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Ermittlungsverfahren gegen Gansel eingestellt

21. April 2009 04:06 47 mal gelesen Kein Kommentar

Jürgen Gansel, NPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen, droht keine Anklage wegen Verunglimpfung des Staates. Das Landgericht Dresden lehnte die Eröffnung eines Hauptverfahrens ab. Die NPD sprach von einem “Sieg für die Meinungsfreiheit”. Mit Beschluss vom 18. März 2009 erklärte demnach die dritte Große Strafkammer des Landgerichts Dresden, dass sie die Eröffnung des beantragten Hauptverfahrens mangels Straftatbestand ablehnt (Aktenzeichen 3 KLs 205 Js 6440/08). Die Staatsanwaltschaft hätte gegen den Beschluß des Landgerichts zur Nichteröffnung des Verfahrens wegen “Verunglimpfung des Staates” und “Volksverhetzung” Beschwerde einlegen können, tat dies aber nicht. Damit sei das Ermittlungsverfahren gegen Jürgen Gansel wegen Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole gemäß § 90 a Abs. 1 Nr. 1 StGB eingestellt.

Gansel hatte einen Beitrag veröffentlicht, in dem er wie gewohnt seinen Antisemitismus und Opfermythos strapazierte: “Wieder einmal hat sich die BRD-Justiz als Hure der antideutschen Politik erwiesen. Juden unterliegen einem weitgehend strafbewehrten Kritikverbot, dürfen gegen volkstreue Deutsche und deren Partei aber hetzen und beleidigen, wie es ihnen paßt. Die ‚Auserwählten’ genießen Sonderrecht.”

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Leipzig nach Angaben der NPD-Sachsen durch eine Verfügung vom 27. Februar 2009 das Ermittlungsverfahren gegen den NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel wegen vermeintlicher gefährlicher Körperverletzung nach § 153 Abs. 1 der Strafprozeßordnung eingestellt. Gansel war vorgeworfen worden, nach einer Party-Nacht in Leipzig Pfefferspray gegen einen Mann eingesetzt zu haben, wie die in Chemnitz erscheinende “Freie Presse” berichtet hatte.

Siehe auch: Ermittlungen gegen Pastörs ruhen, Ermittlungen gegen Gansel eingestellt, Schon wieder Ärger für NPD-Landtagsabgeordneten Gansel, Verdacht auf Volksverhetzung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen NPD-Funktionär Pastörs, Ermittlungen gegen NPD-Fraktionschef Pastörs: Landtag hat keine Einwände,  Dokumentation von Pastörs-Rede: “Wir wollen den Maximalschaden des Parteienstaats”

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  • Axel Mylius said:

    Ich möchte nicht wissen, wie schnell ich eine Strafanzeige an der Backe hätte, wenn ich bei den Unterlassungen seitens der “mitteldeutschen Justiz” bzgl. der nationalsozialistischen Aktivitäten der “JLO” etc. von einer Sächsischen NS-Justiz-Gesinnungshure reden bzw. schreiben würde…

    Es ist wahrlich schon sehr auffällig, welche “Meinungsfreiheiten” der Gansel und der Apfel in Sachsen genießen: Gansel mit seinen apostrophierten “Verjudungs- und Vernegerungs-Episteln”, und der Apfel mit seiner Revisionisten-Propaganda über den “Präventiv-Krieg” Hitlerdeutschlands.

    In “Mitteldeutschland” ticken eben die Uhren doch anders, speziell in Dresden: dort, “…wo alle anständigen Deutschen an einem Strang ziehen”. (O-Ton Apfel und sein NS-Bündnis “für Dresden”).

    Eine vertrauenserweckende Stadt … für Touristen. – Aber was rege ich mich auf: selbst die Touristen in Dresden werden alle V-Leute seien. ;)