den NPD-Gremien abziehen würde, dann würde die NPD in sich zusammenfallen.”

Siehe auch: “Auf dem rechten Auge nicht blind”? NPD angeblich “sehr passiv”, Debatte um NPD-Verbotsverfahren: Zwischen peinlich und unverschämt, NPD-BaWü ohne V-Leute nicht handlungsfähig?, Kommentar: Eine Studie, die Fragen aufwirft

Kein Kommentar »

  • Axel Mylius said:

    *lol*

    Die Aufmärsche werden mehr… aber es nehmen vorgeblich Weniger daran Teil.

    …oder so ähnlich… ;)

  • Floyd J. Soidberg said:

    2007 habe man zwar deutlich weniger überregionale Demonstrationen durchgeführt, dafür hätten jedoch umso mehr dezentrale und kreative Aktionen stattgefunden, die auch in der Systempresse für regelmäßige Präsenz und Resonanz sorgten.

    a) Ist das wohl Ausrede und Schutzbehauptung zu gleich

    b) Sollte ein Medium wie dieses etwas auch die Sprache achten. Den Ausdruck: “Systempresse” würde ich nur in Zitaten verwenden. So wie ich mich auch davor hüten würde von “Autonomen Nationalisten” zu schreiben das sind Autonome Nazis mehr nicht! Es war immer ein Ziel der Nazis nicht mehr Nazis genannt zu werden, das erreichen sie so schleichend.

  • WW said:

    Floyd, der Begriff “Autonome Nazis” trifft es auch nicht. Es sind Nazis. Was daran autonom sein soll, hat von denen noch keiner erklären können. Sie kopieren höchstens die Kleidung und die Parolen, aber inhaltlich kann ein Nazi, also ein Verehrer extrem hierarchischer und autoritärer Strukturen, niemals autonom sein.
    Man sollte auch nicht von ihnen den Begriff “Nationalisten” einfach übernehmen, weil die Nazi-Ideologie viel umfangreicher ist als nur Nationalismus.