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	<title>Publikative.org &#187; Kultur</title>
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		<title>&#8220;Gewaltmusik&#8221;: Verlautbarungen aus einer anderen Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewaltmusik]]></category>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Musikwissenschaftler Klaus Miehling hat sich im Lauf der Jahre bei Populärmusikfans einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Denn tatsächlich führt Miehling die Missstände der westlichen Gesellschaften in erheblichem Umfang auf das Hören von Popmusik zurück. Diese Musik bezeichnet er als “Gewaltmusik“. Neulich schreckte der Wissenschaftler auch nicht davor zurück, sich zum Thema Rechtsextremismus provozierend zu äußern.   ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Der promovierte Musikwissenschaftler Klaus Miehling hat sich im Lauf der Jahre bei Populärmusikfans einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet. Denn tatsächlich führt Miehling die Missstände der westlichen Gesellschaften in erheblichem Umfang auf das Hören von Popmusik zurück. Diese Musik bezeichnet er aufgrund ihrer vermeintlich klanglichen Aggressivität als “Gewaltmusik“. Neulich schreckte der Wissenschaftler auch nicht davor zurück, sich zum Thema Rechtsextremismus provozierend zu äußern. </strong>  </p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Stefan Kubon</em></p>
<p style="text-align: justify;">Miehling ist ein diskursfreudiger Zeitgenosse. In der Gästebuchrubrik seiner <a href="http://klausmiehling.npage.de/" target="_blank">Homepage</a> diskutiert er seit vielen Jahren mit seinen zahlreichen Kritikern. Dabei wird dem Musikwissenschaftler immer wieder vorgehalten, dass seine Thesen hinsichtlich einer negativen Wirkung der Popmusik falsch seien. Allerdings hat Miehling kaum Mühen gescheut, die angebliche Richtigkeit seiner Thesen zu beweisen. Im Jahr 2006 veröffentlichte er das Buch “Gewaltmusik – Musikgewalt: Populäre Musik und die Folgen“, das immerhin einen Umfang von 686 Seiten aufweist.</p>
<div id="attachment_23361" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2012/02/immortal.jpg"><img class="size-full wp-image-23361" title="immortal" src="http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2012/02/immortal.jpg" alt="Wie für die &quot;Gewaltmusik&quot; gemalt: die norwegische Band Immortal " width="550" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Wie für die &quot;Gewaltmusik&quot; gemalt: die norwegische Band Immortal</p></div>
<p style="text-align: justify;">Außerdem stehen auf Miehlings Webseite viele Aufsätze zur Einsicht bereit, in denen er ebenfalls seine Kritik an der Popmusik darlegt. Ferner verkündet der umtriebige Wissenschaftler seine Thesen durch den sogenannten “Gewaltmusik-Nachrichtenbrief“ (GMNB). Den GMNB gibt es bereits seit einigen Jahren, er erscheint wöchentlich. Eine ausgewählte Gruppe an Personen erhält ihn automatisch zugesandt. Doch er steht auch auf Miehlings Homepage zum Gratis-Download bereit. Beim Lesen der vielfältigen Veröffentlichungen wird schnell klar, dass man es hier mit einem konservativen bis reaktionären Menschen zu tun hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Reaktionäres Weltbild</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Miehling geht davon aus, dass die bundesdeutsche Gesellschaft seit den 1950er Jahren von einem kulturellen Zerfallsprozess geprägt ist. Dafür soll angeblich in einem beachtlichen Ausmaß die Popmusik verantwortlich sein. Erwartungsgemäß beurteilt Miehling die Studentenrevolte von 1968 als ein äußerst dekadentes historisches Ereignis. Auch dieser vermeintliche Höhepunkt kultureller Dekadenz sei nicht zuletzt durch den Siegeszug der “Gewaltmusik“ erklärbar. Zumindest basieren die reaktionären Sichtweisen des Musikwissenschaftlers in einem Punkt auf einem wahren Sachverhalt: Die bis heute andauernde Erfolgsgeschichte der Popmusik begann in der Tat in den 1950er Jahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Bislang ist Miehling eigentlich nur bei kulturellen Fragen als besonders verwegener Diskursteilnehmer aufgefallen. Inzwischen führt sein Kampf gegen die “Gewaltmusik“ aber dazu, dass er sich auch bei poltischen Themen überaus provozierend zu Wort meldet. So hat er neuerdings sehr kühne Thesen zum Thema Rechtsextremismus im Angebot.    </p>
<p style="text-align: justify;">Am 2. Januar dieses Jahres sah sich Miehling in seinem Gästebuch mit der Kritik eines besonders aufgebrachten Besuchers konfrontiert. Der Kritiker monierte, dass Miehling bei seinem publizistischen Kampf gegen die “Gewaltmusik“ auf ein Videoangebot der rechtspopulistischen Partei “Bürgerbewegung pro Deutschland“ (PRO D) hingewiesen hatte. Als diskursfreudiger Zeitgenosse war Miehling freilich nicht um eine Antwort verlegen. Eine mitunter sehr verblüffende Diskussion zum Thema Rechtsextremismus nahm ihren Lauf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verharmlosung des Rechtsextremismus </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Erwartungsgemäß sorgte Miehling für den tragisch-komischen Höhepunkt des Gesprächs. Denn nachdem sein Gesprächspartner ihm mitgeteilt hatte, schon mehrfach von Rechtsextremisten bedroht worden zu sein, gab der “Gewaltmusik“-Kritiker Miehling am 4. Januar unter anderem Folgendes zum Besten: “Was ich bisher von Pro Deutschland gelesen und gesehen habe, hat nichts mit Extremismus zu tun. Ich bin aber nicht Mitglied dieser Partei und muss mich daher nicht für ihre Inhalte und Mitglieder rechtfertigen. Ich wüsste keine Partei oder Gruppierung im konservativen Bereich, die nicht schon von politisch Andersdenkenden des Extremismus bezichtigt worden wäre. Welche würden Sie denn empfehlen? Ich kann extremistische Ansätze allenfalls bei der NPD erkennen, und wenn diese so deutlich wären, wäre die Partei bereits verboten. Vielleicht wissen Sie mehr als ich, aber Sie können mir nicht vorwerfen, dass ich mir aufgrund der mir vorliegenden Informationen eine eigene Meinung bilde.“</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn viele Leser langsam daran zweifeln werden: Den Musikwissenschaftler Klaus Miehling gibt es wirklich (zumindest nach den mir vorliegenden Informationen). Machen wir uns also das schier Unglaubliche nachhaltig bewusst und fassen zusammen: Miehling äußert sich seit Jahren regelmäßig zum kulturellen Zustand der bundesdeutschen Gesellschaft. Und zweifellos lebt er nicht im Ausland, sondern in Deutschland. Trotzdem scheint es so, als ob Miehling nicht in der Lage ist, relativ schlichte Sachverhalte zu rezipieren. Um das krasseste Beispiel zu nennen: Seit Jahren ist es ein weitverbreiteter Konsens, dass es sich bei der NPD um eine rechtsextreme Partei handelt. Selbst rechte Politiker, Parteien und Zeitungen sind sich dessen sicher. Doch Miehling behauptet allen Ernstes, dass “extremistische Ansätze allenfalls bei der NPD“ zu erkennen sind. Obwohl Miehling auf dem Planeten Erde beheimatet ist, muss man daran zweifeln, ob seine “vorliegenden Informationen“ tatsächlich von dieser Welt sein können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein Hauch von Selbstzweifel  </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Fairerweise sei aber auch daran erinnert, dass er es immerhin für möglich hält, in Sachen Rechtsextremismus nicht ausreichend informiert zu sein (“Vielleicht wissen Sie mehr als ich“). Aber selbst bei diesem durchaus ehrlich wirkenden Aufflackern eines Selbstzweifels vollbringt Miehling ein besonderes Kunststück: Er vermittelt den Eindruck, jeder halbwegs informierte Zeitgenosse sei im Besitz eines ganz exklusiven Geheimwissens. </p>
<p style="text-align: justify;">In dem besagten Text vom 4. Januar berichtet Miehling noch davon, dass ihm der Parteivorsitzende von PRO D, Manfred Rouhs, in Aussicht gestellt habe, er könne in dessen Zeitschrift “nation24.de“ einen Artikel zum Thema “Gewaltmusik“ veröffentlichen. Anschließend beendet Miehling seinen Text, indem er erklärt, er würde auch mit linken politischen Kräften zusammenarbeiten, wenn er dort seine Ansichten zur “Gewaltmusik“ verbreiten könnte: “Und, ja, wenn die linke TAZ mir dieses Angebot machen würde, würde ich es ebenfalls annehmen. Ich bin nämlich bereit, mit jeder politischen Richtung, die in unserem Land nicht als verfassungsfeindlich verboten ist, in den Dialog zu treten.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eine fast grenzenlose Diskursbereitschaft</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Selbstzweifel sind bei Miehling eher die Ausnahme als die Regel. Wenn es um sein eigentliches Steckenpferd “Gewaltmusik“ geht, gewinnt man fast immer den Eindruck, dass er von seiner Sache vollständig überzeugt ist. Diese Leidenschaft für ein Thema, das man bestenfalls als merkwürdig bezeichnen kann, wirkt auf viele Menschen äußerst irritierend. Tatsächlich geben fast alle seine Gesprächspartner irgendwann völlig entnervt auf, wenn sie mit Miehlings Selbstsicherheit und seinen absurden Ansichten konfrontiert werden. Die Menge an Diskutanten, die Miehling im Lauf der Jahre verschlissen hat, ist beträchtlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Besucher seines Gästebuchs versuchen aber erst gar nicht, eine ernsthafte Diskussion zu führen. Manche machen sich über ihn lustig, andere beschimpfen ihn sogar aufs Übelste. Oftmals lässt Miehling solche Kommentare in seinem Gästebuch stehen, weil er glaubt, damit beweisen zu können, wie verkommen die Welt der Populärmusik ist. Mittlerweile haben die Diskussionen auf Miehlings Webseite eine neue Größenordnung erreicht. So sah sich der Wissenschaftler am 24. Januar dieses Jahres dazu veranlasst, seine Homepage mit einer neuen Rubrik auszustatten. Bezeichnenderweise trägt sie den Namen “<a href="http://klausmiehling.npage.de/korrespondenz-beitraege-die-zu-lang-fuer-das-gaestebuch-sind.html" target="_blank">Korrespondenz (Beiträge, die zu lang für das Gästebuch sind)</a>“.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gefährlichkeit und Attraktivität des Themas “Gewaltmusik“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Miehlings Thesen zur “Gewaltmusik“ sind sicherlich reaktionär. Doch als wirklich gefährlich wird man sie kaum bezeichnen können. Selbst in rechten Kreisen dürfte er mit seinen skurrilen Thesen zur Popmusik auf weitgehend taube Ohren stoßen. Wie soll mit dieser Botschaft beispielsweise die popmusikbegeisterte Jugend geködert werden?! Und trotz Miehlings Aussage in Sachen “nation24.de“: Die meisten rechten Narrenblätter werden wahrscheinlich kein sonderlich großes Interesse daran haben, ihrer ohnehin schon lächerlichen Kulturkritik noch mit dem besonders grotesk wirkenden Thema “Gewaltmusik“ die Krone aufzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bislang dürfte Miehling mit seinen grobschlächtigen Ansichten zur Popmusik noch nicht allzu viel Schaden angerichtet haben. Erstaunlich bleibt, dass er als echter Liebhaber klassischer Musik zweifelsfrei auch ein feinsinniger Mensch ist. In diesem Zusammenhang ist er unter anderem als Komponist und Musiker tätig. Leider mangelt es Miehling nicht nur bei seinen Aussagen zur Popmusik an Feingefühl. Seine Kommentare zum Rechtsextremismus könnten Opfer rechter Gewalt durchaus als Verhöhnung empfinden. Zumindest sind sie eine eklatante Verharmlosung dieser menschenverachtenden Ideologie. Man kann Miehling nur wünschen, dass er bei seinem weltfremden Kampf gegen die “Gewaltmusik“ nicht noch weiter auf rechte Abwege gerät.</p>
<blockquote><p><em>Klaus Miehlings Buch “Gewaltmusik – Musikgewalt: Populäre Musik und die Folgen“ hat Stefan Kubon für das Online-Musikmagazin “Amboss-Mag.de“ rezensiert: http://www.amboss-mag.de/reviews/Archiv2/09/r04-09/buch-gewaltmusik.html</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/3ff4c7bdddde416e91c3e1638474c6b6" width="1" height="1" alt=""></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=23360&amp;md5=28f1848a10903f1874be84be05bb58aa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Muße ist eine Haltung</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 19:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur zum Thema]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind Gejagte. Getrieben vom Druck der Arbeit, vom Zwang Optionen zu sammeln und vom Anspruch ununterbrochen erreichbar zu sein, rasen wir durch die Zeit. Was sind die Ursachen für diese spürbare Beschleunigung? Wie kann man dem Teufelskreis der Zeitnot entkommen? Diese Fragen stellt sich auch der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsredakteur Ulrich Schnabel in seinem Buch “Muße: Vom Glück des Nichtstuns“. Darin plädiert er für den Müßiggang und die Aufwertung der scheinbar leeren Zeit. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Wir sind Gejagte. Getrieben vom Druck der Arbeit, vom Zwang Optionen zu sammeln und vom Anspruch ununterbrochen erreichbar zu sein, rasen wir durch die Zeit. Was sind die Ursachen für diese spürbare Beschleunigung? Wie kann man dem Teufelskreis der Zeitnot entkommen? Diese Fragen stellt sich auch der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsredakteur Ulrich Schnabel in seinem Buch “Muße: Vom Glück des Nichtstuns“. Darin plädiert er für den Müßiggang und die Aufwertung der scheinbar leeren Zeit.</strong> </p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Julia Kubon</em> </p>
<p style="text-align: justify;">Ein riesiges Angebot von Zerstreuungsmöglichkeiten und andauernden Ablenkungen hält uns davon ab, zum Wesentlichen vorzudringen. Deshalb haben wir das Gefühl ständig hintendran zu sein bzw. nicht Schritt halten zu können. Auch Zeitmanagement und technischer Fortschritt können dieses Problem nicht lösen, denn mit der gewonnenen Zeit wachsen gleichzeitig auch Anforderungen und Ansprüche. Fortwährend sind wir auf der Suche nach Verbesserungen.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_23302" class="wp-caption aligncenter" style="width: 727px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2012/02/Zeit_für_Muße.jpg"><img class=" wp-image-23302 " title="Der Traum vom süßen Nichtstun" src="http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2012/02/Zeit_für_Muße-1024x768.jpg" alt="Der Traum vom süßen Nichtstun (Foto: Stefan Kubon)" width="717" height="538" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Der Traum vom süßen Nichtstun (Foto: Stefan Kubon)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;">Wollen wir den Stress reduzieren, müssen wir die Kontrolle über unsere Zeit zurückgewinnen und auf immer neue Möglichkeiten und Alternativen verzichten lernen. Da wir der Informationsflut jedoch nicht gänzlich entkommen können, so Schnabels These, müssen wir einen souveränen Umgang mit ihr lernen. Dieser Umgang besteht in schrittweiser Selbstkontrolle und ausreichenden Ruhepausen. Doch ist Müßiggang in unserer Leistungsgesellschaft überhaupt noch möglich? </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Müßiggänger sind nicht gern gesehen</strong> </p>
<p style="text-align: justify;">Zugegeben: Als Müßiggänger hat man es schwer. In unserer Gesellschaft wird die Aktivität zelebriert, zum Teil auch nur um ihrer selbst willen. In solch einer Umgebung kann man nicht auf Anerkennung fürs Nichtstun hoffen. Schnabel schlägt deshalb erste kleine Schritte vor, um der Muße ein bisschen näher zu kommen. Hat man nämlich verstanden, was Muße nicht ist und wie sie nicht funktioniert, ist das schon ein guter Anfang. Wer also glaubt, Muße lässt sich einfach konsumieren oder erfordert außergewöhnliche Erlebnisse und besondere Auszeiten, der muss erst einmal umdenken. </p>
<p style="text-align: justify;">Muße ist eine Haltung, die nicht vom Ort oder dem Zeitaufwand abhängig ist. Die Sozialwissenschaftlerin Helga Nowtony hat es so formuliert: “Muße ist die Übereinstimmung zwischen mir und dem, worauf es in meinem Leben ankommt.“ </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Muße lohnt sich – der Beweis</strong><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch empirische Studien interessieren sich für das süße Nichtstun und stellen fest: Tiefer Schlaf, Nickerchen, Faulenzen und Meditieren, all dies steigert das Wohlbefinden, fördert die Kreativität und verbessert die Leistungskraft. Es ist also wissenschaftlich erwiesen, dass man schöpferische Pausen braucht, um sich auf sich selbst zu besinnen und wirklich neue Ideen zu entwickeln. Mit diesen Ergebnissen stützt Schnabel seine These, dass Muße auch einen messbaren Wert besitzt. </p>
<p style="text-align: justify;">Diese von Nützlichkeitsüberlegungen getragene Argumentationsweise auf eine Tätigkeit anzuwenden, die ihren Wert ja gerade in sich selbst trägt, erscheint absurd. Doch Schnabel macht klar, dass er sich hier ausdrücklich an alle Akteure der Leistungsgesellschaft wendet, die das Effektivitätsprinzip schon zutiefst verinnerlicht haben. Ihnen will er die Muße schmackhaft machen, indem er aufzeigt: Sie ist selbst sinnvoll wenn man den Maßstab der modernen Leistungsgesellschaft anlegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch ein Patentrezept, wie man die Muße für seine Zwecke nutzt, das will Schnabel deutlich machen, gibt es nicht. So lässt er Prominente aus Sport, Kunst und Wirtschaft in der “Galerie der Müßiggänger“ zu Wort kommen. Sie erklären, welche Bedeutung die Muße für sie ganz persönlich hat und wie ihr Erfolg auch aus ausreichenden Ruhepausen resultiert. </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Todesangst der Beschleunigungsgesellschaft</strong> </p>
<p style="text-align: justify;">Die besondere Stärke des Buchs ist, dass Schnabel sich nicht darauf beschränkt, eine Bestandsaufnahme und gute Ratschläge zu liefern. In diesem Sinne begibt er sich auf die Suche nach den tieferen Ursachen, weshalb wir heute in einer Beschleunigungsgesellschaft leben. Neben historischen Entwicklungen, wissenschaftlichem Fortschritt und wirtschaftlichem Denken identifiziert er die Angst vor dem Tod als weitere Ursache. Das Leben ist sozusagen unsere letzte Chance:</p>
<blockquote><p>“Denn wer die Aussicht auf Fortsetzung im Jenseits verloren hat, dem bleibt nur eine Hoffnung auf das Paradies – er muss es hier und heute verwirklichen.“ </p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Leider verzichtet Schnabel darauf, diese existenzielle Feststellung zu vertiefen. Doch dafür präsentiert der Autor dem Leser noch viele andere interessante Ergebnisse. </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein Buch, das zur Muße einlädt</strong> </p>
<p style="text-align: justify;">Nach Schnabel sind wir erst bei der Muße angekommen, wenn wir ruhen und uns von ihr einholen lassen. Das Glück des Nichtstuns besteht also darin, zu erkennen, dass wir die ständige Jagd nicht mehr nötig haben: “Muße ist ( …) einerseits die Voraussetzung für jegliche Transzendenzerfahrung und andererseits bereits Teil dieser Erfahrung selbst“.</p>
<p style="text-align: justify;">Es erscheint eher fraglich, ob die Umsetzung dieser und anderer Weisheiten mit den eher simpel gestalteten, in der Regel bereits bekannten Ratschlägen möglich ist. Doch nicht zuletzt der gut verständliche Stil, die zahlreichen Anekdoten und die anschaulichen Beispiele sorgen für vergnügliche Stunden beim Lesen – und ehe man sich versieht, ertappt man sich zufrieden beim Müßiggang.</p>
<p><em>Ulrich Schnabel: Muße: Vom Glück des Nichtstuns, Karl Blessing Verlag, München 2010, 288 Seiten, 19,95 Euro.</em></p>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=nbi-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=389667434X&amp;ref=tf_til&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a href="http://www.publikative.org/2011/12/28/das-ausgebrannte-volk/" rel="bookmark">Das ausgebrannte Volk</a></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/4b407e7089e14bf9968c9d99daacfc77" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=23301&amp;md5=5804b05db51e60601fdff421fde9c768" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vom Rumpel-Rock zum Nazi-Reggae</title>
		<link>http://www.publikative.org/2012/01/30/vom-rumpel-rock-zum-nazi-reggae/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik. Oi]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsrock]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfangs der 1980er Jahre war der deutsche Rechtsrock eine echte Lachnummer. Doch aus den albernen Schüttelreimen und der unhörbaren Rumpelmusik ist ein Millionengeschäft geworden. Die Rechtsextremen klauten bei immer mehr Stilen, um ihre Bewegung kulturell auszurüsten, wie im dritten Teil der Serie Rechtsextremismus als soziale Bewegung geschildert wird.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Anfangs der 1980er Jahre war der deutsche Rechtsrock eine echte Lachnummer. Doch aus den albernen Schüttelreimen und der unhörbaren Rumpelmusik ist ein Millionengeschäft geworden. Die Rechtsextremen klauten bei immer mehr Stilen, um ihre Bewegung kulturell auszurüsten, wie im dritten Teil der Serie Rechtsextremismus als soziale Bewegung geschildert wird.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von <a href="http://www.facebook.com/pgensing" target="_blank">Patrick Gensing</a></em><a href="http://www.facebook.com/pgensing" target="_blank"> </a></p>
<p style="text-align: justify;">Die ersten Gehversuche deutscher Rechtsrockbands aus den 1980er Jahren legen Zeugnis von der kulturellen Armseligkeit der damaligen Szene ab – sie brillieren durch unfreiwillige Komik; dennoch sind sie der Auftakt einer Erfolgsgeschichte des deutschen Rechtsrocks, anfangs belächelt, heute ein Millionengeschäft.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielte das Label Rock-O-Rama, zu dem es <a href="http://www.moloko-plus.de/artikel/stories-histories/rock-o-rama-records-1395" target="_blank">hier eine lesenswerte Chronik gibt</a>.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/HhKtBNcHV0M" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Deutsch&#8221; ist an dieser Musik eigentlich nichts, dennoch erwuchs aus den stümperhaften Songs und den albernen Schüttelreimen der Soundtrack einer neuen Bewegung.</p>
<p style="text-align: justify;">Fast alle im Rechtsextremismus verbreiteten Stile, Moden und Aktionsformen wurden anderswo geklaut und inhaltlich neu besetzt. Rock`n`Roll galt bei wenig fortschrittlichen Menschen lange als Teufelszeug und „Negermusik“, die Skinhead-Mode stammt aus Jamaica und kam über England auf den Kontinent. Die ersten Skinheads waren keine Rassisten und hatten nichts mit „White Pride“ am Hut, ihre Musik war der jamaikanische Ska, der sich mit englischer Musik zu neuen Stilen weiterentwickelte.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/mggNcFsUlRo" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>The Police war dann die erste Band, die mit dem Offbeat und Punk-Einflüssen international erfolgreich wurde.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/x2HYohNWlD4" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schwarzer Block</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zurück zu den weniger erfreulichen Abzweigungen der Skinhead-Kultur, die in Deutschland mitterweile als veraltet gilt, obwohl der glatzköpfige Schläger mit 32-Loch-Doc-Martens weiterhin gerne als Mottobild in den Medien benutzt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch eine neue rechtsextreme Aktionsform sorgte in Deutschland in den vergangenen Jahren für Aufsehen: die „Autonomen Nationalisten“ – abgekupfert vom Auftreten der linksradikalen Autonomen. Zunächst nur in (einst) linken Hochburgen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und Göttingen bekannt, ist diese Aktionsform inzwischen auch bei Neonazis in Vorpommern angekommen.</p>
<div id="attachment_17684" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2011/04/Bückeburger-Nazis-erster-Mai-Berlin.jpg"><img class="size-full wp-image-17684" title="Bückeburger Nazis erster Mai Berlin" src="http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2011/04/Bückeburger-Nazis-erster-Mai-Berlin.jpg" alt="Autonome Nationalisten aus der Provinz am 1. Mai 2010 in Berlin" width="540" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Autonome Nationalisten aus der Provinz am 1. Mai 2010 in Berlin</p></div>
<p style="text-align: justify;">Outfits, Symbole und Parolen anderer Subkulturen wurden übernommen und uminterpretiert. Kompatibel erscheint besonders ehemals linke Kampf- und Widerstandsrhetorik und -symbolik – hier sei zuvorderst das „Palituch“ (Palästinensertuch) angeführt, welches die antizionistische und antisemitische Ausrichtung der Rechtsextremisten nach außen symbolisieren soll. Der Stil der Autonomen Nationalisten bietet viele Vorteile: funktional auf Demos und unauffällig im Alltag, dazu modisch anpassungsfähig.</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens waren bereits Mitte der 1970er Jahre Schwarze Blöcke auf Neonazi-Demos aufgetaucht. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Roeder" target="_blank">Manfred Roeder</a> kann als eine Art Visionär des “Nationalen Widerstands” angesehen werden. So nahm er 1975 die heutigen schwarzen Blöcke auf Neonazi-Demonstrationen vorweg. Beispielsweise am 17. Juni 1975, als nach Angaben des Verfassungsschutzes in Bonn ca. 3500 Angehörige der NPD, der DVU, der Wiking-Jugend, des Stahlhelm und neonazistischer Gruppen mit Fahnen, Transparenten und Sprechchören für die Wiedervereinigung demonstrierten. Unter den Teilnehmern trat demnach eine Gruppe von etwa 120 einheitlich schwarz gekleideten jungen Leuten mit schwarz-weiß-roten Fahnen hervor, die dem neonazistischen Kreis um Manfred Roeder aus Hessen zuzuordnen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Piercings, Hatecore-Shirts und Kapuzenpullover waren damals allerdings noch nicht angesagt bei den Neonazis &#8211; es fehlte ein kultureller Kontext, der heute vorhanden ist. Musikalisch waren die Rechtsextremen mit ihren völkischen Gesängen maximal uncool.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dynamische Bewegung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile ist eine ganze rechtsextreme Kulturwelt erwachsen &#8211; und der Bewegung muss eine gewisse Dynamik zugestanden werden: neue Aktionsformen und Stile werden erprobt, möglicherweise verworfen oder integriert, daraus erwachsen teilweise neue Szenen. Nur das kreative Potenzial fehlt, immer wieder müssen die Rechtsextremen woanders klauen, um noch irgendwie als zeitgemäß zu gelten. Mittlerweile gibt es sogar rechtsextremen Rap &#8211; und in Schweden setzten Neonazis dem bizarren Treiben die Krone auf und versuchten sich an einer Reggae-Adaption.</p>
<p style="text-align: justify;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/sJDy1BhLtdY" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe> </p>
<p style="text-align: justify;"> Wie wäre es denn mit deutschen Nazis, die sich an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klezmer" target="_blank">Klezmer</a>-Musik versuchen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In the streets of Fürstenwalde</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Selbst die sogenannten „National befreiten Zone“ können als eine Kopie von städtischen „Gang“-Strategien gesehen werden. Hinter „National befreiten Zonen“ steht die Idee, in bestimmten Teilen eines Dorfes, einer Stadt oder einer ganzen Region die staatliche Macht so weit zurückzudrängen, dass die örtlichen Rechtsextremisten selbst sanktionsfähig werden. Der „Nationaldemokratische Hochschulbund“ (NHB) brachte im Jahr 1991 den Begriff in einem Strategiepapier ein, die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) propagieren den Begriff dann weiter. Angeblich stammt dieses Konzept aus den Guerilla-Bewegungen Südamerikas.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings gibt es auch strukturelle Hinweise auf einen ganz anderen Ursprung. So waren es in Städten kriminelle Milieus, mafiöse Strukturen, Gangs, die so vorgingen – die Revierkämpfe zwischen Banden zeigen dies. Dabei ging es um wirtschaftlichen, aber auch politischen Einfluss, um kulturelle Hegemonie ebenso. Das Konzept der „National befreiten Zonen“, dieser Begriff wurde zum Unwort des Jahres 2000 gekürt, lässt sich gut auf das Land übertragen: So tauchen in einigen Regionen öffentlich kaum andere Milieus auf, die sich gegen aggressives rechtsextremes Hegemoniestreben auflehnen können, die Infrastruktur ist übersichtlich, die Kontrolle über wenige öffentliche Punkte reicht aus, um Macht zu demonstrieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dimensionen einer Bewegung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die rechtsextreme Bewegung hat sich ausdifferenziert &#8211; von einer abgeschlossenen Szene kann keine Rede mehr sein, um den harten Kern der Bewegung haben sich Sympathisanten, Unterstützer und Basisaktivisten versammelt, sie sind die Dimensionen einer sozialen Bewegung, wie <a href="http://www.publikative.org/2012/02/07/dimensionen-einer-sozialen-bewegung/">der vierte Teil der Serie Rechtsextremismus als soziale Bewegung zeigen wird</a>.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.publikative.org/2012/01/24/terror-trio-rechtsextremismus-als-soziale-bewegung/">Teil I: Terror-Trio? Rechtsextremismus als soziale Bewegung</a></p>
<p><a href="http://www.publikative.org/2012/01/25/rechtsextremismus-als-soziale-bewegung-feindbild-stadt/" rel="bookmark">Teil II: Rechtsextremismus als soziale Bewegung: Feindbild Stadt</a></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p>:<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/3f592214d9e9404bbcb59e4ae29a943a" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=22958&amp;md5=7296078b014a60691efd2d2868e6593e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.publikative.org/2012/01/30/vom-rumpel-rock-zum-nazi-reggae/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Alltagsrassismus: Alles nur Theater?</title>
		<link>http://www.publikative.org/2012/01/18/alltagsrassismus-alles-nur-theater/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 08:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Blackface]]></category>
		<category><![CDATA[Didi Hallervorden]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland wird Rassismus im Allgemeinen verurteilt. Wie hohl diese Rhetorik ist, zeigt sich insbesondere dann, wenn Alltagsrassismus skandalisiert wird. Weiche Formen der Diskriminierung stoßen hierzulande immer noch massive Abwehrreflexe, wie die Auseinandersetzung um den Blackface-Einsatz am Berliner Schlosspark-Theater zeigt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>In Deutschland wird Rassismus im Allgemeinen verurteilt. Wie hohl diese Rhetorik ist, zeigt sich insbesondere dann, wenn es um Alltagsrassismus geht: Das Ansprechen von &#8220;weichen&#8221; Formen der Diskriminierung stößt hierzulande noch immer auf massive Abwehrreflexe, wie die Auseinandersetzung um den Blackface-Einsatz am Berliner Schlosspark-Theater zeigt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Andreas Strippel</em></p>
<p style="text-align: justify;">Dieter Hallervorden fühlt sich missverstanden. Ausgerechnet er, der sich so oft über Rechte und Rechtsradikale und ihre Ansichten lustig gemacht hat, soll eine rassistische Inszenierung an seinem Theater haben. In dem Stück „Ich bin nicht Rappaport“ wird mit Blackface gearbeitet, also ein weißer Schauspieler wird schwarz geschminkt. Dass an deutschen Theatern die rassistische Tradition des Blackface ignoriert wird, ist ein Musterbeispiel für die Ignoranz der Wohlmeinenden gegenüber dem Alltagsrassismus.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Vorwurf wird zurückgewiesen und dabei offenbart man ein tiefes Unverständnis gegenüber dem, was Rassismus ist und wie er funktioniert. Gerade für Menschen, die selbst anti-rassistisch engagiert sind, ist die Vorstellung, sich selbst rassistisch zu verhalten oder zu äußern, oftmals abwegig. Weil man etwas nicht rassistisch gemeint habe, könne es auch nicht rassistisch sein. Damit wird Rassismus jedoch auf ein individuelles Problem reduziert, das die Diskriminierten selbst mit  ein bisschen gutem Willen aus der Welt schaffen könnten, wenn sie sich nur nicht so anstellen würden.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_22390" class="wp-caption alignleft" style="width: 274px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.publikative.org/2012/01/08/rassismus-ist-wenn-man-trotzdem-lacht/alexandra_a1/" rel="attachment wp-att-22390"><img class="size-medium wp-image-22390" title="Rappaport" src="http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2012/01/rappaport2-264x300.jpg" alt="Plakat zu &quot;Ich bin nicht Rappaport&quot; des Berliner Schlosspark-Theaters (Pressefoto: DERDEHMEL)" width="264" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Plakat zu &#8220;Ich bin nicht Rappaport&#8221; des Berliner Schlosspark-Theaters (Pressefoto: DERDEHMEL)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Rassismus ist jedoch ein gesellschaftliches Verhältnis und beruht auf abstrakten Mechanismen, die sich sehr unterschiedlich konkretisieren. Daher ist es sehr schwierig, die Grenzen dessen, was Rassismus ist, genau zu definieren. Allen Formen von Rassismus ist  gemein, das der andere als essentiell anders wahrgenommen und daher von der vermeintlich eigenen Gruppe ausgeschlossen wird. Dabei gibt es sehr viele Formen der Diskriminierung. Der Ausschluss aus der Mehrheitsgruppe kann beispielsweise über Hautfarbe aber auch über soziale Stellung oder kulturelle Praktiken erfolgen. Die Konstruktion von Rasse ist nicht an Biologie gebunden, obwohl dies eine sehr verbreitete Form ist. Weil Rassismus ein gesellschaftliches Verhältnis ist, entsteht der Widerspruch, dass Rassismus zwar durch eine Summe von individuellen Äußerungen entsteht, aber einmal in Gang gesetzt, in der Praxis nicht mehr vom Einzelnen aufgehalten werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Diskriminierung im Alltag wegen der Hautfarbe ist jedoch ohne Zweifel eine rassistische Praxis. Es ist eine anmaßende Bevormundung, den Betroffenen zu sagen, sie sollen sich mal nicht so anstellen. Die weiße Mehrheitsgesellschaft muss lernen, dass Rassismus eben auch über subtilere Formen verfügt als Gewalt und Krawall. Wie wenig die Macher des Schlosspark-Theaters und ihrer Unterstützer das verstanden haben, zeigt ein Blick auf die Abwehrstrategien.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alles nicht so schlimm?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine vor allen in den Kommentaren im Internet (auch auf dieser Seite) geäußerte Kritik ist, dass hier „eine Mücke zu einem Elefanten“ gemacht werde. Es gebe doch nun wirklich schlimmere Probleme als diese Angelegenheit. Das Leben produziert nun mal gewissen Formen von Ungerechtigkeit, da soll man sich doch nicht mit so etwas aufhalten. Und ja, in gewisser Hinsicht gibt es schlimmere Probleme, allerdings handelt es sich bei dieser Form der Abwehr um einen bereits klassisch zu nennenden Versuch, berechtigte Kritik als irrelevant abzutun (ein englisches Kompendium dieser und ähnlicher Abwehrstrategien gegen Kritik findet sich bei &#8220;<a href="http://derailingfordummies.com/" target="_blank">Derailing for Dummies</a>&#8220;). So gesehen gibt es unterhalb der Schwelle von Mord und Totschlag überhaupt keine nennenswerten Probleme &#8211; man fragt sich, wozu es Verkehrsampeln  gibt?</p>
<p><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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<p>// ]]&gt;</script></p>
<p style="text-align: justify;">So oder so ähnlich lässt sich der Tenor zusammenfassen. Gewalt und offene Diskriminierung seien das Problem, aber doch nicht so eine Theatergeschichte. Genau diese vermeintliche Harmlosigkeit ist es, die Alltagsrassismus so stark macht. Für die Betroffenen ist diese Diskriminierung eine spürbare Schranke. Und gerade diese Akzeptanz der „weichen“ Diskriminierung ist immer wieder eine Legitimation für den rassistischen Schläger, der sich gern auf die schweigende Mehrheit beruft.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verfremdung oder Authentizität?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Warum Blackface nicht rassistisch sei und nicht in der Tradition der rassistische Minstrel Show stehe, wird vom Schlosspark-Theater und seinen Verteidigern nicht erklärt. Stattdessen wird darauf verwiesen, dass es doch möglich sein muss, dass ein Schauspieler nicht identisch mit seiner Rolle ist, wie die <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/theatralischer-rassismusvorwurf-angeschwaerzt-11600238.html" target="_blank">FAZ</a> gegen die Kritiker ins Feld führt. Dies ist grundsätzlich richtig und Hallervorden hat Recht, wenn er sagt, es sollte doch möglich sein, das er die Rolle eines Juden spielen kann ohne selbst Jude zu sein. Das macht jedoch aus Blackface kein neutrales Instrument.</p>
<p style="text-align: justify;">Verfremdung ist Bestandteil des Theaters, die Forderung nach einer grundsätzlich authentischen Besetzung von Rollen, wie sie von einigen Kritikern des Schlosspark-Theaters gefordert wird, löst keine Probleme und reproduziert selbst eine rassistische Vorstellung vom Anderssein, das nicht überwunden werden kann. Absurd ist es jedoch, diese Kritik als den eigentlichen Rassismus zu bezeichnen, wie dies die FAZ tut.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Andere Zeiten andere Sitten?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Differenzierung und Sachlichkeit helfen in jeder Debatte. Auch historische Veränderungen sollte man sich anschauen. Deshalb ist es notwendig, sich die Verschiebung rassistischer Diskurse genau  zu betrachten: In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/rassismus-vorwuerfe-gegen-hallervorden-schwarze-anmalen-verboten-1.1253791" target="_blank">Süddeutschen</a> wird aus diesem Impuls allerdings eine wirre Verteidigung des Blackface. Es wird zwar zugestanden, dass es da eine rassistische Tradition gebe, aber heute sei das alles doch nicht mehr so: „Ist, was in den US-Südstaaten um 1900 rassistisch codiert war, das auch 2012 in Berlin?“</p>
<p style="text-align: justify;">Interessant. Mit ähnlicher Dreistigkeit ließe sich sagen: &#8220;1960 war echt eine verdammt sexistische Zeit, Männer haben beispielsweise Frauen einfach so in der Öffentlichkeit auf den Hintern gehauen &#8211; echt widerliches Dominanzverhalten. Aber heute ist das Geschlechterverhältnis ja so viel entspannter, da hat es überhaupt keine sexistische Codierung mehr, wenn man Frauen wieder ungefragt auf den Hintern schlägt.&#8221; Eine solche Logik zur Schuldabwehr ist wahrlich kein Ruhmesblatt für die Süddeutsche.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ignoranz gegenüber Diskriminierung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Solange schwarze Schauspieler an deutschen Bühnen wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden, ist das Argument von Hallervorden und seinen Unterstützern im Feuilleton leider nur Heuchelei. Özgür Uludag fragte auf <a href="http://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=6457%3Anetzgemeinde-wettert-gegen-hallervordens-schlossparktheater&amp;catid=126%3Ameldungen&amp;Itemid=1" target="_blank">nachtkritik.de</a> nach, wann es denn eine „schwarze Maria Stuart oder einen türkischen Faust“ auf einer deutschen Bühne gegeben habe? Es ist bizarr, Blackface als Kunstfreiheit zu verhökern, wenn es gleichzeitig gängige Praxis ist, nicht-weißen Schauspielern Engagements mit Hinweis auf ihre Hautfarbe zu verweigern.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Alltags- und Gelegenheitsrassismus ist nach wie vor stark verbreitet. Sowohl das gedankenlose Schwadronieren von Döner-Morden als auch eine vermeintlich &#8220;sanfte&#8221; Diskriminierung von Nicht-Weißen, wird von der Mehrheitsgesellschaft als vernachlässigungswürdig betrachtet. So lange es kein Problembewusstsein für Alltagsrassismus gibt, insbesondere beim sich selbst als liberal verstehenden Teil der Gesellschaft, so lange wird Rassismus unterhalb der Mord- oder Gewaltschwelle in diesem Land auch weiterhin mit der schweigenden Mehrheit rechnen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a href="http://www.publikative.org/2012/01/09/der-affenzirkus-von-dessau/" rel="bookmark">Der “Affenzirkus” von Dessau</a>, <a href="http://www.publikative.org/2012/01/08/rassismus-ist-wenn-man-trotzdem-lacht/" rel="bookmark">Rassismus ist, wenn man trotzdem lacht</a>, <a href="http://www.publikative.org/2009/10/20/ein-angemalter-weiser-ist-kein-schwarzer/" rel="bookmark">“Ein angemalter Weißer ist kein Schwarzer”</a>, <a href="http://npd-blog.info/2008/04/22/buchtipp-deutschland-schwarz-weis-der-alltagliche-rassismus/" rel="bookmark">Buchtipp: “Deutschland Schwarz Weiß – Der alltägliche Rassismus”</a>, <a href="http://npd-blog.info/2007/07/19/brauner-mob-startet-schwarzen-blog/" rel="bookmark">`Brauner Mob` startet `schwarzen Blog`</a></p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/fd797529d5f74cd7a22025da291dc279" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=22690&amp;md5=4b530e2aa7f265f475d1d65fe65bfd04" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Scheißgegend. Coole Menschen!</title>
		<link>http://www.publikative.org/2012/01/13/scheisgegend-coole-menschen/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 16:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Limach-Oberfrohna hat bislang als Nazi-Kaff für negative Schlagzeilen gesorgt. Doch es gibt dort auch mutige Leute, die den Rechtsextremen etwas entgegensetzen. Audiolith und die Bands Egotronic, Feine Sahne Fischfilet und Supershirt wurden in die Stadt eingeladen - und feierten mit einem euphorischen Publikum einen Abend ohne lästige Nazis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Limach-Oberfrohna hat bislang als Nazi-Kaff für negative Schlagzeilen gesorgt. Doch es gibt dort auch mutige Leute, die den Rechtsextremen etwas entgegensetzen. Audiolith und die Bands Egotronic, Feine Sahne Fischfilet und Supershirt wurden in die Stadt eingeladen &#8211; und feierten mit einem euphorischen Publikum einen Abend ohne lästige Nazis.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Aus Limach-Oberfrohna berichtet Carsten Janke, zuerst veröffentlicht in der <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&amp;dig=2012%2F01%2F13%2Fa0204&amp;cHash=e5b2b62ce3" target="_blank">taz</a>, mit freundlicher Genehmigung des Autors üernommen</em></p>
<p style="text-align: justify;">Den Kopf in den Sand zu stecken, während das Hinterteil schon brennt, das macht Oberbürgermeister Hans-Christian Rickauer von der CDU nicht mehr. &#8220;Vogel-Strauß-Politik&#8221; hatte ihm die Lokalzeitung noch vor einem Jahr vorgeworfen &#8211; für seinen Umgang mit Neonazis. Aber Rickauers Politik steht jetzt für Flamingos. Im Oktober eröffnet im sächsischen Limbach-Oberfrohna ein &#8220;Flamingoland&#8221; für fünfzehn rosarote Vögel. 320.000 Euro gibt die Kleinstadt am Rande des Erzgebirges dafür aus. Den ersten Spatenstich hat Rickauer vor kurzem getan. Endlich einmal andere Nachrichten als die Schlagzeilen über eingeworfene Scheiben, Überfälle, einen Brandanschlag, bei dem ein alternativer Jugendklub ausbrannte &#8211; verantwortlich dafür: Rechtsextreme.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu allem Überfluss liegt Zwickau nicht mal 50 Kilometer entfernt, wo es eine starke Kameradschaftsszene gibt, wo auch die Mörder der Terrorgruppe NSU wohnten. Limbach-Oberfrohna hat mit der Stadt Zwickau das Autokennzeichen gemeinsam, und wenn man einem Stadtrat glaubt, dann &#8220;unterhalten die rechten Jugendlichen aus Limbach gute Verbindungen zur Landes-NPD&#8221;, die seit Wochen ihrerseits versucht, ihre Verbindungen zur NSU kleinzureden.</p>
<p style="text-align: justify;"><img src="http://schwarzerpeter.blogsport.de/images/388816_10150428092182480_7045292479_8494435_1687910309_n.jpg" alt="limbach plakat" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Hierher hat das Musiklabel Audiolith, bekannt für die Verbindung von elektronischer Musik mit Politik, die Bands Egotronic, Supershirt und Feine Sahne Fischfilet zum Konzert an einem Samstagabend entsandt. Konzerte gegen rechts, Musiker aus den Metropolen kommen aufs Land, man kennt das, für viele Medien aus eben diesen Metropolen ist das kaum noch ein Thema.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der Ankunft in Limbach-Oberfrohna ist alles hübsch. Hübsches Rathaus, hübsche Stadthalle, hübsche Grünanlagen. Dazwischen eine Baustelle &#8211; der abgefackelte Jugendklub. Es gibt auch eine Lücke, die war auch mal ein Jugendklub. Der wurde abgerissen, als sich herausstellte, dass der Brandstifter von dort zu seiner Tat aufgebrochen war.</p>
<div id="attachment_15166" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://publikative.org/wp-content/uploads/2010/11/limbach.jpg"><img class="size-medium wp-image-15166" title="limbach" src="http://publikative.org/wp-content/uploads/2010/11/limbach-300x225.jpg" alt="Alterntativer Jugendclub in Limbach-Oberfrohna, der bei einem Anschlag zerstört wurde (Quelle: Indymedia)" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Alles nur übertriebene Berichterstattung? Ein nach einem Brandanschlag zerstörter Jugendclub in Limbach-Oberfrohna (Foto: Indymedia)</p></div>
<p style="text-align: justify;">Für die Lücke wird gerade im Stadtzentrum Ersatz ausgebaut. Dort soll es ausdrücklich &#8220;keinen Platz für Extremisten&#8221; mehr geben. Als sich der Oberbürgermeister vor Kurzem von den Fortschritten der Bauarbeiten überzeugte, machte die Presse ein Foto von ihm. Vermutlich ohne es zu wissen, posierte er zusammen mit zwei Jugendlichen, von denen einer schon bei Nazi-Aktionen aufgefallen war.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Jugendhaus, in dem das Konzert stattfindet, liegt am Rand der Stadt und sieht aus wie eine alte Dorfschule. Außen kleben Sticker eines Online-Shops für rechtsextreme Musik an den Regenrinnen (&#8220;Komm zu uns. Oder ist dir deine Zukunft egal?&#8221;).</p>
<p style="text-align: justify;">Seit ihr Jugendklub abgebrannt ist, müssen sich die Jugendlichen für Konzerte bei der Stadt einmieten. Einer der Veranstalter, Robert Weis, erzählt von den Schwierigkeiten im Vorfeld: &#8220;Ohne den Druck der Presse hätten wir das städtische Jugendhaus nie für so eine Sache mieten können. Es gab auch schon Ablehnungen. Da hieß es dann, bei Punkkonzerten wird eh nur gesoffen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist ja auch nicht so, dass sich nichts geändert hätte in Limbach-Oberfrohna. Vor dem Brand konnten die meisten Stadtpolitiker und vor allem die Polizei ein &#8220;rechtsextremes Problem nicht erkennen&#8221;. Danach sagte Oberbürgermeister Rickauer der Lokalzeitung: &#8220;Natürlich hat die Stadt ein Problem mit Rechtsextremismus.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Langsam kommen die Gäste. Ein Auto nach dem anderen rollt auf den Hof. Es wurde noch ein zusätzlicher Parkplatz um die Ecke eingerichtet. Das Wetter ist ekelhaft, der Klub schlecht gelegen, viele Gäste kommen von außerhalb. Aber auch die Limbacher wollen an so einem Abend nicht zu Fuß durch die Stadt, aus Angst vor rechten Übergriffen. Manche lassen sich sogar von ihren Eltern herfahren. Die Veranstalter beruhigen: &#8220;Heute trauen sich die Nazis nichts.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Weil sich die Nazis hier sonst sehr viel trauen, begannen einige Limbacher Bürger sich vor zwei Jahren gegen rechte Übergriffe, auch auf ihre eigenen Kinder, zu wehren und gründeten ein Bürgerbündnis. Fast gleichzeitig stellten CDU und FDP ebenfalls ein Bündnis auf die Beine. Seitdem existieren zwei Anti-Nazi-Gruppen im Ort, die nicht zusammenarbeiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Denn während das eine Bündnis sich eindeutig gegen &#8220;Fremdenfeindlichkeit und Rassismus&#8221; positioniert, möchten die CDU-nahen Aktivisten nicht nur Rechtsextreme, sondern auch &#8220;linksextremistische Umtriebe&#8221; bekämpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">CDU-Stadtrat Jan Hippold bedauert die mangelnde Kooperation: &#8220;Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, wenn die Ziele die gleichen sind.&#8221; Aber als das alternative Bürgerbündnis vor zwei Monaten den Sächsischen Förderpreis für Demokratie gewann, wurde das im Amtsblatt der Stadt nicht einmal erwähnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Jugendlichen, die heute Abend das Konzert organisieren, sind vor Kurzem aus dem Jugendarbeitskreis der Stadt ausgetreten. Dort sollte jeder eine &#8220;Demokratieerklärung&#8221; unterschreiben, eine Spielart der im Berliner Familienministerium erfundenen &#8220;Extremismusklausel&#8221;. Weil sie sich unter Generalverdacht gestellt fühlten, traten die Jugendlichen aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Als sie in diesem Jahr ein Fest veranstalteten, wurde eine Anwohnerin in der Zeitung zitiert: &#8220;Es ist doch Provokation, so etwas direkt in der Innenstadt durchzuführen und in Limbach-Oberfrohna ist es nun mal so: Wo Linke sind, sind Rechte nicht weit.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Draußen Schneeregen, drinnen Dampf</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Um 8 Uhr beginnt das Konzert mit der Band Feine Sahne Fischfilet. Die Zuschauer stehen gedrängt, mit 200 Besuchern ist der Saal voll. Als sich der Frontsänger der Band ins Publikum stellt, grölen viele mit, vor allem die Parolen gegen Nazis. Die Scheiben beschlagen. Draußen Schneeregen, drinnen Dampf.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Pause sagt ein 13-Jähriger aus dem Nachbarort Burgstädt: &#8220;In Limbach ist es hart als Punk. Da wirst du an jeder Ecke angepöbelt. Morgen nach dem Konzert ist hier wieder alles wie vorher.&#8221; Ein Limbacher hält dagegen: &#8220;So ein Konzert ist superwichtig, finanziell, aber auch psychologisch.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Dann kommt der Höhepunkt des Abends, die Band Egotronic. Zerrende Sounds vom Umhängekeyboard durchschneiden den Saal. Hämmernde Beats, zappelnde Menschen. Schon nach dem zweiten Song schubst sich der halbe Saal im Pogo. Die andere Hälfte singt jeden Song der Berliner Band mit. Mit kurzen Moderationen heizt der Frontsänger Torsun die Stimmung weiter an: &#8220;So coole Leute in so einer Scheißgegend.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Von oben kommen Bierduschen, die kurz Abkühlung bringen. Die Stimmung ist fast schon hysterisch ausgelassen. Irgendwann springen vier Menschen gleichzeitig von der Bühne und lassen sich auf den ausgestreckten Armen durchs Publikum tragen. In dieser Nacht wird es keine rechtsextremen Übergriffe geben. Die Polizei bewacht die Straßen mit mehreren Einsatzwagen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/2714F3R-kgg" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, manches verändert sich hier tatsächlich, wenn auch langsam. Es gibt Präventionswochen in den Schulen. Beim Volkstrauertag musste die NPD ihren Kranz erstmals abseits der übrigen Parteien ablegen. Die Regionalzeitung Freie Presse schreibt häufiger über rechte Gewalt. Einzelne Täter, wie der Brandstifter vom Jugendklub, wurden festgenommen und verurteilt. Es ist ein Anfang. Für die meisten, die hier tanzen, ist es zu wenig.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Band Egotronic widmete am Schluss dem CDU-Oberbürgermeister noch ihren Song &#8220;Raven gegen Deutschland&#8221;, nicht ohne die bissige Bemerkung, das Problem seien nicht nur die Nazis. &#8220;Das Problem sind viele Deutsche.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a href="http://www.publikative.org/2011/12/25/limbach-oberfrohna-den-jungeren-eine-alternative-bieten/" rel="bookmark">“Den Jüngeren eine Alternative bieten!”</a>, <a href="http://www.publikative.org/2011/11/02/limbach-oberfrohna-nazis/" rel="bookmark">Limbach-Oberfrohna: Keine Kritik an Nazis</a></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=22603&amp;md5=ef08c7882cd863d31a0357a377846687" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Nazibraut&#8221; ab 19. Januar im Kino</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/12/31/kriegerin-film-uber-neonazistinnen-ab-12-januar-im-kino/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 09:31:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/MjkBZCZ5ALM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/MjkBZCZ5ALM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Ab 19. Januar 2012 wird der Film &#8220;Kriegerin&#8221; in den Kinos laufen. Es gibt einige Filme über Neonazis. Doch Regisseur Davin Wnendt hat seinen Blick auf Frauen in der Szene gerichtet. Wir sprachen mit ihm über seine Motivation, Kritik und Klischees.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mut: Hallo Herr Wnendt, was war Ihre Motivation einen Film über eine Frau in der Neonaziszene zu drehen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wnendt: Bei mir war schon von vornerein ein allgemeines Interesse am Thema vorhanden. Ende der Neunziger bin ich für ein Fotoprojekt durch Brandenburg und Sachsen-Anhalt gefahren und auch mit Jugendlichen in Kontakt gekommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es sehr viele Rechte gibt, die aber auch allgemein akzeptiert zu sein scheinen. In den Gesprächen mit den Jugendlichen habe ich dann erfahren, dass es nur ein „entweder – oder“ gibt. Entweder man ist Rechts und Neonazi oder man ist Punk und Links. Ich fand das erschreckend, aber auch interessant, denn aus meiner Schulzeit, die damals noch nicht so lange her war, kannte ich das in der Form nicht. Das Thema ist mir dann wieder eingefallen, als es daran ging, einen Abschlussfilm zu drehen. Ich kannte schon einige Filme über die Neonaziszene, bei denen gab es zwar auch Frauen, diese haben aber immer nur Nebenrollen eingenommen. In der Realität gibt es aber immer mehr Frauen in der Szene. Das sind auch nicht einfache Mitläuferinnen, sondern sie sind genauso rassistisch, radikal und gewaltbereit wie die Männer. Gleichzeitig leben Sie in einem Widerspruch, und auch auf den möchte ich aufmerksam machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ihnen wird von Kritikern trotz Ihrer peniblen Recherchearbeit eine zum Teil klischeehafte Darstellung der Neonaziszene vorgeworfen. Wie stehen Sie zu diesen Urteilen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es ist leider nicht möglich einen Film zu mache, der allen gefällt. Mir ist aber bei den Publikumsreaktionen aufgefallen, dass es in den Gebieten in denen der Film spielt, sehr viel Zustimmung für die Darstellung gibt. Die Kritiken die Sie ansprechen erlebe ich meistens in Vorführungen, die weit weg sind, von Personen, die das Problem aus ihrem unmittelbaren Umfeld nicht erkennen. Das Problem sehe ich auch in den Erwartungen an Klischees. Viele Leute, die den Film sehen und ihre Klischees bestätigt sehen, sagen ich sei zu realitätsfern. Ich habe aber versucht, der Realität so gut wie möglich zu entsprechen, deshalb habe ich auch lange und intensiv recherchiert. Manche denken, wenn sie die Neonazis in dem Film sehen: „Das habe ich mir schon gedacht, also muss es ein Klischee sein“. Ich habe den Film aber auch dem Aussteigerprogramm EXIT vorgestellt und die waren begeistert. Sie sagten auch, dass es erschreckend sei, wie realitätsnah der Film sei. Ich habe auch ein paar Kritiken gelesen, die zum Teil schon wehtun. Ich kann sie aber nicht immer nachvollziehen. Denn wenn ich manchen Kritiken folgen würde, würde das bedeuten, dass ich nicht über Neonaziszene hätte recherchieren sollen, sondern über die Neonaziklischees in der Gesellschaft, um diese möglichst nicht zu reproduzieren. Die Dinge, die mir vorgeworfen werden gibt es. Es gibt die Schulungen, auch der Film „Der ewige Jude“ wird immer noch gezeigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sie sagen der Film soll provozieren. Wen möchten Sie damit provozieren?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Für manche Leute ist schon allein die Tatsache einen Film über das Thema zu machen Provokation genug. Sie möchten nichts über das Thema wissen, es totschweigen und verdrängen. Aber gerade das ist der falsche Weg. Es muss immer wieder auf die Probleme mit den Neonazis aufmerksam gemacht werden. Gerade Leute, die nichts damit zu tun haben möchten, nichts von dem Thema wissen möchten, sollte die Nase hineingedrückt werden. Eine andere Provokation ist es natürlich auch zu zeigen, dass es nicht nur die Jugendlichen sind, die Neonazis sind. Das Problem liegt auch bei den Eltern und den Großeltern, die oft genauso rassistisch sind und sich fragen sollten, warum ihr Kind ein Neonazi geworden ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen Dank für das Interview!</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Interview führte Fabian Sieber, <a href="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/interview/kriegerin-genauso-rassistisch-radikal-und-gewaltbereit-wie-maenner-2011" target="_blank">Mut gegen rechte Gewalt</a></em></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=22248&amp;md5=600113e791a75392554cb8335b5dac7f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Den Jüngeren eine Alternative bieten!&#8221;</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/12/25/limbach-oberfrohna-den-jungeren-eine-alternative-bieten/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 14:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Limbach-Oberfrohna ist für seine braune Szene und den alltäglichen Terror gegen nicht-rechte Menschen bekannt. Doch eine Gruppe von jungen Leuten setzt dem rechtsextremen Treiben etwas entgegen - und veranstaltet am 7. Januar ein Konzert mit Egotronic (Berlin), Supershirt (Berlin) und Feine Sahne Fischfilet (Rostock). In einem Interview  berichten die Organisatoren über den Alltag in Limbach-Oberfrohna und ihre Motivation, das Konzert zu veranstalten: "Wir sind es den Jüngeren schuldig, eine Alternative zu bieten!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Limbach-Oberfrohna ist für seine braune Szene und den alltäglichen Terror gegen nicht-rechte Menschen bekannt. Doch eine Gruppe von jungen Leuten setzt dem rechtsextremen Treiben etwas entgegen &#8211; und veranstaltet am 7. Januar ein Konzert mit Egotronic (Berlin), Supershirt (Berlin) und Feine Sahne Fischfilet (Rostock). In einem Audiolith <a href="http://torsun.blogsport.de/2011/12/24/interview-mit-leuten-aus-limbach-oberfrohna/" target="_blank">Interview</a> berichten die Organisatoren über den Alltag in Limbach-Oberfrohna und ihre Motivation, das Konzert zu veranstalten: &#8220;Wir sind es den Jüngeren schuldig, eine Alternative zu bieten!&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img src="http://schwarzerpeter.blogsport.de/images/388816_10150428092182480_7045292479_8494435_1687910309_n.jpg" alt="limbach plakat" /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hallo Leute! Ihr organisiert Anfang Januar ein Konzert mit Feine Sahne Fischfilet, Egotronic und Supershirt in Limbach-Oberfrohna. Das hier lesen ja eher Leute, die nicht in Limbach-O. wohnen. Warum sollten Sie zu eurer Show kommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Leute sollten erst einmal zahlreich erscheinen, um klasse Bands für einen geringen Preis zu sehen! Dass dies alles in L-O stattfindet ist dann eher das Sahnehäubchen! Es ist einfach wichtig, dass wir in dieser Stadt zeigen, dass wir da sind. Dass es noch etwas anderes in der Provinz gibt, außer Dorffeste, Vorurteile und Naziterror. Wir wollen in dieser Region etwas verändern. Und wenn wir bei diesem Konzert alle Besuchermarken sprengen, kann ja nix mehr schief laufen, oder?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Euer Dorf ist ja als übles Nazinest verschrieen. Wie ist es da mit Konzerten die sich ganz klar gegen Rechts abgrenzen? Gibt es da Probleme mit den Nazis? Für die ist das doch ’ne Provokation. Habt ihr schon öfter Konzerte gemacht und Erfahrungen in die Richtung gesammelt?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, wir haben 2007 und 2008 schon einmal Konzerte im Jugendhaus Rußdorf organisiert – beides Punkkonzerte. Bei beiden Konzis kam es zu Übergriffen und Überfällen auf die KonzertbesucherInnen durch Nazis. Die kamen mit Autos angefahren und haben erst einmal rumgeprollt. Einen Moment später haben sie sich wie wild durch die Massen geboxt und sind dann wieder los. Dann hängen sie am Konzerttag immer in der Nähe des Veranstaltungsortes rum und versuchen KonzertbesucherInnen einzuschüchtern.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/t_A4oompIFI" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem veranstalten wir seit 2009 mit unserem Verein „Soziale und politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.“ das Stay Rebel Fest auf dem Marktplatz von Limbach-Oberfrohna. Einfach um den Nazis für einen Tag im Jahr den größten öffentlichen Platz in L-O. zu nehmen. Da gibt’s den Stress eher am Wochenende später wenn nicht mehr so viele Leute in der Stadt sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das hört sich alles nicht so schön an. Muss man Angst haben, wenn man an diesem Abend nach Limbach-O. kommt? Was würdet Ihr BesucherInnen aus anderen Städten empfehlen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nein, Angst im Nacken muss man bei dem Konzert keine haben. Durch Security und scharfe Augen haben wir das Gelände voll unter Kontrolle. Außerdem wird rund um die Uhr am Einlass geprüft, dass keine unerwünschten Gäste reinkommen und mit uns feiern. Da sich die Anreise mit Bus und Bahn als äußerst schwierig erweist, wäre es besser man reist mit dem Auto an. Denn wer hat schon Bock 30 Minuten abends durch die wunderschöne Innenstadt zu flanieren?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir haben die Beiträge von ARD und MDR über eure Stadt gesehen. Das sah wirklich schrecklich aus. Ist es für alternative Jugendliche wirklich so gefährlich vor Ort? Was macht Ihr denn dann den ganzen Tag?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Alternativ aussehen und alternativ sein ist schon ein großer Unterschied.<br />
Es gibt hier mittlerweile viele Typen, gerade mal 15 Jahre alt, mit Tunnel, Basecap, Piercings und engen Holzfällerhemden, bei denen im Schüler CC-Profil steht “ Wir werden siegen!“; „AN-LO“ oder „NS-JETZT!“. Mit den Faschos sollte man sich in der Stadt hier generell gut / neutral stellen. Wenn man zu ihren Freunden gehört oder zumindest mit Freunden von ihnen befreundet ist, kriegt man beim Stadtparkfest oder beim Weihnachtsmarkt keine aufs Maul. Limbach-O. ist sehr klein – hier wohnen 22.000 Einwohner. Hier lässt sich schnell zuordnen, wer auf einer Seite steht. Alle kennen sich – entweder schon aus dem Sandkasten oder halt aus der Schule.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn wir mal Bock auf feiern haben, gehen wir generell nur auswärts weg. Wir haben es lange genug probiert, auch auf die Dorffeste, Parkfeste und Abi-Partys zu gehen, aber irgendwann hat man keinen Bock drauf, immer auf die Fresse zu kriegen. Selbst die eigenen Schulkumpels greifen nicht ein, aus Angst vor nachträglicher Gewalt. Und jedes Mal steht man alleine da, als junger Bunthaariger und wird somit von selbst isoliert und ausgeschlossen. Wenn man dann sozusagen als solcher „geoutet“ worden ist, was durch Social-Networks generell schnell passiert, war’s das erst mal. Dann kann man nur noch zu uns kommen…</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben schon miterlebt wie wir alle umgeboxt wurden und sie Leuten von uns die Zähne ausgeschlagen haben. Und dann sagen die besten Freunde zu dir: “ Hey, du bist echt mein bester Freund, aber ich hab‘ keinen Bock mit dir jetzt heim zu laufen, da gibt’s ja sowieso wieder Stress.“</p>
<p style="text-align: justify;">In so einem Klima wird jede Kleinigkeit zur politischen Tat und somit zur Provokation. Wenn du noch schnell im Edeka was einkaufen gehst, zeigst du damit gleich Präsenz in der Stadt. Oder wenn du mit einem Vereinsmitglied zusammenlebst, hast du gleich ’ne WG in der nach zwei Wochen die Scheiben durch sind, wenn du diese nicht vergitterst. Da wir in der Stadt mittlerweile ein paar Leute sind ist man da ’ne feste Gruppe, mit der man auch mal was unternimmt. Jeder von uns hat trotz der beschissenen Verhältnisse immer noch Bock auf politische Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie haben es die Nazis Eurer Meinung nach geschafft, so stark zu werden in Limbach?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es gab‘ eben nie einen starken Widerstand in L-O. Seit 1990 gibt es gefestigte Nazistrukturen in der Stadt. Jeder hat weg geschaut oder mitgemacht. Die Stadt wollte Jahrzehnte lang nichts sehen und hat geschwiegen. Sowas ist dann einfach generationsübergreifend – die nächsten NachzüglerInnen bekommen Rückendeckung von den älteren Nazis.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eure Konzerte richten sich bewusst an alle außer Nazis. Ihr versucht musikalisch nicht zu schubladenmäßig rüber zu kommen und verschiedene Musikstile zu bedienen. Meint Ihr, es gibt Bedarf in Limbach-O. nach Freizeitangeboten jenseits von Konsumzwang und Nazistress?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, unsere ersten Konzertversuche mit Punk-Musik waren zwar allesamt gelungene Parties, es kamen aber trotzdem nur Leute von außerhalb. An der Lage in Limbach hat sich gar nix getan. Wir wollen einfach allen Jugendlichen in L-O zeigen, dass es keine Normalität ist, dass Thor Steinar-Klamotten immer und überall akzeptiert werden. Wir haben einfach Bock, echte antifaschistische Attitüde in alle Stile einzubringen, wo sie hingehört. In die Jugendhäuser, auf die Staße, in die Köpfe. Wir wollen, dass „GEGEN NAZIS“ nicht nur als Badge auf dem Rucksack eines Suffpunkers wahrgenommen wird. Und, dass die, die Nazis und Faschisten sind, auch als solche benannt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob die große Masse unser Angebot zwingend braucht, ist sicher fraglich, denn wir hören keine Schreie nach etwas Neuem. Hier sind doch alle froh, wenn sie auf der Abi-Party wie die Hunde bechern können. Aber wir sind es den Jüngeren irgendwie schuldig, eine Alternative zu bieten und ihnen eine Wahl zu lassen, ob man sich mit Nazis arrangieren will oder nicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unterstützt die Stadt euch irgendwie? Immerhin erfüllt ihr mit eurer Arbeit ganz nebenbei diese wichtigen zivilgesellschaftlichen Aufgaben, von denen jetzt gerade wieder so viele Politiker sprechen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nein, bis 2010 wurde jeder Übergriff totgeschwiegen oder runter gespielt. Im Stadtspiegel, eine Publikation der Stadt, die an alle Haushalte geht, stand sogar, dass wir uns selber die Scheiben des Infoladens eingeschlagen hätten. Die Polizei hat mal eine Pressemitteilung rausgegeben, wo drin stand, sie hätten im Infoladen Sprengstoff gefunden. Das war totaler Quatsch – es handelte sich um Dünger – und konnte schnell widerlegt werden. Trotzdem wurde diese Mitteilung einen Monat später noch in diesem Stadtspiegel abgedruckt.</p>
<p style="text-align: justify;"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/bO0LRztZHBg" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Uns werden auch immer wieder juristische Steine in den Weg gelegt, die unseren Aufbau neuer Kultur in L-O extrem erschweren. Jetzt hier noch mal alle Details runter zu beten ist müßig. Wer interessiert ist, soll sich einfach mal die Beiträge vom MDR auf Youtube anschauen. Dort kommt ja der Bürgermeister zu Wort.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie können Leute euch unterstützen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kommt zu unseren Veranstaltungen, schreibt uns ’ne Mail, quatscht uns an oder bringt Ideen ein. Zeigt uns auch mal eure Situation, denn L-O ist doch nur eine von vielen Städten, in denen es so abläuft. Achja…. – SPENDEN, damit wir eben auch mal MINUS-Veranstaltungen machen können, denn um Gewinn geht’s hier schon lange nicht mehr!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vielen Dank! Wir sehen uns am 7. Januar!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wer spenden will, findet <a href="http://schwarzerpeter.blogsport.de/spenden/">hier</a> die Kontodaten.</p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a href="http://www.publikative.org/2011/11/02/limbach-oberfrohna-nazis/" rel="bookmark">Limbach-Oberfrohna: Keine Kritik an Nazis</a></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/2714F3R-kgg" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=22198&amp;md5=5c91cdab48eb1b535bbf3a47651f1c7b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>1980: Die vergessene Rebellion</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/12/15/1980-die-vergessene-rebellion/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 18:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrej Reisin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[1968]]></category>
		<category><![CDATA[1980]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Rebellion]]></category>
		<category><![CDATA[Revolte]]></category>

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		<description><![CDATA[Klar, die 68er hatten die bessere Presse. Aber das ist kein Grund, nicht an das Jahr 1980 zu erinnern. Dem Jahr der letzten Jugendrevolte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Klar, die 68er hatten die bessere Presse. Aber das ist kein Grund, nicht an das Jahr 1980 zu erinnern. Dem Jahr der letzten Jugendrevolte.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Stefan Laurin, zuerst erschienen auf <a href="http://www.ruhrbarone.de/">ruhrbarone.de</a></em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/05/spiege_krawall.jpg"><img class="alignleft" title="spiege_krawall" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/05/spiege_krawall.jpg" alt="" width="297" height="388" /></a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Ausgabe des Stern erschien im April. Auf dem Titel war ein Jugendlicher zu sehen, und im Inneren des Heftes machte man sich daran, den Lesern die Jugend zu erklären: Sie sei fragmentiert, es gäbe dutzende verschiedene Grüppchen: Popper, Punker, Grufties, Alternative und noch viel mehr. Die meisten hätten allerdings eines gemeinsam: Sie seien weitgehend unpolitisch. Von Rebellion keine Spur. Mehr oder weniger gut gestylte Individualisten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie sehr der Stern mit seiner Beurteilung der damaligen Jugend daneben lag, sollte schon wenige Wochen später klar werden. 1980 – das war der Beginn von Jugendunruhen, von militanten Demonstrationen, die sich bis in die Mitte der achtziger Jahre ziehen sollten.</p>
<p style="text-align: justify;">Hausbesetzungen standen im Zentrum des Protestes. Bei vielen dieser Besetzungen ging es um den Erhalt preiswerten Wohnraums – allein in Berlin waren zeitweilig über 100 Häuser besetzt. Aber etliche Besetzungen hatten auch das Ziel, autonome Zentren zu schaffen.  Ob die Besetzungen der Siesmayerstraße und des ehemaligen Bundesbahngeländes Nied in Frankfurt, die Auseinandersetzungen um das <a href="http://fudder.de/artikel/2007/11/29/dreisameck-80-ein-sponti-erinnert-sich/">Dreisameck</a> in Freiburg, die Bo-Fabrik in Bochum, das Stollwerk in Köln: Viele der Jugendlichen, die damals auf die Straße  gingen, wollten Orte, an denen sie selbst bestimmen konnten, was passiert: Räume zum Arbeiten, Räume für Kultur und Räume zum leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Oft folgten den Räumungen der besetzten Häuser gewalttätige Auseinandersetzungen. Das, was sich Anfang der 80er Jahre bei Demonstrationen abspielte, ging an Härte weit über das hinaus, was ein gutes Jahrzehnt vorher Ende der 60er Jahre passierte: Die Jugendrevolte von 1980 war auch durch Militanz geprägt und erweiterte das linke Spektrum um eine neue, extrem heterogene Gruppierung: Die Autonomen. Als sich am 1. Mai 1980 der erste „Schwarze Block“ am Merianplatz in Frankfurt zusammenfand, um als Anarchisten-Block neben den Blöcken von ÖTV, IG-Metall oder SPD an den offiziellen 1. Mai Demos teilzunehmen – und später versuchen sollte ein Haus zu besetzen – gewann eine bis heute anhaltende Eigendynamik: Der Schwarze Block, damals noch in Anführungszeichen geschrieben und durchaus ironisch bezeichnet, wurde zum Synonym für Militanz.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/VUkEwHqXltI" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Doch die Auseinandersetzungen um die Häuser und Zentren waren nicht die einzigen Protestgründe: Am 6. Mai kam es beim Rekrutengelöbnis in Bremen zu schweren Straßenschlachten. Sven Regener hat die Atmosphäre der damaligen Zeit in seinem Bremen-Roman „Neue Vahr Süd“ beschrieben. Als am 4. Juni die „Republik Freies Wendland“ in Gorleben geräumt wurde, kam es zu Protesten in ganz Deutschland. Brockdorf, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Startbahn_West">Startbahn West</a>, Wackersdorf und Kalkar – Anfang der 80er Jahre gab es viele Anlässe, auf die Straße zu gehen.</p>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=nbi-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3442459915&amp;ref=tf_til&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die Jugendproteste der frühen 80er waren kein deutsches Phänomen: Hausbesetzungen hab es auch in England und Holland. Der Soundtrack zur Krönungszeremonie von Beatrix am 30. April 1980 war der Lärm der vor der Kirche tobenden Straßenschlacht. Zürich war ein weiteres Zentrum des Protests. „Züri brännt“ ein Slogan, den damals jeder kannte.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Spiegel beschrieb 1980 die Bewegung recht <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14337511.html">treffend</a>:</p>
<blockquote><p>„Im Akt der Verneinung erleben sie alle, was sie als Freiheit empfinden: einen neuen, alternativ zu gestaltenden Handlungsspielraum, wobei “alternativ” mal die Gegengewalt zur Staatsmacht miteinschließt, ein andermal nur die Verweigerung gegenüber Bürokratie und Institutionen meint — oder aber zweideutig bleibt nach Art des subversiv denkenden Mescalero, der zum Niedergang der Instanzen nur soviel äußert: klammheimliche Freude.“</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Doch warum kam es soweit? Wieso entlud sich Jugendgewalt Anfang der 80er Jahre nahezu eruptiv? In den späten 70er Jahre herrschet in Deutschland eine nahezu paranoide Stimmung: Polizisten kontrollierten Autos mit der Maschinenpistole im Anschlag. Eine Folge des RAF-Terrors. Ebenso wie der immer weiter ausgebaute Überwachungsstaat. Dazu kamen der wirtschaftlicher Niedergang und die zunehmende Angst vor der Atomkraft, die damals noch massiv ausgebaut wurde. Diese paranoide und bedrückende Stimmung entlud   sich den Auseinandersetzungen ab 1980. Die Militanz wurde von vielen als die Rückeroberung persönlicher Freiräume gesehen. Heute erscheint das merkwürdig, damals entsprach es dem Lebensgefühl vieler Jugendlicher.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/TYYVWBBnZBU" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die Unruhen zogen sich lange hin: 1983 wurde in Krefeld die Wagenkolonne des damaligen US-Vizepräsidenten Georg Bush angriffen. Die Hälfte aller an der Aktion Beteiligten verbrachte den Abend wahlweise in Haft oder im Krankenhaus. Und natürlich die bereits kurz erwähnte Startbahn West bei Frankfurt: Jede Woche entzündete sich der Protest am Bauzaun und legte sich erst, nachdem die Startbahn 1984 in Betrieb ging.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gäbe noch viele Geschichten zu erzählen: Die vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heusnerviertel">Heusnerviertel</a> in Bochum, die vom Frankfurter CDU-OB Walter Wallmann, der während seiner ganzen Amtszeit immer auf eine Politik der harten Hand gegen Hausbesetzer setzte – und sie von verschiedenen sozialdemokratischen Polizeipräsidenten exekutieren lies. Oder die eines heutigen Linkspartei-Bundestagsabgeordneten, der verhindern wollte, dass  am 16. Juni bei Rock gegen Rechts in Frankfurt <a href="http://de.indymedia.org/2007/06/186161.shtml">Hausbesetzer</a> einen Solidaritätsaufruf verlasen. Er konnte überzeugt werden, das lieber zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute ist die Jugendrevolte der frühen 80er Jahre fast vergessen. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Ihre Mitglieder waren nicht so publikationsfreudig wie die 68er. Bücher wie „Kursbuch 65 – der große Bruch – Revolte 81“ blieben eine Ausnahme. Und dann war da noch die bald an Bedeutung gewinnende Friedensbewegung: Die Macht der großen Zahl, die Millionen auf den Latschdemos, der betroffenen Böll und BAP prägen bis heute das Bild dieser Zeit. Ihr Protest überlagert die Wahrnehmung auf diese Jugendbewegung. Diese Jugendbewegung war zutiefst antiautoritär, hatte keine Idole und keine Führer. Nichts, was sich medial präsentieren konnte. Sicher auch ein Grund, warum sich <a href="http://thistownisgonnablow.jimdo.com/">kaum</a> jemand an sie erinnert.</p>
<p style="text-align: justify;">Was blieb? In ganz Deutschland gibt es bis heute zahlreiche soziokulturelle Zentren, die ihren Ursprung in diesen Jahren hatten. Im Ruhrgebiet zum Beispiel der Bahnhof Langendreer und in Berlin die 1979 besetzte UFA-Fabrik. Auch die Hafenstraße in Hamburg hat in dieser Zeit ihre Wurzeln.</p>
<p style="text-align: justify;"><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=nbi-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3518463187&amp;ref=tf_til&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe><br />
 </p>
<p style="text-align: justify;">Was auch in dieser Phase begraben wurde, waren die K-Gruppen, die noch in den späten 70er Jahren das Bild der  Linken in Deutschland prägten. Punk Attitude traf auf Politik und begrub das linke Spießertum der 70er.   Die Autonomen entstanden, das Vermummungsverbot kam, und für ein paar Jahre gehörte die schwarze Lederjacke zur Demo-Ausstattung. Man kaufte sie damals in Amsterdam auf dem Flohmarkt, und die meisten der Jacken hatten schon Patina angesetzt. Es sollte lange dauern, bis sie durch Jack-Wolfskin Jacken ersetzt wurden. Nicht unbedingt ein ästhetischer Fortschritt.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/c4zFbdtT4h4" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=21987&amp;md5=93d4524cdff70c64adbd272493ee1236" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Im Gedenken an Georg Kreisler</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/11/23/in-gedenken-an-georg-kreisler/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 09:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/jsrTEpYSmr8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/La35g6pdXHA" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=21474&amp;md5=6d2b7dedf512c0ccb94a9cbb50ab9392" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>It doesn`t make it alright</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/09/25/it-doesnt-make-it-alright/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 13:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/mi2EDDjDOgU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/mi2EDDjDOgU" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>The Specials &#8211; heute Abend in Hamburg auf ihrer Reunion-Tour!</p>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=nbi-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=B00133QSY0&amp;ref=tf_til&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=20172&amp;md5=8b9147de5c1752673de9b6c33eaa2fa7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ingen nazister paa Spiegel-Online!</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/09/22/ingen-nazister-paa-spiegel-online/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 17:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Spiegel-Online die NS-Black-Metall-Band "Burzum" empfiehlt, legt NPD-BLOG.INFO seiner Leserschaft die norwegische Punk-Legende "Dead Gerhardsens" ans Herz.

&#160;

<iframe src="http://www.youtube.com/embed/RGzi0M5gFyw" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,787330,00.html" target="_blank">Spiegel-Online</a> die NS-Black-Metall-Band &#8220;Burzum&#8221; empfiehlt, legt NPD-BLOG.INFO seiner Leserschaft die norwegische Punk-Legende &#8220;Dead Gerhardsens&#8221; ans Herz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/RGzi0M5gFyw" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p>via <a href="http://www.beatpunk.org/notizen/burzum-spiegel-online/" target="_blank">Beatpunk</a></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=20156&amp;md5=40fc3e75077c580a9e25ee06ac762513" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Western “Ritt zum Ox-Bow: “Mit Henry Fonda gegen den Faschismus</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/09/12/der-western-%e2%80%9critt-zum-ox-bow-%e2%80%9cmit-henry-fonda-gegen-den-faschismus/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 18:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Filme des Western-Genres bieten in der Regel keine tiefschürfende Gesellschaftskritik. Eine rühmliche Ausnahme ist aber zweifellos der Western “Ritt zum Ox-Bow“ mit Henry Fonda in der Hauptrolle. Der in der Zeit des Zweiten Weltkriegs gedrehte Film überzeugt durch eine differenzierte Analyse faschistischer Funktionsprinzipien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_19987" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/09/Ox_Bow_Incident_1943a.jpg"><img class="size-medium wp-image-19987" title="Ox_Bow_Incident_1943a" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/09/Ox_Bow_Incident_1943a-200x300.jpg" alt=" " width="200" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Filme des Western-Genres bieten in der Regel keine tiefschürfende Gesellschaftskritik. Eine rühmliche Ausnahme ist aber zweifellos der Western “Ritt zum Ox-Bow“ mit Henry Fonda in der Hauptrolle. Der in der Zeit des Zweiten Weltkriegs gedrehte Film überzeugt durch eine differenzierte Analyse faschistischer Funktionsprinzipien.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Stefan Kubon für NPD-BLOG.INFO</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das sehenswerte Werk <a href="http://www.amazon.de/gp/search/ref=as_li_qf_sp_sr_tl?ie=UTF8&amp;keywords=Ritt%20zum%20Ox-Bow&amp;tag=nbi-21&amp;index=aps&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Ritt zum Ox-Bow</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=nbi-21&amp;l=ur2&amp;o=3" alt="" width="1" height="1" border="0" /> basiert auf einer Romanvorlage von Walter Van Tilburg Clark. Die Handlung des Films, bei dem William A. Wellman die Regiearbeit leistete, gestaltet sich wie folgt: In einem verschlafenen Dorf bricht plötzlich Unruhe aus, denn ein verdienter Bürger des Orts soll einem Raubmord zum Opfer gefallen sein. Da der Sheriff gerade nicht zugegen ist, fasst eine aufgebrachte Schar von Dorfbewohnern den Entschluss, die Suche nach den Tätern selbst in die Hand zu nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch unter dem Suchtrupp sind auch einige wenige Männer, die den Vernichtungswillen des lynchwütigen Mobs nicht teilen. Die Motive dafür, dass diese Männer trotzdem an der Suche teilnehmen, sind recht unterschiedlicher Natur: Einer glaubt, durch seine Teilnahme mäßigend auf das Treiben der wilden Meute einwirken zu können. Ein anderer hofft, den möglichen Opfern des Lynchmobs zumindest seelsorgerisch beistehen zu können. Ein Dritter, ein junger Mann, wird von seinem Vater zur Teilnahme gezwungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Außenseiter des Suchtrupps</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Und zwei weitere Männer reiten mit dem Suchtrupp los, obwohl sie die Motive des Mobs nicht teilen: Zwei Fremde, die zufällig in dem Ort weilen, als die Nachricht des angeblichen Raubmords die Runde macht. Sie heißen Art und Gil (Henry Fonda). Die beiden sind Freunde und schon länger gemeinsam unterwegs. Wegen der Verbrechensmeldung ist die Situation für Fremde besonders brenzlig. Auch um nicht noch mehr Misstrauen auf sich zu ziehen, beschließen die beiden, an dem Suchtrupp teilzunehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Führung des wilden Haufens übernimmt von Anfang an der Akteur, der seinen Sohn zur Teilnahme an der Suchaktion gezwungen hat. Es handelt sich dabei um einen Offizier namens Tetley, der sich aber scheinbar nicht mehr im aktiven Militärdienst befindet. Gleichwohl nimmt er an der Suchaktion in seiner Uniform teil.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem die Truppe einige Stunden unterwegs ist, greift sie schließlich in dunkler Nacht drei Fremde auf. Die überwältigende Mehrheit ist schnell davon überzeugt, dass die drei die gesuchten Verbrecher sind. Und tatsächlich spricht manches dafür, dass die drei Männer den Raubmord begangen haben könnten. Tetley unterzieht die Verdächtigen noch einer Befragung. Doch diese Befragung ist nichts weiter als eine einseitige Beweisaufnahme zuungunsten der Verdächtigen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In der Nacht wird ein Urteil über drei Fremde gefällt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schließlich kommt es zu einer Abstimmung darüber, ob die drei Verdächtigen schuldig sind. Eine Minderheit von sieben Zweifelnden positioniert sich gegen die überwältigende Mehrheit, die die drei Fremden als schuldig betrachtet und hinrichten will. Unter den sieben Abtrünnigen ist Gil. Er ist schließlich auch der Einzige, der sogar mit Gewalt versucht, den Lynchmob von seinem Tun abzuhalten. Doch er wird überwältigt. Die drei Fremden werden gehängt, obgleich sie ihre Unschuld bis zuletzt beteuern.</p>
<p style="text-align: justify;">Als die Truppe im Morgengrauen zurück ins Dorf reitet, begegnet sie bald dem Sheriff, der die neuesten Ermittlungsergebnisse verkündet. Schnell wird klar: Drei Unschuldige sind der Meute zum Opfer gefallen!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Typische Merkmale faschistischer Machtergreifung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Durch den Film werden typische Merkmale (Bedingungen, Prozesse, Ergebnisse) einer faschistischen Machtergreifung herausgearbeitet. Die angenommene Stabilität der sozialen Ordnung, die im Film durch ein verschlafenes Dorf dargestellt wird, stellt sich als Trugbild heraus. Denn als die Nachricht eines angeblichen Raubmords die Runde macht, bricht die Stabilität des sozialen Systems recht schnell zusammen. Materielle Verlustängste scheinen im besonderen Maße dafür verantwortlich zu sein, dass die bisherige Ordnung Schiffbruch erleidet.</p>
<p style="text-align: justify;">Es wird deutlich: Die Dorfbevölkerung identifizierte sich nicht ausreichend stark mit den Rechtsnormen der eigenen demokratischen Verfassungsordnung, denn ansonsten hätten diese Rechtsnormen auch in einer Krisensituation die bisherige soziale Ordnung aufrechterhalten müssen. Da die demokratischen Rechtsnormen als gesellschaftliche Integrationsbasis verloren gegangen sind, müssen nun andere Elemente des sozialen Zusammenhalts etabliert werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rückfall in eine vorzivilisatorische Welt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die entfesselten Angstgefühle führen dazu, dass ein Rückfall in eine vorzivilisatorische Lebenswelt stattfindet. Die Fähigkeit zur Rationalität geht verloren. Somit kann die Suche nach den Schuldigen des vermeintlichen Verbrechens keinen aufklärerischen Zweck mehr erfüllen. Gleichwohl genügt die Suche nach den Schuldigen einer gewissen Logik: Sie wird zu einem Element der neuen Identität, die die gewünschte soziale Bindung gewährleisten soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Zielpunkt der Suche bieten sich Fremde an, weil diese innerhalb der Dorfgemeinschaft über keine Machtbasis verfügen. Die Abgrenzung gegenüber den angeblich andersartigen Menschen dient zudem der Verfestigung der eigenen Identität. Auch fungieren die Fremden als klassische Sündenböcke, da sie die Ängste der Dorfgemeinschaft kompensieren sollen. So wird suggeriert, die Überwindung der Krisenlage sei zum Greifen nah.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zuspitzung der Krisenlage</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Doch die Überwindung der Krisenlage ist schon längst nicht mehr das Ziel des neuen Machthabers. Vielmehr will dieser mit Nachdruck eine naturalistische Lebenswelt schaffen, in der humanitäre Werte keinen Platz mehr haben: Mitgefühl wird als Schwäche denunziert. Besonnenheit muss blindem Aktionismus weichen. Zweifel zersetzt man durch die Behauptung einer Entscheidungsnotwendigkeit. Grausamkeit wird als Stärke glorifiziert. Schließlich ist es soweit: Die Gefangennahme der Verdächtigen genügt der Meute nicht mehr. Sie will die vollkommene Vernichtung der vermeintlich Schuldigen. Dadurch soll die neue Identität und die neue Ordnung ihrer Vollendung zugeführt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Pseudodemokratischer Anspruch</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Abstimmung über die mögliche Schuld der Verdächtigen entpuppt sich als pseudodemokratischer Vorgang. Denn Abstimmungen, die nicht an rechtsstaatliche Grundsätze gebunden sind, verdienen bekanntlich nicht das Prädikat “demokratisch“. So ist die Abstimmung des Suchtrupps nichts weiter als ein inhaltsleeres Relikt der untergegangenen demokratischen Ordnung.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch obwohl der demokratische Entscheidungsprozess zum reinen Formalismus degeneriert ist, kann er immerhin noch eine gewisse demokratische Legitimität des neuen Machthabers suggerieren. Letztlich orientiert sich auch der Umstand, dass in dem Film der neue Machthaber ein Vertreter des Militärs ist, an der historischen Wirklichkeit des Faschismus. Schließlich spielte das Militär bei der Machtergreifung des Faschismus zumeist eine tragende Rolle.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein Ausnahmefilm, der wichtige Erkenntnisse vermittelt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Als der Film im Jahr 1943 in den Kinos der USA gezeigt wurde, kämpfte das Land bekanntlich gegen den Faschismus. Trotzdem ging es Regisseur Wellman und Romanautor Clark nicht primär um die Kritik am europäischen Faschismus. Vielmehr wollten die beiden vor allem auf die faschistischen Tendenzen in der US-Gesellschaft hinweisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun ist endlich eine deutschsprachige DVD-Ausgabe dieses außergewöhnlichen Films erschienen. Eine Anschaffung erscheint lohnend. Denn tatsächlich werden durch den Film elementare politische Erkenntnisse sehr überzeugend vermittelt. Wobei zwei Erkenntnisse besonders wichtig erscheinen: Ein demokratischer Rechtsstaat ist keine Selbstverständlichkeit! Und die Würde des Menschen ist ein Wert, der es verdient, verteidigt zu werden!</p>
<p><noscript></noscript></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=19891&amp;md5=2ece89eff363126f08699a0f99534bc4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Stay Rebel&#8221;-Festival in Limbach-Oberfrohna</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/08/03/stay-rebel-festival-in-limbach-oberfrohna/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 03:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Von der Stadt bekommen wir keinerlei Unterstützung – es ist auch keine zu erwarten.“ Trotz dieser ernüchternden Aussage organisiert die „Soziale und politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.“ auch in diesem Jahr das „Stay Rebel“ – mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>„Von der Stadt bekommen wir keinerlei Unterstützung – es ist auch keine zu erwarten.“ Trotz dieser ernüchternden Aussage organisiert die „Soziale und politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.“ auch in diesem Jahr das „Stay Rebel“ – mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Katharina Weile, Amadeu Antonio Stiftung</em></p>
<p style="text-align: justify;">Limbach-Oberfrohna, eine Kleinstadt im südwestlichen Sachsen, gilt seit Jahren als Hochburg der Neonazis. Hier veranstaltet die NPD 2011 zum wiederholten Male ihre „große Jahresauftaktveranstaltung“ und sitzt auch im Stadtrat. Auch neonazistische Straftaten sind an der Tagesordnung: Pöbeleien, Drohungen und gewaltsame Übergriffe auf alternative Jugendliche sowie auf Migrantinnen und Migranten. Auch das Vereinshaus engagierter Jugendlicher wird wiederholt zum Angriffsziel. Mehrfach werden Scheiben eingeschlagen, Hakenkreuze an die Wände geschmiert und schließlich, im November vergangenen Jahres, das Haus in Brand gesteckt. Die lokale und auch landesweite Politik allerdings verkennt das Problem. Sie sucht es bei den jungen Engagierten – und macht die Opfer zu den Tätern. Einmal beispielsweise wollten die Jugendlichen an Opfer rechter Gewalt erinnern und malten Umrisse von Menschen mit Kreide auf die Straße. Die Stadt holte die Feuerwehr, um die Kreidestriche wegzuspülen und zeigte die Engagierten wegen Sachbeschädigung an. Der nächste Regen hätte es wohl nicht getan.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Engagieren statt wegschauen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Situation in Limbach-Oberfrohna ist also besorgniserregend. Im Oktober 2008 aber gründeten diese engagierten Jugendlichen die „Soziale und politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V.“, die sich hohe Ziele gesteckt hat. Dazu gehören unter anderem „ein friedliches Miteinander zu fördern“, „fremdenfeindliche, sexistische, gewaltverherrlichende und menschenverachtende Strukturen in der Gesellschaft zu bekämpfen“ und „insbesondere jungen Menschen bei ihrer politischen Meinungsbildung zu unterstützen und ihnen demokratische Werte zu vermitteln“. Ganz in diesem Sinne planen die Vereinsmitglieder nicht nur Vorträge, Diskussionsrunden und Demonstrationen, um so die demokratische Kultur zu stärken, sondern auch das sogenannte „Stay Rebel Festival“.</p>
<div id="attachment_19290" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/08/stayrebel.png"><img class="size-medium wp-image-19290" title="stayrebel" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/08/stayrebel-213x300.png" alt="Mehr zum Stay Rebel Festival hier: http://srlo.blogsport.de/" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr zum Stay Rebel Festival hier: http://srlo.blogsport.de/</p></div>
<p style="text-align: justify;">Unter dem programmatischen Namen „Stay Rebel“ findet seit 2007 jährlich in einem Park in Chemnitz, seit 2009 auch in anderen Städten in den neuen Bundesländern und 2010 erstmals auch in Limbach-Oberfrohna, dieses alternative Festival statt. Die Vereinsmitglieder, die zumeist Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind, wollen die Bürgerinnen und Bürger von Limbach-Oberfrohna auf die Probleme ihrer Stadt aufmerksam machen und zeigen, dass gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie vorgegangen werden muss. Dafür wird unter dem Motto „Aufstand im Schlaraffenland“ ein vielfältiges Angebot auf die Beine gestellt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Festivalprogramm</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Festivalbesucherinnen und -besucher erwartet auf einer Bühne ein abwechslungsreiches Musikprogramm, bei dem die angekündigten Bands Attic Sounds, Gone for Broke, Meniak und Berlinska dròha von Rock über Hardcore bis hin zum Folk für jeden Geschmack etwas bieten. Dazwischen wird es eine Podiumsdiskussion geben, um die Entwicklungen in Limbach-Oberfrohna zu thematisieren. An dieser werden sich Vertreterinnen und Vertreter vom Netzwerk Tolerantes Sachsen, vom Bürgerforum Limbach-Oberfrohna, von der RAA Sachsen und von der sozialen und politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna beteiligen. Des Weiteren präsentieren verschiedene Organisationen und Bündnisse ihre Arbeit an Informationsständen. In Zelten rund um die Bühne werden Workshops zum Thema Sexismus, unter dem Titel „Was Superman und Barbie uns vorgeben“ vom Netzwerk für Demokratie und Courage Chemnitz und zur Kritik am Extremismusbegriff, unter dem Titel „Das Hufeisen an den Nagel hängen“ von der roten Hochschulgruppe Chemnitz angeboten. Auch Vorträge zu verschiedenen Themen, unter anderem zur sächsischen Asylpolitik und die Vorführung des Films „Tragödie der Provinz“ stehen auf dem Programm. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt die Durchführung der geplanten Workshops. Für das leibliche Wohl wird in der KÜFA (Küche für alle) gesorgt, an die Kinder wird in einer Bastelecke, bereitgestellt vom Alternativen Jugendzentrum Chemnitz, gedacht und Jugendlichen wird eine Sprühwand zur Verfügung gestellt. Zum Abschluss des Festivals wird wie im letzten Jahr eine Feuershow geben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Organisation</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Festivalprogramm klingt nicht nur vielversprechend, sondern auch nach viel Organisations- und Zeitaufwand. Daniel Drescher, Mitglied der sozialen und politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna, sagt dazu: „Die Organisation war dieses Jahr auf jeden Fall leichter. Weitergehend profitieren wir natürlich aus den geknüpften Kontakten vom letzten Jahr. Wir wissen dieses Jahr auch, auf was wir achten müssen.“ 2010 wurden der Bildungsvereinigung bei der Organisation von Seiten der Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna wiederholt Steine in den Weg gelegt. Mehrfach wurde das Festival im Vorfeld verboten, zweimal musste es deshalb verschoben, die Planung jedes Mal von vorne begonnen und die Genehmigung letztlich mit juristischer Unterstützung erkämpft werden. Erfreulicherweise gab es in diesem Jahr nach Auskunft von Daniel Drescher „noch keine nennenswerten Hürden“. Die schriftliche Genehmigung liegt bereits vor, aber Ende Juli steht noch das Kooperationsgespräch mit der Versammlungsbehörde an. „Es wird sich zeigen ob da noch ein Rückschlag behördlicher Seite folgt – so wie wir es eigentlich in Limbach gewohnt sind. Aber bis jetzt sieht es gut aus.“, so Daniel Drescher weiter. Was die Teilnehmerzahl betrifft ist der Verein zuversichtlich. Mit einer Steigerung ist auf jeden Fall zu rechnen, denn durch das Festival im letzten Jahr hat sich der Bekanntheitsgrad erhöht. Es könnten zwischen 400 und 500 Interessierte der Einladung nach Limbach-Oberfrohna folgen. Seit der Gründung der sozialen und politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna vor drei Jahren beweisen die engagierten Jugendlichen ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen – und das nicht nur gegenüber der örtlichen Neonaziszene, sondern auch gegenüber der Stadtverwaltung.</p>
<div id="attachment_15166" class="wp-caption aligncenter" style="width: 394px"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/11/limbach.jpg"><img class="size-full wp-image-15166 " title="limbach" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/11/limbach.jpg" alt="Alterntativer Jugendclub in Limbach-Oberfrohna, der bei einem Anschlag zerstört wurde (Quelle: Indymedia)" width="384" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Alterntativer Jugendclub in Limbach-Oberfrohna, der bei einem Anschlag zerstört wurde (Quelle: Indymedia)</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das diesjährige Stay Rebel findet am 20. August 2011 auf dem Johannisplatz in Limbach-Oberfrohna zwischen 13 und 22 Uhr statt. Wie im letzten Jahr ist der Eintritt frei. Hier die Netzseite des <a href="http://srlo.blogsport.de/" target="_blank">Festivals</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a href="http://npd-blog.info/2011/06/02/sachsen-der-ganz-normale-wahnsinn/" rel="bookmark">Sachsen: Der ganz normale Wahnsinn</a>, <a href="http://npd-blog.info/2011/01/19/npd-sachsen-mit-sturmwehr-in-limbach-oberfrohna/" rel="bookmark">NPD-Sachsen mit Sturmwehr in Limbach-Oberfrohna</a>, <a href="http://npd-blog.info/2011/01/19/zwischen-lageanalysen-und-zonen-der-angst/" rel="bookmark">Rechtsextremismus auf dem Dorf: Zwischen Lageanalysen und Zonen der Angst</a></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=19289&amp;md5=5c869ac2f41a83ae3b785cb4ed1901dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Facebook-Party beim NPD-Kinderfest</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/07/14/facebook-party-beim-npd-kinderfest/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 07:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Kein Ort für Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[MVP]]></category>

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		<description><![CDATA[Die NPD lädt ein zu gratis Kaffee und Kuchen – und die Facebook-Gemeinde sagt Danke!. Auf der „Weltnetzseite“ der NPD in Mecklenburg-Vorpommern wird „Spiel und Spaß beim Kinderfest in Ueckermünde“ versprochen. Geboten werden demnach unter anderem: Ringwerfen, Taubenstechen, Glücksrad, Eierlauf, Hau den Lukas, Sackhüpfen, Hüpfburg, Mal- und Bastelstraße, Bademöglichkeiten, Clown ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/05/facebook.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11249" title="facebook" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/05/facebook.jpg" alt="" width="111" height="111" /></a>Die NPD lädt ein zu gratis Kaffee und Kuchen – und die Facebook-Gemeinde sagt Danke!. Auf der „Weltnetzseite“ der NPD in Mecklenburg-Vorpommern wird „Spiel und Spaß beim Kinderfest in Ueckermünde“ versprochen. Geboten werden demnach unter anderem: Ringwerfen, Taubenstechen, Glücksrad, Eierlauf, Hau den Lukas, Sackhüpfen, Hüpfburg, Mal- und Bastelstraße, Bademöglichkeiten, Clown Maex, Kaffee und Kuchen und das „ALLES KOSTENLOS!“ Die NPD weiter: „Wir freuen uns auf Ihre / Eure Teilnahme“</p>
<p style="text-align: justify;">Auch NPD-BLOG.INFO wollte die gebeutelte NPD unterstützen – und stellte die Einladung bei Facebook ein, wo diese allerdings gesperrt wurde, angeblich verfolge der Aufruf kommerzielle Interessen. Doch die „Facebook Party Army“ <a href="http://www.facebook.com/home.php#!/event.php?eid=183333268393811" target="_blank">veröffentlichte die Einladung zu dem Nazi-Event der Sonderklasse</a>. Bislang haben 222 Personen, Stand 14. Juli 09:00 Uhr, ihr Kommen angekündigt. Ob die NPD bereits extra Kaffee und Kuchen eingeplant hat, ist bislang unbekannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Mehr zum NPD-Kinderfest: <a href="http://npd-blog.info/2011/07/13/npd-mvp-krueger-888/" rel="bookmark">NPD in MVP: Zwischen gewerbsmäßiger Hehlerei und Kinderfesten</a></p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/6c201fd025cf4ec7982419e269316692" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=18882&amp;md5=780e79ea6cb3a8c27b6bda93d366cd30" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Alle Jahre wieder: Rechtsextreme Waren auf dem “Wave-Gotik-Treffen“</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/07/12/wave-gotik-treffen-666/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 08:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 1992 trifft sich die Gothic-Szene alljährlich an Pfingsten zum WGT in Leipzig. Seit einigen Jahren wird der Veranstalter des WGTs, die “Treffen &#038; Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland mbH“, von Teilen der Szene kritisiert, weil sich ein rechtslastiger Verlag im Rahmen des Festivals mit einem Verkaufsstand präsentieren darf. Auch in diesem Jahr durfte der Produktanbieter “Verlag und Agentur Werner Symanek“ (VAWS) seine zum Teil rechtsextremen Waren feilbieten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Seit 1992 trifft sich die Gothic-Szene alljährlich an Pfingsten zum WGT in Leipzig. Seit einigen Jahren wird der Veranstalter des WGTs, die “Treffen &amp; Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland mbH“, von Teilen der Szene kritisiert, weil sich ein rechtslastiger Verlag im Rahmen des Festivals mit einem Verkaufsstand präsentieren darf. Auch in diesem Jahr durfte der Produktanbieter “Verlag und Agentur Werner Symanek“ (VAWS) seine zum Teil rechtsextremen Waren feilbieten.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Stefan Kubon für NPD-BLOG.INFO</em></p>
<p style="text-align: justify;">Im Detail wird der VAWS-Verkaufsstand deshalb kritisiert, weil dort Tonträger und sonstige Artikel des Rechtsextremisten Josef Klumb und dessen Musikprojekt “Von Thronstahl“ angeboten werden. Derzeit wird im Internet-Forum des WGTs unter der (leider irreführenden) Überschrift “Der Stand des Anstoßes fehlte“ wieder einmal über den betreffenden Stand diskutiert. Man darf gespannt sein, wie lange die Diskussion geduldet wird. In den letzten zwei Jahren gehörte es nämlich zu den Gepflogenheiten des Veranstalters, die im WGT-Forum geäußerte Kritik am Produktanbieter VAWS zu unterdrücken. Im Einzelnen wurden Diskursthemen gesperrt oder sogar komplett gelöscht.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit dem April dieses Jahres kann man beim Blick in das WGT-Forum den Eindruck gewinnen, dass die Verantwortlichen des Festivals auch relativ subtile Methoden anwenden, damit das Interesse an dem brisanten Thema erlischt. So wurde das Thema “Rechte raus“ aus der privilegiert platzierten Rubrik “Anregungen“ in einen untergeordneten Bereich verschoben, der den bezeichnenden Titel “Plauschecke“ trägt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Initiative “Schwarz statt braun“</strong></p>
<div id="attachment_18819" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/07/screenshot4.jpg"><img class="size-medium wp-image-18819" title="screenshot4" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/07/screenshot4-300x246.jpg" alt="Die Initiative &quot;Schwarz statt braun&quot; thematisiert rechtsextreme Umtriebe in der Szene." width="300" height="246" /></a><p class="wp-caption-text">Die Initiative &quot;Schwarz statt braun&quot; thematisiert rechtsextreme Umtriebe in der Szene.</p></div>
<p style="text-align: justify;">In Anbetracht des repressiven und ignoranten Diskursverhaltens des WGT-Veranstalters verwundert es nicht, dass viele Gothic-Anhänger im Lauf der Jahre dazu übergegangen sind, ihre Kritik an dem VAWS-Verkaufsstand auch außerhalb des WGT-Forums zu äußern. Davon zeugt beispielsweise die Initiative “<a href="http://schwarzstattbraun.wordpress.com/" target="_blank">Schwarz statt braun</a>“. Diese Gruppe kritisiert allerdings nicht nur die Präsenz des Händlers VAWS auf dem WGT. Sie hat auch andere Begebenheiten im Blick, die möglicherweise ebenfalls ein Indiz für rechte Tendenzen in der Gothic-Szene sein könnten. Im Internet ist “Schwarz statt braun“ mit einem Informationsportal vertreten. Außerdem verteilte die Initiative auf den letzten beiden WGTs Flugblätter. Auch angesichts solcher Initiativen erscheint es fraglich, ob es den Verantwortlichen des WGTs wirklich langfristig gelingen wird, die Kritik an dem VAWS-Verkaufsstand zu unterdrücken.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Recht erleidet jede Kulturveranstaltung einen erheblichen Ansehensverlust, wenn dort rechtsextreme Waren verkauft werden. Das WGT bildet da keine Ausnahme. Dieser Erkenntnis verschließen sich die Verantwortlichen des Festivals bislang beharrlich. Mit seiner Duldung des VAWS-Verkaufsstandes offenbart der WGT-Veranstalter zudem eine erstaunliche Ignoranz gegenüber den spezifischen subkulturellen Wurzeln der Gothic-Szene. Denn bekanntlich hat sich diese Szene vor rund 30 Jahren aus der Punkbewegung entwickelt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Stefan Kubon hatte bereits auf redok über die Gothic-Szene berichtet: <a href="http://www.redok.de/content/view/1447/36/" target="_blank">Ende eines politischen Dornröschenschlafes</a>, <a href="http://www.redok.de/content/view/1684/36/" target="_blank">Vom Mythos des Unpolitischen in der Gothic-Szene </a></em></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/2c643b2a651940d185491730dd39f997" alt="" width="1" height="1" /></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=18818&amp;md5=3daff06b876a97d97cddde3f4584cc86" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Musik zum Donnerstag</title>
		<link>http://www.publikative.org/2011/05/19/die-musik-zum-donnerstag/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 07:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F3699718&#038;show_comments=true&#038;color=007d55"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F3699718&#038;show_comments=true&#038;color=007d55" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/audiolith/frittenbude-porzellan">Frittenbude - Porzellan</a> by <a href="http://soundcloud.com/audiolith">Audiolith</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F3699718&#038;color=007d55&#038;show_comments=true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F3699718&#038;color=007d55&#038;show_comments=true" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/audiolith/frittenbude-porzellan">Frittenbude &#8211; Porzellan</a> by <a href="http://soundcloud.com/audiolith">Audiolith</a></span></p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F15412395&#038;color=007d55&#038;show_comments=true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F15412395&#038;color=007d55&#038;show_comments=true" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/therexkramer/ira-atari-back-to-zero-rex">Ira Atari &#8211; Back To Zero (Rex Kramer Remix)</a> by <a href="http://soundcloud.com/therexkramer">therexkramer</a></span></p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F15417270&#038;show_comments=true&#038;color=007d55"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F15417270&#038;show_comments=true&#038;color=007d55" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/djgimmix/live-at-watergate">Gimmix &#8211; Live At Watergate</a> by <a href="http://soundcloud.com/djgimmix">GIMMIX</a></span></p>
<p><span>Mehr dazu bei <a href="http://www.egofm.de/default.aspx?ID=7181&amp;showNews=968107" target="_blank">Audiolith</a>.</span></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=18316&amp;md5=906669faca70b5737d695b03586b4d5c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Benefiz-Konzert &#8220;Stoppt Nazikleidung!&#8221; in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 10:15:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[
Am 17. März 2011 soll mit einem Benefizkonzert in Berlin-Kreuzberg das Problem &#8220;Nazikleidung&#8221; weiter in das öffentliche Bewusstsein verankert werden. Die auftretenden Bands spielen sämtlich ohne Gage, die Einnahmen durch Ticketverkäufe kommen komplett der Kampagnenarbeit von Kein Bock auf Nazis gegen „Thor Steinar“ zugute. Bei dem Konzert sind dabei: Jennifer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/03/stopptnazikleidung_banner.gif"><img class="size-full wp-image-17233" title="stopptnazikleidung_banner" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2011/03/stopptnazikleidung_banner.gif" alt="" width="468" height="60" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Am 17. März 2011 soll mit einem Benefizkonzert in Berlin-Kreuzberg das Problem &#8220;Nazikleidung&#8221; weiter in das öffentliche Bewusstsein verankert werden. Die auftretenden Bands spielen sämtlich ohne Gage, die Einnahmen durch Ticketverkäufe kommen komplett der Kampagnenarbeit von Kein Bock auf Nazis gegen „Thor Steinar“ zugute. Bei dem Konzert sind dabei: Jennifer Rostock, Radio Havanna, Kafkas und andere.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="550" height="443" src="http://www.youtube.com/embed/fIx_nLc3P2w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Der Vorverkauf für die Show hat bereits begonnen (www.koka36.de). Das Konzert wird<br />
präsentiert von TAZ – Die Tageszeitung, Uncle Sallys Magazin, Wahrschauer Magazin, Kein<br />
Bock Auf Nazis.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle weiteren Infos findet Ihr <a href="http://stopptnazikleidung.de/">hier</a>.</p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=17232&amp;md5=1eec78124809e4d76640e02ecac8a8b3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Er ist Ausländer &#8211; leider zu blöd!</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/10/14/er-ist-auslander-leider-zu-blod/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 04:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/5t_KwOcg0ms?fs=1&#38;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/5t_KwOcg0ms?fs=1&#38;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/5t_KwOcg0ms?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/5t_KwOcg0ms?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=14431&amp;md5=c5893176335f67e1680afb8175050257" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Festival in Riesa: Aktiv gegen Rechtsextremismus</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/09/29/festival-in-riesa-aktiv-gegen-rechtsextremismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 04:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kein Ort für Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier schmale, gutaussehende Dorftrottel, alle blond. Physikprofessor, Schlagersänger oder Pornodarsteller. Von Shoegaze über Math Pop bis hinzu Minimal. Und alle gemeinsam gegen völkische Ideologie und Neonazis. Am 02. Oktober 2010 findet in Riesa das Festival StadtLandFluss statt. Eine echte Alternative zu den sonst in Riesa stattfindenden Jahreszeitenfestivals der Volksmusik! Mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vier schmale, gutaussehende Dorftrottel, alle blond. Physikprofessor, Schlagersänger oder Pornodarsteller. Von Shoegaze über Math Pop bis hinzu Minimal. Und alle gemeinsam gegen völkische Ideologie und Neonazis. Am 02. Oktober 2010 findet in Riesa das Festival StadtLandFluss statt. Eine echte Alternative zu den sonst in Riesa stattfindenden Jahreszeitenfestivals der Volksmusik! Mit dabei in Riesas erdgas arena: Li Hanabi (Halle/Leipzig), Werner Krauss (Leipzig), Men Should Brothers Be (Riesa/Dresden), Vierkanttretlager (Hamburg/Husum) und weitere.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle Einnahmen, die durch das Festival zustande kommen, werden laut Veranstalter für Vorhaben der Jugendarbeit verwendet. „Wir wollen Schulen einladen, sich aktiv mit Rechtsextremismus auseinanderzusetzen. Hierzu arbeiten wir mit der Aussteigerorganisation Exit-Deutschland zusammen und bieten Workshops zu diesem Thema an&#8221;, erklärt Sophie Pauditz vom Veranstaltungsteam das geplante Programm nach dem Festival.</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="390" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6SzcOlLly8A&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/v/6SzcOlLly8A&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Das Projekt gewann laut <a href="http://www.dnn-online.de/nachrichten/sachsen/engagement-gegen-rechts-stadtlandfluss-festival-rockt-in-riesa/r-sachsen-a-11106.html" target="_blank">Dresdner Neuesten Nachrichten</a> bereits im Vorfeld einen Preis. Die Jury des PlusPunkt Kultur-Projektwettbewerbs zeichnete das Engagement der ehrenamtlichen Helfer aus und vergab ein Preisgeld zur Unterstützung. „Wenn der Auftakt gelingt, wollen wir langfristig eine Festival-Reihe in Riesa veranstalten&#8221;, schaut Pauditz bereits in Zukunft.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Tickets im Vorverkauf kosten 15 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Vorverkaufsstellen sind die Geschäftsstellen der Konzertkasse Dresden, die Riesa Information, das Offene Jugendhaus Riesa, das AJZ Kombi Nünchritz und die Erdgasarena Riesa.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Festival bei <a href="http://www.myspace.com/stadtlandflussfestival" target="_blank">myspace</a> und hier die <a href="http://www.stadtlandfluss-festival.de/" target="_blank">Homepage</a>.</p>
</p> <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=14090&amp;md5=6facaa35c328dde4db2ef7f47a42db9f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die mit den IKEA-Regalen und Hunden tanzen</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/09/21/die-mit-den-ikea-regalen-und-hunden-tanzen/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 07:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nHlJODYBLKs?fs=1&#38;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nHlJODYBLKs?fs=1&#38;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nHlJODYBLKs?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nHlJODYBLKs?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=13999&amp;md5=03e2a006ca6eb56c266c904c85a209cb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Musik für lau? &#8220;Ich weiß!&#8221;</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/09/13/musik-fur-lau-ich-weis/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 11:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F567652&#038;secret_token=s-05f8b&#038;"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F567652&#038;secret_token=s-05f8b&#038;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/plemo/10-ich-weiss">Ich Weiss</a> by <a href="http://soundcloud.com/plemo">plemo</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F567652&#038;secret_token=s-05f8b&#038;"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F567652&#038;secret_token=s-05f8b&#038;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/plemo/10-ich-weiss">Ich Weiss</a> by <a href="http://soundcloud.com/plemo">plemo</a></span></p>
<p>Mehr gibt`s <a href="http://plemo.blogsport.de/">hier</a>.</p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=13799&amp;md5=fd399808a55255b1b707f4f58d4dbe94" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ohne Worte: I will survive in auschwitz</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/08/11/survive-in-auschwitz-200/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 09:07:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Vor xx Jahren]]></category>

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		<description><![CDATA[<iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/3AdB4TVZKNA" frameborder="0" allowFullScreen></iframe>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/3AdB4TVZKNA" frameborder="0" allowFullScreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2010/05/30/esc-000l-punkte-israel-lena/">Null Punkte: “Und wir bauen den Juden ein Denkmal”</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2010/02/11/vor-der-bombardierung-war-auschwitz/">Vor der Bombardierung war Auschwitz</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2010/01/27/richard-glucks-beflissener-verwalter-der-vernichtungsmaschinerie/">Beflissener Verwalter der Vernichtungsmaschinerie</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2009/03/19/the-nazis-and-the-%e2%80%9cfinal-solution%e2%80%9d-episode-55/">The Nazis and the “Final Solution” (Episode 5/5)</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2009/01/29/taterforschung-im-globalen-kontext-blick-auf-moralische-umformatierung-richten/">Täterforschung im globalen Kontext: Blick auf moralische Umformatierung richten</a>, <a rel="bookmark" href="http://npd-blog.info/2008/01/27/62-jahre-nach-der-befreiung-von-auschwitz-das-prazedenzlose-verbrechen/">62 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz: Das präzedenzlose Verbrechen</a></p>
 <p><a href="http://www.publikative.org/?flattrss_redirect&amp;id=12991&amp;md5=e7386ecd3e0a527ebecc214e94cdb54d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.publikative.org/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lena holt den Grand Prix (oder so ähnlich&#8230;)</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/05/30/lena-holt-den-grand-prix-zumindest-fast/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 09:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SYZgGgt-gkk&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/SYZgGgt-gkk&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lena verzaubert Europa!</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/LZ0frLq9uAI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/LZ0frLq9uAI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/SYZgGgt-gkk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/SYZgGgt-gkk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bratze &#8211; Korrektur nach unten</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/05/29/bratze-korrektur-nach-unten/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 17:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XgCtEwGwFOU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/XgCtEwGwFOU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XgCtEwGwFOU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/XgCtEwGwFOU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=nbi-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=B003BWUYDC&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Man kann einen ehrlichen Mann&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/05/05/man-kann-einen-ehrlichen-mann/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 07:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6isYa81RpDs&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6isYa81RpDs&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6isYa81RpDs&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6isYa81RpDs&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Viel Spaß!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>&#8220;Ich werde trotzdem afrikanisch sein&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/04/30/afrikanisch-100/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 22:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Viele Menschen in Deutschland glauben, deutsch sein heißt weiß und christlich sein. Das ist heute nicht so, und war auch früher nicht so&#8221;, sagt Andrés Nader von der Amadeu Antonio Stiftung bei der Ausstellungseröffnung von &#8220;Homestory Deutschland &#8211; Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart&#8221;. &#8220;Die Existenz und die Beiträge von ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Viele Menschen in Deutschland glauben, deutsch sein heißt weiß und christlich sein. Das ist heute nicht so, und war auch früher nicht so&#8221;, sagt Andrés Nader von der <a href="http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/ich-werde-trotzdem-afrikanisch-sein/" target="_blank">Amadeu Antonio Stiftung</a> bei der Ausstellungseröffnung von &#8220;Homestory Deutschland &#8211; Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart&#8221;. &#8220;Die Existenz und die Beiträge von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland sind bislang nur unzureichend zur Kenntnis genommen worden&#8221;, teilt die &#8220;Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland&#8221; (ISD e.V.), neben dem Vielfalt-Komitee der Nelson-Mandela-Schule Mitveranstalter der Ausstellung, mit. In &#8220;Homestory Deutschland&#8221; werden Leben und Wirken verschiedener Schwarzer Menschen vorgestellt. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm, das die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt. &#8220;Schwarze Deutsche gehören zum Alltag&#8221;, so Saidou Cissé Schleicher von ISD. Neben der feierlichen Ausstellungseröffnung mit literarischen und musikalischen Darbietungen haben bereits ein Vortrags- und ein Filmabend stattgefunden. Es folgen eine Gedenkveranstaltung für May Ayim am Sonntag, den 2. Mai mit Literatur- und Filmbeiträgen, und eine Theateraufführung am Donnerstag, den 6. Mai.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;In Gedenken an May Ayim&#8221;<br />
Gedenkveranstaltung für May Ayim, die am 3. Mai 50 Jahre alt geworden wäre.<br />
Sonntag, den 2. Mai 2010, 15 Uhr<br />
Programm:<br />
- &#8220;Hoffnung im Herz: Mündliche Poesie von May Ayim&#8221; (Filmporträt, BRD 1997, 30 min.)<br />
- Gedichte von May Ayim<br />
- &#8220;Homestory Deutschland. Gelebt-erlebte Schwarze Deutsche Geschichte(n)&#8221; (multimediales Bühnenstück, 90 min.)</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Real Life: Deutschland&#8221;<br />
Film (Deutsch mit englischen Untertiteln) und Diskussion<br />
Donnerstag, den 6. Mai 2010, 17 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Linktipps: <a href="http://homestorydeutschland.blogspot.com/" target="_blank">Blog Homestory Deutschland</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Und täglich grüsst das Murmeltier</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/04/26/und-taglich-grusst-das-murmeltier/</link>
		<comments>http://www.publikative.org/2010/04/26/und-taglich-grusst-das-murmeltier/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 02:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/QKmU5wYBUk4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/QKmU5wYBUk4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>]]></description>
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		<title>Sie haben das Recht diese Stadt zu sein</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 19:03:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
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<p>Siehe auch: <a href="http://npd-blog.info/2009/05/22/deutsche-kultur-its-best-tripmeister-eder/">Deutsche Kultur at its best: Tripmaster Eder</a></p>
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		<title>Picasso&#8217;s Guernica in 3D &#8211; by Lena Gieseke</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 08:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<title>&#8220;Die melodramatischen Szenen hätten auch Goebbels gefallen&#8221;</title>
		<link>http://www.publikative.org/2010/02/21/jud-suss-10/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 14:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Publikative.org</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei der Berlinalen ist der Film &#8220;Jud Süß &#8211; Film ohne Gewissen&#8221;  vom Publikum ausgebuht worden. Auch die Presse zeigt sich wenig begeistert von dem Werk, welches offenbar ähnlich schwach ist, wie &#8220;Der Untergang &#8221; mit dem menschelnden Führer. Dass es aber auch mit Humor geht, hatte Helge Schneider in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Bei der Berlinalen ist der Film &#8220;Jud Süß &#8211; Film ohne Gewissen&#8221;  vom Publikum ausgebuht worden. Auch die Presse zeigt sich wenig begeistert von dem Werk, welches offenbar ähnlich schwach ist, wie &#8220;Der Untergang &#8221; mit dem menschelnden Führer. Dass es aber auch mit Humor geht, hatte Helge Schneider in &#8220;Mein Führer&#8221; eindrucksvoll bewiesen; von britischen und amerikanischen Produktionen ganz zu schweigen. Doch bei &#8220;Jud Süß &#8211; Film ohne Gewissen&#8221; ging das Konzept offenbar nicht auf. Pressestimmen zu dem Film.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Freitag: Wobei gerade das Ungefällige, das geschmacklos Ausfransende, das überflüssig Hinzuerfundene an Roehlers Film ihn dann doch wieder sehr sehenswert machen. Und wer weiß, vielleicht wird es am Ende doch dieses mehrheitlich als misslungenes Machwerk abgekanzelte Werk sein, von dem man in 10 oder gar 20 Jahren noch spricht. Nach dem Motto: Warst du damals dabei, als der Roehler ausgebuht wurde?  Vielleicht wäre das dann doch noch ein befriedigender Abschluss.</p>
<div id="attachment_9009" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/02/jud5_medium.jpg"><img class="size-full wp-image-9009" title="jud5_medium" src="http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2010/02/jud5_medium.jpg" alt="jud5_medium" width="400" height="265" /></a><p class="wp-caption-text">Goebbels als Witzfigur (Foto: Concorde-Filmverleih)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">Stern: Oskar Roehlers &#8220;Jud Süß &#8211; Film ohne Gewissen&#8221; war einfach nur ein Ärgernis.</p>
<p style="text-align: justify;">Tagesspiegel: Auch vor dem entfesselten Tobias Moretti in Roehlers „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ sollte man Kinder vielleicht schützen. [...] <strong>Flop:</strong> „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ von Oskar Roehler. Angesteckt von seinem toxischen Stoff: Die melodramatischen Szenen hätten auch Goebbels gefallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Welt: Bei alledem waren viele Filme bis zur Unerträglichkeit lau, sie plätscherten gut gemeint dahin, sie wagten in der Regel zu wenig. An die Zuschauerinstinkte jedoch wurde stets appelliert: Kaum eine der Dunkelvisionen verzichtet auf Sexszenen, und immer ist Sex eine freudlose, herrische Sache, um Unterdrückung und Abhängigkeit zu exemplifizieren. Der Regisseur Oskar Roehler macht das in seinem furchtbar missratenen &#8220;Jud Süss &#8211; Film ohne Gewissen&#8221; gleich mehrfach deutlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Avviva: Als Einführung zum Thema &#8220;Kultur und Propaganda&#8221; reicht das Gebotene nicht. Als Ergänzung ist es jedoch brauchbar und von der Inszenierung und schauspielerischen Leistung her sehenswert, wenn frau die nötige Distanz zu einigen ärgerlichen Szenen bewahren kann. Es bleibt zweifelhaft, ob die Bildsprache Oskar Roehlers das passende Mittel ist, um eine <em>&#8220;Erotik der Macht&#8221;</em> im Nazi-Deutschland darzustellen.<br />
Im positiven Fall kann der Film die Sensibilität für die Konstruktion und die Stärkung von Vorurteilen durch die Medien (insbesondere durch den Film mit seiner visuellen Kraft) erhöhen. Wobei er dazu bewusst reflektiert werden muss, um nicht auf einen puren Unterhaltungswert reduziert zu bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Deutsche Welle: Die mit drei Filmen im Wettbewerb vertretenen Deutschen gingen bei den Hauptpreisen leer aus. Stattdessen lieferte Oskar Roehler mit seiner Kolportage &#8220;Jud Süß &#8211; Film ohne Gewissen&#8221; den Aufreger des Festivals.</p>
<p style="text-align: justify;">Moritz Bleibtreu im Interview mit dem <a href="http://www.wdr.de/themen/kultur/film/berlinale_2010/interview_bleibtreu.jhtml?rubrikenstyle=kultur" target="_blank">WDR</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier der Trailer zu &#8220;Mein Führer&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zpgSCP1-g74&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/zpgSCP1-g74&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Siehe auch: <a href="http://npd-blog.info/2009/09/18/hoyerswerda-inglourious-basterds-nach-bombendrohung-abgesetzt/" target="_blank">Hoyerswerda: “Inglourious Basterds” nach Bombendrohung abgesetzt</a></p>
</p>]]></content:encoded>
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