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	<title>Publikative.org &#187; Polen</title>
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		<title>&#8220;Steinbach spielt in Polen keine Rolle mehr!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 15:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Revisionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Steinbach]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 11. November, dem polnischen Nationalfeiertag, wollen in Warschau Hunderte Rechtsextreme marschieren. Es werden schwere Ausschreitungen befürchtet, da die Nationalisten aus anderen Ländern unterstützt werden sollen. Anlass für die Publikative, mit Bartosz Wielinski von der "Gazeta Wyborcza" zu sprechen - über den 11. November, Revisionisten in Polen und Deutschland, den Einfluss der Vertriebenen  sowie über angebliche Gefahren bei der EM 2012. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Am 11. November, dem polnischen Nationalfeiertag, wollen in Warschau Hunderte Rechtsextreme marschieren. Es werden schwere Ausschreitungen befürchtet, da die Nationalisten aus anderen Ländern unterstützt werden sollen. Anlass für die Publikative, mit Bartosz Wielinski von der &#8220;Gazeta Wyborcza&#8221; zu sprechen - über den 11. November, Revisionisten in Polen und Deutschland, den Einfluss der Vertriebenen  sowie über angebliche Gefahren bei der EM 2012. Die linksliberale &#8220;Gazeta Wyborcza&#8221; ist die größte überregionale Tageszeitung Polens. Wielinski arbeitet als Auslandsredakteur für das Blatt und berichtete für die Gazeta aus Deutschland.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Welche Bedeutung hat der 11. November für Polen &#8211; und insbesondere für die Rechtsextremen in dem Land?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Der 11. November hat für Polen die gleiche Bedeutung wie der 3. Oktober für die Bundesrepublik. Polen ist 1918 neu entstanden. Dieser Feiertag war unter den Kommunisten abgeschafft worden. Seit 1990 steht er wieder im polnischen Kalender &#8211; und seit einigen Jahren versuchen verschiedene extreme Gruppierungen, diesen Tag zu missbrauchen. Die Nationalisten versuchen, sich als die einzigen und wahren Patrioten darzustellen &#8211; gegen Linke, Vaterlandsverräter und gegen Europa &#8211; speziell gegen Deutschland und Russland, die uns angeblich ständig bedrohen. Aber am 11. November wird es nicht nur die eine Demonstration von Nationalisten in Warschau geben, sondern auch sehr viele andere Feierlichkeiten.</p>
<div id="attachment_20887" class="wp-caption aligncenter" style="width: 219px"><a href="http://publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/demo10black_29-09-10_magenta.jpg"><img class="size-medium wp-image-20887" title="demo10black_29-09-10_magenta" src="http://publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/demo10black_29-09-10_magenta-209x300.jpg" alt="Antifa-Mobilisierungsplakat aus dem Jahr 2010" width="209" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Antifa-Mobilisierungsplakat aus dem Jahr 2010</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Im vergangenen Jahr sorgte eine Demonstration von Rechtsextremen für Aufsehen, was war da passiert?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Antifaschistische Gruppen hatten eine Demonstration von Nationalisten blockiert, die Polizei griff die Linken an, da gab es schwere Zwischenfälle.  Beispielsweise gegen einen bekannten Schwulen-Aktivisten, der von Polizisten beleidigt und geschlagen wurde, was bis heute nicht aufgeklärt wurde. In diesem Jahr werden die Nationalisten angeblich aus Serbien und Ungarn unterstützt &#8211; und die Linken sollen von der Antifa aus Berlin verstärkt werden. Das sorgt in rechtsorientierten Medien für Aufsehen, weil man darauf hinweist, wie es aussieht, wenn der Schwarze Block in Kreuzberg die Polizei attackiert. Man kann nur hoffen, dass es vernünftig verlaufen wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong>  Wie sieht die polnische rechtsextreme Bewegung aus?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Eine typische Parolen ist etwa &#8220;Polen für die Polen!&#8221;. Sie Schimpfen gegen die schwarze Menschen, beispielsweise Abgeordneten, der aus Nigeria stammt. Dieser wurde von &#8220;RedWatch&#8221; als &#8220;Rassenfeind&#8221; beschimpft. Es gibt aber sehr unterschiedliche Strömungen, die meisten, auch schon vor dem 2. Weltkrieg, orientierten sich aber eher am italienischen Faschismus als an der NS-Ideologie. Am wichtigsten sind heute der Nationalismus und der Revisionismus. Die Rechtsextremen stellen die Polen ausschließlich als Opfer im 2. Weltkrieg dar.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Polen war Opfer des deutschen Überfalls, Warschau wurde komplett zerstört, später wurde das Land von Hitler und Stalin aufgeteilt. Da erscheint es leicht, die polnische Geschichte zu idealisieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Polen war natürlich Opfer, das steht auch nicht zur Debatte. Polen wurde von Deutschland überfallen, aufgeteilt &#8211; und nach dem Krieg von den Alliierten verraten und verkauft. Es folgte eine 40-jährige blutige kommunistische Herrschaft. Aber es gab eben auch polnische Täter während der NS-Zeit. Die Aufarbeitung davon wollen die Nationalisten verhindern.</p>
<div id="attachment_20886" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a href="http://publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/German_Brennkommando-firing_Warsaw_1944.jpg"><img class="size-full wp-image-20886 " title="German_Brennkommando-firing_Warsaw_1944" src="http://publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/German_Brennkommando-firing_Warsaw_1944.jpg" alt="Deutscher Flammenwerfertrupp in Warschau" width="448" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Deutscher Flammenwerfertrupp in Warschau</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Konkret geht es um den Holocaust?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Ja, den heftigsten Streit gibt es um Hilfe für Juden. Krieg ist ein bestialisches Ereignis &#8211; es gab Kollaborateure, die Juden an die deutsche Polizei verkauft hatten. Nicht alle haben die Prüfung der Menschlichkeit bestanden. Das muss auch benannt werden. Doch nach Einschätzung der Rechten, also beispielsweise Radio Maryja, waren alle Polen bereit, den Juden zu helfen &#8211; was definitiv nicht stimmt. Dass Polen auch Täter waren, dies ist für die Rechten unannehmbar. Dabei gab es auch nach dem Krieg furchtbare Ereignisse. So hatten polnische Bauern in der Nähe des KZ Treblinka den Boden, in dem getötete Juden vergraben wurden, durchsucht: nach Goldzähnen beispielsweise. Historiker, die solche Ereignisse thematisieren, werden zu den Hauptfeinden der Rechten.</p>
<div id="attachment_20885" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/800px-Radio-Maryja.jpg"><img class="size-medium wp-image-20885" title="800px-Radio-Maryja" src="http://publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/800px-Radio-Maryja-300x225.jpg" alt="Radio Maryja (Foto: Sebastian Maćkiewicz, nach CC-Lizenz)" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Radio Maryja (Foto: Sebastian Maćkiewicz, nach CC-Lizenz)</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Welche Rolle spielt der Antisemitismus heute, beispielsweise bei Radio Maryja?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Offen antisemitisch sind sie nicht, aber wenn sie beispielsweise über Nahost berichten, wird deutlich, dass sie anti-jüdisch bzw. anti-israelisch eingestellt sind. Auch bei Berichten über die polnisch-jüdische Geschichte wird deutlich, es sind keine Freunde des Judentums. Aber keiner würde dort jemals sagen: &#8220;Die Juden sind unser Unglück!&#8221; Radio Maria ist kein Stürmer. Aber wenn Zuhörer anrufen können, dann gibt es mal Aussagen wie &#8220;es gibt zu viele Juden in den polnischen Medien&#8221; beispielsweise. Da bekommt man oft reinen Antisemitismus.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei unserer Zeitung spielt das keine Rolle, ich habe Kollegen, die jüdischer Herkunft sind, das ist alles kein Problem. Aber es gibt etwas latentes in Polen, was Antisemitismus angeht &#8211; ähnlich wie in anderen europäischen Ländern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Im Hinblick auf die Euro 2012 wird immer wieder die Sorge laut, es werde schwere Ausschreitungen in Polen und insbesondere in der Ukraine geben. Wie schätzen Sie diese Gefahr ein?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Ich habe vor der WM 2006 in Deutschland selbst solche Beiträge aus Berlin geschrieben, über No-Go-Areas und NPD, die angeblich stören wird. Das ist auch ein Medien-Thema. Aber ich denke, alle Gäste werden in Polen sicher sein, da würde ich mir keine großen Sorgen machen. Es gibt polnische Hooligans, die uns Sorgen bereiten, aber die Polizei arbeitet sehr professionell. Zur Ukraine kann ich nichts sagen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Noch ein anderes Thema: Erika Steinbach hat in Deutschland massiv an Ansehen und Einfluss verloren. Wie werden Frau Steinbach und die Vertriebenen in Polen gesehen?</p>
<div id="attachment_8549" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px"><a href="http://publikative.org/wp-content/uploads/2010/02/steinbach.jpg"><img class="size-medium wp-image-8549" title="steinbach" src="http://publikative.org/wp-content/uploads/2010/02/steinbach-228x300.jpg" alt="" width="228" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Erika Steinbach, Chefin des BdV (Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Dontworry)</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Ich habe 2007 einen Beitrag aus Deutschland geschrieben, in dem ich vorhergesagt habe, das Erika Steinbach in der Bedeutungslosigkeit versinke. Und nun sieht man, dass sie keine entscheidende Rolle mehr spielt. Die Vertriebenen-Ausstellung &#8220;Angekommen&#8221; in Berlin findet in der polnischen Öffentlichkeit keine Resonanz. Es gab einen Kommentar in einer Zeitung, in dem stand, dass die Ausstellung keine Rolle spielt. Vor fünf Jahren hätte es Hunderte Meldungen gegeben. Das zeigt: Von der Figur Steinbach ist hier nichts mehr übrig. Keiner interessiert sich mehr für sie. Sogar in Wahlkampagnen funktioniert das Thema nicht mehr. Das gilt für die Vertriebenen insgesamt, der &#8220;Tag der Heimat&#8221; beispielsweise rutschte in der öffentlichen Aufmerksamkeit von den Titelseiten immer weiter nach unten. Wir haben in der Gazeta immer geschrieben, dass Bundeskanzlerin Merkel sich nicht von Steinbach erpressen lassen wird &#8211; und so ist es gekommen. Die Sache hat sich geregelt. Es wird ein Museum in Berlin geben, an dem polnische Historiker mitarbeiten, Polen wird das so annehmen können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Publikative:</strong> Haben sich die Nachbarn inzwischen einfach besser kennengelernt?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wielinski:</strong> Die Angst wird kleiner auf polnischer Seite &#8211; und Deutschland versteht besser die Anliegen Polens. Auf beiden Seiten eine positive Entwicklung. Die Polen in den ehemaligen deutschen Gebieten hatten Angst, dass die Deutschen zurückkommen, dazu ist es nicht gekommen. Dann hatte man Angst, die Vertriebenen könnten erfolgreich die europäische Integration Polens torpedieren. Das ist auch nicht geschehen, obwohl es von Frau Steinbach versucht wurde. Man hat in Polen erkannt, dass diese Vertriebenen keine Macht mehr haben. Die Vertriebenen-Verbände sind seitdem kein Hindernis mehr in der deutsch-polnischen Beziehung. Die Polen haben auch das Leid der Vertriebenen anerkannt. In vielen ehemaligen Städten empfangen Polen ehemalige Bewohner aus Deutschland. Sie versuchen ein Bewusstsein für Freundschaft und gemeinsame Geschichte zu entwickeln. Und auch die Deutschen haben verstanden, dass es freundschaftliche Beziehungen geben sollte &#8211; und das funktioniert eben nicht, wenn eine Abgeordnete gegen den Nachbarn hetzt oder behauptet, Polen sei für den Ausbruch des 2. Weltkriegs schuldig. Es ist ein Bewusstsein dafür gewachsen, wie wichtig die deutsch-polnischen Beziehungen sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Interview führte Patrick Gensing</em></p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a href="http://publikative.org/2011/07/10/schlesier-geld-1002/" rel="bookmark">Schlesier bangen um Geld aus Niedersachsen</a>, <a href="http://publikative.org/2011/04/15/sj-pawelka-landsmannschaft-bdv/" rel="bookmark">Landsmannschaft: “Pawelka und seine Unverbesserlichen”</a>, <a href="http://publikative.org/2011/03/08/die-npd-die-polen-maifa-und-suse-katzenbabys/" rel="bookmark">Die NPD, die Polen-Mafia und süße Katzenbabys</a>, <a href="http://publikative.org/2011/01/27/stiftung-auschwitz-birkenau-startet-kampagne-intervene-now/" rel="bookmark">Stiftung Auschwitz-Birkenau: INTERVENE NOW!</a>, <a href="http://publikative.org/2010/09/09/steinbach-position-in-rechtsradikalen-kreisen-verbreitet/" rel="bookmark">“Steinbach-Position in rechtsradikalen Kreisen verbreitet”</a>, <a href="http://publikative.org/2010/07/08/bdv-stiftung-200/" rel="bookmark">Bundestag wählt “Irren” in Vertreibungsstiftungsrat</a>, <a href="http://publikative.org/2010/04/24/polenfeindliche-plakate-npd-100/" rel="bookmark">Anti-Polen-Plakate der NPD: Ermittlungen eingestellt</a>, <a href="http://publikative.org/2009/12/19/polen-redwatch-betreiber-vor-gericht/" rel="bookmark">Polen: “Redwatch”-Betreiber vor Gericht</a></p>
<p>:<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/324133551c6144c9907748ce6fb016be" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=20872&amp;md5=0f9c562dcb0f2581ae01fe266902d161" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Keine EM in der Ukraine!</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 04:29:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im kommenden Jahr findet in Polen und der Ukraine die EURO 2012 statt. Bevor sich vom 8. Juni bis zum 1. Juli Europas beste Fußballnationen zwischen Breslau und Donezk zum Kräftemessen treffen, gilt es noch Einiges zu erledigen. Für einmal soll hier nicht von Bauverzögerungen in Polen oder Korruption und maroder Infrastruktur in der Ukraine die Rede sein. Denn es geht um den Geist, der in den Stadien Polens und der Ukraine herrscht. Um Nazi-Sprechchöre, Rassismus und Antisemitismus. Und um die Frage, ob man in einem Land wie der Ukraine eine EM abhalten sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Im kommenden Jahr findet in Polen und der Ukraine die EURO 2012 statt. Bevor sich vom 8. Juni bis zum 1. Juli Europas beste Fußballnationen zwischen Breslau und Donezk zum Kräftemessen treffen, gilt es noch Einiges zu erledigen. Für einmal soll hier nicht von Bauverzögerungen in Polen oder Korruption und maroder Infrastruktur in der Ukraine die Rede sein. Denn es geht um den Geist, der in den Stadien Polens und der Ukraine herrscht. Um Nazi-Sprechchöre, Rassismus und Antisemitismus. Und um die Frage, ob man in einem Land wie der Ukraine eine EM abhalten sollte.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Daniel Killy</em></p>
<p style="text-align: justify;">Es war eine hochkarätige Runde, die sich am 14. Oktober in Warschaus Agrykola-Stadion traf: die polnische Gleichstellungsbeauftragte Elzbieta Radziszewska, Polens stellvertretender Außenminister Jerzy Pomianowski, Südafrikas Botschafter Pekane und weitere. Sie alle folgten der Einladung der Aktion „NEVER AGAIN“, ein Teil der Aktionswoche „Fußball gegen Rassismus. Bei jedem Spiel der polnischen Topliga „Extraklasa“ wurden antirassistische Slogans über die Stadionlautsprecher verkündet. So war zumindest für eine kurze Zeit gewährleistet, dass andere Töne in den polnischen Arenen überlagert wurden. Denn gemeinhin sind Wochenende für Wochenende Schlachtrufe wie „Juden ins Gas“ oder „Juden – Euer Zuhause ist Auschwitz“ Usus bei unseren Nachbarn.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Ende August Slask Wroclaw (Breslau) gegen Widzew Lodz antrat, <a href="http://www.taz.de/!77487/" target="_blank">berichtet die taz</a>, skandierten die Fans des Breslauer Klubs: &#8220;Judenklub, Judenklub, ich hasse diese Hure!&#8221; Die anderen Zuschauer reagierten nicht, man ist derlei gewohnt in Polen. Und auch die Politik reagierte, wenn überhaupt, zu spät – und anders, als erwartet: Krzysztof Kobielski vom Unterstützungskomitee der rechtsnationalen Oppositionspartei &#8220;Recht und Gerechtigkeit&#8221; (PiS) um den Krawall-Pygmäen Lech Kaczynski stellte lakonisch fest: &#8220;Das Wort ,Jude&#8217; ist in Wirklichkeit eine Form der Beleidigung, die man … [dem Gegner] im Stadion an den Kopf wirft.&#8221; Derlei Gelassenheit im Umgang mit Antisemitismus kann nur Ausdruck jahrhundertelanger Tradition und Übung sein.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/mbTtqkFTyrA" frameborder="0" width="560" height="410"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Auch in der Ukraine, deren Demokratieverständnis sich ja erst jüngst <a href="http://tagesschau.de/ausland/timoschenko160.html" target="_blank">im Prozess gegen Julia Timoschenko gezeigt hat</a>, sind Fußball und Rassismus/Antisemitismus untrennbar miteinander verwoben. Im September 2010, also weniger als zwei Jahre vor Beginn der EURO 2012, protestierten in der Hauptstadt Kiew 5000 „Fußballfans“ gegen ausländische Spieler in den Profiteams. Zu der Demonstration aufgerufen hatte die rechte Partei „Swoboda“.</p>
<div id="attachment_13329" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://publikative.org/wp-content/uploads/2010/08/kiew4-300x199.jpg"><img class="size-full wp-image-13329" title="kiew4-300x199" src="http://publikative.org/wp-content/uploads/2010/08/kiew4-300x199.jpg" alt="Nach einem Überfall von Neonazis auf antifaschistische Fußballfans in Kiew" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Nach einem Überfall von Neonazis auf antifaschistische Fußballfans in Kiew</p></div>
<p style="text-align: justify;">Adam Olkowicz, verantwortlicher Turnierdirektor Polens, <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108606.html" target="_blank">versprach zu Beginn dieses Jahres im Spiegel</a>, dass die EM ein Fest frei von &#8220;Intoleranz und rassistischen Symbolen&#8221; werde. Ist dieses Versprechen überhaupt einzuhalten? Faktum ist: Der Antisemitismus in Polen ist beinahe so alt wie dessen jüdische Besiedelung. Schon 20 Jahre vor Hitlers Verheerungen kam es 1918/1919 im Zuge einer nationalen „Erweckung“ zu zahlreichen Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung. Immerhin waren damals rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung jüdischen Glaubens. Der Antisemitismus des frühen 20. Jahrhunderts speiste sich vor allem aus den rechten Christdemokraten, deren Klerikal-Doktrin der Gottesmörder-, Ritualmord- und Wuchervorwürfe sich mit aktuellem nationalistischen Antisemitismus paarte. Auch die Kirche schüttete ordentlich Öl ins Feuer: Ihre These der untrennbaren Verbindung von Religion und Nation, von Polentum und Katholizismus hat bis heute viele und glühende Anhänger in Polen.</p>
<p style="text-align: justify;">In den 30er Jahren wurde die Lage für die polnischen Juden immer aussichtsloser. Wie<a href="http://www.hagalil.com/antisemitismus/osteuropa/polen-2.htm" target="_blank"> Lutz Eichler auf hagalil.com </a>schreibt, sollte die „Judenfrage“ durch Assimilation oder Emigration auf legale Weise gelöst werden. Die Regierung erklärte die Beschleunigung der Auswanderung und die Reduzierung des jüdischen Bevölkerungsanteils zu nationalen Zielen. Nach dem deutschen Einmarsch in Polen kam es im Juni 1940 zur Deportation von praktisch allen polnischen Bürgern – die meisten von ihnen waren Juden –, die aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten geflohen. Dabei kamen etwa 30 000 Juden ums Leben. Dann folgte die Schoah, die auf dem antisemitischen Nährboden Polens ganz besonders gut gedieh. So stellte denn auch <a href="http://library.fes.de/fulltext/historiker/00809001.htm" target="_blank">Feliks Tych, Direktor des Jüdisch-Historischen Instituts, in einem Vortrag für die Friedrich Ebert Stiftung</a> fest:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Der Holocaust hat nicht in einem sozialen Vakuum stattgefunden. Es gab in jedem der betroffenen Länder ein ganz konkretes, wirtschaftliches und moralisches Umfeld, das dem Holocaust in jedem einzelnen Land eine andere Gestalt verlieh.“ </em></p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Zusammenhang sei es nach Ansicht von Tych wichtig, dass die Jahre 1918/19 und die zweite Hälfte der 30er Jahre die &#8220;schlimmste Zeit der polnisch-jüdischen Beziehungen&#8221; waren. Gerade diese Tatsache habe deutlich zur Gleichgültigkeit der Mehrheit der polnischen Bevölkerung gegenüber der Vernichtung der Juden durch die Nazis beigetragen. In Polen sei die Tarnung der Vernichtungsmaschinerie wegen des hohen Prozentsatzes der Juden unter der Bevölkerung so gut wie unmöglich gewesen, weil „sich die Mordaktionen vor den Augen der polnischen Bevölkerung abgespielt haben. Hier, in Sicht-, Hör- und Riechweite der übrigen Bevölkerung, wurden alle Vernichtungslager installiert; jeder Pole wusste genau, wohin und zu welchem Zweck die Juden abtransportiert wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch mit der Befreiung Polens war der Antisemitismus nicht besiegt. Was mit einem diabolischen Wechselspiel zu tun hat: Ein Teil des polnischen Antisemitismus liegt und lag in der Annahme begründet, die „Juden“ hätten den Sozialismus – und damit, in einer recht schlichten Kausalkette, auch den Kommunismus und die Knechtung Polens erfunden bzw. zu verantworten. Die Besatzung Ostpolens und das Verhalten der sowjetischen Befreier verstärkte diesen Effekt noch. Auf der anderen Seite wurden die Juden durch Stalins Truppen nur vordergründig befreit, hatte der Diktator doch auch unter der jüdischen Bevölkerung der Sowjetunion gründlich „gesäubert“. So waren auch viele Soldaten Juden gegenüber nicht besonders freundlich eingestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Polen hatten die Juden den Kommunismus verschuldet, für Stalin verraten – dessen Truppen traten allerdings in Polen so auf, dass sie den Kommunistenhass noch verstärkten. Und mittelbar so den Hass auf Juden, die sie doch selbst hassten. Kein Wunder also, dass es auch im sozialistischen Polen mit dem amtlichen und freiwilligen Antisemitismus weiter ging. Eine neue Auswanderungswelle derer, die die Schoah knapp überlebt hatten, prägte die 50er-Jahre. Unter den damaligen Emigranten war übrigens auch Marcel Reich-Ranicki.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Ukraine blickt auf eine lange Kontinuität in Sachen Antisemitismus zurück. Beginnen wir doch im Jahr 1649 – gut 350 Jahre Tradition müssen reichen. Damals herrschte der polnischen König Jan Kasimir II über die Ukraine. In jenem Jahr schlossen die Kosaken mit dem König Frieden unter der Bedingung, dass sich Juden,weder als Besitzer noch als Pächter noch als Einwohner in den ukrainischen Städten&#8221;, also in den von Kosaken-Regimentern verwalteten Wojwodschaften wie etwa im Gouvernement Cernigov, Poltawa, Kiew und einigen Gebieten in Podolien aufhalten durften. Bis ins 18. Jahrhundert kam es immer wieder zu Pogromen. „Besonders grausam“, so <a href="http://www.hagalil.com/antisemitismus/osteuropa/ukraine.htm" target="_blank">Chaim Frank auf Hagalil</a>, „war die Verwüstung von Uman durch die Haidamaken, wo rund 20.000 Juden und Polen umgekommen sein dürften. Im Juli 1721 erließ der Heitmann Skoropadsky den Befehl, dass sämtliche Juden, die nicht bereit seien zu konvertieren, bis zum Oktober auszuweisen seien. Ähnliche Befehle gab es immer wieder im Verlauf der ukrainischen Geschichte.“</p>
<p style="text-align: justify;">1917, nach der Revolution in Russland, regten sich in der Ukraine Bestrebungen nach Selbständigkeit, was zu einer nominell unabhängigen &#8220;Volksrepublik&#8221; führte. Das am 9. Januar 1918 erlassene &#8220;Statut der personalen Autonomie in der Ukrainischen Volksrepublik&#8221; gewährte den Juden als &#8220;nationaler Minderheit&#8221; eine nationale Autonomie: Ein &#8220;Ministerium für jüdische Angelegenheiten&#8221; wurde geschaffen. Dieser Zustand war jedoch nur von kurzer Dauer, denn schon bald tobte in Russland der Bürgerkrieg, die Ukraine war einer der Hauptschauplätze – auch von Pogromen. Im Friedensvertrag von 1920 wurde die Ukraine eine Republik des Sowjetstaates, einige westliche Teile, Wolhynien und Ostgalizien, fielen an Polen – und die Bukowina und Bessarabien wurden Rumänien angegliedert.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis tief in die 30er Jahre trieben Teile der geschlagenen national-ukrainischen Armee Petljuras ihr Unwesen und organisierten sich in paramilitärischen nationalistischen Gruppen, von denen vor allem die berüchtigte ORGANISAZIJA UKRAINSKICH NAZIONALISTIW auf die jüngere Generation der nationalen Ukrainern einen großen Einfluss übte.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der schrittweisen Annexion der Ukraine durch die Sowjetunion kam es durch Stalins Politik zu unzähligen &#8220;Säuberungen&#8221;, denen Tausende Juden zum Opfer fielen. Für einen großen Teil der Ukrainer war der deutsche Überfall auf die Sowjetunion eine &#8220;Befreiung&#8221;. Viele bewarben sich zum Hilfsdienst bei verschiedenen Einheiten der Wehrmacht, Polizei und SS. Der Rest ist bekannt – der Name Demjanjuk möge genügen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur soviel zur Kontinuität: 2004 organisierte der heutige Präsident Viktor Janukowitsch Skinheads zur Einschüchterung seiner politischen Gegner. Lässt sich also in Polen und der Ukraine im kommenden Jahr ein Fest des Sports feiern? Die Offiziellen betonen das stets und überall. Der Fan, der ja das Gesicht des Fußballs ist, soll in dieser Angelegenheit das letzte Wort haben. Hier die Worte eines Dynamo- Kiew-Fans in der ZDF-Sendung „Frontal21“ vom 30. August: „Die Fußball-EM ist ein Schlag gegen die Fankultur. Es kommen zu viele Fremde. „Die Neger sollen mal lieber in Afrika bleiben.” Ein Anführer der radikalen Fans von Schachtjor Donzek ergänzt, nur slawische Brüder sowie Fans orthodoxen Glaubens seien willkommen.</p>
<p>Ich jedenfalls bleibe lieber zu Hause. Und fände es schön, wenn Europas Fußballdachverband, die UEFA es auch bliebe. Keine EM in der Ukraine!</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://publikative.org/2010/08/21/ukraine-gewaltorgie/" rel="bookmark">Zwei Jahre vor der EM: Gewaltorgie gegen linke Fußballfans</a></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ZJbkzimDRyE" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe><br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/KBuuvkSA_CI" frameborder="0" width="560" height="410"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">
</p> <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=20527&amp;md5=d354a2cffe5c5e3b21622ecf4f3b105d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Landsmannschaft: &#8220;Pawelka und seine Unverbesserlichen&#8221;</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/04/15/sj-pawelka-landsmannschaft-bdv/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 15:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Headline]]></category>
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		<category><![CDATA[Landsmannschaft Schlesien]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Landsmannschaft Schlesien soll gegenüber Bundesinnenminister Friedrich eine Stellungnahme zu den rechtsextremen Umtrieben der "Schlesischen Jugend" abgeben. Eine interessante Rolle nimmt dabei der Vorsitzende der Landsmannschaft, Pawelka, ein. Immerhin bedankte er sich 2003 bei der SJ angeblich für eine illegale Aktion in Polen und veröffentlichte zuletzt einen Artikel auf der rechtsradikalen Internet-Seite kreuz.net. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 sorgte der Vertriebenen-Funktionär immer wieder für Streit und Kopfschütteln. Die SZ schrieb von "Pawelka und seinen Unverbesserlichen".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Landsmannschaft Schlesien soll gegenüber Bundesinnenminister Friedrich eine Stellungnahme zu den rechtsextremen Umtrieben der &#8220;Schlesischen Jugend&#8221; abgeben. Eine interessante Rolle nimmt dabei der Vorsitzende der Landsmannschaft, Pawelka, ein. Immerhin bedankte er sich 2003 bei der SJ angeblich für eine illegale Aktion in Polen und veröffentlichte zuletzt einen Artikel auf der rechtsradikalen Internet-Seite kreuz.net. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 sorgte der Vertriebenen-Funktionär immer wieder für Streit und Kopfschütteln. Die SZ schrieb von &#8220;Pawelka und seinen Unverbesserlichen&#8221;.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Patrick Gensing</em></p>
<p style="text-align: justify;">Im August 2003 sprach der damalige SJ-Chef Christoph Wylezol mit der rechtsradikalen &#8220;<a href="http://www.jf-archiv.de/archiv03/333yy09.htm" target="_blank">Jungen Freiheit</a>&#8221; über &#8220;den Volkstumskampf der Schlesier in Deutschland und Polen&#8221;. Ein Ausschnitt aus dem Interview:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">JF: Die Schlesische Jugend ist sonst als besonders aktiver Jugendverband bekannt, im Mai etwa haben Sie in einer aufsehenerregenden Nacht-und-Nebel-Aktion im heute polnischen Niederschlesien 700 Holzkreuze an Autostraßen illegal aufgestellt, um auf die Vertreibung und Ermordung zahlloser Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg aufmerksam zu machen. [...] Drei Tage lang konnten Sie Katz und Maus spielen, bevor es der polnischen Polizei gelang, Ihnen eine Falle zu stellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wylezol: Gerade, als wir die letzten der 700 Kreuze aufgerichtet hatten, sind drei unserer Aktivisten der Polizei ins Netz gegangen, die übrigen setzten sich unauffällig über die Grenze in die Bundesrepublik ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Was geschah mit Ihren Kameraden?</p>
<p style="text-align: justify;">Wylezol: Sie wurden über dreißig Stunden in Untersuchungshaft gehalten ohne Essen, Trinken oder die Möglichkeit, sich zu waschen! Das entspricht nicht rechtsstaatlichen Gepflogenheiten, und dreißig Stunden ohne Wasser, das ist sehr, sehr hart. Zudem wurden unsere Leute mit gewöhnlichen Kriminellen zusammengesperrt. Was als weitere Schikane zu werten ist, denn die Polizisten haben sehr wohl begriffen, daß wir politische Absichten hatten und nicht kriminell gehandelt haben. Zum Glück ist nichts passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie haben sich die Polizisten gegenüber Ihren Leuten verhalten?</p>
<p style="text-align: justify;">Wylezol: Sie müssen bedenken, daß die meisten Polen in der Vorstellung erzogen worden sind, die Deutschen seien bösartige Landräuber, die möglichst niedergemacht werden müßten. Dementsprechend ruppig war die Behandlung. Immerhin kam es aber zu keinem Zwischenfall.</p>
<p style="text-align: justify;">Schließlich wurden die Verhafteten über die bundesdeutsche Grenze abgeschoben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wylezol: Es stellt für die Polen natürlich eine erhebliche nationale Provokation dar, wenn man sie daran erinnert, daß dieses Land kulturell und moralisch gesehen deutsches Land ist und daß seine ursprünglich rechtmäßigen Einwohner von ihnen ermordet oder vertrieben worden sind. Da wir uns aber nicht wirklich etwas zuschulden haben kommen lassen, wurden unsere Leute mit der Auflage, das Land zu verlassen, entlassen. Sie durften alleine bis zur Grenze reisen, wo sie sich beim Zoll zu melden hatten. [...]</p>
<p style="text-align: justify;">Wie haben die Landsmannschaft Schlesien und die Jugendorganisationen der anderen Landsmannschaften reagiert?</p>
<p style="text-align: justify;">Wylezol: Ausgesprochen positiv. Rudi Pawelka, der Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, hat sich beim Schlesiertreffen in Nürnberg gar offiziell für die Aktion bedankt. [...] Auch die anderen Jugendvertriebenenverbände waren beeindruckt, wobei man sagen muß, daß auch zum Beispiel die Ostpreußen, sei es nun der Bund Junges Ostpreußen (BJO) oder die Junge Landsmannschaft Ostpreußen (JLO), sehr aktiv sind.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Pawelka, damals übrigens auch Vorstandsvorsitzender der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Preußische_Treuhand" target="_blank">Preußischen Treuhand</a>&#8220;, bedankte sich demnach also für eine illegale Aktion in Polen. Bemerkenswert, denn der &#8220;Bund der Vertriebenen&#8221; wird staatlich gefördert, weil an der Erfüllung seiner Aufgaben ein Bundesinteresse bestehe. Zu diesen Aufgaben gehöre unter anderem die Verständigung und Zusammenarbeit mit den Nachbarvölkern, heißt es. Blickt man allerdings auf Pawelkas Wirken in den vergangenen Jahren zurück, wird deutlich: Der Vertriebenen-Funktionär hat seit seinem Amtsantritt im April 2000 immer wieder für Unfrieden, Zwietracht und Streit gesorgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Jahr 2001 trat der damalige Innenminister Otto Schily (SPD) bei den Schlesiern auf. Es kam zum Eklat. Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; fragte damals: Wohin war Schily geraten?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Auf einen Parteitag der NPD oder der DVU? In ein Nest von Skinheads? Nein, Innenminister Otto Schily war Gast des Schlesier-Treffens in der Nürnberger Frankenhalle. Mehrere tausend überwiegend ältere Menschen hatten sich eingefunden, und ein großer Teil von ihnen wollte dem SPD-Politiker nicht einmal den selbstverständlichen Satz über die Nazis und die deutsche Schuld durchgehen lassen. Auch vom &#8220;massenmörderischen Zweiten Weltkrieg&#8221; und vom Holocaust als &#8220;schlimmstem Schandmal deutscher Geschichte&#8221; wollten die Heimatverbundenen nichts hören. [...] Buh und Pfui waren die Lieblingswörter auf dem Schlesiertreffen. Schließlich zeigten NPD-Aktivisten ein Transparent mit der Fascho-Losung: &#8220;Die Bonzen lügen alle gleich, mit uns kehrt Schlesien heim ins Reich&#8221;. [...] Der Bundesvorsitzende der Landmannschaft Schlesien, Rudi Pawelka, hätte im Nachhinein die Chance gehabt, die unglaublichen Entgleisungen zu verurteilen. Aber ihm fiel zur Tatsache, dass sich eine ganze Fraktion pöbelnd gegen Schily und auf die Seite der Nazis gestellt hatte, nicht nur einzelne unverbesserliche Zwischenrufer, nur ein: &#8220;Buhrufe gibt es häufig&#8221;. [...] Vielleicht sollte Schily aus diesem Erlebnis die Konsequenz ziehen, Pawelka und seinen Unverbesserlichen ein paar Kurse in neuerer Geschichte anzubieten. Dann würde Pawelka vielleicht nicht mehr mit der Peinlichkeit hervortreten, die Zwangsarbeiter der Nazis und &#8220;deutsche Nachkriegs- Zwangsarbeiter&#8221; seien gleichzustellen.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Für internationales Aufsehen sorgte Pawelka durch die &#8220;Entschädigungsklagen&#8221; der &#8220;Preußischen Treuhand&#8221; gegen Polen. &#8220;Wir klagen, weil wir die Sache mal zu Ende bringen wollen&#8221;, sagte Pawelka dazu im Deutschlandfunk. Sogar mit BdV-Chefin Steinbach überwarf sich der Chef der Landsmannschaft laut Medienberichten in dieser Frage. Steinbach verkündete laut Medienberichten hingegen, Pawelka sei in dieser Sache kein Ansprechpartner mehr.</p>
<div id="attachment_17888" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/04/s_treffen2007.jpg"><img class="size-full wp-image-17888" title="s_treffen2007" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/04/s_treffen2007.jpg" alt="Beim Schlesiertreffen 2007 sorgten Vertriebene durch ihre  revisionistischen Reden für Aufsehen." width="300" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Schlesiertreffen 2007 sorgten Vertriebene durch ihre revisionistischen Reden für Aufsehen.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Im Jahr 2007 verkündete Pawelka auf dem Schlesiertreffen in Hannover, der Zweite Weltkrieg habe die Möglichkeit geschaffen, &#8220;das umzusetzen, was man vorhatte&#8221; &#8211; nämlich die Verfolgung der Deutschen. Der Krieg kam den Polen dieser Lesart zufolge also angeblich ganz passend. Polen fühle sich heute &#8220;frei von Schuld&#8221;, warf Pawelka dem Nachbarvolk vor. Die nach 1945 Vertriebenen hätten jedoch &#8220;die gleiche Würde wie andere NS-Opfer&#8221;, so Pawelka. Und weiter: Immer wieder werde die Wahl Adolf Hitlers durch die Deutschen als Ursache für die Vertreibungen angeführt. &#8220;Das klingt, als ob die Rote Armee wegen Hitler geradezu gezwungen war, Gräuel zu begehen&#8221;. Es habe &#8220;die Hetzschriften eines russischen Literaten, Ilja Ehrenburg, millionenfach unter den sowjetischen Soldaten verteilt: &#8220;Tötet, tötet, tötet&#8221;, &#8220;Nehmt die deutschen Frauen als gerechte Strafe&#8221;.&#8221; Auf Ehrenburg bezieht sich auch immer wieder die NPD in ihren Hetzschriften.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Deutsche und Juden als Opfer der Polen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Jahr 2009 warf Pawelka dann polnischen Regierungsvertretern vor, diese sei &#8220;mittlerweile so dreist, dass sie selbst in die deutsche Innenpolitik&#8221; eingriffen. Hintergrund war der Streit um die Besetzung des Stiftungsrates für das &#8220;Zentrum gegen Vertreibung&#8221;. Polen wolle sich nicht den dunklen Seiten seiner Geschichte stellen, so Pawelka. Wer das versuche, werde von Regierung und Medien schnell wieder zum Schweigen gebracht. Die Polen wollten es nicht wahrhaben, auch Verbrechen gegen Juden und Deutsche begangen zu haben. &#8220;Die Polen wollen lupenreine Opfer sein&#8221;, polterte der Chef der Landsmannschaft.</p>
<p style="text-align: justify;">Bemerkenswert, wie Pawelka auch hier Deutsche und Juden in einem Atemzug als Opfer der Polen darzustellen versucht. Die Strategie war auch bei der &#8220;Preußischen Treuhand&#8221; zu beobachten, welche auf Englisch &#8220;Prussian Claims Society&#8221; heißt &#8211; der Name erinnert stark an die Interessenvertretung der jüdischen Holocaust-Opfer &#8211; die &#8220;Jewish Claims Conference&#8221;, welche den Namen der Vertriebenen-Firma als &#8220;beleidigend und schmerzhaft&#8221; bezeichnete.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sieg für die Freikorps! </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zuletzt meldete sich der Chef der Landsmannschaft, die angeblich 200.000 Mitglieder hat, auf der Seite kreuz.net zu Wort: &#8220;Das muß zu einem neuen Krieg führen&#8221; &#8211; so der Titel seines Artikels. Inhalt: Vor neunzig Jahren sei das &#8220;demokratische Selbstbestimmungsrecht der Völker mißachtet&#8221; worden &#8211; natürlich von den Polen. Ein Auszug:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Hiobsbotschaften über die Not der Deutschen bewirkten, daß viele Freiwillige in Freikorps nach Oberschlesien strömten. In einer nächtlichen Aktion am 21. Mai 1921 griffen Freikorps mit 3.000 Mann die auf dem Annaberg verschanzten Polen an und konnten sie bereits am selben Tag von dort vertreiben. Dieser Sieg hatte großen symbolischen Wert und verstärkte den Zerfallsprozeß der polnischen Einheiten. Diese hatten schon vorher unter Disziplinlosigkeiten gelitten, vor allem bei den als Söldner bezahlten Kräften. Obwohl größere polnische Verstärkungen herangeführt wurden, einschließlich Artillerie und Minenwerfer, mußten sich die polnischen Verbände immer schneller zurückziehen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das Kreuz.net wird übrigens von vielen Beobachtern als rechtsextrem eingestuft. Doch selbst hier trifft Pawelka mit seinen revanchistischen Aussagen auf Widerspruch, wenn auch mit einer eigenwilligen Argumentation dahinter:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Was soll diese Diskussion, ich stamme von Schlesiern ab, von dieser Familie kann niemand zurückkehren, weil alle verhütet haben und fast keine Nachkommen da sind, und die die da sind, haben keine Lust zurückzukehren, einschließlich meiner Wenigkeit. Und so geht es auch den anderen, wer will heute aus Bayern , wo so viele Schlesier hinflüchteten , zurück nach Schlesien, doch kein Mensch. Ich bin auch dagegen dass man alles hinnimmt, aber wir beten doch täglich „ wir vergeben unseren Schuldigern“. Im Gegensatz zu den Palästinensern haben die Schlesier eine neue Bleibe gefunden, und will man die Polen dort wieder absiedeln? Überigens Deutschland hat Polen dreimal geteilt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Im Februar 2009 distanzierten sich laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuz.net" target="_blank">Wikipedia</a> Radio Vatikan sowie die deutsche und österreichische Bischofskonferenz ausdrücklich von kreuz.net. Die deutsche katholische Bischofskonferenz warf kreuz.net antisemitische und homophobe Äußerungen vor, die österreichische kritisierte „sektiererische Hetzpropaganda“. Teile der Website wurden demnach wegen Holocaustleugnung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.</p>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="http://www.politische-bildung-brandenburg.de/themen/die-extreme-rechte/blog/kreuznet-–-rechtsextreme-katholiken-im-internet" target="_blank">Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg</a> schrieb über kreuz.net:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Neben Holocaust-Leugnern, Antisemiten und aggressiven Abtreibungsgegnern schreiben auf kreuz.net auch Schwulenhasser. In einem Artikel über das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen heißt es: „Homo-Verlangen ist zwar eine schlimme Geisteskrankheit, aber erfahrungsgemäß immer vollständig heilbar.“ Die Artikelüberschrift lautet: „Ein Denkmal für Straftäter“. In einem anderen Beitrag wird ein Politiker als „homoperverser antikatholischer Abgeordneter und Vertreter der linksextremen ‘Grünen’-Partei“ bezeichnet. In vielen Artikeln wird ein Zusammenhang von Homosexualität und „Kinderschändung“ suggeriert.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und FAZ-Redakteur Daniel Deckers meinte am 20. Juni 2010 in einem Artikel über den Rücktritt von Walter Mixa:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;In dem von selbsternannten Rechtgläubigen betriebenen Internetportal „kreuz.net“. Dort wird das kirchliche Geschehen im deutschsprachigen Raum über Server in den Vereinigten Staaten tagtäglich im Hetzvokabular des „Stürmers“ kommentiert.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In diesem Umfeld veröffentlicht also Pawelka seine Texte über Polen. Übrigens heißt es ebenfalls bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St._Annaberg#Politische_Bedeutung_und_Schlachtfeld" target="_blank">Wikipedia</a> zu der Schlacht, welche Pawelka oben glorifizierte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Am 21. Mai 1921 erfolgte durch den aus deutschen Freikorps gebildeten Selbstschutz Oberschlesien (SSOS) im Sturm auf den Annaberg die Einnahme des Berges. Am 20. Oktober 1921 beschloss der Oberste Rat der Alliierten nach einer Empfehlung des Völkerbunds, den Osten des oberschlesischen Industriereviers, das einem Drittel der Gesamtfläche Oberschlesiens entsprach, an Polen zu übertragen. Beim Deutschen Reich verblieb der zwar flächen- und bevölkerungsmäßig größere, aber eher agrarisch strukturierte und dünner besiedelte Teil des Abstimmungsgebiets. Dieses Ereignis wurde sowohl während des Dritten Reiches als auch während der kommunistischen Herrschaft in Polen durch nationalistische Propagandadarstellungen verklärt&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und auch im 21. Jahrhundert wird dieses Ereignis in bestimmten Kreisen noch verklärt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf die Stellungnahme Pawelkas für das Bundesinnenministerium zu den &#8220;Heldentaten&#8221; von SJ in Kooperation mit  der rechtsextremen JLO darf man wahrhaftig gespannt sein. Angeblich war man sich <a title="Landsmannschaft und SJ: Berlin, wir haben kein Problem" href="http://npd-blog.info/2011/04/14/landsmannschaft-und-sj-gemeinsam-zum-schlesiertag/" target="_blank">beim Bundesdelegiertentreffen der Landsmannschaft bereits einig</a>, dass es keine Probleme mit Rechtsextremen gebe.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://npd-blog.info/?s=schlesische&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Alle Meldungen zur Schlesischen Jugend.</a></p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/1812a8a869b64887a2ee4ceb1c419442" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=17848&amp;md5=f07140600722c7d8cb2007ae3e0d8b93" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kritik an Steinbach: &#8220;Holocaust-Gedenken kein Taubenschlag&#8221;</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/02/03/steinbach-gedenken-100/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 15:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erika Steinbach]]></category>
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		<category><![CDATA[Holocaust-Gedenken]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentrum gegen Verbtreibungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Steinbach, steht in der Kritik, da sie die Gedenkveranstaltung am 27. Januar im Bundestag anlässlich der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor der Rede des polnischen Historiker Tych verlassen hat. Steinbach hatte andere Termine, heißt es aus ihrem Büro. Der Grünen-Abgeordnete Beck nennt ihr Verhalten hingegen „unerträglich“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Steinbach, steht in der Kritik, da sie die Gedenkveranstaltung am 27. Januar im Bundestag anlässlich der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor der Rede des polnischen Historiker Tych verlassen hat. Steinbach hatte andere Termine, heißt es aus ihrem Büro. Der Grünen-Abgeordnete Beck nennt ihr Verhalten hingegen „unerträglich“.</strong></p>
<div id="attachment_8549" class="wp-caption alignleft" style="width: 238px"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/02/steinbach.jpg"><img class="size-medium wp-image-8549" title="steinbach" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/02/steinbach-228x300.jpg" alt="steinbach" width="228" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Erika Steinbach (Foto: Dontworry/Wikipedia)</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das Verhalten von Erika Steinbach zeige, dass sie weder über das notwendige historische noch politische Feingefühl verfüge, so der Grünen-Abgeordnete Volker Beck auf Anfrage. „Für den Stiftungsrat der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung hat sie einmal mehr gezeigt, dass sie gänzlich ungeeignet ist.“ Der Versöhnungscharakter der Stiftung werde durch Steinbach in regelmäßigen Abständen konterkariert.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Erklärung, die BdV-Chegin habe andere Termine gehabt, hält Beck offenbar für unzureichend: Sie sei viel zu lange Politikerin, als das sie nicht wissen würde, welche Bedeutung es als Vorsitzende des Bundes für Vertriebene hat, das Plenum zu verlassen wenn ein polnischer Historiker redet.“ Die Gedenkstunde für die Opfer des Holocaust sei „keine Veranstaltung im Taubenschlag“.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Walze des Holocausts&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Am 27. Januar 1945 hatten Truppen der sowjetischen Roten Armee das deutsche Konzentrationslager Auschwitz befreit. Seit 1996 ist das Darum ein nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Im Bundestag findet dazu alljährlich eine Gedenkstunde statt. Neben dem israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres sprach in diesem Jahr zu diesem Anlass unter anderem der polnische Historiker Feliks Tych, geboren 1929. Er berichtete dabei von seinen eigenen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg. &#8220;Als ich mich von meinen Eltern verabschiedete, dachte ich keinen Moment daran, dass ich sie zum letzten Mal sehen könnte.&#8221; Die SS deportierte die Gettobewohner von Radomsko ins Vernichtungslager Treblinka: &#8220;So starben meine Eltern, mein ältester Bruder, seine Frau und ihr vierjähriges Kind und meine Schwester mit einem dreijährigen Kind. Ihr Mann war schon früher als politischer Häftling in Auschwitz umgekommen; dort starben auch meine älteste Schwester, ihr Mann und ihre siebenjährige Tochter.&#8221; Einen anderen erwachsenen Bruder habe die Gestapo im Herbst 1943 in den Ruinen des Warschauer Gettos erschossen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Tych hat die &#8220;Walze des Holocausts&#8221; unverkennbare Spuren hinterlassen. Die moralischen Normen großer Bevölkerungsgruppen seien bedenklich deformiert worden. &#8220;Der Holocaust hat in Teilen der Bevölkerung die niedrigsten Instinkte freigesetzt und sie in der Überzeugung bestärkt, dass man Juden immer ungestraft ermorden könne.&#8221; In den ersten 50 Jahren nach dem Holocaust sei dieser fast ausschließlich als deutscher Völkermord wahrgenommen worden, &#8220;was für eine Reihe von Ländern sehr bequem war&#8221;. Es sei längst kein Geheimnis mehr, dass fast in jedem europäischen Land, in dem die Nazis Juden verfolgten, &#8220;ein Teil der einheimischen Bevölkerung so oder anders in den Völkermord verwickelt war&#8221;. &#8220;Nichts kann das Dritte Reich von der Verantwortung für den Holocaust freisprechen&#8221;, sagte Tych. &#8220;Aber es gibt auch keinen Grund, die Regierungen Ungarns, Rumäniens, der Slowakei, Bulgariens oder Kroatiens, die diese Gesetze nachahmten, in der Erzählung über den Holocaust auszusparen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Steinbach höchst umstritten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Personalie Steinbach sorgt bereits seit Monaten für Debatten &#8211; und für Streit in der Regierung. Denn Außenminister Westerwelle will Steinbach nicht im Stiftungsrat des&#8221; Zentrums gegen Vertreibungen&#8221; sehen. Steinbach gilt vielen als ungeeignet, nicht zuletzt wegen ihrer Aussagen bezüglich desr deutschen Vergangenheit. So betonte Steinbach im Chat bei tagesschau.de, dass sich der BdV äußerst selbstkritisch der eigenen Geschichte stelle. Zwar sei das “eine oder andere” Mitglied auch bei der NSDAP gewesen, doch habe man “mehr Widerstandskämpfer als Nationalsozialisten” gehabt. Sie äußerte den Wunsch, dass auch andere so selbstkritsch gewesen wären wie der BdV.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Wissenschaftler Samuel Salzborn erklärte auf Anfrage des Autors, die Behauptung von Steinbach zu den Widerstandskämpfern im BdV sei “blanker Unsinn”. “Ob es unter den einfachen Mitglieder eine nennenswerte Anzahl von Widerstandskämpfern (was auch immer Frau Steinbach darunter verstehen mag) gibt oder gegeben hat, entzieht sich meiner Kenntnis”, so Salzborn. “Für die GEWÄHLTEN Führungen der Vertriebenenverbände, insbesondere die einflussreichen Landsmannschaften, ist diese Aussage für die 1950er und 1960er Jahre blanker Unsinn”.</p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch. <a rel="bookmark" href="../2009/11/22/steinbach-bdv191945/">Steinbach: “Mehr Widerstandskämpfer als Nazis im BdV”</a>, <a rel="bookmark" href="../2009/11/18/westerwelle-vaterlandsverrater558888/">Westerwelle, der Vaterlandsverräter</a>, <a rel="bookmark" href="../2009/11/15/vorsatzlich-geplante-vernichtungsaktion-gegen-deutsche-kein-kommentar/">“Vorsätzlich geplante Vernichtungsaktion gegen Deutsche”</a></p>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/8214753d6581404fb33fdeb4b28a4755" alt="" width="1" height="1" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Polen will &#8220;Auschwitz-Dieb&#8221; vor Gericht stellen</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/01/14/auschwitz-dieb522/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 09:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Polen]]></category>
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		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der mutmaßliche schwedische Drahtzieher des Diebstahls der Aufschrift "Arbeit macht frei" in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz, Anders Högstrom, soll nach dem Willen der Krakauer Staatsanwaltschaft in Polen vor Gericht gestellt werden. Zwei polnische Tatverdächtige hatten den Mann als den Auftraggeber des Diebstahls erkannt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der mutmaßliche schwedische Drahtzieher des Diebstahls der Aufschrift &#8220;Arbeit macht frei&#8221; in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz, Anders Högstrom, soll nach dem Willen der Krakauer Staatsanwaltschaft in Polen vor Gericht gestellt werden. Zwei polnische Tatverdächtige hätten den Mann als den Auftraggeber des Diebstahls erkannt, berichtet die &#8220;<a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2266236/polen-will-auschwitz-dieb-vor-gericht-stellen.story" target="_blank">Kleine Zeitung</a>&#8221; aus Österreich unter Bezug auf die Polnische Presse-Agentur PAP. Die Behörde habe eine 14-tägige Haft für den Schweden beantragt, heißt es in dem Bericht. Nach der Zustimmung des Gerichts solle &#8220;unverzüglich&#8221; ein europäischer Haftbefehl ausgestellt werden.</p>
<div id="attachment_7805" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/01/Auschwiz_Selektion.jpg"><img class="size-full wp-image-7805" title="1389.3 Holocaust F" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/01/Auschwiz_Selektion.jpg" alt="1389.3 Holocaust F" width="480" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">Jews from Subcarpathian Russia (then part of Hungary) undergo a &quot;Selektion&quot; on the ramp at the Auschwitz-Birkenau extermination camp, May 1944. The officer in front holding a riding crop is either SS Unterscharfuehrer Wilhelm Emmerich or SS Haupsturmfuehrer Georg Hoecker; inmates in striped uniforms—to be killed at a later date—assigned to the &quot;Kanada&quot; section collect the property. Note the physician in the white coat between the columns, Gyorgy Havas, selecting who is sent immediately to death and who will wait. Diese Datei wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Schriftzug &#8220;Arbeit macht frei&#8221; war vom Eingangstor der Gedenkstätte in der Nacht zum 18. Dezember entwendet worden. Vier polnische Diebe wurden drei Tage später festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. In mehreren Interviews für schwedische und polnische Zeitungen gab Högström zu, als Vermittler fungiert zu haben. Er wollte angeblich die Beute weiter verkaufen. Der 34-Jährige soll laut Medienberichten bis 1999 die Nationalsozialistische Front (NSF) geleitet haben, aber später aus der Nazi-Szene ausgestiegen sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2010/01/03/arbeit-macht-frei-auschwitz-9111029/">“Arbeit macht frei”-Diebstahl: Britischer Nazi-Sammler als Auftragsgeber?</a>, <a title="Permanent Link to 62 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen" rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/?p=1349"><span style="COLOR: #d9560f">Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen</span></a></p>
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		<title>Bahn soll NS-Opfer an Einkünften beteiligen</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/01/14/bahn-ns-opfer299/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 08:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Zug der Erinnerung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Verband polnischer Deportierter fordert einem Bericht der IKG Wien zufolge &#8220;humanitäre Hilfe&#8221; von der Deutschen Bahn. Die Bahn sei die Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn, die finanziell enorm von dem Transport von Nazi-Opfern profitiert habe, sagte der Präsident des größten Deportierten-Verbandes des Landes, Stanislaw Zalewski, dem Bericht zufolge. Heute wolle ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein Verband polnischer Deportierter fordert einem Bericht der <a href="http://www.ikg-wien.at/IKG/Members/admin/1236597267864/1263302606167?portal_skin=News&amp;id=1263302606167" target="_blank">IKG Wien</a> zufolge &#8220;humanitäre Hilfe&#8221; von der Deutschen Bahn. Die Bahn sei die Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn, die finanziell enorm von dem Transport von Nazi-Opfern profitiert habe, sagte der Präsident des größten Deportierten-Verbandes des Landes, Stanislaw Zalewski, dem Bericht zufolge. Heute wolle die Deutsche Bahn auf dem polnischen Markt aktiv werden. Da sei es nur gerecht, wenn sie einen Teil ihrer Einkünfte den ehemaligen Deportierten zur Verfügung stelle. &#8220;Medizinische Versorgung und Medikamente kosten viel in Polen, und der Mehrheit unserer Mitglieder geht es finanziell nicht gut.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Nach Angaben des 2007 gegründeten Vereins &#8220;<a href="http://www.zug-der-erinnerung.eu/" target="_blank">Zug der Erinnerung</a>&#8221; verdiente die Reichsbahn nach heutigen Berechnungen mindestens 445 Millionen Euro mit den Massendeportationen. Möglicherweise sei es sogar mehr als eine Milliarde Euro gewesen, heißt es in <a href="http://www.zug-der-erinnerung.eu/download/gutachten/Gutachten_Vorwort_DE.pdf" target="_blank">einer im November veröffentlichten Studie des Vereins</a>. Es sei das erste Mal, dass die Mordbeihilfe der &#8220;Reichsbahn&#8221; beziffert und den heutigen staatlichen Schuldnern zur Last gelegt werde, schrieb der Verein zu der Studie. Der &#8220;Zug der Erinnerung&#8221; rief zudem zur umgehenden Gründung eines Hilfsfonds auf, um die überlebenden Opfer unterstützen zu können. Die Deutsche Bahn hatte Ende 2009 eine Lizenz bei den polnischen Behörden beantragt, um gemeinsam mit der polnischen PKP Intercity von Berlin aus eine Linie ins polnische Ostseebad Kolobrzeg (Kolberg) zu betreiben (siehe auch <a href="http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/unternehmen/presse/presseinformationen/bbmv/bbmv20100112.html" target="_blank">Pressemitteilung der Bahn</a>). Darüber hinaus fährt im Rahmen der Zusammenarbeit bereits zwischen den jeweiligen Hauptstädten der Berlin-Warschau-Express.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jahrelanger Kampf für die Ausstellungen</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/01/zugdererinnerung2.JPG"><img class="alignleft size-medium wp-image-8036" title="zugdererinnerung2" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/01/zugdererinnerung2-300x249.jpg" alt="zugdererinnerung2" width="300" height="249" /></a>Lange hatte sich die Bahn gegen die Ausstellungen des Vereins &#8220;Zug der Erinnerung&#8221; gesperrt, die an die Rolle des Unternehmens bei den Transporten von Menschen in die Konzentrationslager thematisieren. Schließlich gab es doch eine Einigung, doch der Ärger ging  weiter. Für die rollende Ausstellung “Zug der Erinnerung” sollten die Veranstalter Gebühren an die Deutsche Bahn zahlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Beate Klarsfeld, die sich für eine Ausstellung jahrelang eingesetzt hatte, sagte im <a href="http://www.tagesschau.de/inland/meldung110348.html" target="_blank">Interview mit tagesschau.de</a> zu der Ausseinandersetzung mit der Bahn, Mehdorn fehle das Gefühl für Verantwortung. In Frankreich sei das Zeigen der Ausstellung kein Problem gewesen, so Klarsfeld, die Staatsbahn SNCF habe sich sehr kooperativ verhalten. Dort seien 18 große Reisebahnhöfe genutzt worden, um “die Kinder in die Wirklichkeit zurückzuholen. Die Reisenden sehen in der Ausstellung die Kinder vor der Deportation – lächelnde Kinder. Und sie lesen den Text, wann die Kinder deportiert und von ihren Eltern getrennt wurden. Denn Kinder wurden sofort vergast. Dann nehmen die Reisenden ihren Zug und denken: Vor 60 Jahren wurden auf diesen Strecken diese Kinder nach Auschwitz deportiert.“ Somit werde eine viel bedeutendere Beziehung zu den Ereignissen geschaffen, als wenn Menschen in ein Museum gingen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/extra/11000kinder/erinnerung.php" target="_blank">Fotos aus der Ausstellung 11.000 Kinder.</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2009/05/15/bahn-soll-erhobene-gebuhren-an-den-zug-der-erinnerung-spenden/">Bahn soll erhobene Gebühren an den “Zug der Erinnerung” spenden</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2009/03/19/the-nazis-and-the-%e2%80%9cfinal-solution%e2%80%9d-episode-55/">The Nazis and the “Final Solution” (Episode 5/5)</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2009/03/05/ausstellung-zuge-in-den-tod/">Ausstellung: Züge in den Tod</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2009/01/29/erinnerungspolitik-kunst-vs-padagogik/">Erinnerungspolitik: Kunst vs Pädagogik?</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2008/03/11/zug-der-erinnerung-bahn-verdient-offenbar-an-holocaust-gedenken/">Zug der Erinnerung: Bahn verdient offenbar an Holocaust-Gedenken</a></p>
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