Rassistischer Überfall: Verdächtiger festgenommen
Nach dem rassistischen Übergriff auf einen schwarzen Portugiesen in Hamburg-Hammerbrook im November hat die Polizei jetzt einen Verdächtigen festgenommen. Wie genau er an der Tat beteiligt war, sei noch ungeklärt, berichtet das Hamburger Abendblatt. Der 31-Jährige, der dem Rotlichtmilieu zugerechnet werde, schweige. Er kam den Angaben zufolge nach seiner Vernehmung auf freien Fuß.
An der Kreuzung Nordkanalstraße/Nagelsweg hatten Unbekannte einen NPD-Aufkleber auf den Wagen des Portugiesen geklebt und ihn derart zusammengeschlagen, dass er mehrere Tage im Koma lag.
Der Täter hatte an einer roten Ampel einen NPD-Aufkleber an dem Auto des Schwarzen befestigt. Als der 37-Jährige den NPD-Anhänger zur Rede stellen wollte, schlug dieser zu. Zunächst meldete die Polizei, das Opfer habe Schwellungen im Gesicht erlitten und sei lediglich ambulant behandelt worden. Später hieß es dann, der 37-Jährige musste mit dem Verdacht auf Hirnblutungen in ein Krankenhaus eingeliefert und dort notoperiert werden.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Festnahme des Täters führen, wurde eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter Tel.: 040-4286-56789 entgegen.
In Hamburg gab es in den vergangenen Monaten mehrere schwere Übergriffe, mehrmals im Zusammenhang mit NPD-Wahlständen. Unter anderem wurde im August ein schwarzer Brite von drei NPD-Anhängern angegriffen und verletzt. Der Fall zeigt einmal mehr beispielhaft, welche Folgen die Hetze der Neonazi-Partei hat.
Siehe auch: Polizeiberichte: “Deutscher Gruß” und Schwarzafrikaner



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