Sezession: Stefan Scheil und die FAZ
Am 4. Juni 2009 konnte man in der FAZ eine Rezension zu Stefan Scheils Buch „Churchill, Hitler und der Antisemitismus“ lesen. Hier ein kleiner Auszug:
„(…) Was ist von diesen Thesen zu halten, die in Widerspruch zur internationalen Forschung stehen? Die Antwort muss lauten: wenig bis nichts. Scheil vermag seine Erkenntnisse weder mit aussagekräftigen Dokumenten noch mit einer argumentativ plausibel entwickelten Beweisführung zu erhärten. Wenn er disparat von einem Handlungsstrang zum nächsten springt, Behauptungen aufstellt, die auf Situationen projiziert werden, die von anderen Parametern bestimmt wurden, und objektive Tatsachen ausblendet, wird die Lektüre seines Buches zum Ärgernis. (…)“
Man kann wohl diese Rezension als vernichtend bezeichnen. Was mich nun wundert, warum veröffentlicht die FAZ sechs Monate später einen Artikel von Stefan Scheil mit dem Titel „Hitlers Krieg und der Antisemitismus“? Sichtlich stolz verweist Stefan Scheil selbst im Tagebuch der guten, wahren und schönen Rechten (Sezession im Netz) auf eben diesen Artikel.
„(…) Das hatte den an Ort und Stelle ebenfalls erklärten Zweck einer ausdrücklich mitleidlosen Ausrottungspolitik gegen das europäische Judentum, auf die Hitler das Auditorium einzuschwören versuchte. Sein Tonfall läßt vermuten, daß Zweifel im Saal spürbar waren. Trotzdem gehörte die Rede zu einer Kampagne, die auch öffentlich geführt wurde, etwa in Goebbels‘ Wochenzeitung „Das Reich“. Die Weltöffentlichkeit sollte das hören, aber sie hörte weg.
(…) Näheres dazu bringe ich heute im geisteswissenschaftlichen Teil der FAZ: „Hitlers Krieg und der Antisemitismus“.“
Mir ist es eigentlich egal, was die FAZ so veröffentlicht, aber wenn ein Buch zum Thema schon ein Ärgernis ist, warum darf dann Scheil dazu nochmal ran, gibt es sonst keine Historiker zu diesem Themenbereich? Und nebenbei finde ich es natürlich auch interessant, dass ein Autor des inzwischen offen völkischen Tagebuchs der guten, wahren und schönen Rechten mal so eben im geisteswissenschaftlichen Teil der FAZ auftaucht.
Siehe auch: Blaue Narzisse & Sezession: Einbildung ist auch eine Bildung, Sezession im Netz: Dümmer als gedacht

“nebenbei finde ich es natürlich auch interessant, dass ein Autor des inzwischen offen völkischen Tagebuchs der guten, wahren und schönen Rechten mal so eben im geisteswissenschaftlichen Teil der FAZ auftaucht.”
Naja Herr Röpke, sieh als ehemaliger NPD-Jünger schreiben ja nun auch beim NPD-Blog.
Warum wird denn nie ein Beitrag freigeschaltet, wenn man sagt, dass Herr Roepke sich bei der NPD herumtrieb? Er gab das doch selbst zu? Was soll diese Zensur? Was ist denn mit den Idealen der Aufklärung, was ist mit der Kraft des besseren Arguments? Alles Ideale, für die die Linke einst gekämpft hat, so demontiert man sich doch selbst.
Zitat Wikipedia:
“Er (P. Gensing) ist Betreiber des Internet-Projektes NPD-Blog, das 2007 ebenfalls für den Grimme Online Award nominiert war. 2007 war er für den Goldenen Prometheus in der Kategorie »Online-Journalist des Jahres« nominiert. Im Mai 2009 erreichte er in der Kategorie Internet den 3. Platz des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten.”
und dann solche Beitraege wie der obige. da kann man mal sehen was von solchen preisen zu halten ist.
achliche auseinandersetzung null – statt dessen platteste polemik (“völkischen Tagebuch”)….
ich hatte hier mehr substanz erwartet.
alex
weil in einer Zeitung vielleicht nicht nur eine Person, ein Rezensent bestimmt, was “richtig und gut” ist, vielleicht weil Scheil ein ungemein interessanter “junger Wilder” unter den Historikern ist und sich an ihm Reiben durchaus ein Gewinn sein kann. Ich habe Scheil selbst bei einem Vortrag erlebt, höchst beeindruckend, wie dieser Mann vorträgt.
Herr Scheil ist bei weitem nicht der einzige Fall für die rechte Schlagseite der FAZ.
Lorenz Jäger, Redakteur für Geisteswissenschaften im Feuilleton der FAZ, stellte im Oktober 2006 während der Frankfurter Buchmesse gemeinsam mit Karlheinz Weissmann vom neu-rechten “Institut für Staatspolitik” sein neues Werk vor: ein Buch über die “Kulturgeschichte des Hakenkreuzes”, verlegt im rechtsextremen österreichischen Karolinger-Verlag, während Weißmanns damals neuestes Opus die “Symbolgeschichtes des Hakenkreuzes” behandelte.
Beide waren von der Gleichzeitigkeit ihrer Gedanken und Interessen so fasziniert, daß sie beschlossen, ihre Manuskripte wechselseitig vorzustellen.
Weitere Infos und Belege: http://antinazi.wordpress.com/2008/06/23/freunde-des-hakenkreuzes-in-frankfurt-will-am-28-juni-das-institut-fur-staatspolitik-im-intercity-hotel-poststrase-8-hauptbahnhof-tagen/
Alex, angenommen, Ihre Kritik am Artikel wäre berechtigt. Hätte dann die Jury 2007 schon wissen sollen, dass im Dezember 2009 ein weniger guter Artikel erscheinen wird und dann mit dem Hinweis auf die Zukunft (!) die Nominierung ablehnen sollen? Was ist das für eine bescheuerte Logik?
Im übrigen ist es eine billige, aber verbreitete Masche bei Preisverleihungen, dass mit dem Hinweis auf andere – angebliche minderwertige – Preisträger zuerst der Preis und folglich auf der Ausgezeichnete verächtlich gemacht werden. Das wird beim Friedensnobelpreis auch gerne getan. Wenn man keine Argumente hat, dann muss es eben unsachlich gehen…
Sachliche Auseinandersetzung null – stattdessen platteste Polemik. Ich hatte hier mehr Substanz erwartet
@ Paula
Eine Zensur fand dann ja augenscheinlich doch nicht statt. Vieleicht warten Sie demnächst einfach etwas länger als eine Stunde, bevor Sie die “Ideale der Aufklärung” untergehen sehen.
Übrigens sollten Sie den zeitlichen Unterschied zwischen NPD und NPD-Blog beachten. Herr Scheil schreibt zur gleichen Zeit für die FAZ und die Sezession. Da ist schon ein Unterschied.
@ alex
Ich bin ich und Herr Gensing ist Herr Gensing. Sie können ja gerne meinen Artikel kritisieren, warum Sie Herrn Gensing daraus einen Strick drehen wollen, das kann ich nur ahnen. Haben Sie eigentlich auch Substanz zu bieten?
@ Regor
Schön das Sie die “jungen Wilden” selbst in Anführungszeichen gesetzt haben. Bei “ungemein interessanter” und “Gewinn” haben Sie sie allerdings vergessen.
“Und nebenbei finde ich es natürlich auch interessant, dass ein Autor des inzwischen offen völkischen Tagebuchs der guten, wahren und schönen Rechten mal so eben im geisteswissenschaftlichen Teil der FAZ auftaucht.”
Ich bleibe übrigens bei dieser Formulierung. Auch beim “völkisch”, was ja ein Reibungspunkt zu sein scheint.
Die FAZ gehört zu den seriösesten Tageszeitungen weltweit – und das will schon was heißen. Es überrascht daher einerseits, wer sich alles von Zeit zu Zeit darin äußern darf oder sogar bestimmte Ressorts leitet. Entweder will man das Eintreten für Meinungsfreiheit auf die Spitze treiben und ignoriert deshalb bewusst, dass bestimmte in der und für die FAZ publizierenden Wesen das eine oder andere “Problemchen” mit demokratischen Werten (und erhärteten Ergebnissen der internationalen Geschichtswissenschaft) haben, oder es darf plötzlich jeder, der eine deutsche Uni jemals von innen gesehen hat und das schreiben eines Satzes fehlerfrei hinbekommt, in der FAZ publizieren, oder bestimmte Ressorts haben sich unlängst verselbständigt und führen ein Eigenleben am rechten Rand der Publizistik.
Anders kann man sich bestimmte Dinge, die bei der FAZ ablaufen, nicht erklären.
Andererseits bietet die FAZ auch genügend Raum für jene Geister, die man als “eher links” bezeichnen würde und den rechten “Intellektuellen” in der FAZ “auf den Sack gehen” dürfen, so dass eine Verortung der FAZ am “rechten” Rand einfach nicht zieht.
Trotzdem ist es ärgerlich, wenn Wesen , die sich unverblühmt am rechten Rand am wohlsten fühlen, in der FAZ zu Wort kommen – vor allem, weil sie nicht zu sagen haben, was man nicht bereits aus der JF, der Sezession usw. kennen dürfte. An solchen Stellen wären Werbeanzeigen eineutig die bessere Lösung.
Neuer Leser, vielleicht haben Sie da das Problem erkannt. Seit der Anzeigenkrise bei der Printpresse haben die vielleicht einfach zu viel Platz, den sie nun mit anderen Texten füllen müssen
Vor einem halben Jahr mutmaßte ich so vor mich hin, WER nach der letzten Wahl alles aus den Löchern kommt und Salonfähig wird … und nun ist es wieder wie in den 20gern des letzten Jahrhunderts.
@Regor! – Du bringst es buchstäblich wieder auf den Punkt: Es seien “Junge Wilde” (im vorliegenden Fall Stefan Scheil)…
Die Geisteshaltung der FAZ ist in ihrer letztendlichen Konsequenz identisch mit dem Versagen der Intelligenz während der Weimarer Republik!
Den Mann ÜBERHAUPT für die FAZ schreiben zu lassen, bzw. ihn als Diskutabel zu verkaufen, läßt inzwischen sehr tief blicken.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Scheil
In welchen Kreisen verkehrt denn nun der gute Herr Scheil? – Mehr bei der NPD, in “Perplex” und zusammen mit Herrn JLO-Clemens … oder mehr in der FAZ, die da offenbar glaubt, sie müsse “Junge Freiheit”-Klientel an sich binden: ein Klientel, bei dem jedes Leierkasten-Äffchen weiß’, WO es hauptsächlich anzufinden ist und WER sich seiner annimmt:
http://www.jf-buchdienst.de/index.php/cat/c2232_Der-Krieg–der-viele-Vaeter-hatte.html/XTCsid/f2f491340161773f053b3c5a5a6c3137
http://www.springerlink.com/content/x2t3165833073051/
http://braunzonebw.blogsport.de/2008/11/06/der-verlag-des-geschichtsrevisionisten-gerd-schultze-rhonhof/
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=3481:wissenschaftlicher-revisionismus-in-politischer-absicht?-über-stefan-scheils-büchlein-„revisionismus-und-demokratie“&Itemid=475
http://recherche-nord.com/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=101&Itemid=97
(Zitat:
Ein viel beschäftigter Referent
Im vergangenen Jahr entfaltete Gerd Schultze-Rohnhof eine durchaus umfangreiche Referententätigkeit. Die Marburger Burschenschaft Germania kündigte Schultze-Rhonhof neben Dr. Scheil und Dr. Post als Redner beim «Marburger Diskurs« am 3. Februar 2007 an. »Auf dem Weg zum zweiten Weltkrieg« nannte die Burschenschaft jenen Diskurs, in dem geschichtsrevisionistische Thesen verbreitet werden konnten. Gerd Schultze-Rhonhof referierte vor den versammelten Burschenschaftlern der »Germania« zum Thema: »Auslöser und Polenfeldzug«
Bei seinem regionalem »Rotary Club« im niedersächsischen Buxtehude hielt der Generalmajor a. D. wenige Tage später, am 13. Februar 2007, einen Vortrag mit dem Titel: »Wer war Kuno, ein alter Rittersmann?«. Auf Nachfrage beim »Rotary Club« zeigten sich die zuständigen Veranstalter_innen nur wenig beeindruckt über die politischen Hintergründe von Gerd Schultze-Rhonhof. Bei dem Referenten handele es sich um »ein langjähriges und außerordentlich geachtetes Mitglied unseres Clubs.«
»Projekte, Strategien, Erfolge” nannte sich dann eine Gesprächsrunde mit Schultze-Rhonhof und Dieter Stein beim 13. Berliner Kolleg vom Institut für Staatspolitik (IfS) am 17. Februar 2007 in Berlin. Die neeonazistische Zeitschrift “Deutsche Geschichte”, deren Verleger Gerd Sudholt (»Kontinent Europa Stiftung») bereits wegen Volksverhetzung vorbestraft ist, kündigte für den 24. Februar 2007 in Chemnitz, für den 25. Februar 2007 in Dresden und für den 25. März 2007 im Großraum Hamburg weitere »Zeitgespräche« an.
Unter dem viel sagenden Titel »Wer wollte den Zweiten Weltkrieg?« wurden bei dieser Gelegenheit neben Schultze-Rhonhof auch Dr. Stefan Scheil und Dr. Walter Post als Referenten angekündigt. Die Veranstaltungen wurden laut Eigendarstellungen der Verantwortlichen von »örtlichen und regionalen historisch-politischen Vereinigungen unterstützt«. Das »Seminarzentrum Chemnitz« trat dann in Dresden und Chemnitz als Veranstalter auf. (…), Zitat Ende
Dazu sollte weiterhin bekannt sein:
(…)
Thursday, September 20, 2007
Dresden: Junge Nationaldemokraten ködern Jugendliche
„Offen und verdeckt“ würden in der Schülerzeitung „perplex. jung – frech – deutsch“ die Jungen Nationaldemokraten (JN), die Jugendorganisation der NPD, „rechtsextremistische Anschauungen transportieren“, konstatiert das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz.
Der sächsische Verfassungsschutz warnt, dass die NPD mit dem Blatt ihre „gezielte Jugendarbeit“ fortsetzen werde. Eigenangaben der NPD zufolge wird dieser Tage die 16-seitige Postille „perplex“ im DIN-A5-Format in einer Auflage von 30.000 Exemplaren im Freistaat verteilt. Presserechtlich verantwortlich zeichnet der JN-Landesvorsitzende Jens Steinbach aus Görlitz. Die „Schülerzeitung“ wirbt mit dem Anspruch, sie verstehe sich sich als „Schrecken aller linken Spießer, die Dich unterrichten.“ Unverblümt betonen die JN: „Das System hat keine Fehler, das System ist der Fehler!“, und raten zugleich den Schülerinnen und Schülern: „Bei der nächsten Wahl die Polit-Bonzen abwählen und die NPD wählen!“ Inhaltlich bietet „perplex“ das übliche rechtsextremistische Repertoire. So wird spekuliert, dass in „Westdeutschland im Laufe der nächsten Jahre das gewachsene Volk durch eine willkürlich zusammengewürfelte ‘Bevölkerung’ ausgetauscht“ werde. Im Artikel „Der Krieg, der viele Väter hatte!“ wird die Mär vom „Friedensflug von Rudolf Heß“ aufgewärmt. Dem damaligen britischen Premierminister Churchill unterstellt man, „alles versucht“ zu haben, um „den Krieg fortzusetzen und auszuweiten, alles mit nur einem einzigen Ziel: das Deutsche Reich dieses Mal als Konkurrenten am Weltmarkt endgültig auszuschalten“. Empfohlen werden von den JN auch einschlägige Machwerke der Geschichtsrevisionisten Gerd Schultze-Rhonhof, Walter Post und Stefan Scheil.
Quelle
Bnr [20.09.07]
(…)
Wenn polnische Historiker “keine Böcke” mehr haben, sich an deutschen “Aufarbeitungen” zu beteiligen (“Flucht und Vertreibung” etc.), dann … öhm … kann ich angesichts salongfähiger Revisionisten vom Schlage eines Scheil dafür … ähm … Verständnis aufbringen.
@WW
Aber diese Leute haben sich ja schon vor der Anzeigenkrise in der FAZ geäußert. Ich weiß nicht, aber das ist schon ziemlich deftig, wenn jemand aus purer Ignoranz in der FAZ gegen die internationale Geschichtsforuschung polemisieren darf. Werbung für Toilettenpapier oder Tampons oder Hundefutter wäre deutlich ergiebiger gewesen.
von mir aus können Sie und Ihresgleichen auch 100mal “völkisch” schreiben, es ist ja letztlich ein Standardbegriff aus der großem linksextremistischen Fundus, der für seine Scharfsinnigkeit berühmt ist.
Alltag also. Mir fallen da noch die Brüder Grimm ein, die waren ja auch nach ihrer Lesart “völkisch”, oder? Wie sagte einst eine ca. 17jährige Aktivistin aus Ihrem Milieu: “Die Wikinger waren ja auch ziemlich rechts”. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Und was lernen wir aus den Worten Regors? Wer völkisch sagt, ist linksextremistisch und bewegt sich auf dem Niveau irgendeiner 17-Jährigen.
Was sagt uns Wikipedia über Scheil?
In der Geschichtswissenschaft hat Scheil eine Außenseiterposition inne. Der überwiegende Teil der deutschen Historiker lehnt seine Thesen zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ab. Rolf-Dieter Müller, wissenschaftlicher Direktor am Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr, nennt Scheils Buch Fünf Plus Zwei. Die Vereinte Entfesselung des Zweiten Weltkriegs eine „Fleißarbeit“ und den Nachfolgeband 1940/41. Die Eskalation des Zweiten Weltkriegs als „fiktionale Unterhaltung“, die auf den Argumenten basiere „mit denen Hitler am 22. Juni 1941 den Überfall auf die Sowjetunion öffentlich gerechtfertigt hat“
[...]
Zu seinen Thesen, Churchill habe den Krieg gegen Deutschland gewollt, wesentlich betrieben und mit zu verantworten, urteilt Rainer F. Schmidt unter dem Titel O Schreck: ein Blankoscheck!: “Was ist von diesen Thesen zu halten, die im Widerspruch zur internationalen Forschung stehen? Die Antwort muss lauten: wenig bis nichts. Scheil vermag seine Erkenntnisse weder mit aussagekräftigen Dokumenten noch mit einer argumentativ plausibel entwickelten Beweisführung zu erhärten. Wenn er disparat von einem Handlungsstrang zum nächsten springt, Behauptungen aufstellt, die auf Situationen projiziert werden, die von anderen Parametern bestimmt wurden, und objektive Tatsachen ausblendet, wird die Lektüre seines Buches zum Ärgernis.” [5]
Auch die Fachrezensionen von Hans-Adolf Jacobsen, Heinz Hürten und Jost Dülffer lehnen die Thesen Scheils als konstruiert, in Teilen apologetisch und vor allem auf zu dünner Quellenbasis gegründet ab.[6] Ein weiterer Kritikpunkt sei, dass Scheil ideologische Aspekte des Angriffskrieges auf die Sowjetunion als von Hitler langfristig zum Ziel erhobenem Vernichtungskrieg vernachlässige. Scheils Argumentation in “1940/41 – die Eskalation des Zweiten Weltkriegs” beurteilte Manfred Zeidler in der Zeitschrift “Totalitarismus und Demokratie” ebenfalls als “konstruiert”. [7]
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Scheil
Die Thesen Scheils erinnern mich übrigens an das hier:
http://npd-blog.info/2009/09/06/die-npd-und-die-mehr-als-masvollen-forderungen-hitlers/
Und da wären wir wieder genau an dem Punkt, der bei Artikeln über die Neue Rechte und die Vergangenheit schon des Öfteren herausgearbeitet wurde. Bei den Themen Kriegsschuld, Deutsche als Opfer und reine Wehrmacht gibt es die größten Überschneidungen mit Kreisen, von denen sich die Neue Rechte öffentlich sonst gerne distanziert.
Gruß
PG
“Übrigens sollten Sie den zeitlichen Unterschied zwischen NPD und NPD-Blog beachten. Herr Scheil schreibt zur gleichen Zeit für die FAZ und die Sezession. Da ist schon ein Unterschied.”
Stimmt, die NPD wird vom Verfassungsschutz beobachtet, die Sezession nicht.
Warum fanden Sie denn die NPD mal so gut, dass Sie da meinten, mitmischen zu müssen? Und wie glaubhaft ist es denn, dass Sie denen tatsächlich den Rücken gekehrt haben? Wie war denn ihr Verhältnis zu Andreas Molau? Sind Sie gegangen, als er ging? Hatten Sie ihre Neigung zur Neuen Rechten auch von ihm? Hat er Ihnen das IfS empfohlen? Und warum glaubt man Ihnen den Abfall vom Glauben, Henning Eichberg hingegen nicht? Das ist doch alles sehr merkwürdig.
Ich persönlich glaube Ihnen diesen Umschwung nicht. Wie kann man denn bei der NPD mitmachen und im nächsten Moment selbst “moderatere” Formen des Rechtsextremismus mit einer Inbrunst bekämpfen, die pathologisch zu sein scheint? Ich halte Sie für ein U-Boot, Sie wollen sich unser Vertrauen doch nur erschleichen, um uns auszuspionieren.
ich bin ja hier unabsichtlich in eine persoenliche auseinandersetzung reingeraten:
nachdem ich mir ueberblick verschafft habe, kann ich jetzt einiges besser verstehen…
um es kuerzer zu halten nur an
@roepke/gensing
sehr geehrter herr roepke,
ich wusste nicht, dass sie eine geschichte mit kubitschek haben. dass erklaert ihre unsachliche/emotionale auseinandersetzung mit scheil.
was mir gefehlt hat, ist was herr gensing jetzt – allerdings wieder eingefaerbt – nachgeliefert hat, naemlich die einordnung von scheil als historiker.
ein anspruchsgerechter beitrag verzichtet auf tendenzioese fragestellungen und linguistic turn a la “voelkisches tagebuch”.
sie stellen nicht die richtigen fragen warum die faz scheil publiziert.
herr gensing deutet da in die richtige richtung, naemlich die wissenschaftliche qualitaet von scheil.
wie es da so ist haben sie nicht das material um ihn fertigzumachen.
der vorwurf des revisionismus ist zwar da, also dass er eine aussenseiterrolle hat, aber er ist noch nicht in der “lunatic fringe”. oder unwissenschaftlich (schultze-ronhof).
ohne weiter auf revisionismus als kampfbegriff einzugehen:
die faz publizierte einen verriss. das bedeutet aber nicht, dass sie scheil als wissenschaftler in frage stellt, weil es niemand tut oder kann.
der eigentliche hintergrund dieser “anpoebelei” ist ein ganz anderer wie ich es wahrnehme.
rahmenhandlung: das philosophische verstaendnis der postmoderne bzw. die katastrophen im projekt der moderne.
aktueller stand in deutschland (nicht unaehnlich wie in GB) ist staatlich institutionaler KgR mit allen negativen folgen, trivialisierung und daraus erfolgende intellektuelle unfaehigkeit/faulheit die da zu fuehrt eher die kriminalisierung konservativer/rechter standpunkte zu betreiben anstelle einer debattenkultur.
wer wuerde den betrueblichen zustand in der politischen debattenkultur hier in D leugnen? die einen sehen bereits einen buergerkrieg im anzug, die anderen pflegen rituale wie den woechentlichen nazi-aufreger oder die anbetung des goldenen klima-kalbs…
was hier im blog eindeutig fehlt: eine erweiterung des eigenen horizonts wenn man sich die rechten intellektuellen vornehmen will.
das ist aber wohl nicht die aufgabe des blogs wie der name sagt.
es geht ja um die npd und die hat genau oder mehr wie alle anderen parteien keine kulturphilosophen oder rechte intellektuelle (welche das gewaltmonopol des staates nicht in frage stellen – man beweise mir das gegenteil) braucht, sondern die uebliche sorte von ochlokraten allerdings gekoppelt mit krimineller energie.
da sie offensichtlich nicht die moeglichkeiten einer argumentativen auseindersetzung mit rechtem/konservativen kulturphilosophischen gedankengut haben (will sagen keine ausbildung) bedienen sie sich der versatzstuecke die ihnen da von ihrer seite geliefert werden (scharnier, mimikry, blablabla). damit koennen sie mittlerweile keinen toten hund hinterm ofen hervorholen.
wo sind die cold hard facts, dass IfS/Schnellroda die FDGO verlassen hat oder will?
rechte intelligenz und substanz sind vorhanden, aber sie wuenschen sich das gaeb es nicht, also muessen die alle krypto-nazis sein: eine speziell deutsche wahnvorstellung…
wenn sie sich wirklich auseinandersetzen wollen, dann legen sie mal den finger in die offensichtliche wunde: kann sich die rechte im projekt der moderne (denn die ist nun mal realitaet) weiterentwickeln ohne rueckgriff auf bestimmte ueberholte rechtswerte (im gesetzlichen sinn) zurueckzugreifen (z.Bsp. im wahlrecht)
besser noch: welche volkswirtschaftlichen vorstellungen hat die rechte ueberhaupt? glauben sie mir, da gibts loecher/ bzw. vorstellungen die einem die haare zu berge stehen lassen.
aber da koennen sie wahrscheinlich auch nicht viel mit anfangen, bei ihnen kommt das geld ja bekanntlich vom staat, nicht wahr?
deswegen muss ich ja den lebensunterhalt von herrn gensing durch meine GEZ-gebuehren finanzieren.
vielleicht darf ich ihn an dieser stelle mal bitten mal darueber nachzudenken ob die pluralitaet der meinungen in der tagesschau immer gewaehrleistet ist oder gewisse realitaeten peinlich beschwiegen werden: the elephant in the room.
seine ehrenamtliche arbeit hier im blog ist seine freizeit, meine kritik hier soll nicht beleidigen sondern zum kritischen denken anregen.
obwohl es gefuehlt 500.000 dieser projekte im KgR gibt, koennte dieses vielleicht eines der originelleren sein.
alex
@regor
“Völkisch” sei ein “Standardbegriff aus der (dem?) großem linksextremistischen Fundus”..!?
Lass` das blos nicht einige Behörden lesen – die würden es sich verbitten in Verbindung mit dem Linksextremismus gebracht zu werden, sobald in diversen VS-Berichten auf den “NS-völkischen Kollektivismus” Bezug genommen wird… *lol*
@regor, höre doch blos auf, dir deine kleine Welt zusammen zu basteln!
Doch nochmal kurz:
@ Paula
Die Beobachtung durch den Verfassungsschutz war und ist doch nicht das Thema. Wenn ich vor einigen Jahren bei der NPD “mitgemischt” habe (zumindest auf regionaler Ebene) und nun eben ein Gegner dieser Partei bin, dann ist das doch kein Vergleich zu Herrn Scheil, der jetzt sowohl für die FAZ, als auch für die Sezession schreibt. Sie mögen dies bei Herrn Scheil vielleicht “unabhängig” nennen, ich nenne es fragwürdig oder gar problematisch. Allerdings zielte ich eher auf die FAZ mit meinen Aussagen, wie auch immer, jetzt haben Sie es auch in Richtung Scheil. Das ist aber meine persönliche Meinung, Sie können das gerne völlig anders sehen.
Da Ihre gesamten Fragen, die Sie ja scheinbar schon für sich selbst beantwortet haben, darauf hinauslaufen, mir eine “U-Boot”-Funktion zu unterstellen, erübrigt sich von meiner Seite da eigentlich jeglicher Kommentar. Ich lege aber in Bezug auf Herrn Molau schon Wert auf die Tatsache, dass ich mit ihm schon immer meine Probleme hatte und er sicherlich der letzte wäre, von dem ich mich in irgendeiner Form hätte beeinflussen lassen. Ich werde mich aber demnächst mal ausführlich zu Herrn Molau äussern.
An dieser Stelle war das meine letzte Antwort an Sie, ich bitte um Verständnis.
@ alex
Alex, Sie sind da sicherlich nicht in eine persönliche Geschichte zwischen mir und Herrn Kubitschek “reingeraten”. Ebenso ist meine Auseinandersetzung mit Herrn Scheil weder unsachlich, noch emotional. Dafür ist der Artikel auch viel zu kurz. Ich fragte doch nur, wie jemand, dessen Buch zum mindestens ähnlichen Thema in der FAZ so verrissen wurde, jetzt dazu (Themanbezogen) einen Artikel veröffentlichen kann. Diese Frage ist legitim und richtet sich mehr an die FAZ als an Herrn Scheil, denn es geht dabei ja eben auch um “Qualität”, das haben Sie allerdings zwischen meinen Zeilen nicht interpretieren können oder wollen. Da war dann der Einwurf von Herrn Gensing sicherlich hilfreich, steht aber meinen kurzen Ausführungen nicht entgegen.
Und mit Verlaub, vieles was Sie hier sonst noch geschrieben haben ist doch Geschwätz, zumindest wenn man die letzten Zeilen liest, da wird nämlich Ihre Stoßrichtung wieder sehr deutlich.
Ich mache mir meine Gedanken schon noch selbst und genieße da auch keine Narrenfreiheit in irgendeiner Form, ebenso werde ich nicht staatlich dafür finanziert, in keiner Weise. Und in welche Wunde ich meinen Finger lege, das überlassen Sie doch bitte mir. Im Augenblick scheint ja “völkisch” einen Finger wert zu sein. Nach der von mir festgestellten und auch mit genügend Fakten belegten “Ausländer raus!”-Mentalität, ist das doch ein nachvollziehbarer Schritt.
Und damit, Alex, ist die Sache für mich hier erledigt, es besteht von meiner Seite aus kein Gesprächsbedarf mehr, auch Sie bitte ich da um Verständnis.
Wikipedia – unglaublich seriös. Quintessenz: Forschungsliteratur, die nicht mit dem Mainstream des Wissenschaftsbetrieb (“Standardliteratur”, “internationale Forschung”) übereinstimmt, ist abzulehnen. Was nicht beachtet wird, ist dass das Spielchen ja immer so läuft “früher dachten wir, heute wissen wir” – dass das was wir heute “zu wissen” glauben, sehr oft das ist was irgendwann in der Zukunft unter “früher dachten wir” firmiert, wird erhaben ausgeblendet. Zudem müßten die belorbeerten Standardforscher doch herzlich um jede “Reibungsfläche” erfreut sein. Mmmh. Was Scheil im Kern übel genommen wird, ist nämlich: dass er als Privatier und Querkopf ein in der BRD schier unmögliches Unterfangen recht erfolgreich meistert: ohne Forschungsgelder, ohne Apparat, ohne Lehrstuhl mit C4-Professur, ohne Beziehungspflege in der Ministerialbürokratie recht erfolgreich (kann sich ernähren, ohne auf Alimentierung angewiesen zu sein) und rezipiert zu werden. Das ist natürlich sch…. unerhört! Dass auch die Geschichtswissenschaft, auch die des IIWW noch Impulse empfangen kann, behaupte ich mal. Wir wissen alle nicht, was noch in postsowjetischen oder anderen Archiven schlummert. Von meiner Warte aus: Ich muss gar nicht mit Scheil in vielen Punkten übereinstimmen und kann diesen auch mit gehöriger Skepsis begegnen, aber es hat schon jetzt einen hohen erfischenden Unterhaltungswert, dass er zum Diskurs herausfordert.
Ach Regor, wissen Sie, Wikipedia wird nur von vielen Etablierten in Frage gestellt, weil es so kritisch und querkopfmäßig daherkommt – und ohne dicke Fördergelder auskommt…
Im Ernst: Es war klar, dass Sie jetzt die Rebellen-Nummer auspacken. Wenn Sie ernst genommen werden wollen – und das wollen Sie offenbar – sollten Sie akzeptieren, wenn einer Ihrer Helden auf Grund seiner wenig überzeugenden fachlichen Arbeit von Experten einhellig skeptisch beurteilt wird. Wer dies als Verschwörung eines Machtkartells erklärt, gehört genau dahin, wo Sie offenbar zu Hause sind.
Weiterhin viel Freude im mentalen Ghetto,
PG
Wikipedias Quintessenz:
Forschungsliteratur, die den allg. Regeln für Verfahren und Form von Forschung nicht genügt, ist abzulehnen.
Ein Großteil der Kritik bezieht sich hierbei schließlich auf die fehlende Qualität der Belege und mangelhafte Argumentationsketten. Vielleicht ist das der Grund für die fehlende Alimentation?
ok, und Sie in der Wagenburg
Einigen wir uns doch auf eins: Jede Seite hat ihre “Helden” und die “politischen Dunkelkräfte, die ihrem heroischen Kampf in übelster Weise” entgegenarbeiten – und deshalb “entlarvt” und (wieder:heroisch) bekämpft werden müssen.
Ich stelle mal mit Chuzpe für BEIDE Seiten fest: wenn es in den alltagspolitischen Kampagnenkram passt, wird der Wissenschaftsbetrieb mit Küsschen umarmt, wenn nicht, heißt es sehr gerne: “bornierte Schulwissenschaft”. Ich hatte schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich es begrüßen würde, wenn beide Seiten mal spasseshalber von den üblichen Diskurs-Ritualen Abstand nehmen könnten, wäre doch ungemein spannend. Deshalb trifft der Vorwurf, und dass muss ich mal zur Ehrenrettung anmerken, eigentlich den Falschen. Aber es ist ja Weihnachtszeit, und da soll man allgemein nachsichtig mit seinen Mitmenschen sein.
Sehr geehrter Regor,
nun kommen Sie nicht weiter, verallgemeinern daher erneut und schreiben von Ritualen, wo es um wissenschaftliche Standards geht. Behaupten und ablenken und relativieren und verallgemeinern – Ihr Diskussionsverhalten passt sehr gut zu dem, was Ihre Helden auf publizistischer Ebene fabrizieren.
Gruß
PG
Hallo Regor,
die Diskussion hatten wir ja schon mal, und jetzt versuchst du/ versuchen Sie die alten Pfade erneut zu betreten.
Es geht um nichts anderes, als um die mangelnde Wissenschaftlichkeit von Scheils Arbeiten zum Zweiten Weltkrieg, die von der hiesigen Wissenschaft kritisiert wird. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum es so schwer ist, dies einzusehen.
Es geht auch nicht darum, dass “irgendwann” die Geschichstwissenschaft aufgrund neuer Quellenfunde in Archiven aus dem postsowjetischem Raum eine grundlegenden Kurskorrektur – in welcher Hinsicht eigentlich? – wird vornehmen müssen, woraufhin der Rebell, der Freigeist, der unangepasste und mutige Scheil rehabilitiert wird wie ein mittelalterlicher Kaiser, von dem der Bann durch den Papst höchstpersönlich genommen wird.
Deswegen ist die Diskussion um die angeblich unrechtmäßige Außenseiterrolle von Scheil nichts als heiße Luft und eine Scheindiskussion. Mehr nicht.
Ein erwachsener Mensch sollte das einsehen können.
Im Übrigen gilt die Vorgeschichte zum Zweiten Weltkrieg als weitestgehend erforscht, wodurch grundlegende Revisionen sicherlich nicht mehr vorgenommen werden können. In den Archiven im postsowjetischen Raum lagern hauptsächlich Akten usw. zum Kalten Krieg, vornehmlich Geheimdienstakten, die sich vor allem mit innenpolitischen und Sicherheitsfragenfragen beschäftigen.
Im Internet gibt es großartige Seiten dazu, die einen Blick lohnen.
Mehr kann man dazu nicht sagen, und gerade deshalb schadet sich die FAZ selbst, wenn sie dieser Person Raum für Kommentare einräumt.
Regor, Wikipedia scheint für Ihre Kreise doch seriös genug zu sein. Schließich werden von dort zahlreiche Artikel für die rechtsradikale Datenbank Metapedia übernommen – angereichert durch ein paar ausländerfeindliche Zusätze und historisch ziemlich verbogene Darstellungen. Damit läuft Ihre Kritik wohl ins Leere.
Gleichwohl warne auch ich stets davor, sich auf Wikipedia zu verlassen, weil es keine Qualitätskontrolle gibt.
Dass Nazis immer von Verschwörungstheorien der etablierten Geschichtswissenschaft halluzinieren und als einzige die “Wahrheit” kennen wollen, ist unbedingt Voraussetzung für die Möglichkeit, die eigenen schrägen “Wissenschaftler” als Experten aufbauen zu können. Wer sollte die sonst ernst nehmen, wenn sie nicht als einzig Aufrechte gegen die böse “Geschichtsfälschung” der “Besatzer” kämpfen würden? Wer sich für die absurden Theorien rechtsradikaler Hobbyhistoriker interssiert, der möge einmal bei Metapedia lesen und erkennen, was mangelnde Schulbildung Menschen glauben lässt. Dabei, Regor, nützt auch Ihre Polemik gegen die “Schulwissenschaft” nicht – ein niveauloses Manöver.
Im Endeffekt stellt man unter Nazis jeden als seriösen Historiker dar, der im Sinne der eigenen Ideologie argumentiert – und jeden anderen als unseriös. So billig.
Und weil man sonst keine Argumente hat, bleibt auch nichts anderes als die Retourkutsche übrig, dass die “Linksextremisten” genau dasselbe tun würden. Dieser Käse ermüdet, wird aber immer wieder gerne genäußert. Wobei jeder, der kein Nazi ist, leicht anhand absurder Kriterien als “Linksextremist” eingeordnet wird, siehe die Vokabel “völkisch” bei Regor. Doch ohne Panikmache geht es eben nicht, hu, hu….
Das gezielt Hervorheben und Weglassen bestimmter Fakten ist natürlich Voraussetzung für eine derartige Missinterpretation der Geschichte.
sehr geeehrter herr gensing,
vielleicht nur kurz zu wikipedia:
http://wattsupwiththat.com/2009/12/19/more-on-wikipedia-and-connolley-hes-been-canned-as-a-wiki-administrator/
natuerlich benutzen wir alle wikipedia, was sonst? wer hat schon zeit staendig in der stabi zu hocken? es lassen sich ja dort zumindest viele ursprungsquellen finden und literaturangaben eben auch.
allerdings gibt es da auch einen haufen leute wie connolley, die dort im sinne ihrer persoenlichen agenda in den disputes rumfrisieren.
aber wikipedia bleibt halt doch ein brauchbares tool.
so und nun wirklich frohes WF
gruss
alex
Herr Gensing noch einmal, der “neue Leser” bietet mir das vertrauliche “Du” an, fehlt nur noch mal Herr Mylius mit seinen Linkkaskaden und die NPD-Blog-Phalanx ist geschlossen
Die “mangelnde Wissenschaftlichkeit” betrachte ich als Standard- und Ausweichargument, mit dem bei Ihnen alles steht und fällt, das Verdikt “grundlegend erforscht” ist die Betonplatte die nun aus politischen Gründen über das Thema WWI gelegt werden soll.
Vielleicht sollten Publikationen zum IIWK gar nicht mehr gedruckt werden, man könnte ja einen ewig gültigen Handapparat für Schüler des Jahres 2067 zusammenstellen – und gut isset’ Nach deutschem Verständnis von “Wissenschaftlichkeit” beurteilt, wären rund 40% der amerikanischen Kollegen “unwissenschaftlich”, obwohl sie auf Kongressen gerne gesehene Referenten sind. Glauben Sie tatsächlich, dass zum Komplex WWII bereits ALLE Dokumente aufgetaucht, ausgewertet und entsprechend eingearbeitet worden sind? Wohl kaum. Wer hat uns darauf hingewiesen: eben der “unsägliche Dilettant” Scheil, der hier und dort immer noch interessante Aktenfunde macht und sich dort rumtreibt, wo diese gemacht werden können: in russischen Archiven. Ob das Gesamtbild und seine Interpretation Anklang finden oder abgetan werden, bleibt letztlich jedem selbst überlassen – und sollte auch jedem überlassen bleiben. Sie selbst sorgen im Grunde dafür, dass er in der Diskussion bleibt, darüber freue ich mich natürlich. Und deshalb: für seine subversive Wühlarbeit wünsche ich ihm viel Puste und einen langen Atmen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hatte sowieso nie große Lust darauf, erwachsen zu werden, das mal am Rande angemerkt
Frohes Fest!
@regor
Also was mich angeht, bin ich in der Weihnachtszeit nun erst recht nicht “nachsichtig”, schon gar nicht, wenn ich SO etwas sehe:
ww.books-hotopic.de/Faksimile_Drucke/faksimile_drucke.html
Das ist es doch, WAS DU EIGENTLICH MEINST: Jene “Forschungsliteratur, die nicht mit dem Mainstream des Wissenschaftsbetrieb (”Standardliteratur”, “internationale Forschung”) übereinstimmt”…, denn Jene Inhalte dieser Reihe (und des Anbieters) finden doch hauptsächlich Eingang in die “Forschungen” der rechten Bildungsproleten mit Doktoren-Titeln – von der Strafrelevanz der unkommentierten Verbreitung der NS-Schriften durch den o.g. Anbieter jetzt einmal zu schweigen …
@Regor, neulich war für dich “das Völkische” eine Begriffsdefinition “der Linksextremen”… Wie willst’ du denn ÜBERHAUPT Mitdiskutieren, wenn du nicht einmal das Grundlegenste zum Nationalsozialismus weißt … und diese Quelle kommt nun einmal NICHT aus Wikipedia, sondern direkt aus den Köpfen der “völkischen Bünde”, deren “Weisheiten” nur zu Gerne von den Nazis aufgenommen wurden, während “die Völkischen” die Ersten waren, die in die Partei (NSDAP) eingetreten sind um zusammen mit Himmler, Rosenberg etc. über “die nordischen Ahnen” und ihre “Vorzüge” zu munkeln:
“Der göttliche Sinn der völkischen Bewegung” …
p.s.:
Und Scheil ist, wie gesagt, auch kein “Junger Wilder”; dieser Begriff wurde grundsätzlich auf die “bildende und darstellende Kunst” bezogen, siehe u.A.J. Pollock, Brando, Dean etc…
Sehr geehrter Regor,
Ihre Ausführungen, obwohl gewohnt schwammig, sind interessant; Sie wollen wissenschaftliche Standards und Expertenmeinungen als vorgeschobene Abwehrmechanismusen darstellen, um ihre ideologische Weltsicht nicht verändern zu müssen. Daraus folgt: Sachliche Diskussionen mit Ihnen sind letztendlich Zeitverschwendung – und bleiben es auch, da Sie Ihren Dogmatismus mit einer Art jugendlicher Rebellion erklären. Starrsinn und Rückwärtsgewandtheit sind allerdings keine Merkmale für zukunftsgewandte, neue Ideen; die Ausführungen von Scheil erscheinen zudem in etwa so subversiv, wie Koch, Wullf und Müller jung & wild sind.
Gruß
PG
Zitat von Regor:
“Nach deutschem Verständnis von “Wissenschaftlichkeit” beurteilt, wären rund 40% der amerikanischen Kollegen “unwissenschaftlich”, obwohl sie auf Kongressen gerne gesehene Referenten sind. Glauben Sie tatsächlich, dass zum Komplex WWII bereits ALLE Dokumente aufgetaucht, ausgewertet und entsprechend eingearbeitet worden sind? Wohl kaum.”
Solche Aussagen wecken immer mein Interesse.
Welche Kongresse und welche amerikanischen Forscher meinst du genau? Und was genau wurde auf diesen Kongressen besprochen und wo wurden die Ergebnisse publiziert? (Nach jedem Kongress wird ein Forschungsbericht erstellt und veröffentlicht. Ist Pflicht!)
Welche Quellenfunde sind deiner Expertise nach noch zu erwarten und welche “Revisionen” würden diese “neuen” Quellen nachsichziehen? Welche bisherigen “Tatsachen” müssten also demnach neu diskutiert werden?
Auch wenn Weihnachten vor der Tür steht, wäre ich um ein paar nachprüfbarer Antworten dankbar.
Danke und Gruß.
*grummel*
Mir hat dieser Händler keine Ruhe gelassen – ein Händler unter Hunderten, inkl. der NPD/JN etc.
Man kann nur hoffen, dass die Bundesregierung bzgl. der Gefahr von Rechts wirklich nur “Unwissend” sei …
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Wed, 23 Dec 2009 18:30:16 +0100
Von: “axel mylius”
An: info@bpjm.bund.de
Betreff: Fwd: Online-Versand “Die Büchermacher” / Unkommentierter Vertrieb nationalsozialistischer Schriften (“Gelbe Reihe”). – Hinweisschreiben an das LKA Baden-Württemberg sowie die Polizei Ulm. (Unter Weiterleitung und Anfrage an die BpjM)
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Wed, 23 Dec 2009 18:29:35 +0100
Von: “axel mylius”
An: ulm.pd@polizei.bwl.de
Betreff: Online-Versand “Die Büchermacher” / Unkommentierter Vertrieb nationalsozialistischer Schriften (“Gelbe Reihe”). – Hinweisschreiben an das LKA Baden-Württemberg sowie die Polizei Ulm. (Unter Weiterleitung und Anfrage an die BpjM)
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Wed, 23 Dec 2009 18:28:44 +0100
Von: “axel mylius”
An: poststelle@lka.bwl.de
Betreff: Online-Versand “Die Büchermacher” / Unkommentierter Vertrieb nationalsozialistischer Schriften (“Gelbe Reihe”). – Hinweisschreiben an das LKA Baden-Württemberg sowie die Polizei Ulm. (Unter Weiterleitung und Anfrage an die BpjM)
An:
poststelle@lka.bwl.de
ulm.pd@polizei.bwl.de
An:
info@bpjm.bund.de
Axel Mylius
Schwarzmeerstr. 25/714
10319 Berlin
Tel.: (030) 513 87 82
a.mylius@gmx.net
Berlin, den 23. Dezember 2009
Betreff:
Buchversand: “Die Büchermacher”
ww.books-hotopic.de/Startseite/startseite.html
ww.books-hotopic.de/Impressum_Kontakt/impressum_kontakt.html
ww.books-hotopic.de/index.html
Bezug: NS-Publikationsreihe “Die gelbe Reihe”, siehe:
ww.books-hotopic.de/Faksimile_Drucke/faksimile_drucke.html
________________________
Sehr geehrte Damen und Herren,
In Anbetracht folgender Angebote bitte ich die Polizei zu prüfen, ob ein Anfangsverdacht der Volksverhetzung vorliegt.
Durch den Buchhändler werden unkommentierte Faksimiles nationalsozialistischer Schriften und Reden bejahend angeboten, die in einen Warenkorb eingebunden sind der darauf schließen läßt, dass es dem Anbieter NICHT um eine Aufklärung i.S. der Sozialadäquanzklausel geht. – Dies betrifft insbesondere folgende Schriften und Reden, die derartig angeboten und beworben werden, Zitat:
(…)
Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit
vom 20. Januar 1934.
Mit Erläuterungen von Dr. Paul Englisch. Vergleichen Sie dieses Gesetz mit der heutigen Situation!
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 30 Seiten.
Generalfeldmarschall GÖRING
sprach am 9. September 1939 vor der Belegschaft der Rheinmetall-Borsig-Werke in Berlin-Tegel.
Eine Tornisterschrift für den deutschen Soldaten.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 22 Seiten.
Der Krieg der Freimaurer gegen Deutschland!
Eine Tornisterschrift für den deutschen Soldaten.
DIN A 5, geheftet, 18 Seiten.
Frankreich – der ewige Reichsfeind
Der Westfälische Friede von 1648 und seine Folgen.
Eine Tornisterschrift für den deutschen Soldaten.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 19 Seiten.
Alfred Rosenberg
Der Bolschewismus als Aktion einer fremden Rasse.
Rede, gehalten auf dem Reichsparteitags-Kongreß am 12. September 1935 zu Nürnberg.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 18 Seiten.
Alfred Rosenberg
Deutsche und europäische Geistesfreiheit
Rede, gehalten auf einer Weltanschaulichen Feierstunde der NSDAP in Prag am 16. Januar 1944.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 16 Seiten.
Deutsche Volksgruppen aus dem Osten kehren heim ins Vaterland
Eine Tornisterschrift für den deutschen Soldaten.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 32 Seiten.
Lieber tot als Sklav’ !
Der Vertrag von Versailles
Das Dokument deutscher Schande
Einige der hauptsächlichen Ungeheuerlichkeiten des Schandvertrages den Brüdern des Niedersachsen-
Ring e.V. und allen Deutschen gewidmet als Hilfsmittel im Kampf um die Freiheit ! (1927/28)
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 32 Seiten.
Die Verantwortung des deutschen Offiziers
Eine Tornisterschrift für den deutschen Soldaten.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 31 Seiten.
Was will der Nationalsozialismus ?
Eine sachliche Untersuchung über Hitler, die Bewegung, der nationalsoz. Staat, das Programm, der Sozialismus.
Von Rolf Stürmer, 1930.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 20 Seiten.
Am Heiligen Quell Deutscher Kraft
Aus der Weltanschauung des Hauses Ludendorff.
Schrift aus Ludendorffs Volkswarte-Verlag. (1934)
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 16 Seiten.
Englands Maske ist gefallen
Dokumentation der Reichsregierung, 1939.
DIN A 5, geheftet, 28 Seiten.
Sudetendeutschtum
– Ein deutsches Martyrium –
von Gottfried Rothacker, 1936.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 66 Seiten.
Der wahre Grund für die Kriege gegen Deutschland:
Deutschland muß vernichtet werden!
(… ceterum censeo, Germaniam esse delendam.)
Von Richard Dietrich, 1935.
Dietrich geht in diesem Heft das Problem über die tatsächliche Entstehung des 1. Weltkrieges 1914-1918 an und bringt dabei überraschende Details ans Licht, die in unserer heutigen Zeit von den Historikern der Sieger (beider Weltkriege) wohl nie in dieser Form erwähnt worden sind. Wen wundert’s?
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 55 Seiten.
Rasse und Familie
Die Durchführung des Rassegedankens im bürgerlichen Recht.
Von Professor Georg Eisser, Tübingen.
Aus Recht und Staat in Geschichte und Gegenwart, 1935.
Eine hochinteressante Schrift für alle, die gerne an den Lippen jener Leute hängen, die man als “Historiker der Sieger” bezeichnen könnte.
Faksimile-Druck, DIN A5, geheftet, 44 Seiten.
… und sie waren doch Helden !
von Dr. Heinrich Piebrock.
Diese Erzählung schildert den Werdegang eines jungen Menschen, seinen Zwiespalt und inneren Kampf zwischen zwei Weltanschauungen, dem starren Dogmengebäude und Zwang organisierter Religion und dem neuerwachten Nationalbewußtsein des aus den Fesseln des Versailler Diktats wieder auferstandenen Deutschland.
Als Kriegsfreiwilliger im Einsatz an der Ostfront erreicht er dennoch sein Berufsziel, Offizier der Großdeutschen Wehrmacht zu werden. Die Schilderung der grausamen Kämpfe gegen die Bolschewiken und ein überraschender Kontakt mit einem Angehörigen des Widerstandes vermitteln ein lebendiges Bild der Blüte der Generation, deren Motto wie einst im Ersten Weltkrieg war: Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!
Personennamen geändert, Ortsnamen beibehalten.
DIN A 5, broschürt, 134 Seiten.
(…), Auszug Ende, Zitat Ende, siehe:
ww.books-hotopic.de/Faksimile_Drucke/faksimile_drucke.html
Ich kann nicht erkennen, dass es durch den Anbieter zum Vertrieb von vergleichenden Studien kommt; sämtliche NS-Faksimiles werden unkommentiert verkauft. Überdies bleibt mir jene komplette Reihe (die „Gelbe Reihe“) vollkommen schleierhaft: Es scheint sich um ein Verlagshaus zu handeln, dass unter dem Deckmantel der „geschichtlichen Aufklärung“ ausschließlich und unkommentiert sämtliche Schriften zum Nationalsozialismus verbreitet. Sofern „begleitende“ Lektüre erscheint, wird sich bejahend zum Nationalsozialismus geäußert bzw. deren Repräsentanten (inkl. die geistigen Wegbereiter und Verfechter der NSDAP sowie des Antisemitismus und NS-”völkischen” Rassismus, siehe Rosenberg, Ludendorff etc.) verherrlicht.
Ebenfalls jene antisemitischen Ausführungen Ludendorff’s werden vollkommen unreflektiert und unkommentiert verbreitet:
(…)
Deutsche Abwehr
Antisemitismus gegen Antigojismus
von General Ludendorff
Schrift aus Ludendorffs Volkswarte-Verlag. (1936)
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 16 Seiten.
Mehr Bibelkenntnis !
Eine leidenschaftslose Betrachtung für Heimatschützer, Nationalsozialisten, Stahlhelmer und andere völkische Gruppen. Von Dr. Uto Melzer.
Schrift aus Ludendorffs Volkswarte-Verlag 1932.
Faksimile-Druck, DIN A 5, geheftet, 30 Seiten.
(…), Zitat Ende.
… Unter Anderem jene Schriften und Reden dienten den Nationalsozialisten zum “weltanschaulichen” Unterbau ihres Antisemitismus und der sog. “Endjudaisierung des Christentums”.
Im Kontext seiner (des Anbieters) sonstigen Angebote unter:
ww.books-hotopic.de/Wichtige_Romane/wichtige_romane.html
ww.books-hotopic.de/Politik_Geschichte/politik_geschichte.html
ww.books-hotopic.de/Esoterik_Allgemeines/esoterik_allgemeines.html
… handelt es sich um einen EXPLIZIT neonazistischen, antisemitischen und rassistischen Anbieter, der die gesamte Bandbreite des SS-”Mystizismus” (speziell in Form der “SS-Forschungsstelle Ahnenerbe” unter Heinrich Himmler) abdeckt und sich einen pseudo-wissenschaftlichen Anstrich verleiht!
Ich bitte um die Sichtung des kompletten Angebotes des Anbieters und ggf. um die Einleitung strafrechtlicher Schritte von Amtes wegen.
An die BpJM geht meine Bitte zu prüfen, in wie weit jene „Gelbe Reihe“ als forschungshistorisch relevant zu bezeichnen wäre. – Ich halte diese Publikationsreihe für Jugendgefährdend, da offenbar Jugendliche unkommentiert an Alfred Rosenberg etc. herangeführt werden sollen. Allen Verantwortlichen ist gegenwärtig, in welchem Kontext diese Reihe grundsätzlich angeboten wurde- und wird (siehe NPD, „Weltnetzladen“, diverse Online-Versände für NS-Tonträger usw.). Den Vertrieb der unreflektierten Faksimiles und nachgedruckten NS-Reden etc. erachte ich weiterhin und überdies für Straftatsbestände i.S.d. § 86 StGB.
Desweiteren bitte ich beide Stellen um Kenntnisnahme derartiger Aussagen:
(…)
Deutsches Rechtsbüro, Mäxchen Treuherz und die juristischen Fußangeln – Rechtsratgeber für den politischen Aktivisten zur Verwirklichung von Grundrechten und Rechtsstaatlichkeit
€ 12,80 – Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand
Gerade in der jetzigen Zeit staatlicherseits geförderter Anti-Rechts-Hysterie soll dieses juristische Handbuch allen gutmeinenden und gutgläubigen nationalen Aktivisten ein hilfreicher Ratgeber sein, um Konflikten mit der Exekutive und Judikative des freiesten Rechtsstaates, der je auf deutschem Boden existierte, vorzubeugen.
Mäxchen Treuherz erlebt in dieser stark erweiterten, aktualisierten und neustrukturierten Nachauflage des ursprünglich 1990 verfaßten Buches zahlreiche neue „Abenteuer“ bei seinen Versuchen, auch für sich als deutscher Patriot den Schutz der Grundrechte einzufordern.
Denn die Grundrechte gelten nicht absolut, sondern sind beschränkt durch die Rechte anderer gemäß des richtigen Grundsatzes “Meine Freiheit endet da, wo Deine Freiheit beginnt”, – wobei man sich trefflich darüber streiten kann, ob man die von unseren Gerichten gezogenen Grenzen in jedem Falle bejahen kann oder sie nicht vielmehr kritisieren muß. Diese Grenzen sind aber geltendes Recht, und wer sie mißachtet, der muß sich auf Strafen, Verbote und hohe finanzielle Verluste einstellen.
Das im praktischen Taschenbuchformat gedruckte Buch besticht durch zahlreiche exklusiv gezeichnete, auf die jeweiligen juristischen Fallbeispiele zugeschnittene Karikaturen. Seine übersichtliche Gliederung hilft dem juristischen Laien, sich im Dschungel der rechtlichen Interpretationsvarianten zurechtzufinden.
Dem aus den Mäxchen-Treuherz-Heften altbekannten StA Nidung assistiert in einem Kapitel erstmals seine neue, hochmotivierte Kollegin, die antifa-bewährte StAin Greta Miesthal.
Musterbriefe, die einfach der jeweiligen Situation anzupassen und abzuschreiben sind, erleichtern dem politisch Aktiven die Arbeit in den Bereichen des Versammlungs- und Demonstrationsrechtes.
Gesonderte Beachtung finden die jüngst hektisch durch die Legislative verabschiedeten Gesetzesnovellen zum Versammlungs- und Demonstrationsrecht.
Format: 10,5 x 14,8 cm, 416 Seiten.
(…), Zitat Ende.
Ich bitte, gerade angesichts derartiger ww.aktionsbuero-saar.de/nachrichten.2005.2.2.html Foren um Klärung des publizistischen Personenkreises um jene Broschüre (“Mäxchen Treuherz”), die auch durch den o.g. Anbieter vertrieben wird.
Mit freundlichen Grüßen und meinem Wunsch für eine geruhsame Weihnachten
A. Mylius
____________________________
Die geruhsame Weihnacht wünsche ich nun allen … na ja, faßt Allen …
Nu is` Weihnachten rum, und dieser Aufmarsch hat mir auch keine Ruhe gelassen.
“Mitteldeutschland” und sein “Volkstod”… Und die wieder auferstandenen “Volksgenossen” aus der “Altmark”…
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 29 Dec 2009 19:05:53 +0100
Von: “axel mylius”
An: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de
Betreff: Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei. – Beschwerde.
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 29 Dec 2009 19:04:51 +0100
Von: “axel mylius”
An: info@bmj.bund.de
Betreff: Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei. – Beschwerde.
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 29 Dec 2009 19:04:12 +0100
Von: “axel mylius”
An: poststelle@bmj.bund.de
Betreff: Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei. – Beschwerde.
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 29 Dec 2009 19:03:41 +0100
Von: “axel mylius”
An: IS3@bmi.bund.de
Betreff: Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei. – Beschwerde.
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 29 Dec 2009 19:02:59 +0100
Von: “axel mylius”
An: IS2@bmi.bund.de
Betreff: Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei. – Beschwerde.
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 29 Dec 2009 19:02:28 +0100
Von: “axel mylius”
An: bfvinfo@verfassungsschutz.de
Betreff: Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei. – Beschwerde.
——– Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 29 Dec 2009 19:00:29 +0100
Von: “axel mylius”
An: info@bka.de
Betreff: Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei. – Beschwerde.
An:
Bundeskriminalamt
info@bka.de
Bundesamt für Verfassungsschutz
bfvinfo@verfassungsschutz.de
Bundesministerium des Innern/Abtlg. Innere Sicherheit
IS2@bmi.bund.de
IS3@bmi.bund.de
Bundesministerium der Justiz
poststelle@bmj.bund.de
info@bmj.bund.de
Innenministerium von Sachsen-Anhalt
Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de
Unter internationaler Weiterleitung
Axel Mylius
Schwarzmeerstr.25/714
10319 Berlin
Tel.: (030) 513 87 82
a.mylius@gmx.net
Berlin, 29. Dezember 2009
Erneuter NS-Aufmarsch der sog. „Freien Kräfte aus der Altmark“ am 30. Dezember 2009 in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) unter dem Motto “Demokratie = Volkstod” sowie unter Koordinierung und Abstimmung mit der Polizei.
Bezug:
http://www.altmark-zeitung.de/gardelegenstart/00_20091224010044_Rathausplatz_rechts_freier_Raum.html
http://www.ad-hoc-news.de/holger-protest-gegen-geplanten-naziaufmarsch-in-gardelegen–/de/Politik/20829176
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=4743
http://www.fnaw.info/
http://www.fnaw.info/termine.html
http://www.fnaw.info/berichte/verweise.html
http://www.fnaw.info/aktuell.html
BESCHWERDE
_________________________________
Werte Damen und Herren,
Wiederholt muß ich mich hinsichtlich der wissentlichen Förderung und Unterstützung erneuter nationalsozialistischer Bestrebungen (in Anlehnung an die NSDAP, HJ und SA) beschweren!
Ich schließe es kategorisch aus, dass die zuständigen Versammlungsbehörden in Sachsen-Anhalt im Vorfeld der wiederholten NS-Manifestation nicht in Kenntnis um die NS-„völkischen“, volksverhetzenden sowie aktionsorientierten Aktivitäten der jeweiligen NS-Zellen gewesen seien.
Erneut bitte ich um die Sichtung und Auswertung folgender Quellen:
http://www.npd-niedersachsen.de/netzseiten/content/view/639/1/
(u.A., Zitat:
“(…)
Unser Dank gilt allen, die an diesem Wochenende zu Gast gewesen sind. Ganz besonders allerdings: Joachim Nahtz, Kameradschaft Celle 73, Snevern Jungs, Dütsche Deerns, Nationale Sozialisten SHG/OWL, Saalschutz Nordmark, Honour&Pride Niedersachsen, AB-Nord, WB-Versand, PC-Records, Wikingerversand, Tempel of football, MaxH8, Streetwear Tostedt, NPD-Osnabrück, Freie Nationalisten Altmark, allen Musikern und allen anderen die uns in der Planung und Ausführung unterstützt haben!
(…), Zitat Ende)
Weiterhin:
http://www.npd-gifhorn-wolfsburg.de/netzseiten/index.php?option=com_bookmarks&Itemid=69&mode=0&catid=7&navstart=0&search=*
http://www.npd-sachsen-anhalt.de/landesverband/2031.html
http://www.npd-sachsen-anhalt.de/landesverband/2082.html
http://www.widerstand.info/37/heldengedenken-in-sachsenanhalt-altmark/
http://www.npd-sachsen-anhalt.de/nb/artikel/455-udo-vogt-vs-udo-pastoers-podiumsdiskussion-mit-vortragsreihe.html
http://de.altermedia.info/general/angeblich-%E2%80%9Ejugendgefahrdend%E2%80%9C-mittelsachsen-org-vom-netz-05-11-09_37103.html
http://www.spreelichter.info/aktionen/Der_Volkstod_geht_um_auch_zu_Halloween-302.html …sowie aller weiterführenden Verweise.
Ebenso:
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_des_Innern/PDF_Dokumente/Referat_02/Dokumentation_NPD.pdf
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_des_Innern/PDF_Dokumente/Verfassungsschutz/Vorabdruck_VSB_2008g.pdf
http://www.labournet.de/diskussion/rechten/allg/sieber.pdf
http://de.indymedia.org/2006/12/164060.shtml
http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/intra/landtag3/ltpapier/drs/5/d0756pak_5.pdf
Angesichts dieser Quellen bitte ich zu klären, warum die Verammlungsbehörden im vorliegenden Fall Absprachen mit NS-Aktivisten darüber treffen, wie sich jener Aufmarsch in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) „zu gestalten“ hat. Da im Vorfeld jeder Demonstration Kooperationsgespräche zwischen Anmelder und Versammlungsbehörde erfolgen, bitte ich zu klären, warum die Versammlungsbehörden mit bekennenden Nationalsozialisten zusammenarbeiten, um diesen in der Öffentlichkeit eine aktionsorientierte Plattform zur Durchsetzung ihrer NS-„völkischen“, rassistischen, fremdenfeindlichen und der Völkerverständigung zuwiderlaufenden Zielstellungen zu ermöglichen.
Angesichts der Quellen ist es auszuschließen, im Rahmen dieses erneuten Aufmarsches, von der „Gewährung von Minderheitenrechten“ und dem Recht auf „Demonstrationsfreiheit“ ausgehen zu wollen: Es marschieren gewaltbereite NS-Personenzusammenschlüsse auf, die seit Jahren (und nicht nur in Sachsen-Anhalt) durch aktionsorientierte NS-Propaganda Jugendliche an sich binden und die Gesellschaft neonazistisch indoktinieren und terrorisieren.
Desweiteren beschwere ich mich darüber, dass es den zuständigen Stellen offenbar vollkommen gleichgültig war, welcher paramilitärischer Personenkreis unter http://www.freienationalisten-altmarkwest.com/ (inzwischen http://www.fnaw.info/) in martialischer Kampfkleidung auf Fotos posierte!
Darüber (über derartige Anfragen) sind speziell Ihre Stellen seit Jahren in Kenntnis; ebenso sind Sie in Kenntnis über die bundesweiten Strukturen der Netzwerke – und Sie schauen erneut zu!
Die Bundesregierung kann sich ihre wohlfeilen Ausführungen zum „erschreckenden Phänomen des Rechtsradikalismus, Neonazismus und Antisemitismus“ sparen, wenn die Beauftragten der Wehrhaften Demokratie (inkl. die Justiz) jenes „Phänomen“ durch Unterlassungen sowie durch die ständige Vergewaltigung und Mißdeutung des Wortes „Meinungsfreiheit“ erst ermöglichen! – Es sind doch die Unterlassungen der Versammlungsbehörden, die eine weitere Nazifizierung des Landes erst zementieren, in dem der neue SA-Mob durch seine Aufmärsche für die Jugend salonfähig gemacht wird!
Was glauben Sie denn, WORUM es den “Freien Kräften” unter dem SS-Symbol der “Schwarzen Sonne” geht … um demokratische Pfadfinder-Intentionen…!?
Mit ziemlich unfreundlichen Grüßen
Mylius
____________________________________
http://www.gardelegen.info/cms/index.php?article_id=22
Darum ist die NPD Gifhorn auch “so Dicke” mit den “Freien Kräften der Altmark” … ooops
“Ver(r)ammlungsbehörden” klingt auch gut … wie peinlich! – Und wieder wurde mir ein “r” (in “Indoktrinieren”) gestohlen
Herr Gensing, das muß nun aber aufhören, mit dem ständigen Buchstabendiebstahl! *lol*
Einen guten Rutsch in`s neue Jahr.
Facebook
Jüngste Artikel
Publikative.org
Flattr
RSS-Feed