Home » Allgemein, Antisemitismus, Ausland

“Strache ist ein Hassprediger”

18. Mai 2009 07:51 71 mal gelesen Kein Kommentar

SPÖ-Chef Werner Faymann hat FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache frontal attackiert: “Strache ist ein Hassprediger”, erklärt der Bundeskanzler im “Standard“. Faymann bezieht sich vor allem auf die Kampagne zur EU-Wahl seitens der Freiheitlichen. Strache setze hier ausschließlich auf Vorurteile: “Das ist unerträglich”, Strache sei eine “Schande”.

Gemeinsam mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied wolle Faymann jetzt eine Aufklärungskampagne an den Schulen vorbereiten, heißt es weiter. “Wir brauchen mehr antifaschistische Aufklärungsarbeit”, sagt Faymann, das hätten auch die Vorfälle im ehemaligen KZ Ebensee gezeigt, als jugendliche Rechtsextremisten Überlebende des Konzentrationslagers angegriffen hatten.

Besonders ärgert sich Faymann über ein Inserat der FPÖ, das in der Kronen Zeitung erschienen ist. Der Titel lautet: “FPÖ-Veto gegen EU-Beitritt von Türkei und Israel”. Faymann: “Das ist völlig unsinnig, dass hier Israel genannt wird. Israel ist überhaupt kein Beitrittskandidat. Da gibt es nicht einmal ein Beitrittsverfahren. Der einzige Grund, Israel hier zu nennen, ist es, antisemitische Vorurteile zu bedienen.

Siehe auch: Südtiroler Freiheitliche beenden Kooperation mit FPÖEU-Parlament: Nationalisten scheitern am eigenen Nationalismus, Österreich: Mitglied von rechtsextremer Burschenschaft als Nationalratspräsident, 22 Schnäpse, sieben Bier und keine Theorie, Österreich: Haider hatte 1,8 Promille, Österreich: Haider fuhr laut Staatsanwaltschaft 142 km/h, Österreich: Jörg Haider ist totÖsterreich: FPÖ und BZÖ holen gemeinsam fast 30 Prozent der Stimmen

Kein Kommentar »

  • pwilli said:

    Schockierend …

    … ist an der Meldung leider nur, dass solch klare Worte so lange auf sich warten ließen. Strache & Co. haben bei uns doch Narrenfreiheit, weil die anderen Parteien immer noch glauben, dass Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus in Österreich einfach weggelächelt werden könnten. Bloß die Dinge nicht beim Namen nennen, denn es könnte ja sein, dass dem Image Österreichs im Ausland dadurch geschadet wird.

    Ob dieser Kurswechsel im Umgang mit Strache und der FPÖ mehr als nur der Versuch ist, die EU-Wahlen zu retten, bezweifle ich. Wünschen würde ich es mir jedoch, denn die typische österreichische Gelassenheit ist in diesem Fall keine Tugend.